Basis-Nährstoffe
Omega-3-Fettsäuren
Aminosäuren
Mineralstoffe
Vitamine
Vitamin Kapseln
Flüssige Vitamine
Vitamin Komplex
Pflanzenstoffe & Superfoods
Antioxidantien
Pflanzenstoffe
Superfoods
Vitalpilze
Funktionelle Nährstoffe
Enzyme & Ballaststoffe
Melatonin
Probiotika
Gelenkschmerzen & Steifheit
Gelenke
Knochen
Muskeln
Abnehmen & Stoffwechsel
Abnehmen
Stoffwechsel
Entwässerung
Gehirn & Psyche
Gedächtnis & Konzentration
Stress & Erschöpfung
Stimmung
Ein - & Durchschlafprobleme
Energie
Schlafstörungen & Jetlag
Eisenmangel
Herzgesundheit
Venen & Durchblutung
Herzschutz
Blutdruck
Cholesterin
Frauengesundheit
Schwangerschaft & Stillzeit
Fruchtbarkeit
Hormonhaushalt
PMS
Libido
Wechseljahre
Wiederkehrende Blasenentzündung
Männergesundheit
Erektionsstörungen & Libido
Prostata
Magen & Darm
Reinigung & Aufbau
Verdauung
Blähbauch
Sodbrennen
Hämorrhoiden
Parasiten
Schönheit
Haut
Haare
Bindegewebe
Lebergesundheit
Entgiftung & Detox
Leberschutz
Häufige Infekte & schwaches Immunsystem
Immunsystem stärken
Allergie
Blutzucker & Diabetes
Augen & Sehkraft
Entzündungen
Histaminintoleranz
Schmerzen
Anti-Aging & Zellgesundheit
Säure-Basen-Haushalt
Vorteilspakete
Medizinische Tests
Card Value:
Menge
Versand:
Rabatt:
Sie sparen:
Freunde-werben-Freunde Gutschein:
Gesamtsumme:
Gratis Versand ab 49,90 €
Noch nie zuvor haben Wissenschaftler den menschlichen Darm so intensiv erforscht wie in den letzten zehn Jahren, in denen sich die Forschung in diesem Bereich besonders stark entwickelt hat. Und das aus gutem Grund: Das Darm-Mikrobiom, also die Gesamtheit der Mikroorganismen in unserem Verdauungstrakt, beeinflusst nahezu alle Aspekte unserer Gesundheit. Dazu gehören die Verdauung, das Immunsystem, der Stoffwechsel und sogar unsere Stimmung. Neue Studien zeigen, dass Veränderungen in der Zusammensetzung der Darmflora mit zahlreichen Erkrankungen, wie etwa Übergewicht, Diabetes, Depression oder chronischen Darmerkrankungen, verbunden sind.
Doch woraus genau besteht das Mikrobiom, wie kommt es zustande und welche Maßnahmen kann man ergreifen, um das eigene Mikrobiom zu stärken?
Der Begriff „Mikrobiom“ beschreibt die Gesamtheit aller Mikroorganismen, die im menschlichen Körper leben. Dazu gehören Bakterien, Viren, Pilze und andere winzige Lebewesen. Alleine im Darm befinden sich etwa 100 Billionen Bakterien. Das ist mehr, als der menschliche Körper Zellen besitzt. Rein rechnerisch sind wir also eher „halb Mensch, halb Mikrobe“. Häufig wird das Darm-Mikrobiom auch als Darmflora bezeichnet. Gemeint ist bei beiden Bezeichnungen aber dasselbe: die komplexe Lebensgemeinschaft im Darm.
Bereits mit der Geburt beginnt das Mikrobiom, sich zu entwickeln. Dabei spielt es eine große Rolle, ob das Kind auf natürliche Weise oder per Kaiserschnitt auf die Welt kommt. Bei einer natürlichen Geburt übernimmt das Baby erste Mikroben von der Mutter, während bei einem Kaiserschnitt überwiegend Hautbakterien dominieren.Auch die Ernährung hat Einfluss auf die frühe Zusammensetzung des Mikrobioms. Muttermilch enthält spezielle Zuckerstoffe, sogenannte Oligosaccharide, die als Nahrung für bestimmte Bakterienarten dienen und somit das Mikrobiom des Babys prägen.
Das Darm-Mikrobiom stabilisiert sich im Erwachsenenalter weitgehend, bleibt aber flexibel und reagiert auf Ernährung, Medikamente, Stress oder Umwelteinflüsse. Mit zunehmendem Alter nimmt die Vielfalt der Mikroorganismen oft wieder ab, was die Anfälligkeit für Krankheiten erhöhen kann.
Das Darm-Mikrobiom ist kein passiver „Mitbewohner“, sondern ein hochaktives, dynamisches System, das eine Vielzahl unverzichtbarer Aufgaben für den menschlichen Körper übernimmt. Man könnte sagen, dass der Mensch und seine Mikroben in einer Symbiose leben, von der beide Seiten profitieren.
Viele Nahrungsbestandteile, die wir zu uns nehmen, können von unseren eigenen Verdauungsenzymen nicht vollständig aufgespalten werden. Dazu gehören vor allem Ballaststoffe, also unverdauliche Kohlenhydrate, die in Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten vorkommen. Darmbakterien sind hingegen in der Lage, diese Ballaststoffe zu fermentieren, also durch mikrobielle Prozesse umzuwandeln. Dabei entstehen kurzkettige Fettsäuren, allen voran Butyrat (Buttersäure), Acetat und Propionat.
Diese Fettsäuren sind für die menschliche Gesundheit unverzichtbar:
Ohne diese bakteriellen Stoffwechselprodukte könnten wir Ballaststoffe nicht nutzen. Dieser Prozess ist also ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie sehr wir auf unsere Mikroben angewiesen sind.
Etwa 70 % aller Immunzellen befinden sich im Darm. Das ist kein Zufall, denn hier entscheidet der Körper ständig, ob etwas harmlos oder gefährlich ist. Dabei spielt das Mikrobiom eine entscheidende Rolle. Es trainiert das Immunsystem, indem es kontinuierlich Signale sendet. Nützliche Bakterien zeigen den Abwehrzellen, wie sie mit Eindringlingen umgehen sollen. Sie fördern ein Gleichgewicht zwischen Toleranz gegenüber Nahrung und eigenen Zellen einerseits und Abwehr gegen Krankheitserreger andererseits. Wenn dieses Training gestört ist, steigt das Risiko für Allergien, Autoimmunerkrankungen oder chronische Entzündungen.
Das Mikrobiom wirkt wie ein lebender Schutzschild. Nützliche Bakterien besetzen Nischen im Darm, sodass gefährliche Keime wie Salmonellen oder Clostridien kaum Platz oder Nährstoffe finden. Zusätzlich produzieren viele gute Darmbakterien antimikrobielle Substanzen, die schädliche Mikroben direkt hemmen. Dieser Effekt wird Kolonisationsresistenz genannt.
Einige Bakterienarten stellen Vitamine her, die unser Körper nicht selbst produzieren kann. Dazu zählen:
Außerdem beeinflusst das Mikrobiom die Bildung hormonähnlicher Substanzen und Neurotransmitter wie Serotonin, dem sogenannten „Glückshormon“, von dem über 90 % im Darm gebildet werden.
Die Darm-Hirn-Achse beschreibt den ständigen Austausch zwischen Verdauungstrakt und Gehirn. Dieser erfolgt über mehrere Wege:
Studien zeigen, dass Veränderungen im Mikrobiom mit Depressionen, Angststörungen und sogar mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson in Verbindung stehen.
Unter Dysbiose versteht man ein Ungleichgewicht in der Zusammensetzung des Darm-Mikrobioms. Dabei ist nicht nur die Anzahl einzelner Bakterienarten entscheidend, sondern auch ihre Vielfalt und ihr Verhältnis zueinander. Ein gesundes Mikrobiom zeichnet sich durch eine hohe Diversität aus: Je mehr unterschiedliche Bakterienarten vorhanden sind, desto stabiler ist das System.
Die Gründe für ein Ungleichgewicht der Darmflora können sehr vielfältig sein:
Eine Dysbiose wird mit einer Vielzahl von Erkrankungen in Verbindung gebracht:
Eine besondere Folge der Dysbiose ist das sogenannte Leaky-Gut-Syndrom, bei dem die Barrierefunktion der Darmschleimhaut geschwächt wird, der Darm nicht mehr richtig schließt und dadurch Bakterien in den Körper gelangen können. Normalerweise bilden die Darmzellen enge Verbindungen, die das Eindringen von Schadstoffen und Krankheitserregern verhindern. Bei einer Dysbiose können diese Verbindungen jedoch gelockert sein, sodass Bakterienbestandteile oder unverdaute Moleküle in den Blutkreislauf gelangen. Dies kann zu systemischen Entzündungen führen, die mit zahlreichen chronischen Krankheiten in Verbindung gebracht werden.
➤ Jetzt Darmflora natürlich unterstützen!
Ein Ungleichgewicht der Darmflora macht sich meist zuerst im Bauch bemerkbar. Typische Anzeichen sind:
Wer genauer wissen möchte, welche Bakterien im eigenen Darm leben, kann eine Stuhlprobe untersuchen lassen, einen sogenannten Mikrobiom-Test. Halten Beschwerden über Wochen an, gehören sie ärztlich abgeklärt, etwa um einen Reizdarm oder eine chronische Darmentzündung zu erkennen.
Die gute Nachricht ist: Jeder kann sein Darm-Mikrobiom selbst positiv beeinflussen. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Ernährung und Lebensstil dabei die wichtigsten Faktoren sind.
Eine pflanzenbasierte, ballaststoffreiche Ernährung gilt als besonders wertvoll für ein gesundes Mikrobiom. Ballaststoffe stecken unter anderem in Vollkornprodukten, Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Nüssen. Studien belegen, dass Menschen, die viele verschiedene Pflanzenarten zu sich nehmen, auch eine größere Vielfalt an Darmbakterien besitzen.
Besonders empfehlenswert sind:
Vermeiden sollte man hingegen stark verarbeitete Lebensmittel, künstliche Süßstoffe, zu viel rotes Fleisch und Zucker, da diese ein ungünstiges Mikrobiom fördern.
Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die in ausreichender Menge einen positiven Effekt haben können. Sie kommen in Nahrungsergänzungsmitteln oder in fermentierten Lebensmitteln vor. Präbiotika sind unverdauliche Ballaststoffe, die das Wachstum gesunder Bakterien anregen.
Die Forschung zeigt, dass bestimmte Probiotika die Beschwerden bei Reizdarmsyndrom lindern oder nach einer Antibiotikatherapie dabei helfen können, die Darmflora schneller wieder aufzubauen. Allerdings wirken Probiotika nicht bei jedem gleich. Die Effekte sind individuell.
➤ Probiotika Kapseln entdecken!
Regelmäßige körperliche Aktivität wirkt sich nicht nur positiv auf Herz und Muskeln, sondern auch auf das Mikrobiom aus. Sportler weisen oft eine größere Bakterienvielfalt auf als Menschen, die sich wenig bewegen. Ebenso wichtig ist es, Stress zu reduzieren, da psychischer Druck die Zusammensetzung der Darmflora verändern und Entzündungsprozesse fördern kann.
Antibiotika retten Leben, zerstören aber gleichzeitig auch nützliche Darmbakterien. Wenn möglich, sollten sie daher nur gezielt und nach ärztlicher Rücksprache eingesetzt werden. Nach einer Antibiotikatherapie ist es ratsam, die Ernährung bewusst mikrobiomfreundlich zu gestalten und eventuell eine Darmsanierung vorzunehmen.
Bei gesunden Erwachsenen findet die Darmflora nach einer kurzen Antibiotikatherapie meist innerhalb weniger Wochen weitgehend zu ihrer alten Zusammensetzung zurück, einzelne Bakterienarten fehlen aber noch Monate später. In einer Studie erhielten 12 gesunde Männer vier Tage lang drei starke Antibiotika. Zunächst gingen Bifidobakterien und Buttersäure-bildende Bakterien zurück. Nach rund anderthalb Monaten war das Mikrobiom wieder nahe am Ausgangszustand, neun häufige Arten waren bei den meisten Teilnehmern aber auch nach 180 Tagen nicht mehr nachweisbar (Palleja et al., 2018).
In dieser Phase können Probiotika den Darm unterstützen: In einer Auswertung von 63 Studien mit 11.811 Teilnehmenden ging ihre Einnahme mit einem um 42 Prozent geringeren Risiko für Durchfall durch Antibiotika einher (Hempel et al., 2012). Dazu passen ballaststoffreiche Mahlzeiten, die den nützlichen Bakterien Nahrung liefern, und fermentierte Lebensmittel. Wie sich die Darmflora Schritt für Schritt wieder aufbauen lässt, zeigt der Ratgeber Darmflora aufbauen.
Wichtiger Hinweis
Dieser Ratgeber dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Die Inhalte der Herbano Gesundheitsredaktion werden sorgfältig recherchiert und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Studien.
Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und von der Herbano Redaktion bearbeitet.
Besonders stark setzen Antibiotika dem Mikrobiom zu, weil sie neben schädlichen Keimen auch nützliche Darmbakterien abtöten. Dazu kommen eine einseitige, stark verarbeitete Kost mit viel Zucker und wenig Ballaststoffen, Bewegungsmangel, Rauchen, viel Alkohol und anhaltender Stress. Auch mit dem Alter nimmt die Vielfalt der Darmbakterien ab.
Am meisten profitiert das Mikrobiom von einer abwechslungsreichen, pflanzenbetonten Kost mit vielen Ballaststoffen aus Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Vollkorn und Nüssen. Fermentierte Lebensmittel wie Joghurt, Kefir, Sauerkraut oder Kimchi ergänzen sie gut: In einer 17-wöchigen Studie steigerte eine Ernährung mit vielen fermentierten Lebensmitteln die Vielfalt der Darmbakterien und senkte Entzündungsmarker (Wastyk et al., 2021).
Probiotika sind lebende Milchsäurebakterien und andere nützliche Mikroorganismen, die in ausreichender Menge die Darmflora unterstützen. Gut untersucht ist ihr Einsatz beim Reizdarmsyndrom und nach Antibiotika, wo ihre Einnahme in Studien mit einem um 42 Prozent geringeren Risiko für Durchfall einherging. Präbiotische Ballaststoffe wie Akazienfaser liefern den Bakterien zusätzlich Nahrung.
Darm und Gehirn tauschen sich über die Darm-Hirn-Achse ständig aus, etwa über den Vagusnerv und Botenstoffe wie Serotonin, das zu über 90 Prozent im Darm gebildet wird. Veränderungen im Mikrobiom stehen deshalb mit Depressionen und Angststörungen in Verbindung. Mehr dazu im Ratgeber Darm-Hirn-Achse.
Etwa 70 Prozent aller Immunzellen befinden sich im Darm. Das Mikrobiom trainiert sie laufend und hilft ihnen zu unterscheiden, was harmlos und was gefährlich ist. Ist dieses Training gestört, steigt das Risiko für Allergien, Autoimmunerkrankungen und chronische Entzündungen.
Willkommen bei Herbano! Auf dieser Webseite sind nur Lieferungen nach country möglich. Möchten Sie das Land wechseln?