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Krebs ist allgegenwärtig. Ob ein Familienmitglied, Freund, Arbeitskollege oder wir selbst von einer Krebsdiagnose betroffen sind, egal in welcher Form oder Art, er trifft uns unerwartet und hart. Viele Betroffene fragen sich deshalb, ob natürliche Mittel wie der Entzündungshemmer Weihrauch (Boswellia Serrata) die Behandlung begleiten können. Dieser Ratgeber zeigt, was Weihrauch im Körper bewirkt, was die Forschung zu Krebs bisher weiß und worauf bei Einnahme und Nebenwirkungen zu achten ist.
Der Weihrauch Extrakt wird aus dem Harz des Weihrauchbaums geerntet. Der indische Weihrauchbaum wächst in trockenen Bergregionen Indiens, Nordafrikas und des Nahen Ostens, und sein Harz wird seit Jahrhunderten in der Volksmedizin gegen chronisch-entzündliche Erkrankungen eingesetzt (Siddiqui, 2011).
Lange bevor es entzündungshemmende Medikamente gab, wurde der Extrakt des Weihrauchbaums verwendet, um entzündliche Erkrankungen wie Arthritis und Darmerkrankungen zu behandeln. Heutzutage wird Weihrauch immer öfter in den Fokus gerückt. Immer mehr Studien erforschen die eindrucksvolle Wirkung von Weihrauch.
Ein Großteil hat mit der chemischen Zusammensetzung zu tun, welche das Immunsystem reguliert. So hemmen Boswelliasäuren die Aktivierung des Schaltersignals NF-kappaB und senken dadurch entzündungsfördernde Botenstoffe wie TNF-alpha und mehrere Interleukine. Außerdem bremsen sie Sauerstoffradikale und gewebeschädigende Enzyme, die bei chronischen Entzündungen Zellen angreifen (Ammon, 2010).
In den vergangenen Jahrzehnten hat die Forschung ein besseres Verständnis dafür bekommen, wie Weihrauch unsere Gesundheit fördern und das Immunsystem stärken kann. Die Boswelliensäure scheint die Entzündungsmarker zu senken und die Immunfunktion auf mehreren Ebenen zu unterstützen.
Weihrauch (Boswellia Serrata) dämpft die Reaktionen des Immunsystems, welche Entzündungen und Schwellungen hervorrufen. Sein Wirkmechanismus unterscheidet sich von dem klassischer Schmerzmittel: Am deutlichsten ist die Hemmung des Enzyms 5-Lipoxygenase, dazu kommen Effekte auf Botenstoffe des Immunsystems und das Komplementsystem (Ammon, 2006).
Weihrauch-Extrakt wurde in den Studien gut vertragen; nur vereinzelt traten leichte Magen-Darm-Beschwerden auf (Kimmatkar et al., 2003). Die Nebenwirkungen waren bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen nicht schwerwiegend im Vergleich zu modernen Medikamenten für diese Erkrankungen (Ammon, 2006). Wer verordnete Medikamente einnimmt, setzt sie nicht eigenmächtig ab, sondern bespricht eine Ergänzung mit Weihrauch vorher mit der behandelnden Fachperson.
Bei Gelenkbeschwerden wird Weihrauch in der Naturheilkunde gern mit MSM und Kurkuma kombiniert. Das Rheuma Aktiv Paket enthält alle drei Wirkstoffe als einzelne Präparate.
Weihrauch wird seit Jahrtausenden bei religiösen Zeremonien verbrannt, und ein Bestandteil des Harzes könnte erklären, warum sein Duft als wohltuend empfunden wird: Incensolacetat. In Versuchen an Mäusen wirkte der Stoff angstlösend und antidepressiv. Er aktivierte dabei einen Ionenkanal im Gehirn (TRPV3), der an der Regulation von Gefühlen beteiligt sein könnte (Moussaieff et al., 2008). Studien am Menschen zur Wirkung auf die Psyche gibt es bisher nicht.
Krebs gehört in onkologische Behandlung. Weihrauch ist kein Krebsmittel und ersetzt keine Operation, Chemo- oder Strahlentherapie. Er kann eine Krebstherapie höchstens begleiten – und nur nach Rücksprache mit dem Behandlungsteam.
Die Forschung untersucht Boswelliasäuren bei verschiedenen Krebsarten, bisher aber vor allem im Labor (Roy et al., 2016). So hemmte Boswellia-serrata-Extrakt in Zellkulturen das Wachstum, die Gefäßneubildung und die Wanderung menschlicher Darmkrebszellen und löste deren programmierten Zelltod aus (Ranjbarnejad et al., 2017). Solche Laborbefunde zeigen, wo die Forschung ansetzt; sie belegen keine Wirkung gegen Krebs beim Menschen.
Am Menschen gibt es bisher vor allem Erkenntnisse zur Linderung von Begleitbeschwerden der Krebstherapie. Bei der Bestrahlung von Hirntumoren entstehen oft Schwellungen im Gehirn (Hirnödeme). In einer placebokontrollierten Studie mit 44 Betroffenen ging das Ödem unter 4.200 mg Boswellia serrata täglich bei 60 % um mehr als drei Viertel zurück, unter Placebo nur bei 26 %; schwere Nebenwirkungen traten nicht auf (Kirste et al., 2011). Schon 2002 stufte die Europäische Arzneimittel-Agentur Weihrauch-Extrakt als Arzneimittel für seltene Leiden zur Behandlung solcher Ödeme ein (Abdel-Tawab et al., 2011).
Die Rücksprache ist auch deshalb wichtig, weil Weihrauch-Extrakte im Labor mehrere Leberenzyme hemmten, die auch Medikamente abbauen (Frank & Unger, 2006) – das Behandlungsteam kann einschätzen, ob sich das mit der laufenden Therapie verträgt. Mehr zu den übrigen Anwendungsgebieten steht im Ratgeber Boswellia serrata.
Das Gummiharz des Weihrauch Baumes enthält 30–60 % Harz, 5–10 % ätherische Öle und zum Rest Polysaccharide. Im Harzanteil stecken (Siddiqui, 2011):
Die stärkste dieser Boswelliasäuren ist AKBA (Acetyl-11-keto-beta-Boswelliasäure): Sie hemmt das Entzündungsenzym 5-Lipoxygenase am stärksten (Siddiqui, 2011).
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Während Boswellia serrata als die beliebteste Form des Weihrauchs zur Behandlung von verschiedenen Krankheiten und Symptomen gilt, so ist es nicht die Einzige. Es gibt mindestens drei weitere beliebte Formen von Weihrauch, die verwendet werden.
Andere beliebte Arten von Weihrauch:
Jedes kommt von einer unterschiedlichen Pflanzenart, obwohl alle eng miteinander verwandt sind und medizinisch in ähnlicher Weise verwendet werden.
Aus Boswellia carteri, dem afrikanischen Weihrauch, wird vor allem ätherisches Öl gewonnen. Im Labor unterdrückte dieses Öl das Überleben von Blasenkrebszellen, nicht aber das von gesunden Blasenzellen (Frank et al., 2009). Auch das ist ein Befund an Zellkulturen und keine Behandlungsmöglichkeit.
Aus allen 4 Weihraucharten kann Weihrauchharz oder Extrakt gebildet werden. Die Konzentration und Qualität dieser ist abhängig von einigen Faktoren: Zu welcher Jahreszeit geerntet wurde, wie extrahiert wurde und welche Reinheit es besitzt. Auch der Boden und die klimatischen Bedingungen auf welchen der Weihrauchbaum wächst, sind verantwortlich für die unterschiedlichen Weihrauchharze auf dem Markt.
Der Weihrauchbaum beginnt mit der Produktion des Weihrauchharzes, nachdem er 8-10 Jahre alt ist. Weihrauch wird traditionell angebaut und geerntet. Dabei wird die Rinde der Weihrauchbäume mit einem spitzen Messer eingeritzt. Daraufhin tritt Harz aus der Wunde und trocknet an der Luft. Dieses kann dann einfach von Hand abgetragen werden. Nach jeder Ernte bekommt der Baum eine Schonzeit und dann kann wieder geerntet werden.
Die Qualität steigert sich pro Ernte. Die letzte Ernte wird als die beste und hochwertigste gehandelt, da sie hochqualitatives Öl und stark konzentrierte Terpene, Diterpene und Sesquiterpene besitzt. Experten bringen auch die Farbe des Weihrauchharzes direkt mit seiner Qualität in Zusammenhang. Je klarer das Harz von Boswellia serrata ist, desto höher gilt seine Qualität.
Weihrauch (boswellia serrata) und Kurkuma werden beide seit Jahrhunderten in der ganzheitlichen Medizin erfolgreich angewendet. In vielerlei Hinsicht sind diese sich sehr ähnlich, da beide Entzündungen reduzieren können. Kurkuma besitzt entzündungshemmende, antioxidative Eigenschaften, womit es dieselben Krankheiten bekämpfen kann wie Weihrauch.
Wie gut sich beide ergänzen, zeigt eine placebokontrollierte Studie mit 201 Menschen mit Arthrose: Über zwölf Wochen linderte Kurkuma-Extrakt allein die Beschwerden, die Kombination mit Boswelliasäuren aus indischem Weihrauch wirkte aber stärker auf die Gelenkschmerzen. Die Forscher führen das auf eine gegenseitige Verstärkung beider Wirkstoffe zurück; beide Präparate wurden gut vertragen (Haroyan et al., 2018).
Wer Weihrauch und Kurkuma gemeinsam einnehmen möchte, kann beide als einzelne Kapseln kombinieren – im Rheuma Aktiv Paket kommt noch MSM dazu.
Die entzündungshemmende Wirkung von Weihrauch Kapseln und Kurkuma Ansehen
Weihrauch (Boswellia serrata) kann als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Weihrauchtabletten oder als Öl verwendet werden. Weihrauch-Öl besitzt zahlreiche Verwendungen für die Haut und ist daher ein beliebtes ätherisches Öl.
Das Öl kann in einen Zerstäuber gefüllt werden und wird traditionell verwendet, um bronchialen Schleim zu lösen. Ätherisches Öl ist stark konzentriert und sollte nicht unverdünnt eingenommen werden. Zur Verwendung von Weihrauch auf der Haut kann das Öl mit einem Trägeröl wie Kokosnussöl vermischt werden und auf die Haut aufgetragen werden. Vorher empfiehlt sich ein Test an einem kleinen Hautbereich, um sicherzustellen, dass es keine allergische Reaktion hervorruft. Wer Asthma bronchiale hat, bespricht das Inhalieren ätherischer Öle vorher mit der behandelnden Fachperson. In der Asthma-Studie wurde Weihrauchharz nicht inhaliert, sondern eingenommen: Unter dreimal täglich 300 mg über sechs Wochen besserte sich die Erkrankung bei 70 % der Betroffenen, unter Placebo bei 27 % (Gupta et al., 1998).
Wer Weihrauch als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen will, sollte sicherstellen, dass dies aus Boswellia serrata hergestellt ist und einen angegebenen Gehalt an Boswelliasäuren hat. Denn die Qualität schwankt: In einem Vergleich handelsüblicher Extrakte reichte der Gehalt der wichtigen Boswelliasäure AKBA von 3,83 % bis nicht nachweisbar (Beghelli et al., 2017). Die Weihrauch Kapseln von Herbano enthalten je Kapsel 500 mg Extrakt mit 65 % Boswelliasäuren (325 mg).
Bei den folgenden Dosierungen handelt es sich um Tagesmengen aus Studien:
Für die Weihrauch Kapseln von Herbano lautet die Verzehrempfehlung: 3 Kapseln über den Tag verteilt mit viel Wasser einnehmen. Die empfohlene tägliche Verzehrmenge sollte nicht überschritten werden.
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Weihrauch-Extrakt wird in der empfohlenen Dosierung normalerweise gut vertragen. In den Studien traten vereinzelt leichte Magen-Darm-Beschwerden auf (Kimmatkar et al., 2003); selbst unter der hohen Tagesmenge von 4.200 mg gab es keine schweren Nebenwirkungen (Kirste et al., 2011). In wenigen Fällen kann es zu Übelkeit oder Sodbrennen kommen. Für die Schwangerschaft und Stillzeit fehlen Studien zur Sicherheit; wer Weihrauch in dieser Zeit verwenden möchte, sollte die Einnahme mit einem Arzt besprechen.
Bei der Einnahme mit anderen Medikamenten ist Vorsicht geboten: Im Labor hemmten Extrakte aus indischem wie afrikanischem Weihrauch mehrere Leberenzyme (Cytochrom-P450-Enzyme), die auch viele Medikamente abbauen (Frank & Unger, 2006). Wer regelmäßig Medikamente einnimmt oder in Krebsbehandlung ist, sollte die Einnahme von Weihrauch deshalb vorher mit der behandelnden Fachperson besprechen.
Die Wirkung baut sich über einige Wochen auf, kann aber früh spürbar werden: Bei Kniearthrose besserten sich Schmerzen und Beweglichkeit in der höheren Dosierung eines Boswellia-serrata-Extrakts bereits nach sieben Tagen deutlich (Sengupta et al., 2008). Eine Meta-Analyse empfiehlt eine Einnahme über mindestens vier Wochen (Yu et al., 2020). Damit sich Schmerzen und Schwellungen bestmöglich zurückbilden, empfiehlt Herbano, Weihrauch-Extrakt mindestens acht Wochen lang regelmäßig einzunehmen.
Wichtiger Hinweis
Dieser Ratgeber dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Die Inhalte der Herbano Gesundheitsredaktion werden sorgfältig recherchiert und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Studien.
Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und von der Herbano Redaktion bearbeitet.
Die Boswelliasäuren im Weihrauch hemmen das Entzündungsenzym 5-Lipoxygenase und senken entzündungsfördernde Botenstoffe wie TNF-alpha und mehrere Interleukine. Dadurch wirkt Weihrauch entzündungshemmend; am besten belegt ist das bei Arthrose, dazu kommen Studien zu Colitis ulcerosa, Morbus Crohn und Asthma.
Weihrauch-Extrakt wurde in Studien gut vertragen; vereinzelt traten leichte Magen-Darm-Beschwerden auf, selbst unter 4.200 mg täglich gab es keine schweren Nebenwirkungen. Vorsicht gilt bei der gleichzeitigen Einnahme von Medikamenten, weil Weihrauch im Labor Enzyme hemmte, die auch Arzneimittel abbauen.
Für Schwangerschaft und Stillzeit fehlen Studien zur Sicherheit, daher sollte die Einnahme in dieser Zeit mit einem Arzt besprochen werden. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt oder in Krebsbehandlung ist, klärt die Einnahme vorher mit der behandelnden Fachperson. Die empfohlene tägliche Verzehrmenge sollte nicht überschritten werden.
Ja, das ist möglich: Im Labor hemmten Extrakte aus indischem und afrikanischem Weihrauch mehrere Cytochrom-P450-Enzyme der Leber, über die viele Medikamente abgebaut werden. Deshalb gehört die Einnahme bei regelmäßiger Medikation vorher in die Absprache mit der behandelnden Fachperson.
In einer Studie mit Kniearthrose besserten sich Schmerzen und Beweglichkeit bereits nach sieben Tagen. Eine Meta-Analyse empfiehlt eine Einnahme über mindestens vier Wochen. Damit sich Schmerzen und Schwellungen bestmöglich zurückbilden, empfiehlt Herbano mindestens acht Wochen regelmäßige Einnahme.
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