Ist Magensäure bei Sodbrennen wirklich der Feind?

Ist Magensäure bei Sodbrennen wirklich der Feind?

14 Min. Lesezeit Aktualisiert am 29. September 2026
Das Wichtigste in Kürze
Basenpulver kann bei gelegentlichem Sodbrennen helfen: Basische Mineralsalze fangen einen Teil der Magensäure ab. Nach demselben Prinzip wirken klassische Säurebinder aus Calcium- und Magnesiumsalzen, die bei leichtem Sodbrennen eingesetzt werden (Maton und Burton, 1999). Magnesium und Sodbrennen hängen vor allem über Säureblocker zusammen: Wer Protonenpumpenhemmer nimmt, hat ein um 43 % höheres Risiko für einen Magnesiummangel (Cheungpasitporn et al., 2015). Schluckbeschwerden, starker Gewichtsverlust, häufiges Erbrechen, Blut im Stuhl oder schwarzer Stuhl gehören immer ärztlich abgeklärt (IQWiG, 2024).

Fast alle von uns haben es schon erfahren - nach einem ordentlichen und üppigen Essen leiden wir unter Brennen im Magen und in der Brust. Und zu allem Übel steigen uns die Verdauungssäfte hoch und ein saures Aufstoßen tritt auf.

Das klassische Sodbrennen!

Oft heißt es, bei Sodbrennen sei die Magensäure der Feind. Aber ist das wirklich so? Im Gegenteil! Wir brauchen die Magensäure, um Nahrungsmittel zu verdauen und Nährstoffe daraus aufnehmen zu können. Sie ist zudem ein wichtiger Teil der Abwehr und schützt den Körper vor Keimen, die mit der Nahrung in den Magen gelangen. Das Magenbakterium Helicobacter pylori, das die Magenschleimhaut besiedelt, ist dagegen eine Hauptursache für Magengeschwüre, Gastritis und sogar Magenkrebs. 

 



 

Was ist Sodbrennen?

Sodbrennen ist eine sehr häufige und meist unangenehme Beschwerde. Dabei überwindet saurer Mageninhalt, der normalerweise im Magen bleiben sollte, den Schließmuskel am Mageneingang und gelangt so in die Speiseröhre. Dies führt zu einer Reizung und löst Schmerzen aus. Besonders nach dem Essen, beim Bücken oder im Liegen sind die Symptome stark zu spüren.

Laut einer systematischen Übersicht bevölkerungsbasierter Studien haben in Europa 8,8 bis 25,9 % der Erwachsenen an mindestens einem Tag pro Woche Sodbrennen oder saures Aufstoßen. Seit 1995 nimmt die Häufigkeit zu (El-Serag et al., 2014).

Die typischen Symptome bei Sodbrennen

  • Brennende Schmerzen in Brust, Oberbauch und Hals
  • Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre (Säure-Reflux)
  • Bitterer Geschmack im Mund
  • Zahnfleischreizungen
  • Schluckbeschwerden und chronische Reizungen im Rachen
  • Schlechter Atem
  • Blähungen
  • Gesteigertes Unwohlsein
  • Schlafstörungen

Sodbrennen: Wann zum Arzt?

Gelegentliches Sodbrennen nach einer üppigen Mahlzeit ist harmlos, und auch gelegentliches Aufstoßen nach dem Essen ist normal. Sehr häufiges, starkes Sodbrennen kann dagegen auf eine Refluxkrankheit hinweisen und sollte ärztlich abgeklärt werden (IQWiG, 2024). Bei folgenden Warnzeichen empfehlen Fachleute eine frühzeitige Magenspiegelung:

  • Schluckbeschwerden oder das Gefühl, dass Essen in der Speiseröhre stecken bleibt
  • starker, ungewollter Gewichtsverlust
  • häufiges Erbrechen
  • Anzeichen einer Blutung im Magen-Darm-Trakt wie Blut im Stuhl oder schwarzer, teerartiger Stuhl

Wie wird Sodbrennen ausgelöst?

  • Magensäureüberproduktion & Magensäuremangel: Säure-Reflux-Symptome werden nicht nur von zu viel Magensäure verursacht. Entscheidend ist, dass saurer Mageninhalt in die Speiseröhre gelangt, und das kann auch bei wenig Magensäure passieren.
  • Fehlerhafte Funktion des Speiseröhrenmuskels: Der Muskel sorgt durch Zusammenziehen und öffnen dafür, dass die Nahrung von der Speiseröhre in den Magen gelangt. So versperrt er normalerweise nach diesem Vorgang der Magensäure den Weg nach oben. Schließt sich dieser aber nicht vollständig, gelangt Magensäure zurück in die Speiseröhre und führt zu einer Reizung.
  • Ernährung: Große und üppige Mahlzeiten üben starken Druck auf das Zwerchfell aus, sodass Magensäure nach oben wandert. Häufige Auslöser sind außerdem Kaffee, Schokolade, besonders fettige oder stark gewürzte Speisen, Zitrusfrüchte und kohlensäurehaltige Getränke. Welche Lebensmittel nicht vertragen werden, ist individuell verschieden (IQWiG, 2024). 
  • Lebensstil: Alkohol- oder Tabakkonsum, Fettleibigkeit oder eine schlechte Körperhaltung verstärken die Symptome. In einer Meta-Analyse war die Wahrscheinlichkeit für Refluxbeschwerden bei einem BMI von 25 bis 30 rund 1,4-mal so hoch wie bei Normalgewicht und bei einem BMI über 30 fast doppelt so hoch (Hampel et al., 2005). In einer norwegischen Studie mit 29.610 Teilnehmenden war ein Rauchstopp bei Normalgewichtigen, die mindestens wöchentlich Refluxmittel nahmen, mit einer deutlichen Besserung von starkem Sodbrennen verbunden (Ness-Jensen et al., 2014).
  • Chronischer Stress: Anhaltender Stress bringt viele negative, gesundheitliche Auswirkungen mit sich, darunter auch Gewichtszunahme und Verdauungsstörungen.
  • Medikamente: Beispielsweise können Schmerzmittel, Blutdruckmedikamente, Antibiotika oder die Antibabypille Sodbrennen auslösen oder verstärken (IQWiG, 2024).
  • Schwangerschaft: Der Fötus übt einen zusätzlichen Druck auf die Speiseröhrenklappe aus und sorgt so für eine Freisetzung von Säure in die Speiseröhre.
  • Altern: Viele ältere Menschen leiden an Magensäuremangel und können daher die aufgenommene Nahrung nicht vollständig verdauen. Eine Studie mit 280 Personen zeigt, woher das kommt: Die Säurebildung nahm nur bei Menschen mit Helicobacter pylori mit dem Alter ab, weil die Infektion über die Jahre eine chronische Entzündung mit Rückbildung der Magenschleimhaut auslöst. Ohne Infektion hatte das Alter keinen Einfluss auf die Magensäure (Haruma et al., 2000).

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Magensäureblocker als Standard-Rezept bei Sodbrennen

Immer mehr Menschen leiden an Sodbrennen. Dies führt zu einer wachsenden Anzahl an Medikamenten wie Protonenpumpenhemmer, die die Magensäure blockieren sollen. Diese Magensäureblocker verschaffen zwar eine schnelle Linderung, aber Mediziner raten zu einem kritischen Umgang!

Denn Magensäureblocker beeinflussen den natürlichen Verdauungsprozess enorm. Sie sorgen dafür, dass der Magen weniger Säure bildet. Aber diese brauchen wir für den natürlichen Verdauungsprozess. Mit weniger Magensäure werden manche Vitamine und Mineralstoffe schlechter aufgenommen. In einer großen Studie war eine Einnahme von Protonenpumpenhemmern über zwei Jahre oder länger mit einem erhöhten Risiko für einen Vitamin-B12-Mangel verbunden (Lam et al., 2013), und eine Meta-Analyse von neun Beobachtungsstudien mit 109.798 Personen fand ein um 43 % höheres Risiko für einen Magnesiummangel (Cheungpasitporn et al., 2015). Die langfristige Einnahme in hohen Dosen kann zudem das Risiko für Knochenbrüche erhöhen (IQWiG, 2024). Experten warnen außerdem vor Veränderungen der Darmflora und einem höheren Risiko für Darminfektionen.

Inzwischen gibt es sogar Hinweise darauf, dass Säureblocker das Risiko für Allergien erhöhen! Eine Auswertung von Krankenkassendaten, die 97 % der österreichischen Bevölkerung abdecken, zeigt: Nach einer Verordnung von Säureblockern wurden fast doppelt so häufig Allergiemedikamente verschrieben (Jordakieva et al., 2019).

Wichtig: Wer Säureblocker verordnet bekommen hat, setzt sie nicht eigenmächtig ab. Ob und wie die Einnahme reduziert werden kann, wird immer mit der Ärztin oder dem Arzt besprochen.



 

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Magnesium und Sodbrennen: Wie hängt das zusammen?

Magnesium und Sodbrennen hängen auf zwei Wegen zusammen. Der erste Weg führt über die Säureblocker: Die Einnahme von Protonenpumpenhemmern ist mit einem um 43 % höheren Risiko für einen Magnesiummangel im Blut verbunden. Das zeigt eine Meta-Analyse von neun Beobachtungsstudien mit 109.798 Personen (Cheungpasitporn et al., 2015). Wer Säureblocker über längere Zeit nimmt, kann das Thema Magnesium daher bei der nächsten Kontrolle ansprechen.

Der zweite Weg führt über den Magen selbst: Magnesiumsalze gehören zusammen mit Calciumcarbonat zu den klassischen Säurebindern (Antazida). Sie neutralisieren einen Teil der Salzsäure im Magen und hemmen das eiweißspaltende Verdauungsenzym Pepsin (Maton und Burton, 1999). Magnesium verstärkt Sodbrennen also nicht. In höheren Mengen kann es den Stuhl weicher machen.

Diese Magnesiumformen binden Magensäure

Säurebindend wirken vor allem Magnesiumcarbonat und Magnesiumoxid. Der Herbano Magnesium Komplex enthält beide Formen, dazu Magnesiumcitrat und Magnesiumglycerophosphat. Eine Kapsel liefert 130 mg Magnesium. Den Magnesium Komplex gibt es auch im Cortisol Stopp Paket, zusammen mit Ashwagandha und Rhodiola für stressige Phasen, denn auch Stress kann Sodbrennen verstärken.

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Hilft Basenpulver bei Sodbrennen?

Bei gelegentlichem Sodbrennen kann Basenpulver helfen. Es enthält basische Mineralsalze, die im Magen einen Teil der Säure abfangen. Nach demselben Prinzip arbeiten klassische Säurebinder aus Calcium- und Magnesiumsalzen, die bei leichtem Sodbrennen weiterhin eingesetzt werden (Maton und Burton, 1999).

Das Herbano Basen Balance Pulver besteht aus Kaliumcitrat, Magnesiumcitrat, Calciumcitrat, Zinkcitrat und Vitamin C und kommt ohne Natrium aus. 10 g liefern 1.310 mg Kalium, 473 mg Magnesium, 546 mg Calcium, 90 mg Vitamin C und 6 mg Zink. Am besten wird es 30 Minuten vor einer Mahlzeit oder 2 Stunden danach eingenommen.

Wer gleichzeitig Medikamente nimmt, hält einen zeitlichen Abstand ein: Säurebindende Mittel können verändern, wie andere Arzneimittel aufgenommen werden, und ein anderer Einnahmezeitpunkt verhindert das (Maton und Burton, 1999). Kommt Sodbrennen mehrmals pro Woche oder treten Warnzeichen auf, gehört es ärztlich abgeklärt.

Soforthilfe: Was bei akutem Sodbrennen hilft

Bei akutem Sodbrennen helfen oft schon einfache Maßnahmen:

  • Aufrecht bleiben: Sitzen oder Stehen statt Hinlegen oder Bücken, damit die Schwerkraft die Säure im Magen hält.
  • Drei Stunden Abstand: Nach dem Essen frühestens drei Stunden später hinlegen und späte Mahlzeiten meiden (IQWiG, 2024).
  • Oberkörper hoch lagern: Ein erhöhtes Kopfteil hilft vielen Betroffenen, die nachts mit Brennen aufwachen (IQWiG, 2024).
  • Links schlafen: Auf der linken Seite liegt der Mageneingang oben. Laut einer Meta-Analyse ist die Speiseröhre in Linksseitenlage nachts kürzer der Säure ausgesetzt als in Rechtsseiten- oder Rückenlage, und die Säure wird schneller wieder abtransportiert (Simadibrata et al., 2023).
  • Säure abfangen: Basenpulver oder säurebindende Magnesiumformen können überschüssige Magensäure neutralisieren (siehe oben).

Wie wird man Sodbrennen natürlich los?

Unser Tipp Nr. 1 im Kampf gegen Sodbrennen: Basen

Um Sodbrennen und Übersäuerungen vorzubeugen, lohnt sich der Umstieg auf eine basische Ernährung. Denn unsere heutige Ernährung besteht aus vielen säurebildenden Lebensmitteln und Fertigprodukten, dazu kommen Kaffee und Alkohol, die Sodbrennen zusätzlich auslösen können.

Mithilfe der basischen Ernährung lässt sich der Spieß umdrehen! Auf dem Speiseplan stehen dann basische Lebensmittel wie frisches Obst und Gemüse, pflanzliche Proteine oder rohe Lebensmittel.

Die basische Ernährung weist sogar noch mehr Vorteile für die Gesundheit auf als nur bei Übersäuerung:

  • Ein geringeres Risiko für Nährstoffmängel
  • Reduzierte Entzündungswerte
  • Eine verbesserte Verdauung
  • Förderung einer gesunden Gewichtsabnahme

Wie stark ein Lebensmittel den Säure-Basen-Haushalt belastet, hängt vor allem von seinem Gehalt an Eiweiß, Phosphor, Kalium, Calcium und Magnesium ab. Daraus lässt sich die Säurelast jeder Mahlzeit abschätzen (Remer, 2000).

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Eine schnelle Lösung gefällig?

Medikamente wirken schnell, deshalb greifen viele darauf zurück. Was viele nicht wissen, ist, dass es auch schnelle, natürliche Lösungen bei Sodbrennen gibt! Basenpulver, Probiotika und Magnesium helfen alle drei bei Übersäuerung, der Verdauung und Sodbrennen:

Basenpulver

Hochkonzentriertes Basenpulver hilft dem Körper dabei, sich vor einer Übersäuerung zu schützen. Überschüssige Säuren werden neutralisiert, die Verdauung gefördert und das Wohlbefinden rundum gesteigert. 

Basenpulver sind also speziell dafür entwickelt, einen ausbalancierten Säure-Basen-Haushalt zu erzielen. Sie bestehen aus den wichtigsten Mineralien und Spurenelementen wie Kalium, Magnesium, Kalzium, Vitamin C und Zink. Die basischen Mineralsalze können dabei überschüssige Magensäure abfangen, ähnlich wie klassische Säurebinder (Maton und Burton, 1999).

Probiotika

Probiotika Kapseln unterstützen die Verdauung und stärken gleichzeitig das Immunsystem. Sie können zusätzlich zur Behandlung chronischer Darmleiden oder einer Darmsanierung eingesetzt werden und sorgen für Ausgewogenheit im Verdauungstrakt.

Schlechte Bakterien, die zu Störungen des Verdauungssystems führen, werden bekämpft und der Körper wird bei der Aufnahme von Nährstoffen unterstützt.

Magnesium Komplex

Hochdosierte Magnesium Komplex Kapseln reduzieren Sodbrennen und regulieren die Verdauung nachhaltig. Sie enthalten mit Magnesiumcarbonat und Magnesiumoxid zwei Formen, die Magensäure binden können, denn Magnesiumsalze gehören zu den klassischen Säurebindern (Maton und Burton, 1999).

Ein Magnesiummangel kann gerade bei Menschen mit Sodbrennen entstehen, wenn sie lange Säureblocker nehmen (Cheungpasitporn et al., 2015).

 

Wer lästigem Sodbrennen vorbeugt, kann den Alltag wieder unbeschwert genießen!

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Wichtiger Hinweis

Dieser Ratgeber dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Die Inhalte der Herbano Gesundheitsredaktion werden sorgfältig recherchiert und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Studien.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und von der Herbano Redaktion bearbeitet.

Häufige Fragen

Bei gelegentlichem Sodbrennen ja: Die basischen Mineralsalze im Basenpulver fangen einen Teil der Magensäure ab, nach demselben Prinzip wie klassische Säurebinder. Kommt das Sodbrennen mehrmals pro Woche oder treten Warnzeichen wie Schluckbeschwerden oder Gewichtsverlust auf, gehört es ärztlich abgeklärt.

Magnesiumsalze gehören zu den klassischen Säurebindern und neutralisieren einen Teil der Magensäure. Zudem ist bei Menschen, die lange Säureblocker nehmen, das Risiko für einen Magnesiummangel um 43 % erhöht. Magnesium verstärkt Sodbrennen nicht, in höheren Mengen kann es aber den Stuhl weicher machen.

Säurebindend wirken vor allem Magnesiumcarbonat und Magnesiumoxid. Der Herbano Magnesium Komplex enthält beide Formen, dazu Magnesiumcitrat und Magnesiumglycerophosphat.

Das Herbano Basen Balance Pulver wird am besten 30 Minuten vor einer Mahlzeit oder 2 Stunden danach eingenommen. Zu anderen Medikamenten ist ein zeitlicher Abstand sinnvoll, weil säurebindende Mittel deren Aufnahme verändern können.

Das ist möglich, wenn zwischen Abendessen und Einnahme etwa 2 Stunden liegen. Bei nächtlichem Sodbrennen helfen zusätzlich drei Stunden Abstand zwischen Essen und Hinlegen, ein erhöhtes Kopfteil und das Schlafen auf der linken Seite.

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