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Die Haut juckt an bestimmten Stellen stark, ist gerötet und schuppt? Neurodermitis kommt immer häufiger vor. Sie ist zwar nicht lebensbedrohlich, kann jedoch zu einer großen psychosozialen Belastung führen. Die Lebensqualität leidet mitunter stark darunter und deshalb suchen viele Patienten nach einer nachhaltigen und wirkungsvollen Therapiemöglichkeit.
Neurodermitis zählt zu den chronisch entzündlichen Hauterkrankungen und tritt in Schüben auf. Die wiederkehrende Krankheit wird von quälendem Juckreiz, extrem trockener Haut und teilweise nässenden Ekzemen begleitet. Oft treten die juckenden, geröteten und schuppenden Stellen an Ellenbogen, Kniekehlen oder Handgelenken auf. Aber auch das Gesicht, Hals, Dekolleté und Kopfhaut können davon betroffen sein.
Meist sind Kinder von der Hauterkrankung betroffen, aber ein Teil davon leidet bis ins Erwachsenen-Alter darunter. Das Problem dabei ist, dass die Krankheit bei Erwachsenen oft einen schwereren Verlauf nimmt als noch im Kindesalter. Wird gekratzt, steigt die Infektionsgefahr durch Bakterien, Viren oder Pilze. Im Laufe der Zeit wird die Haut an den betroffenen Stellen dicker und lederartig.
Die genaue Ursache von Neurodermitis ist bis heute noch nicht ganz geklärt. Jedoch kann man davon ausgehen, dass die Hautbarriere bei den Betroffenen sowie die Gene eine Rolle spielen. Wissenschafter vermuten aufgrund der steigenden Zahlen außerdem, dass eine übertriebene Hygiene Neurodermitis auslösen kann, da das Immunsystem nicht mehr mit potenziellen allergieauslösenden Stoffen in Berührung kommt und so überreagiert.
Bei Neurodermitis werden klassischerweise oft Medikamente und Kortison verschrieben, welche jedoch zu starken Nebenwirkungen führen können. Besonders Kortison sollte nicht auf Dauer eingenommen werden.
Das führt bei vielen Patienten zu Bedenken, weshalb immer mehr nach natürlichen Alternativen suchen, die die Behandlung unterstützen und die Beschwerden lindern können.
Studien zufolge soll Vitamin D bei der Symptombehandlung von Neurodermitis zu signifikanten Verbesserungen führen. Beispielsweise besserten sich in einer Studie mit 60 Patienten, die 60 Tage lang täglich 1.600 I.E. Vitamin D einnahmen, die Hautbeschwerden deutlich, in der Placebogruppe dagegen nicht (Amestejani et al., 2012). Eine Auswertung von 11 Studien mit 686 Kindern und Erwachsenen bestätigt, dass Vitamin D die Schwere der Neurodermitis senkt (Nielsen et al., 2024). Forscher empfehlen deshalb eine Supplementierung mit Vitamin D bei Neurodermitis.
Wird zusätzlich mit Vitamin E kombiniert, kann den Ergebnissen zufolge mitunter eine noch bessere Wirkung erzielt werden: Nach 60 Tagen sank der Neurodermitis-Wert SCORAD mit Vitamin D allein um 34,8 %, mit Vitamin E allein um 35,7 % und mit beiden zusammen um 64,3 % (Javanbakht et al., 2011).
Omega 3 aus Fischöl liefert die Fettsäuren EPA und DHA, die Entzündungen dämpfen und sich so positiv auf die Haut auswirken. In einer 12-wöchigen Studie erhielten Patienten mit Neurodermitis täglich 10 g Fischöl mit etwa 1,8 g EPA. Nach Abschluss der Studie hatten sie weniger Schuppen, weniger Juckreiz und insgesamt weniger schwere Beschwerden als die Vergleichsgruppe (Bjørneboe et al., 1987).
Gerade in der Naturheilkunde von Neurodermitis wird die Omega 6 Fettsäure GLA (Gamma-Linolensäure) als sehr wichtig angesehen. Denn diese wirkt entzündungshemmend und wird deshalb oft als Unterstützung empfohlen. Bei Neurodermitis ist der Stoffwechsel der essenziellen Fettsäuren oft gestört, sodass entzündungsfördernde Botenstoffe überwiegen (Senapati et al., 2008). Nachtkerzenöl enthält eine Menge davon und unterstützt so die Haut von innen. Schwarzkümmelöl besteht dagegen vor allem aus Linolsäure, Ölsäure und Palmitinsäure und enthält den Pflanzenstoff Thymochinon (Rahim et al., 2022), der entzündungshemmend wirkt. Die Studien dazu sind zwar nicht immer einheitlich, jedoch lassen sie positive Rückschlüsse auf die Wirksamkeit zu.
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Nachtkerzenöl ist die am häufigsten eingesetzte Quelle für Gamma-Linolensäure. In einer placebokontrollierten Studie nahmen Menschen mit Neurodermitis 5 Monate lang Kapseln mit je 500 mg Nachtkerzenöl ein. Am Ende hatte sich die Haut bei 24 von 25 Teilnehmern (96 %) gebessert, in der Placebogruppe nur bei 8 von 25 (32 %). Juckreiz, Trockenheit, Ausdehnung und Stärke der Ekzeme wurden dabei gemeinsam bewertet (Senapati et al., 2008).
Eine zweite Studie mit 40 Kindern und Jugendlichen verglich zwei Dosierungen über 8 Wochen. In beiden Gruppen gingen die Ekzeme zurück, bei der höheren Dosis stärker, und im Blut stieg der Gehalt an Gamma-Linolensäure an (Chung et al., 2013).
Zur Dosierung: Die Herbano Bio-Nachtkerzenöl Kapseln enthalten je 500 mg Öl mit 50 mg Gamma-Linolensäure, empfohlen sind zweimal täglich eine Kapsel zu den Mahlzeiten. Da sich die Haut in den Studien erst nach 8 Wochen bis 5 Monaten deutlich besserte, braucht Nachtkerzenöl etwas Geduld. Zu den Erfahrungen mit der Verträglichkeit: In beiden Studien traten keine nennenswerten Nebenwirkungen auf. Mehr zu Herkunft und Anwendung steht im Ratgeber Nachtkerzenöl.
Schwarzkümmelöl wird in vielen Ländern seit Langem bei Allergien eingesetzt. In vier Studien mit insgesamt 152 Menschen mit Heuschnupfen, Asthma oder Neurodermitis (atopischem Ekzem) nahmen die Teilnehmer Schwarzkümmelöl in Kapseln ein. In allen vier Studien gingen die Beschwerden nach eigener Einschätzung der Teilnehmer zurück (Kalus et al., 2003).
Eine Auswertung von 14 Studien zu Hauterkrankungen, darunter Neurodermitis und andere Ekzeme, kam zu dem Ergebnis, dass Zubereitungen aus Schwarzkümmel die Beschwerden deutlich häufiger besserten als die Vergleichsbehandlung. Die Chance auf eine Besserung war etwa 4,6-mal so hoch; untersucht wurden vor allem Lotionen zum Auftragen (Nasiri et al., 2022).
Zur Anwendung: Die Herbano Schwarzkümmelöl Kapseln enthalten je 500 mg kaltgepresstes Öl mit 5 % Thymochinon, empfohlen sind dreimal täglich 2 Kapseln mit ausreichend Wasser. Weitere Einsatzgebiete erklärt der Ratgeber Schwarzkümmelöl.
Für die Einnahme sind Nachtkerzenöl (Gamma-Linolensäure), Fischöl (EPA und DHA) und Schwarzkümmelöl am besten untersucht, wie die Abschnitte oben zeigen.
Zum Eincremen eignet sich Olivenöl dagegen nicht. In einer Studie mit 19 Erwachsenen, teils mit Neurodermitis in der Vorgeschichte, wurde 4 bis 5 Wochen lang zweimal täglich Olivenöl auf den Unterarm aufgetragen. Die oberste Hautschicht wurde dadurch durchlässiger und die Haut leicht gerötet. Sonnenblumenkernöl dagegen erhielt die Hautbarriere und verbesserte die Feuchtigkeit der Haut. Die Forscher raten deshalb davon ab, trockene Haut mit Olivenöl zu pflegen (Danby et al., 2013).
Menschen mit Neurodermitis haben im Schnitt weniger Zink im Blutserum, in den roten Blutkörperchen und in den Haaren als Menschen ohne die Erkrankung. Das ergab eine Auswertung von 14 Beobachtungsstudien. In einer Studie mit Betroffenen, die einen Zinkmangel hatten, besserten Zinkkapseln Ausdehnung und Schwere der Ekzeme (Gray et al., 2019).
Auch der Darm spielt eine Rolle. Eine Auswertung von 25 Studien mit 1.382 Betroffenen zeigte, dass Probiotika die Schwere der Neurodermitis senken – besonders bei leichter bis mittlerer Ausprägung, bei einer Einnahme über mehr als drei Monate und mit Milchsäurebakterien der Gattung Lactobacillus (Kim et al., 2025). Bei Erwachsenen verbesserten Probiotika zusätzlich die Lebensqualität (Li et al., 2022).
Das Neurodermitis Support Paket bündelt drei dieser Bausteine: Nachtkerzenöl mit Gamma-Linolensäure, Zinkpicolinat und Probiotika.
Wichtiger Hinweis
Dieser Ratgeber dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Die Inhalte der Herbano Gesundheitsredaktion werden sorgfältig recherchiert und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Studien.
Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und von der Herbano Redaktion bearbeitet.
In vier Studien mit Allergikern, darunter Menschen mit Neurodermitis, gingen die Beschwerden unter Schwarzkümmelöl-Kapseln zurück. Auch auf die Haut aufgetragen besserten Schwarzkümmel-Zubereitungen Ekzeme in mehreren Studien. Gamma-Linolensäure liefert dagegen vor allem Nachtkerzenöl, deshalb ergänzen sich die beiden Öle gut.
Ja, in einer placebokontrollierten Studie besserte sich die Haut nach 5 Monaten Nachtkerzenöl bei 96 % der Teilnehmer, unter Placebo nur bei 32 %. Auch bei Kindern und Jugendlichen gingen die Ekzeme nach 8 Wochen zurück. Nebenwirkungen traten in beiden Studien keine nennenswerten auf.
Zum Eincremen nicht: Olivenöl machte in einer Studie die oberste Hautschicht nach wenigen Wochen durchlässiger und rötete die Haut leicht, auch bei Menschen mit Neurodermitis in der Vorgeschichte. Sonnenblumenkernöl erhielt die Hautbarriere dagegen. Für die Einnahme sind Nachtkerzenöl, Fischöl und Schwarzkümmelöl besser untersucht.
Am besten belegt sind Vitamin D und Vitamin E. Vitamin D senkte die Schwere der Neurodermitis in einer Auswertung von 11 Studien, Vitamin E besserte Juckreiz und Ekzeme in einer Studie über 4 Monate. Zusammen eingenommen wirkten beide in einer Studie besonders stark.
Ja, eine Auswertung von 25 Studien mit 1.382 Betroffenen zeigte, dass Probiotika die Schwere der Neurodermitis senken. Am deutlichsten war die Wirkung bei leichter bis mittlerer Neurodermitis, bei einer Einnahme über mehr als drei Monate und mit Lactobacillus-Stämmen. Bei Erwachsenen verbesserte sich zusätzlich die Lebensqualität.
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