Weihrauch - 5 erstaunliche Anwendungsgebiete von Boswellia Serrata

Weihrauch - 5 erstaunliche Anwendungsgebiete von Boswellia Serrata

11 Min. Lesezeit Aktualisiert am 29. September 2026
Das Wichtigste in Kürze
Indischer Weihrauch (Boswellia serrata) wirkt vor allem entzündungshemmend: Seine Boswelliasäuren hemmen das Enzym 5-Lipoxygenase, das entzündungsfördernde Botenstoffe bildet (Siddiqui, 2011). Am besten untersucht ist Weihrauch bei Arthrose: In einer Meta-Analyse von sieben Studien mit 545 Menschen linderte er Schmerzen und Steifigkeit und verbesserte die Gelenkfunktion; empfohlen wird eine Einnahme über mindestens vier Wochen (Yu et al., 2020). Pilotstudien deuten zudem auf eine Wirksamkeit bei rheumatoider Arthritis, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Asthma hin (Ammon, 2006).

Weihrauch Kapseln aus indischem Weihrauch sind ein bekanntes Mittel zur natürlichen Unterstützung bei vielen Beschwerden. Weihrauch wird nicht nur seit Langem als Entzündungshemmer und Schmerzmittel eingesetzt, sondern Studien untersuchen auch seine Wirkung bei Gelenk- und Arthritis-Schmerzen, chronisch-entzündlichen Erkrankungen, Asthma und – bisher vor allem im Labor – bei Krebs. 

Dieser Ratgeber erklärt, was Weihrauch ist, in welchen fünf Bereichen er untersucht wird, wie schnell er wirkt und worauf bei Einnahme und Nebenwirkungen zu achten ist.

Was ist Weihrauch und welche Wirkung hat er?

Das Weihrauchöl oder auch der Extrakt wird aus dem Harz des Weihrauchbaumes gewonnen. Der indische Weihrauchbaum wächst vor allem in Indien, aber auch in Nordafrika und im Nahen Osten, wo Weihrauch schon seit Jahrhunderten als Heilmittel genutzt wird (Siddiqui, 2011). Genauer gesagt: Weihrauch (Boswellia serrata) ist schon sehr lange als natürliches Schmerzmittel und Entzündungshemmer bekannt.

Weihrauch hilft dabei, das Immunsystem zu regulieren. Dadurch werden bestimmte entzündliche Zytokine und Mediatoren gehemmt, etwa TNF-alpha und mehrere Interleukine. Außerdem bremsen Weihrauch-Extrakt und Boswelliasäuren Sauerstoffradikale und gewebeschädigende Enzyme, die bei chronischen Entzündungen Zellen angreifen (Ammon, 2010).

Studien deuten auf folgende positive Wirkungen von Weihrauch hin:

  • es ist ein starker Entzündungshemmer und kann dadurch Entzündungen im Körper bekämpfen
  • Weihrauch hilft bei der Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn
  • Er reduziert Gelenk- und Arthritis-Schmerzen
  • Boswellia serrata verringerte in einer Studie Schwellungen im Gehirn bei der Bestrahlung von Hirntumoren
  • Er linderte in einer Studie Asthma-Beschwerden
  • Weihrauch reguliert überschießende Immunreaktionen, die bei Autoimmunkrankheiten eine Rolle spielen

Heute rückt Weihrauch immer öfter in den Fokus, denn immer mehr Forschungen und Studien deuten auf die eindrucksvolle Wirkung von Weihrauch hin.

Bei Gelenkbeschwerden wird Weihrauch in der Naturheilkunde gern mit MSM und Kurkuma kombiniert. Das Rheuma Aktiv Paket enthält alle drei Wirkstoffe als einzelne Präparate.

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Fünf Anwendungsgebiete von Weihrauch für die Gesundheit

1.)   Weihrauch (Boswellia Serrata) reduziert Entzündungen im Körper

Unter den wertvollen Inhaltsstoffen des Weihrauchs haben Forscher vor allem die Terpene und die Boswelliasäuren identifiziert, die entzündungsfördernde Enzyme hemmen (Siddiqui, 2011).

  • Terpene

Terpene sind streng riechende Chemikalien, die sich in bestimmten Pflanzen wiederfinden wie Eukalyptus, Basilikum, Pfefferminze und Zitrusfrüchte. Die Terpene spielen eine wichtige Rolle beim Schutz dieser Pflanzen, da sie mit ihrem starken Aroma Insektenfresser bekämpfen, gegen Umwelteinflüsse schützen und als Bausteine von wichtigen chemischen Prozessen gelten. Im Weihrauchharz stecken Terpene vor allem in den ätherischen Ölen, die 5 bis 10 % des Harzes ausmachen (Siddiqui, 2011).

  • AKBA

Weitere chemische Verbindungen, die im Weihrauch gefunden wurden, sind die Boswelliasäuren, allen voran die sogenannte AKBA (3-O-Acetyl-11-keto-beta-Boswelliasäure). Obwohl sie ähnlich wie Schmerzmittel Entzündungen dämpfen, ist ihr Wirkmechanismus ein anderer. AKBA hemmt von allen Boswelliasäuren am stärksten ein Enzym namens 5-LOX (5-Lipoxygenase) (Siddiqui, 2011). Dadurch bildet der Körper weniger Leukotriene, welche die Entzündung vorantreiben. Zusätzlich beeinflussen Boswelliasäuren Botenstoffe des Immunsystems wie Interleukine und TNF-alpha. Pilotstudien deuten auf eine Wirksamkeit bei mehreren chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Bronchialasthma hin; die Nebenwirkungen waren dabei im Vergleich zu modernen Medikamenten für diese Erkrankungen nicht schwerwiegend (Ammon, 2006).

  • Incensolacetat

Eine weitere aktive Komponente von Weihrauch ist Incensolacetat, das auch auf die Psyche wirken könnte. In Versuchen an Mäusen wirkte Incensolacetat angstlösend und antidepressiv. Es aktivierte dabei einen Ionenkanal im Gehirn (TRPV3), der an der Regulation von Gefühlen beteiligt sein könnte (Moussaieff et al., 2008).

2.) Weihrauch (Boswellia Serrata) reduziert Gelenk- und Arthritis-Schmerzen

Eine randomisierte, placebokontrollierte Studie mit 30 Menschen mit Kniearthrose zeigt, dass Boswellia-Extrakt Schmerzen und Schwellungen bei Arthrose verringern kann: Alle Teilnehmenden hatten unter Weihrauch weniger Knieschmerzen, konnten das Knie besser beugen und längere Strecken gehen (Kimmatkar et al., 2003). Eine Meta-Analyse von sieben Studien mit 545 Menschen mit Arthrose bestätigt: Weihrauch linderte Schmerzen und Steifigkeit und verbesserte die Gelenkfunktion (Yu et al., 2020).

Eine weitere Studie mit 201 Menschen mit Arthrose zeigte, dass Kurkuma-Extrakt in Kombination mit Boswelliasäuren aus indischem Weihrauch nach zwölf Wochen deutliche schmerzlindernde Effekte im Vergleich zum Placebo hatte. Die Kombination wirkte stärker als Kurkuma allein – die Forscher führen das auf eine gegenseitige Verstärkung beider Wirkstoffe zurück (Haroyan et al., 2018).

Die Ergebnisse stoßen auf großes Interesse bei vielen Menschen, die an Rheuma und anderen Krankheiten leiden. Herkömmliche Medikamente weisen nach längerer Einnahme Nebenwirkungen auf. Weihrauch hingegen ist 100 % natürlich und wurde in den Studien gut vertragen; nur vereinzelt traten leichte Magen-Darm-Beschwerden auf (Kimmatkar et al., 2003). Wer die Gelenke breiter unterstützen möchte, kann Weihrauch mit Kurkuma und MSM kombinieren – das Rheuma Aktiv Paket enthält alle drei als einzelne Präparate.

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3.) Weihrauch (Boswellia Serrata) in der Krebsforschung

Seit Jahrtausenden wird das Weihrauchöl des Boswellia-Baumes sowohl medizinisch als auch religiös und kulturell eingesetzt.

Die Forschung untersucht Boswelliasäuren inzwischen auch bei verschiedenen Krebsarten – bisher vor allem im Labor (Roy et al., 2016).

In Laborversuchen hemmte Boswellia-serrata-Extrakt das Wachstum, die Gefäßneubildung und die Wanderung menschlicher Darmkrebszellen und löste deren programmierten Zelltod aus (Ranjbarnejad et al., 2017).

Am Menschen gibt es bisher vor allem Erkenntnisse zur Linderung von Begleitbeschwerden der Krebstherapie. Bei der Bestrahlung von Hirntumoren entstehen oft Schwellungen im Gehirn (Hirnödeme). In einer placebokontrollierten Studie mit 44 Betroffenen ging das Ödem unter 4.200 mg Boswellia serrata täglich bei 60 % um mehr als drei Viertel zurück, unter Placebo nur bei 26 %; schwere Nebenwirkungen traten nicht auf (Kirste et al., 2011). Schon 2002 stufte die Europäische Arzneimittel-Agentur Weihrauch-Extrakt als Arzneimittel für seltene Leiden zur Behandlung solcher Ödeme ein (Abdel-Tawab et al., 2011). Weihrauch ersetzt keine Krebstherapie, kann sie aber in Absprache mit dem Behandlungsteam begleiten.

4.) Weihrauch (Boswellia Serrata) bei Asthma und Atemwegsbeschwerden

Weihrauch wird traditionell bei Beschwerden der Atemwege eingesetzt. Am besten untersucht ist Asthma: In einer placebokontrollierten Studie mit 40 Betroffenen besserte sich die Erkrankung unter dreimal täglich 300 mg Weihrauchharz über sechs Wochen bei 70 %, in der Placebogruppe nur bei 27 % (Gupta et al., 1998).

In der Asthma-Studie zeigte sich unter Weihrauch:

  • weniger Atemnot und seltenere Anfälle
  • eine bessere Lungenfunktion
  • weniger entzündungsbeteiligte Abwehrzellen (Eosinophile) im Blut

In der traditionellen chinesischen Medizin wurde Weihrauch auch als natürliches Heilmittel für eine verbesserte Durchblutung, Beschleunigung der Heilungszeit und bei der Linderung von Schmerzen bei bakteriellen oder viralen Infektionen wie Erkältungen oder Grippe verwendet. Im Labor wirkten das ätherische Öl und der Rauch von afrikanischem Weihrauch (Boswellia carterii) zudem stark gegen Bakterien und Pilze. In einer Kirche senkte Weihrauchrauch die Zahl der Bakterien in der Luft um bis zu 91 % (Ljaljević Grbić et al., 2018).

5.) Weihrauch (Boswellia Serrata) bei Autoimmunerkrankungen und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Weihrauch wird seit Langem bei einer Vielzahl an chronisch-entzündlichen Krankheiten eingesetzt, bei denen das Immunsystem eine Rolle spielt.

Wie zum Beispiel:

  • Asthma
  • rheumatoide Arthritis
  • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Weihrauch greift an mehreren Stellen in das Immunsystem ein: Boswelliasäuren beeinflussen die Bildung von Antikörpern (Immunglobulinen), senken entzündungsfördernde Botenstoffe und hemmen die Produktion von Leukotrienen, die bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen vermehrt gebildet werden (Ammon, 2010). Das Immunsystem bildet stets verschiedene Arten von Antikörpern, um unterschiedliche Krankheiten zu bekämpfen. In diesem Prozess kann jedoch etwas schiefgehen und der Körper produziert Antikörper, welche das eigene gesunde Gewebe und Organe angreifen. Wenn dies geschieht, entsteht eine Autoimmunerkrankung.

Weitere Studien haben gezeigt, dass Weihrauch bei der Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn hilft. Dabei ist die Darmschleimhaut entzündet, die für die normale Nährstoffaufnahme und Ausscheidung wichtig ist. Morbus Crohn kann auch andere Teile des Verdauungssystems betreffen, wie Mund, Speiseröhre und Magen. Leukotriene spielen bei der Entzündung eine große Rolle. Bei Colitis ulcerosa gingen unter dreimal täglich 350 mg Weihrauchharz über sechs Wochen 82 % der Behandelten in Remission, unter dem Standardmedikament Sulfasalazin 75 % (Gupta et al., 1997). Bei aktivem Morbus Crohn senkte ein Weihrauch-Extrakt den Krankheitsaktivitätsindex im Mittel um 90 Punkte, das Vergleichsmedikament Mesalazin um 53 Punkte – Weihrauch war damit mindestens gleichwertig (Gerhardt et al., 2001). 

Wie werden Weihrauch-Kapseln eingenommen und wie schnell wirken sie?

In den Studien wurde Weihrauch meist auf mehrere Einnahmen am Tag verteilt, bei Asthma und Colitis ulcerosa etwa dreimal täglich 300 bis 350 mg Harz (Gupta et al., 1998; Gupta et al., 1997). Die Weihrauch Kapseln von Herbano enthalten je Kapsel 500 mg Extrakt mit 65 % Boswelliasäuren. Die Verzehrempfehlung lautet: 3 Kapseln über den Tag verteilt mit viel Wasser einnehmen.

Die Wirkung baut sich über einige Wochen auf, kann aber früh spürbar werden: In einer placebokontrollierten Studie mit 75 Menschen mit Kniearthrose besserten sich Schmerzen und Beweglichkeit in der höheren Dosierung eines Boswellia-serrata-Extrakts bereits nach sieben Tagen deutlich (Sengupta et al., 2008). Eine Meta-Analyse empfiehlt eine Einnahme über mindestens vier Wochen (Yu et al., 2020). Damit sich Schmerzen und Schwellungen bestmöglich zurückbilden, empfiehlt Herbano, Weihrauch-Extrakt mindestens acht Wochen lang regelmäßig einzunehmen.

Hat Weihrauch Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen?

Weihrauch-Extrakt wird in der empfohlenen Dosierung normalerweise gut vertragen. In den Studien traten vereinzelt leichte Magen-Darm-Beschwerden auf (Kimmatkar et al., 2003); selbst unter der hohen Tagesmenge von 4.200 mg gab es keine schweren Nebenwirkungen (Kirste et al., 2011). In wenigen Fällen kann es zu Übelkeit oder Sodbrennen kommen.

Im Labor hemmten Extrakte aus indischem wie afrikanischem Weihrauch mehrere Leberenzyme (Cytochrom-P450-Enzyme), die auch viele Medikamente abbauen (Frank & Unger, 2006). Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte die Einnahme von Weihrauch deshalb vorher mit der behandelnden Fachperson besprechen. Für Schwangerschaft und Stillzeit fehlen Studien zur Sicherheit, daher wird Weihrauch in dieser Zeit nicht empfohlen.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Ratgeber dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Die Inhalte der Herbano Gesundheitsredaktion werden sorgfältig recherchiert und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Studien.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und von der Herbano Redaktion bearbeitet.

Häufige Fragen

In einer Studie mit Kniearthrose besserten sich Schmerzen und Beweglichkeit bereits nach sieben Tagen. Eine Meta-Analyse empfiehlt eine Einnahme über mindestens vier Wochen. Damit sich Schmerzen und Schwellungen bestmöglich zurückbilden, empfiehlt Herbano mindestens acht Wochen regelmäßige Einnahme.

Weihrauch-Extrakt wirkt entzündungshemmend und wurde in Studien gut vertragen; nur vereinzelt traten leichte Magen-Darm-Beschwerden auf. Am besten belegt ist sein Nutzen bei Arthrose, dazu kommen Studien zu Colitis ulcerosa, Morbus Crohn und Asthma.

Boswellia serrata ist der indische Weihrauch, Boswellia carterii der afrikanische. Die in diesem Ratgeber vorgestellten Einzelstudien zu Gelenken, Darm, Asthma und Hirnödemen wurden mit indischem Weihrauch durchgeführt – deshalb setzt Herbano auf Boswellia serrata. Afrikanischer Weihrauch ist vor allem als ätherisches Öl und Räucherwerk bekannt.

In Schwangerschaft und Stillzeit wird Weihrauch nicht empfohlen, weil Studien zur Sicherheit fehlen. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte die Einnahme vorher mit der behandelnden Fachperson besprechen, denn Weihrauch hemmte im Labor Enzyme, die auch Arzneimittel abbauen. Die empfohlene tägliche Verzehrmenge sollte nicht überschritten werden.

Bei Arthrose ist Weihrauch am besten untersucht: Eine Meta-Analyse von sieben Studien mit 545 Menschen zeigte weniger Schmerzen und Steifigkeit und eine bessere Gelenkfunktion. Bei rheumatoider Arthritis deuten Pilotstudien auf eine Wirksamkeit hin. In Kombination mit Kurkuma wirkte Weihrauch in einer Studie mit 201 Menschen mit Arthrose stärker als Kurkuma allein.

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