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Wer wiederkehrende Blasenentzündungen kennt, kennt auch das Muster: Nach jedem Antibiotikum wird es kurz besser, dann kommt der Infekt zurück. Der Urintest ist zwischendurch unauffällig, und trotzdem beginnt es irgendwann wieder mit dem ersten Ziehen. Der Grund dafür ist selten Pech oder mangelnde Hygiene. Der Grund liegt darin, dass die eigentliche Ursache meist gar nicht behandelt wird.
Eine wiederkehrende bakterielle Blasenentzündung entsteht in aller Regel aus dem Zusammenspiel von zwei Ursachen. Die erste Ursache liegt in der Blase selbst: Nach jeder Infektion bleibt die Blasenschleimhaut gereizt und geschwächt, sodass sich E.-coli-Bakterien immer wieder mit ihren feinen Fortsätzen (Fimbrien) an der Blasenwand festsetzen können. Die zweite Ursache liegt einige Zentimeter weiter vorne — im vaginalen Mikrobiom (der natürlichen Bakteriengemeinschaft in der Scheide). Fehlen dort die schützenden Milchsäurebakterien (Laktobazillen), fehlt der Schutzring vor der Harnröhre. E.-coli-Bakterien aus dem Darmbereich können dann ungehindert nach oben zur Blase wandern.
Weil die Ursache doppelt ist, muss auch die Lösung doppelt sein. Genau das ist die Logik hinter dem Blasen-Reset-Paket: D-Mannose löst das Problem in der Blase, VagiMed löst das Problem in der Scheide. Erst die Kombination durchbricht den Kreislauf.
Bei rund 30 bis 44 Prozent der Frauen kommt es nach einer akuten Blasenentzündung innerhalb von 12 Monaten zu einem Rückfall — obwohl das Antibiotikum die Bakterien nachweislich beseitigt hat. Das ist kein Zufall und keine Frage der Willenskraft. Es ist die logische Folge davon, dass das Antibiotikum zwar die Bakterien im akuten Schub bekämpft, aber keine der beiden Ursachen behebt, die die Wiederkehr überhaupt erst möglich machen.
Die erste Ursache sitzt in der Blase. Die Blasenschleimhaut trägt eine feine Schutzschicht, die nach jeder Entzündung gereizt und dünner ist. Auf dieser geschwächten Oberfläche finden E.-coli-Bakterien besonders leicht Halt. Sie tragen an ihrer Außenseite winzige Fortsätze, die sogenannten Typ-1-Fimbrien. Diese Fimbrien greifen in Mannose-Rezeptoren an der Blasenwand — wie ein Schlüssel in ein Schloss. Solange die Bakterien fest sitzen, werden sie beim Wasserlassen nicht mit ausgespült. Sie bleiben in der Blase und lösen früher oder später den nächsten Schub aus.
Die zweite Ursache liegt einige Zentimeter weiter vorne — im vaginalen Mikrobiom. Eine gesunde Scheidenflora besteht überwiegend aus Laktobazillen. Sie produzieren Milchsäure, halten den pH-Wert im sauren Bereich zwischen 3,8 und 4,5 und bilden damit einen natürlichen Schutzring vor der Harnröhre. Nach Antibiotika-Einnahmen, hormonellen Umstellungen, in den Wechseljahren oder in Stressphasen kippt dieses Gleichgewicht häufig. Die Laktobazillen werden weniger, der pH-Wert steigt an, und E.-coli-Bakterien aus dem Darmbereich können ungehindert bis zur Harnröhre wandern. Die Harnröhre der Frau ist nur wenige Zentimeter lang — der Weg in die Blase ist damit kurz.
Antibiotika sind bei einem akuten bakteriellen Schub wichtig und oft notwendig. Aber sie machen die Blasenschleimhaut nicht widerstandsfähiger, und sie bauen die vaginale Schutzflora nicht wieder auf. Im Gegenteil: Sie reduzieren auch die schützenden Laktobazillen, wodurch die zweite Ursache eher verstärkt als behoben wird. Solange beide Ursachen unbehandelt bleiben, ist der nächste Infekt vorprogrammiert.
D-Mannose ist ein natürlicher Einfachzucker, der vom Körper kaum verstoffwechselt wird. Der weitaus größte Teil wird unverändert über die Nieren in den Urin ausgeschieden und erreicht dadurch genau den Ort, an dem die erste Ursache sitzt: die Blase.
Sobald D-Mannose im Urin ankommt, besetzt sie die Fimbrien der E.-coli-Bakterien wie ein Köder. Die Bakterien halten am D-Mannose-Molekül fest, statt an der Blasenwand. Beim nächsten Toilettengang werden sie mit dem Urin ausgespült. Sie haben keine Möglichkeit mehr, sich anzuheften, sich zu vermehren oder den nächsten Schub auszulösen.
Diese Wirkung ist mechanisch, nicht antibiotisch. D-Mannose tötet keine Bakterien, sie zwingt niemanden, sie nutzt einen physikalischen Trick. Daraus ergeben sich zwei wichtige Eigenschaften: Erstens entstehen keine Resistenzen. Zweitens bleibt die restliche Darm- und Vaginalflora unbeeinflusst, weil D-Mannose nur den Weg über den Urin nimmt und nirgendwo sonst wirkt.
So wird die erste Ursache durchbrochen: Die Blase wird von den anhaftenden E.-coli-Bakterien befreit, ohne dass die schützenden Bakteriengemeinschaften an anderer Stelle Schaden nehmen.
Wenn nur die Bakterien in der Blase ausgespült werden, ist zwar der aktuelle Schub gelöst — aber die zweite Ursache bleibt bestehen. Solange das vaginale Mikrobiom nicht wieder in Balance ist, fehlt die natürliche Schutzbarriere vor der Harnröhre. Neue E.-coli-Bakterien können weiterhin ungehindert aufsteigen. Genau hier setzt VagiMed an.
VagiMed enthält 4 sorgfältig ausgewählte Laktobazillen-Stämme. Diese Milchsäurebakterien besiedeln die Scheide, produzieren Milchsäure und Wasserstoffperoxid und senken den vaginalen pH-Wert in den sauren Bereich zwischen 3,8 und 4,5. In diesem sauren Milieu können sich E.-coli-Bakterien und andere unerwünschte Keime kaum vermehren. Die natürliche Schutzbarriere vor der Blase wird wieder aufgebaut.
Der Aufbau des Mikrobioms braucht Zeit. Ein gesundes vaginales Mikrobiom stellt sich nicht in 3 Tagen ein, sondern über mehrere Wochen. Deshalb ist VagiMed auf eine kontinuierliche Einnahme über 4 bis 8 Wochen ausgelegt. In dieser Zeit übernehmen die zugeführten Laktobazillen die Rolle, die vorher fehlte — und die zweite Ursache wird an der Wurzel behoben.
Die wiederkehrende Blasenentzündung ist kein einfaches, sondern ein doppeltes Problem. Wer nur die eine Hälfte behandelt, löst nur die eine Hälfte. Antibiotika beseitigen die akuten Bakterien in der Blase, aber sie bauen die vaginale Schutzflora nicht wieder auf. Ein reiner Probiotika-Ansatz kann das Mikrobiom stärken, entfernt aber die bereits anhaftenden Bakterien in der Blase nicht. Erst die Kombination deckt beide Ursachen gleichzeitig ab.
In der Praxis läuft das so: In der Akutphase übernimmt D-Mannose die Arbeit in der Blase. Über 5 Tage in erhöhter Frequenz werden die E.-coli-Bakterien mechanisch ausgespült. Parallel beginnt der Aufbau der vaginalen Schutzflora mit VagiMed. Dieser Aufbau läuft ruhig und über mehrere Wochen im Hintergrund. Nach der Akutphase wird D-Mannose in einer reduzierten Erhaltungsdosis fortgeführt, während VagiMed das Mikrobiom weiter stabilisiert.
Das Ergebnis ist nicht die schnellstmögliche Symptomlinderung, sondern der systematische Wiederaufbau der körpereigenen Verteidigung. Beide Ursachen werden dort behoben, wo sie tatsächlich sitzen — und der Kreislauf hat keine Grundlage mehr, sich zu wiederholen.
Das Blasen-Reset-Paket richtet sich an Frauen mit wiederkehrender bakterieller Blasenentzündung — an die Betroffenen, bei denen jeder Schub durch aufsteigende E.-coli-Bakterien ausgelöst wird und der Urintest im Schub Bakterien zeigt. Wenn die Zystitis mehrmals im Jahr zurückkommt, wenn sie nach Geschlechtsverkehr auftritt, wenn sie sich nach jedem Antibiotikum wieder meldet oder wenn hormonelle Umstellungen wie Wechseljahre die Situation verschärfen, sind die beiden Ursachen — gereizte Blase und geschwächtes vaginales Mikrobiom — meist gleichzeitig aktiv.
Auch direkt nach einer Antibiotika-Behandlung ist die Kombination sinnvoll. D-Mannose entlastet die Blase, VagiMed baut die Schutzflora wieder auf, die durch das Antibiotikum geschwächt wurde. So schließt sich die Lücke, in der viele Betroffene ihren nächsten Infekt bekommen — die Wochen unmittelbar nach der Antibiotika-Behandlung.
Wichtig ist die Abgrenzung zu anderen Blasenproblemen. Bei einer chronischen Blasenentzündung ohne Erregernachweis oder bei einer Reizblase sitzt die Ursache nicht in aufsteigenden Bakterien, sondern in einer geschwächten Blasenschleimhaut oder in einer Fehlsteuerung des Blasenmuskels. Diese Formen sollten ärztlich abgeklärt werden — dort greift die Doppel-Strategie des Pakets nicht am richtigen Punkt an.
Wer schon mehrere Blasenentzündungen hinter sich hat, geht mit berechtigter Skepsis an neue Ansätze heran. Die folgenden Punkte greifen die Sorgen auf, die Frauen mit wiederkehrenden Infekten am häufigsten beschäftigen — offen, ohne Beschönigung und ohne Versprechen, die niemand halten kann.
Verschleppen ist eine reale Gefahr — und genau deshalb gehören die Warnzeichen an den Anfang. Eine Blasenentzündung kann in seltenen Fällen die Harnleiter hinaufsteigen und die Nieren erreichen. Aus einem harmlosen Brennen kann dann eine Nierenbeckenentzündung oder — noch seltener — eine Blutvergiftung (Urosepsis) werden. Das ist nicht die Regel, aber es kommt vor. Wer die Warnzeichen kennt, verschleppt nichts. Sofort ärztliche Hilfe ist nötig bei: Fieber über 38 Grad, Schüttelfrost, Schmerzen in der Flanke oder im unteren Rücken, sichtbarem Blut im Urin, starker Übelkeit oder Erbrechen, sowie bei jeder Blasenentzündung während einer Schwangerschaft. Auch wenn die Beschwerden nach 48 Stunden nicht deutlich besser werden oder wenn sich der Allgemeinzustand verschlechtert, gehört das in ärztliche Hände. Das Blasen-Reset-Paket ist kein Ersatz für eine ärztliche Behandlung bei einer akuten schweren Infektion. Es setzt an den Ursachen der ständigen Wiederkehr an — nicht an einem Notfall.
„Ich brauche jetzt sofort Hilfe“ — was realistisch möglich ist. D-Mannose beginnt mit der ersten Einnahme in der Blase zu wirken. Sie wird nach dem Trinken kaum verstoffwechselt, gelangt praktisch unverändert in den Urin und bindet dort an die Fimbrien der E.-coli-Bakterien. Die Bakterien können sich nicht mehr an der Blasenwand festhalten und werden beim nächsten Wasserlassen mit ausgespült. Das ist der schnelle Teil und kann bei einem beginnenden Reiz begleitend eingesetzt werden. Der zweite Teil braucht Zeit: Der Aufbau des vaginalen Mikrobioms durch VagiMed geschieht nicht in 24 Stunden. Laktobazillen müssen sich ansiedeln, vermehren und den pH-Wert wieder in den sauren Bereich bringen. Das dauert Wochen. Beides ist kein Widerspruch — kurzfristige Bindung der Bakterien und langfristiger Aufbau der Schutzflora arbeiten parallel und in unterschiedlicher Geschwindigkeit.
„Am Ende musste ich doch zum Arzt — Antibiotika bringen es.“ Warum das kein Widerspruch zu diesem Paket ist. Antibiotika sind bei einer akuten bakteriellen Blasenentzündung wichtig und oft die richtige ärztliche Entscheidung. Sie beseitigen die Bakterien im aktuellen Schub zuverlässig. Aber sie tun genau das — und nicht mehr. Sie machen die gereizte Blasenschleimhaut nicht widerstandsfähiger, und sie bauen die vaginale Schutzflora nicht auf. Im Gegenteil: Sie reduzieren auch die schützenden Laktobazillen. Genau deshalb kommt die Entzündung bei so vielen Frauen „am Ende doch“ wieder — nicht weil Antibiotika versagt haben, sondern weil sie für diese beiden Ursachen nicht gemacht sind. D-Mannose bindet aktiv die E.-coli-Bakterien in der Blase, damit sie ausgespült werden statt sich festzusetzen. VagiMed führt gezielt Laktobazillen zu, die den sauren pH-Wert im Vaginalbereich stabilisieren und damit die natürliche Schutzbarriere vor der Harnröhre wiederherstellen. Das ist keine Alternative zu Antibiotika im akuten Fall — es ist das, was danach fehlt.
„Bilde ich mir die Wirkung nur ein?“ — Was die Studienlage sagt und wo ihre Grenzen liegen. D-Mannose ist bei wiederkehrenden Harnwegsinfekten inzwischen mehrfach untersucht worden. Eine randomisierte Studie von Kranjčec und Kollegen aus dem Jahr 2014 verglich D-Mannose mit dem Antibiotikum Nitrofurantoin und mit einer Kontrollgruppe ohne Prophylaxe. Ergebnis: D-Mannose senkte die Rückfallrate über sechs Monate ähnlich stark wie das Antibiotikum, bei deutlich weniger Nebenwirkungen. Weitere Übersichtsarbeiten, unter anderem eine Meta-Analyse von Lenger und Kollegen 2020, kommen zu einem vergleichbaren Bild bei wiederkehrenden Infekten. Ehrlich einzuordnen ist: Die Studienlage ist stärker als vor zehn Jahren, aber sie ist nicht so umfassend wie bei etablierten Medikamenten. Nicht jede Frau spricht gleich gut an, und bei einer akuten schweren Infektion bleibt Antibiotika die ärztliche Wahl. Wer bereits nach der ersten Woche einen spürbaren Unterschied bemerkt, bildet sich das mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht ein — der Wirkmechanismus ist mechanisch (Bindung der Fimbrien), nicht psychologisch.
„Was, wenn ich neue Probleme bekomme?“ — Verträglichkeit realistisch betrachtet. D-Mannose ist ein einfacher Zucker, der zum größten Teil unverändert über die Nieren ausgeschieden wird. Sie wird kaum verstoffwechselt und beeinflusst den Blutzucker nur geringfügig. Berichte über Magenkrämpfe, weichen Stuhl oder Blähungen betreffen fast ausschließlich sehr hohe Einnahmemengen auf einmal. In der empfohlenen Dosierung ist das selten. Wer empfindlich reagiert, verteilt die Einnahme über den Tag statt in einer großen Portion. Bei VagiMed handelt es sich um Laktobazillen-Stämme, die natürlich im gesunden Vaginalbereich vorkommen — sie ergänzen das Milieu, sie belasten es nicht. Ein leichtes Gefühl der Veränderung in den ersten Tagen kann vorkommen, wenn sich die Flora umstellt. Verschlimmern sich Juckreiz oder Geruch deutlich oder halten länger als eine Woche an, gehört das ärztlich abgeklärt — nicht weil das Produkt riskant wäre, sondern weil dahinter auch eine andere Ursache stehen kann (etwa eine Pilzinfektion oder eine bakterielle Vaginose), die eine gezielte Behandlung braucht.
Wiederkehrende Blasenentzündungen haben in aller Regel zwei Ursachen: eine gereizte Blase, an der sich E.-coli-Bakterien immer wieder festsetzen, und ein geschwächtes vaginales Mikrobiom, dem die schützenden Laktobazillen fehlen. Solange nur eine der beiden Ursachen behandelt wird, kommt der Infekt zurück. Das Blasen-Reset-Paket antwortet gleichzeitig auf beide Ursachen. D-Mannose bindet die Bakterien in der Blase und lässt sie ausspülen. VagiMed baut das vaginale Mikrobiom wieder auf und stellt die natürliche Schutzbarriere vor der Harnröhre her. So wird nicht der nächste Schub bekämpft, sondern die Grundlage entzogen, auf der er entsteht.
Verzehrempfehlung:
D-Mannose Pulver: In der Akutphase (Tag 1 bis 3) 3-mal täglich 1 gestrichenen Messlöffel (ca. 2 g) in einem Glas Wasser auflösen und trinken. Am Tag 4 und 5 die Dosis auf 2-mal täglich 2 g reduzieren. Zur Vorbeugung 1-mal täglich 2 g, idealerweise am Abend vor dem Schlafengehen. Danach zusätzlich ein weiteres Glas Wasser trinken, um die Wirkung in der Blase zu unterstützen. VagiMed: 1-mal täglich 1 Kapsel unzerkaut mit ausreichend Wasser einnehmen, vorzugsweise am Abend. Für einen nachhaltigen Aufbau der Scheidenflora wird eine Einnahme über mindestens 4 bis 8 Wochen empfohlen. Beide Produkte können parallel eingenommen werden.
Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Kühl, trocken und außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern lagern. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.
Hinweise & mögliche Nebenwirkungen:
Zusammensetzung:
Das Blasen-Reset-Paket enthält zwei aufeinander abgestimmte Produkte. D-Mannose Pulver (200 g): reines D-Mannose-Pulver ohne Zusatzstoffe, ohne Konservierungsmittel, ohne künstliche Süßstoffe. Feines, gut lösliches Pulver mit natürlichem, leicht süßlichem Geschmack. VagiMed Milchsäurebakterien (60 Kapseln): Kombination aus 4 ausgewählten Milchsäurebakterienstämmen der Gattung Lactobacillus. Vegane Kapselhülle. Frei von Gluten, Laktose, Gentechnik und tierischen Zusatzstoffen.
Mengenangaben pro Tagesdosis:
Weil das Antibiotikum die akuten Bakterien beseitigt, aber keine der beiden Ursachen behebt, die die Wiederkehr überhaupt möglich machen. Die erste Ursache ist die gereizte Blasenschleimhaut, an der sich E.-coli-Bakterien mit ihren Fimbrien immer wieder festsetzen können. Die zweite Ursache liegt im vaginalen Mikrobiom: Fehlen dort die schützenden Laktobazillen, kann der Schutzring vor der Harnröhre nicht mehr funktionieren, und E.-coli-Bakterien aus dem Darmbereich steigen ungehindert nach oben. Antibiotika reduzieren die Laktobazillen zusätzlich — dadurch wird die zweite Ursache eher verstärkt als behoben.
Anatomisch sehr viel. Der Ausgang der Harnröhre liegt bei der Frau direkt neben dem Vaginaleingang, und die Harnröhre ist nur wenige Zentimeter lang. Das vaginale Mikrobiom bildet über die dortigen Laktobazillen und den sauren pH-Wert unter 4,5 eine natürliche Schutzbarriere vor der Harnröhre. Ist dieses Mikrobiom aus dem Gleichgewicht — etwa nach Antibiotika, in den Wechseljahren oder in Stressphasen — fällt diese Schutzbarriere weg. E.-coli-Bakterien haben dann einen kurzen, ungehinderten Weg in die Blase. Deshalb ist die Scheidenflora bei wiederkehrenden Blasenentzündungen mindestens genauso wichtig wie die Blase selbst.
D-Mannose wirkt in der Blase — und dort sehr gut. Sie bindet die E.-coli-Bakterien und lässt sie ausspülen, das ist die Antwort auf die erste Ursache. Die zweite Ursache, das aus dem Gleichgewicht geratene vaginale Mikrobiom, kann D-Mannose aber nicht beheben, weil sie über den Urin in die Blase gelangt und nicht in die Scheide. Solange die vaginale Schutzflora nicht wieder aufgebaut ist, können neue E.-coli-Bakterien weiterhin aufsteigen. Deshalb ergänzt VagiMed die zweite Ebene: den Aufbau der Laktobazillen im vaginalen Mikrobiom. Erst zusammen decken die beiden Produkte beide Ursachen ab.
D-Mannose kann bereits innerhalb weniger Stunden erste Erleichterung bringen, weil die E.-coli-Bakterien in der Blase gebunden und beim nächsten Wasserlassen ausgespült werden. Brennen, Druck und häufiger Harndrang klingen bei vielen Anwenderinnen im Laufe der ersten 24 bis 48 Stunden spürbar ab. VagiMed arbeitet langsamer und tiefer: Der Wiederaufbau des vaginalen Mikrobioms braucht mehrere Wochen. Genau deshalb sind beide Produkte zusammen sinnvoll — D-Mannose übernimmt die Akutphase, VagiMed die langfristige Stabilisierung.
Ja, in Absprache mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt ist das häufig sogar sinnvoll. D-Mannose wirkt mechanisch und stört Antibiotika nicht. VagiMed kann helfen, die vaginale Schutzflora nach der Antibiotika-Behandlung wieder aufzubauen — genau in dem Zeitfenster, in dem viele Betroffene ihren nächsten Infekt bekommen. Bei zeitgleicher Einnahme wird empfohlen, VagiMed mit einem Abstand von 2 bis 3 Stunden zum Antibiotikum einzunehmen, damit die Laktobazillen nicht direkt betroffen sind.
In der Akutphase wird D-Mannose meist über 5 Tage in erhöhter Frequenz genutzt. Für die langfristige Stabilisierung ist eine anschließende Kombination sinnvoll: D-Mannose 1-mal täglich zur Erhaltung, VagiMed über mindestens 4 bis 8 Wochen zum Aufbau des vaginalen Mikrobioms. Bei sehr häufigen Rückfällen kann die Anwendung auch länger sinnvoll sein — hier lohnt zusätzlich ein Blick auf Zyklus, Hormonlage und individuelle Risikofaktoren.
Das Paket ist auf die wiederkehrende bakterielle Blasenentzündung ausgerichtet — also auf die Form, bei der im Schub Bakterien im Urin nachweisbar sind. Bei einer chronischen Blasenentzündung ohne Erregernachweis oder bei einer Reizblase sitzt die Ursache nicht in aufsteigenden E.-coli-Bakterien, sondern in einer geschwächten Blasenschleimhaut oder in einer Fehlsteuerung des Blasenmuskels. Diese Formen sollten zuerst ärztlich abgeklärt werden, weil dort andere Mechanismen wichtig sind. Für die wiederkehrende bakterielle Form dagegen greift die Doppel-Strategie aus D-Mannose und VagiMed genau an den beiden Ursachen an.
Quellen (in englischer Sprache):
Kranjčec B., Papeš D., Altarac S. (2014). D-mannose powder for prophylaxis of recurrent urinary tract infections in women: a randomized clinical trial. World Journal of Urology, 32(1), 79–84. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23633128/
Reid G., Bruce A. W. (2006). Probiotics to prevent urinary tract infections: the rationale and evidence. World Journal of Urology, 24(1), 28–32. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16389539/
Stapleton A. E., Au-Yeung M., Hooton T. M. et al. (2011). Randomized, Placebo-Controlled Phase 2 Trial of a Lactobacillus crispatus Probiotic Given Intravaginally for Prevention of Recurrent Urinary Tract Infection. Clinical Infectious Diseases, 52(10), 1212–1217. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21498386/
Cooper T. E., Teng C., Howell M. et al. (2022). D-mannose for preventing and treating urinary tract infections. Cochrane Database of Systematic Reviews. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35943313/
Lenger S. M., Bradley M. S., Thomas D. A. et al. (2020). D-mannose vs other agents for recurrent urinary tract infection prevention in adult women: a systematic review and meta-analysis. American Journal of Obstetrics and Gynecology, 223(2), 265.e1–265.e13. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32497610/
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Blasen-Reset bei wiederkehrender Blasenentzündung
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