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Eine gedrückte Stimmung fühlt sich selten wie eine einzelne Beschwerde an. Der Tag beginnt schwer. Freude, die früher selbstverständlich war, kommt nicht mehr richtig an. Der Kopf ist voll, aber gleichzeitig zäh. Kleine Aufgaben kosten Kraft, für die sonst kein Gedanke nötig war. Und der Schlaf hilft nicht mehr wirklich, weil auch der Morgen nicht leichter wird.
Der übliche Weg lautet: erst abwarten, dann irgendwann ein Medikament, das die Symptome dämpft. Was dabei oft übersehen wird: Eine gedrückte Stimmung entsteht selten aus einer einzigen Ursache. Meist liegen drei Ebenen gleichzeitig im Ungleichgewicht – die Botenstoff-Verfügbarkeit im Gehirn, die Entzündungslage der Nervenzellen und die Versorgung mit den Cofaktoren, aus denen der Körper überhaupt erst Serotonin (ein Botenstoff im Gehirn, der die Stimmung mitbestimmt) und Dopamin bildet.
Genau darauf ist das Seelen-Balance Paket ausgelegt. Kein Mischprodukt mit vielen Namen auf dem Etikett, sondern drei eigenständige, wirksam dosierte Präparate, die jeweils eine dieser Ebenen abdecken.
Wer sich über Wochen schwer, freudlos oder innerlich leer fühlt, sucht meist nach dem einen Grund. Stress. Zu wenig Schlaf. Der Winter. Eine belastende Phase. All das kann eine Rolle spielen – aber selten allein. In der Forschung wird zunehmend deutlich, dass eine leichte bis mittelschwere depressive Verstimmung fast immer auf mehreren Ebenen gleichzeitig entsteht.
Auf der ersten Ebene liegt die Botenstoff-Verfügbarkeit im Gehirn. Serotonin, Dopamin und Noradrenalin sind die Signalstoffe (körpereigene Botenstoffe, mit denen Zellen miteinander kommunizieren), die entscheiden, ob der Tag antriebsvoll und mit Freude gelebt wird oder ob innerlich alles gedämpft bleibt. Sind sie nicht ausreichend verfügbar, fehlt genau dieser innere Grundton.
Auf der zweiten Ebene liegt die Entzündungslage der Nervenzellen. Studien zeigen, dass Menschen mit gedrückter Stimmung häufig erhöhte Werte entzündlicher Botenstoffe (sogenannter Zytokine – körpereigener Signalstoffe, die Entzündungen im Körper mitsteuern) im Blut haben. Diese leise Dauerentzündung beeinflusst, wie stabil das Nervensystem reagiert.
Auf der dritten Ebene liegt die Rohstoff-Versorgung. Damit der Körper aus der Aminosäure Tryptophan Serotonin bildet, braucht er B6, Folat und B12 als Cofaktoren (Helferstoffe, ohne die die Reaktion im Körper nicht ablaufen kann). Fehlen sie, kann selbst die beste Ausgangssubstanz nicht in den Botenstoff umgewandelt werden, den das Gehirn braucht.
Johanniskraut (Hypericum perforatum) ist die am besten untersuchte pflanzliche Substanz bei leichter bis mittelschwerer depressiver Verstimmung. Die zentrale Wirkung: Die Inhaltsstoffe Hyperforin und Hypericin hemmen im Gehirn die Wiederaufnahme von Serotonin, Noradrenalin und Dopamin in die Nervenzelle. Das bedeutet, dass diese Botenstoffe länger im synaptischen Spalt (dem winzigen Zwischenraum zwischen zwei Nervenzellen, in dem Signale übertragen werden) verfügbar bleiben und ihre stimmungshebende Wirkung länger entfalten können.
Der spürbare Effekt: Der innere Grundton hebt sich schrittweise. Nicht als plötzlicher Umschwung, sondern als leiseres Nachlassen der Schwere. Antrieb kommt zurück. Freude wird wieder erreichbar. Die Reizschwelle steigt.
Passionsblume (Passiflora incarnata) ergänzt diesen Wirkmechanismus genau dort, wo Johanniskraut allein nicht ansetzt: bei innerer Unruhe, kreisenden Gedanken und einem überdrehten Nervensystem. Passionsblume wirkt über den GABA-Rezeptor (die wichtigste Bremse im Nervensystem) beruhigend – ohne müde oder benommen zu machen. Genau diese Kombination ist bei gedrückter Stimmung so relevant: Denn wer freudlos ist, ist selten nur traurig. Meist ist das Nervensystem gleichzeitig überreizt, angespannt und schlecht abschaltbar.
Deshalb ist JOHPAS als Duo aufgebaut: Johanniskraut hebt die Botenstoff-Verfügbarkeit, Passionsblume nimmt die innere Anspannung heraus. Bis der volle Effekt von Johanniskraut spürbar wird, vergehen in der Regel zwei bis vier Wochen kontinuierlicher Einnahme.
Omega-3-Fettsäuren sind nicht nur ein Nährstoff für Herz und Gefäße. In der Forschung zur Stimmungslage hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten ein klarer Fokus herausgebildet: Nicht Omega-3 allgemein wirkt auf die Stimmung – sondern gezielt EPA (Eicosapentaensäure), und zwar in ausreichend hoher Dosierung.
Der Mechanismus dahinter ist gut verstanden. EPA senkt die Bildung entzündlicher Botenstoffe (Zytokine wie TNF-alpha und Interleukin-6) im ganzen Körper – auch im Gehirn. Genau diese entzündlichen Botenstoffe sind bei Menschen mit gedrückter Stimmung erhöht. Sie stören die normale Signalübertragung zwischen den Nervenzellen und verändern, wie das Gehirn Stress verarbeitet.
Wenn EPA die Entzündungslage senkt, entsteht keine spektakuläre Sofortwirkung. Aber die Nervenzellen arbeiten wieder unter günstigeren biochemischen Bedingungen. Die Grundstabilität steigt. Reize werden nicht mehr so schnell zur Überforderung. Emotionale Ausschläge werden weicher.
OMEMAX liefert EPA in einer Dosierung, wie sie in den Meta-Analysen zur Stimmung als wirksam beschrieben wird – nicht die Miniatur-Menge, die viele Standard-Fischölkapseln enthalten. Der Effekt baut sich über Wochen auf und ergänzt Johanniskraut auf einer völlig anderen Ebene: nicht Botenstoffe, sondern Entzündungslage.
Der Körper baut Serotonin nicht aus dem Nichts. Er baut es aus der Aminosäure Tryptophan. Und für diesen Umbau braucht er drei zentrale Cofaktoren: Vitamin B6, Folat und Vitamin B12. Dieselben Vitamine sind auch am Umbau von Tyrosin zu Dopamin und Noradrenalin beteiligt. Ohne diese Cofaktoren steht die gesamte Botenstoff-Bildung still – egal, wie viel Ausgangsmaterial über die Nahrung geliefert wird.
In der Realität ist genau hier eine der häufigsten stillen Versorgungslücken. Ein B12-Mangel ist bei Menschen über 50, bei Veganern, bei Menschen mit Reizmagen oder bei langjähriger Einnahme von Magensäureblockern häufig. Ein Folat-Mangel ist bei einer bestimmten genetischen Variante (der sogenannten MTHFR-Variante) verbreitet – schätzungsweise 30 bis 50 % der mitteleuropäischen Bevölkerung kann Folsäure nicht optimal in die aktive Form umwandeln.
Genau deshalb ist BKOMAX kein normaler B-Komplex mit einfacher Folsäure und Cyanocobalamin, sondern liefert die aktivierten Formen: Methylfolat (5-MTHF), Methylcobalamin und Pyridoxal-5-Phosphat (P-5-P). Diese Formen kann der Körper direkt in den Methylierungszyklus einschleusen – ohne den Umwandlungsschritt, an dem viele Menschen genetisch bedingt hängenbleiben.
Der Effekt: Der biochemische Motor für Serotonin, Dopamin und Noradrenalin läuft wieder mit voller Drehzahl. Kein Aufputschen, sondern die Grundlage dafür, dass die Bausteine überhaupt entstehen können, die Antrieb, Freude und innere Stabilität tragen.
Auf dem Markt gibt es viele Kombi-Kapseln, die Johanniskraut, Omega-3 und einen B-Komplex in einer einzigen Kapsel bündeln. Das klingt bequem, ist aber ein Kompromiss. In eine Kapsel passen keine relevanten Wirkstoffmengen aller drei Bausteine gleichzeitig.
Johanniskraut braucht einen standardisierten Extrakt in ausreichender Menge, um die Wiederaufnahme der Botenstoffe messbar zu beeinflussen. EPA muss in Grammbereich dosiert sein, um die Entzündungslage im Gehirn zu senken – nicht in Milligramm. Und die aktivierten B-Vitamine brauchen ihre eigene wirksame Menge, nicht eine symbolische Beimischung.
Genau deshalb ist das Seelen-Balance Paket bewusst als drei getrennte, jeweils vollwertig dosierte Präparate aufgebaut. Jede Komponente kann ihre Aufgabe im vollen Umfang leisten. Und wer will, kann die Bausteine später einzeln fortführen – zum Beispiel Omega-3 und den B-Komplex dauerhaft als Grundversorgung, Johanniskraut über eine begrenzte Anwendungsdauer.
Eine seelische Balance stellt sich nicht in einer Woche ein. Johanniskraut braucht in der Regel zwei bis vier Wochen kontinuierlicher Einnahme, bis der volle Effekt spürbar wird. Omega-3 baut die Membranstruktur der Nervenzellen über Wochen um. Der B-Komplex füllt Speicher, die oft jahrelang leergelaufen sind.
Realistisch ist: Nach zwei bis drei Wochen wird der Grundton etwas leichter. Nach vier bis sechs Wochen zeigt sich, wie stabil die Wirkung getragen wird. Nach zwei bis drei Monaten ist der Punkt erreicht, an dem sich beurteilen lässt, ob das Paket die eigene Balance dauerhaft tragen kann.
Wichtig ist auch die andere Seite: Wenn eine Verstimmung schwer ist, mit Suizidgedanken einhergeht oder sich über Monate nicht bewegt, gehört das nicht in die Selbstbehandlung. Dann ist das Paket kein Ersatz, sondern höchstens Ergänzung zu einer echten therapeutischen Begleitung.
Die folgenden Punkte sind die Sorgen, die bei einer gedrückten Stimmung am häufigsten auftauchen. Sie werden hier offen beantwortet, ohne Beschönigung und ohne Versprechen, die niemand halten kann.
„Woran erkenne ich, dass ich sofort professionelle Hilfe brauche?" Warnzeichen sind Gedanken an Selbstverletzung oder Suizid, das Gefühl, dass alles sinnlos ist, sich nicht mehr aus dem Bett zu bringen, tagelanges Nicht-Essen oder ein Kontrollverlust im Alltag. In diesen Fällen ist das Seelen-Balance Paket kein Ersatz für eine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Es ist für leichte bis mittelschwere gedrückte Stimmung gedacht und setzt an den Ursachen an – nicht am akuten schweren Fall.
„Ich brauche jetzt sofort Hilfe – wann merke ich überhaupt etwas?" Ehrlich gesagt: Nicht am ersten Tag. Passionsblume kann innerhalb weniger Stunden die innere Unruhe etwas dämpfen. Johanniskraut braucht zwei bis vier Wochen, bis die Wirkung auf die Botenstoff-Verfügbarkeit im Gehirn ankommt. EPA und der B-Komplex bauen sich noch langsamer auf. Wer in wenigen Tagen eine Umschwung-Wirkung erwartet, wird enttäuscht. Wer sechs bis acht Wochen Geduld mitbringt, hat die realistische Chance, dass sich der Grundton tragfähig verändert.
„Was, wenn ich am Ende doch ein Antidepressivum brauche?" Das ist kein Widerspruch. Das Paket setzt an den Ebenen an, die von synthetischen Antidepressiva meist gar nicht adressiert werden: Entzündungslage und Cofaktor-Versorgung. Wer ein Antidepressivum einnimmt, sollte die Kombination mit Johanniskraut allerdings vorher mit einem Komplementärmediziner oder Heilpraktiker abstimmen – Johanniskraut und SSRI zusammen können den Serotoninspiegel zu stark heben.
„Bilde ich mir die Wirkung nur ein – ist das nicht alles Placebo?" Ehrliche Antwort: Bei jeder Behandlung von Stimmungsstörungen ist der Placebo-Anteil hoch, auch bei synthetischen Antidepressiva. Was für die drei Bausteine spricht: Es gibt für jeden einzelnen einen klaren, biochemisch verstandenen Wirkmechanismus und eine Studienlage mit hunderten Untersuchungen. Grenzen: Nicht jeder Mensch spricht gleich stark an, und Studien-Effekte sind Durchschnittseffekte – wie viel im Einzelfall ankommt, zeigt sich erst nach mehreren Wochen.
„Was, wenn ich neue Probleme durch die Präparate bekomme?" Die häufigsten unerwünschten Wirkungen von Johanniskraut sind eine erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut (Sonnenschutz mitdenken) und selten Magen-Darm-Reizungen. Omega-3 kann bei sehr empfindlichem Magen zu Aufstoßen führen – Einnahme zur Mahlzeit hilft. Der B-Komplex kann in den ersten Tagen den Urin gelb färben (harmlos, das ist überschüssiges B2). Deutlich problematischer als eigene Nebenwirkungen sind die Wechselwirkungen von Johanniskraut mit Medikamenten (siehe Hinweise unten).
Eine gedrückte Stimmung entsteht selten aus einer einzigen Ursache. Sie ist meist das Zusammenspiel aus einer verringerten Verfügbarkeit stimmungsrelevanter Botenstoffe, einer erhöhten Entzündungslage der Nervenzellen und einer stillen Versorgungslücke bei den Cofaktoren, aus denen der Körper Serotonin und Dopamin überhaupt erst baut. Das Seelen-Balance Paket adressiert diese drei Ebenen mit den drei am besten untersuchten natürlichen Bausteinen: Johanniskraut mit Passionsblume für die Botenstoff-Verfügbarkeit, EPA-reiches Omega-3 für die Entzündungslage und ein aktivierter B-Komplex für die Cofaktoren. Drei eigenständige Präparate statt einer verwässerten Mischkapsel – damit jede Komponente in wirksamer Dosis zur Verfügung steht.
Verzehrempfehlung:
JOHPAS: 1 Kapsel morgens und 1 Kapsel abends zu einer Mahlzeit einnehmen. OMEMAX: 2 Kapseln täglich zu einer Hauptmahlzeit einnehmen. BKOMAX: 1 Kapsel täglich am Morgen zu einer Mahlzeit einnehmen. Der volle Effekt von Johanniskraut baut sich in der Regel über zwei bis vier Wochen kontinuierlicher Einnahme auf. Empfohlen wird eine Kur über mindestens drei Monate.
Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Kühl, trocken und außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern lagern. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.
Hinweise & mögliche Nebenwirkungen:
Zusammensetzung:
Das Seelen-Balance Paket enthält drei eigenständige Präparate: JOHPAS mit standardisiertem Johanniskraut-Extrakt (Hypericum perforatum) und Passionsblumen-Extrakt (Passiflora incarnata), OMEMAX mit hochdosiertem, EPA-reichem Omega-3 aus nachhaltigem Fischöl in Triglycerid-Form, sowie BKOMAX mit einem aktivierten Vitamin-B-Komplex inklusive Methylfolat (5-MTHF), Methylcobalamin (aktives B12), Pyridoxal-5-Phosphat (aktives B6), Riboflavin-5-Phosphat, Niacin, Pantothensäure, Biotin und Cholin. Alle drei Präparate sind frei von Gentechnik, Gluten, Laktose, künstlichen Farb- und Konservierungsstoffen.
Mengenangaben pro Tagesdosis:
Die genauen Mengenangaben pro Tagesdosis stehen auf den Etiketten der jeweiligen Einzelprodukte.
Das Stimmungs-Paket mit Safran und 5-HTP setzt an einer etwas anderen Stelle an: 5-HTP ist die direkte Vorstufe von Serotonin (ein Botenstoff im Gehirn, der die Stimmung mitbestimmt) und wird im Körper unmittelbar in Serotonin umgebaut, Safran wirkt zusätzlich stimmungsaufhellend über mehrere Signalwege. Das Seelen-Balance Paket dagegen ist der klassische, traditionelle Weg über die drei am längsten und breitesten untersuchten Bausteine – Johanniskraut, Omega-3 und B-Komplex. Beide Pakete sind gültige Wege. Wer bereits Erfahrung mit Johanniskraut hat oder einen traditionell erprobten Ansatz sucht, ist mit dem Seelen-Balance Paket richtig. Wer eher auf 5-HTP als direkte Serotonin-Vorstufe setzen möchte, findet das im STIMMU-Paket.
RHOBKO setzt den Fokus auf Erschöpfung, Stressbelastung und nachlassenden Antrieb – Rhodiola ist ein Adaptogen (eine Pflanze, die dem Körper hilft, mit Belastung umzugehen), das die Stressachse reguliert. Das Seelen-Balance Paket dagegen setzt den Fokus auf gedrückte Stimmung, Freudlosigkeit und den Botenstoff-Haushalt im Gehirn. Beide Pakete enthalten einen B-Komplex, aber der Rest ist bewusst unterschiedlich zusammengestellt, weil Erschöpfung und gedrückte Stimmung zwar oft zusammen auftreten, biochemisch aber unterschiedlich adressiert werden.
Passionsblume kann bereits am ersten Tag die innere Unruhe etwas dämpfen. Johanniskraut braucht in der Regel zwei bis vier Wochen kontinuierlicher Einnahme, bis die stimmungshebende Wirkung ankommt. Omega-3 und der B-Komplex bauen sich über Wochen auf und stabilisieren die Grundlage. Realistisch ist ein spürbarer Effekt nach zwei bis drei Wochen, ein tragfähiges Ergebnis nach sechs bis acht Wochen. Empfohlen wird eine Kur über mindestens drei Monate.
Johanniskraut kann in Kombination mit SSRI, SNRI, MAO-Hemmern oder anderen Antidepressiva zu einem zu hohen Serotoninspiegel führen (Serotonin-Syndrom). Diese Kombination bitte niemals eigenständig durchführen, sondern vorab mit einem Komplementärmediziner oder Heilpraktiker abstimmen. Omega-3 und der B-Komplex sind mit Antidepressiva grundsätzlich kombinierbar und werden in der begleitenden Behandlung sogar häufig empfohlen. Auch hier gilt: vorab abstimmen.
Nein, nicht ohne vorherige Rücksprache. Johanniskraut kann die Wirkung hormoneller Verhütungsmittel abschwächen, weil es bestimmte Enzyme (Eiweiße, die Stoffwechselvorgänge in Gang bringen) in der Leber (das Cytochrom-P450-System) aktiviert, die Hormone schneller abbauen. In diesem Fall bitte einen Komplementärmediziner oder Heilpraktiker konsultieren oder die beiden anderen Bausteine (OMEMAX und BKOMAX) ohne JOHPAS verwenden.
In eine einzige Kapsel passen keine wirksamen Mengen aller drei Bausteine gleichzeitig. Johanniskraut braucht einen standardisierten Extrakt in relevanter Menge. EPA-reiches Omega-3 muss im Grammbereich dosiert sein – nicht in Milligramm. Und die aktivierten B-Vitamine benötigen ihre eigene wirksame Dosis. Kombi-Kapseln, die alle drei Bausteine bündeln, enthalten in der Regel nur symbolische Mengen jedes einzelnen Stoffs. Deshalb ist das Paket bewusst als drei eigenständige, voll dosierte Präparate aufgebaut. Bei Vitamin-B-Komplexen dagegen passen alle acht B-Vitamine sinnvoll in eine Kapsel – dort ist die Kombination biochemisch sinnvoll.
Omega-3 und der B-Komplex können und sollten in vielen Fällen dauerhaft als Grundversorgung eingenommen werden – beide adressieren häufige Versorgungslücken. Johanniskraut wird üblicherweise über einen begrenzten Zeitraum von drei bis sechs Monaten angewendet. Nach dieser Zeit empfiehlt sich eine Bewertung: Ist die Balance stabil, kann Johanniskraut pausiert werden. Kehrt die gedrückte Stimmung zurück, kann eine erneute Kur sinnvoll sein. Diese Entscheidung idealerweise mit einem Komplementärmediziner oder Heilpraktiker abstimmen.
Quellen (in englischer Sprache):
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Mocking RJT et al. (2016). Meta-analysis and meta-regression of omega-3 polyunsaturated fatty acid supplementation for major depressive disorder. Translational Psychiatry. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26978738/
Young LM et al. (2019). A Systematic Review and Meta-Analysis of B Vitamin Supplementation on Depressive Symptoms, Anxiety, and Stress. Nutrients. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31480794/
Almeida OP et al. (2015). B vitamins to enhance treatment response to antidepressants in middle-aged and older adults. British Journal of Psychiatry. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25617530/
Akhondzadeh S et al. (2001). Passionflower in the treatment of generalized anxiety: a pilot double-blind randomized controlled trial with oxazepam. Journal of Clinical Pharmacy and Therapeutics. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11679026/
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