Weihrauch (Boswellia Serrata): Natürliche Hilfe bei Entzündungen & Krebs

Verfasst: November 05, 2016

Krebs ist allgegenwärtig. Ob ein Familienmitglied, Freund, Arbeitskollege oder wir selbst von einer Krebsdiagnose betroffen sind, egal in welcher Form oder Art, er trifft uns unerwartet und hart. Und obwohl oft keine Heilung für Krebs in Aussicht ist, so gibt es natürliche unterstützende Wege, die dem Krebs den Kampf ansagen: Wie der Entzündungshemmer Weihrauch (Boswellia Serrata).

➤ Die moderne Forschung ist sich einig – Weihrauch fördert die Gesundheit, wirkt entzündungshemmend und stärkt das Immunsystem. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, sollten Sie diesen Ratgeber lesen. 

Inhalt

Weihrauch

Was ist Weihrauch und welche Heilkraft steckt in ihm?

Der Weihrauch Extrakt wird aus dem Harz des Weihrauchbaums geerntet. Dieser wächst in Nordafrika und dem Nahen Osten und ist seit Jahrhunderten für seine stark entzündungshemmende und antikarzinogene Wirkung bekannt. 

Lange bevor es entzündungshemmende Medikamente gab, wurde der Extrakt des Weihrauchbaums verwendet um entzündliche Erkrankungen wie Arthritis, Darmerkrankungen und Herzkrankheiten zu behandeln. Heutzutage wird Weihrauch immer öfter in den Fokus gerückt. Immer mehr Forschungen und Studien deuten die eindrucksvolle Wirkung von Weihrauch auf.

Weshalb ist Weihrauch so vorteilhaft für unsere Gesundheit?  

Ein Großteil hat mit der chemischen Zusammensetzung zu tun, welche das Immunsystem regulieren. So werden bestimmte entzündliche Zytokine und Mediatoren gehemmt, welche die DNA schädigen, den Tumorwachstum fördern und gesunde Zellen zerstören würden.

In den vergangenen Jahrzehnten hat die Forschung ein besseres Verständnis dafür bekommen, wie Weihrauch unsere Gesundheit fördern und das Immunsystem stärken kann. Die Boswelliensäure scheint die Entzündungsmarker zu senken und die Immunfunktion auf mehreren Ebenen zu unterstützen.

Wie zum Beispiel:

  • Störung der Zytokinproduktion, welche Entzündungen hervorruft (Interferon-Gamma, Interleukin-4 und Tumor-Nekrose-Faktor-Alpha)
  • Reduzierung von Empfindlichkeiten
  • Regulierung der Lymphozyten (weiße Blutkörperchen) und T-Zellen-Wechselwirkungen
  • Regulierung der Produktion von Antikörpern ( Immunglobulin G (IgG)),  die den Körper vor bakteriellen und viralen Infektionen schützen

Was bewirkt Weihrauch?

Weihrauch (Boswellia Serrata) schaltet die Reaktionen des Immunsystems aus, welche Entzündungen und Schwellungen hervorrufen. So ist Weihrauch (Boswellia) in der Lage Schmerzen und Entzündungen bei der Therapie von Krebs zu reduzieren. 

➤ Wussten Sie, dass der Weihrauch Extrakt daher optimal als natürliches Schmerzmittel eingesetzt werden kann und sich als hervorragender Ersatz von herkömmlichen Schmerzmitteln eignet? 

Im Gegensatz zu gebräuchlichen Schmerzmitteln oder verschreibungspflichtigen Medikamenten, welche zahlreiche Nebenwirkungen haben, ist der Boswellia Extrakt frei von Nebenwirkungen und wird ohne Komplikationen seit Jahrtausenden eingesetzt. 

Die starken Vorteile von Weihrauch (Boswellia serrata) auf einen Blick:

  • Der Boswellia serrata-Extrakt ist so stark, dass er mit den klassischen Entzündungshemmern vergleichbar ist
  • Weihrauch senkt Entzündungen
  • Weihrauch hilft bei der Behandlung von Reizdarmsyndromen, einschließlich Colitis ulcerosa und Morbus Crohn
  • Er reduziert Gelenk- und Arthritis Schmerzen
  • Boswellia serrata bekämpft Krebs
  • Er beschleunigt die Heilung von Infektionen
  • Weihrauch verhindert Autoimmunkrankheiten

Wie hilft Weihrauch bei der Behandlung von Krebs?

Weihrauch wird gegen Gehirnkrebs, Brustkrebs, Darmkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Prostatakrebs und Magenkrebs eingesetzt. 

Die positiven Eigenschaften von Boswellia serrata gegen Krebszellen, lässt sich auf die Nebenwirkungen der klassischen Krebsbehandlung zurückführen bzw. auf deren Reduktion. Durch die Einnahme von den Präparaten können die schmerzhaften und teilweise auch lebensbedrohlichen Begleiterscheinungen einer Chemotherapie vermindert werden. 

Zudem unterstützt Weihrauch die Stärkung des Immunsystems, beugt Infektionen vor, senkt Entzündungen und fördert das hormonelle Gleichgewicht. 

Welche Inhaltsstoffe enthält Weihrauch?

Das Harz des Weihrauch Baumes enthält etwa 5-10 % reine ätherische Öle, die sich auf zahlreiche Weise schützend auswirken, wie:

  • Monoterpene
  • Diterpene
  • Triterpene
  • Tetracyclische Triterpensäuren
  • Vier boswellische Triterpensäuren, welche Enzyme hemmen, die für Entzündungen verantwortlich sind.

Diese Boswelliensäuren können Entzündungen reduzieren und Autoimmunkrankheiten verhindern.

Welche unterschiedlichen Arten von Weihrauch gibt es?

Während Boswellia serrata als die beliebteste Form des Weihrauchs zur Behandlung von verschiedenen Krankheiten und Symptomen gilt, so ist es nicht die Einzige. Es gibt mindestens drei weitere beliebte Formen von Weihrauch, die verwendet werden.

Andere beliebte Arten von Weihrauch:

  • Boswellia carterii
  • Boswellia frereana
  • Boswellia sacra

Jedes kommt von einer unterschiedlichen Pflanzenart, obwohl alle eng miteinander verwandt sind und medizinisch in ähnlicher Weise verwendet werden.

Boswellia Carteri enthält hohe Konzentrationen von Incensolacetat und Triterpensäuren, zwei Chemikalien die bei der Tumorprävention sehr gute Resultate aufweisen. Boswellia carteri wurde bereits in zahlreichen Studien bei der Untersuchung von Tumorzellen getestet und zeigte positive Effekte auf die Stimulierung des Immunsystems und der Behandlung von verschiedenen Formen von Krebs, einschließlich Blasenkrebs.

Aus allen 4 Weihraucharten kann Weihrauchharz oder Extrakt gebildet werden. Die Konzentration und Qualität dieser ist abhängig von einigen Faktoren: Zu welcher Jahreszeit geerntet wurde, wie extrahiert wurde und welche Reinheit es besitzt. Auch der Boden und die klimatischen Bedingungen auf welchen der Weihrauchbaum wächst, sind verantwortlich für die unterschiedlichen Weihrauchharze auf dem Markt.

Ratgeber Weihrauch

Wie wird Weihrauch geerntet?

Der Weihrauchbaum beginnt mit der Produktion des Weihrauchharzes, nachdem er 8-10 Jahre alt ist. Weihrauch wird traditionell angebaut und geerntet. Dabei wird die Rinde der Weihrauchbäume mit einem spitzen Messer eingeritzt. Daraufhin tritt Harz aus der Wunde und trocknet an der Luft. Dieser kann dann einfach von Hand abgetragen werden. Nach jeder Ernte bekommt der Baum eine Schonzeit und dann kann wieder geerntet werden. 

Die Qualität steigert sich pro Ernte massiv. Die letzte Ernte wird als die beste und hochwertigste gehandelt, da sie hochqualitatives Öl und stark konzentrierte Terpene, Diterpene und Sesquiterpense besitzt. Experten bringen auch die Farbe des Weihrauchharzes direkt mit seiner Qualität in Zusammenhang. Je klarer der Harz von Boswellia serrata ist, desto höher gilt seine Qualität.

Weihrauch (Boswellia serrata) versus Kurkuma

Weihrauch (boswellia serrata) und Kurkuma werden beide seit Jahrhunderten in der ganzheitlichen Medizin erfolgreich angewendet. In vielerlei Hinsicht sind diese sich sehr ähnlich, da beide Entzündungen reduzieren können. Kurkuma besitzt entzündungshemmende, antioxidative Eigenschaften, womit es dieselben Krankheiten bekämpfen kann wie Weihrauch. 

Forscher sind deshalb der Meinung, dass die Kombination von Kurkuma und Weihrauch eine doppelte Wirkung haben kann und deshalb gemeinsam eingenommen werden sollten. Die starke Synergie, die sich dadurch ergibt, scheint deutlich effektiver zu sein, als nur die alleinige Verwendung. Bei der Einnahme beider tragen zahlreiche Wechselwirkungen dazu bei, möglich auftretende toxische Erscheinungen der Einzelnen zu reduzieren.

Durch die zeitgleiche Einnahme von Kurkuma Kapseln und Weihrauch können die Symptome also deutlich verbessert werden und Erfolge sich schneller einstellen.

Ratgeber zu Weihrauch Boswellia Serrata

Wie wird Weihrauch angewendet?

Weihrauch (Boswellia serrata) kann als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Weihrauchtabletten oder als Öl verwendet werden. Weihrauch-Öl besitzt zahlreiche Verwendungen für die Haut und ist daher ein beliebtes ätherisches Öl. 

Das Öl kann in einen Zerstäuber gefüllt werden und eignet sich damit sehr gut um bronchialen Schleim zu lösen. Auch mit wenigen Tropfen auf der Zunge oder im Tee kann das Weihrauch Öl angewendet werden. Zur Verwendung von Weihrauch auf der Haut kann das Öl mit einem Trägeröl wie Kokosnussöl vermischt werden und auf die Haut aufgetragen werden. Testen Sie davor einen kleinen Hautbereich, um sicherzustellen, dass es keine allergische Reaktion hervorruft. Bei Asthma bronchiale oder anderen diversen Infektion können einige Tropfen auf einem Tuch aufgetragen werden und mehrmals täglich inhaliert werden.

Wie wird Weihrauch dosiert?

Wer Weihrauch (Boswellia serrata) als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen will, sollte sicherstellen, dass dies aus Boswellia serrata hergestellt ist und mindestens 37 % reine Boswelliasäuren enthalten. Grundsätzlich gilt: Je mehr Boswelliasäuren enthalten sind, desto reiner und effektiver ist der Extrakt.

Bei den folgenden Dosierungen handelt es sich um gängige Weihrauchdosierungen:

  • Für die Senkung einer Entzündung sollten zwischen 600-900 mg Weihrauchextrakt eingenommen werden.
  • Für die Behandlung von entzündlichen Erkrankungen wie Arthritis, Osteoarthritis, Asthma, chronischen Schmerzen, entzündlichen Darmerkrankungen (aktivem Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) oder Verletzungen sollte eine höhere Dosis zwischen 900-1.200 mg pro Tag eingenommen werden.

Welche Nebenwirkungen hat Weihrauch (Boswellia serrata)?

Weihrauch scheint bei Kindern gut verträglich zu sein, wenn es in der Schwangerschaft verwendet wird, sollte die Einnahme jedoch mit einem Arzt besprochen werden. Bei der Einnahme mit anderen Medikamenten konnten keine Nebenwirkungen festgestellt werden.

Denken Sie daran, dass es mehrere Monate dauern kann, bis Weihrauch sein vollständiges Wirkspektrum zeigt und Schmerzen und Schwellungen stoppen kann.

 

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