Bioverfügbarkeit

Nahrungsergänzungsmittel: Woran erkennen Sie gute Qualität? | Bioverfügbarkeit

13 Min. Lesezeit Aktualisiert am 29. September 2026
Das Wichtigste in Kürze
Die Bioverfügbarkeit gibt an, wie viel eines Nährstoffs nach der Einnahme im Blut ankommt und vom Körper genutzt werden kann. Sie hängt von der Form und den Partnern ab: 20 mg Piperin steigerten die Bioverfügbarkeit von Curcumin in einer Studie am Menschen um 2.000 %, und Ubiquinol hob den Q10-Spiegel im Blut stärker an als Ubichinon (Shoba et al., 1998; Langsjoen & Langsjoen, 2014). Auch die Einnahme zählt: Vitamin D3 zu einer fetthaltigen Mahlzeit ergab einen um 32 % höheren Spitzenwert, eine Tasse Kaffee zum Essen senkte die Eisenaufnahme dagegen um 39 % (Dawson-Hughes et al., 2015; Morck et al., 1983).

Was ist wirklich wichtig, wenn man Nahrungsergänzungsmittel einnimmt? Und worauf sollte man achten?

Wir geben stets unser Bestes, um die beste Qualität und hochwertige Produkte bereitzustellen. Ein Punkt ist uns dabei besonders wichtig: die sogenannte Bioverfügbarkeit. 

Bioverfügbarkeit … aber was heißt das genau?

Die Bioverfügbarkeit eines Nährstoffes gibt an, wie gut er vom eigenen Körper aufgenommen und genutzt werden kann. Gerade für eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist eine hohe Bioverfügbarkeit sehr wichtig. 

In der Ernährung gelten beispielsweise verarbeitete Tomaten als besser für den Körper verfügbar als rohe: Aus Tomatenmark erreichte der Pflanzenstoff Lycopin in einer Studie 2,5-fach höhere Spitzenwerte im Blut als aus frischen Tomaten (Gärtner et al., 1997). Daneben bestimmt die Verdauung, wie gut Nährstoffe aufgenommen werden können. Magensäure wird zum Beispiel gebraucht, um Vitamin B12 aus der Nahrung zu lösen: Bei Menschen, die zwei Jahre oder länger Magensäureblocker eingenommen hatten, fand sich in einer großen Studie deutlich häufiger ein Vitamin-B12-Mangel (Lam et al., 2013). Die Medikamente sollte man deshalb nicht eigenmächtig absetzen, sondern den B12-Wert ärztlich prüfen lassen. 

Leider gibt es auch Faktoren, die die Aufnahme von bestimmten Nährstoffen erschweren, wie etwa die Eisen-Inhibitoren, die dafür sorgen, dass Eisen aus der Nahrung dem Körper weniger zur Verfügung steht. 

Aber nicht nur für die Ernährung ist die Bioverfügbarkeit relevant, auch im Medizinsektor hat sie eine große Bedeutung, da auch Medikamente besser wirken, wenn sie bioverfügbar sind. 

Einnahme: So kommt mehr im Körper an

Wie viel von einem Nährstoff im Körper ankommt, hängt auch davon ab, wann und womit man ihn einnimmt. Drei Regeln sind in Studien am Menschen gut belegt:

  • Fettlösliche Vitamine zu einer Mahlzeit mit Fett: Vitamin D3 zu einer fetthaltigen Mahlzeit ergab einen um 32 % höheren Spitzenwert im Blut als zu einer fettfreien Mahlzeit (Dawson-Hughes et al., 2015). Vitamin D3 und Vitamin K2 nimmt man deshalb am besten zum Frühstück oder Mittagessen ein.
  • Eisen mit Vitamin C kombinieren: Phytat aus Vollkorn und Hülsenfrüchten hemmt die Eisenaufnahme je nach Menge um 18 bis 82 %. Vitamin C in derselben Mahlzeit wirkte dieser Hemmung deutlich entgegen (Hallberg et al., 1989).
  • Kaffee, Tee und Milch mit Abstand zum Eisen: Eine Tasse Kaffee zur Mahlzeit verringerte die Eisenaufnahme um 39 %, eine Tasse Tee sogar um 64 %. Eine Stunde vor dem Essen getrunken, hatte Kaffee keinen Einfluss (Morck et al., 1983). 165 mg Calcium aus Milch oder Käse senkten die Eisenaufnahme um 50 bis 60 % (Hallberg et al., 1991).

Wer Vitamin D3 ohnehin zum Frühstück einnimmt, kann Omega-3, Magnesium und Ubiquinol Q10 gleich dazunehmen. Das Perfekte Routine Paket vereint diese vier Präparate, jedes einzeln dosiert.

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Warum sind bestimmte Produkte bei uns nicht als Reinprodukt erhältlich?

Es gibt durchaus Nährstoffe, die unser Körper als Reinprodukt nützen kann. Es gibt aber auch jene, die für unsere Gesundheit erst in Kombination mit anderen Nährstoffen interessant werden. Denn genau diese Kombination führt dann zu einer signifikant verbesserten Aufnahme - wir können den Stoff besser nutzen.

Unsere Top 3 Kombinationen mit höchster Bioverfügbarkeit

1) Kurkuma mit Piperin

Kurkuma ist vor allem für seine wertvollen sekundären Pflanzenstoffe, den sogenannten Curcuminoiden, bekannt. Curcumin wird allerdings in der Darmwand und in der Leber rasch abgebaut. Da kommt Piperin ins Spiel: Es bremst diesen Abbau. Wir bieten unsere Kurkuma Kapseln mit natürlichem schwarzen Pfefferextrakt an. In einer Studie mit gesunden Freiwilligen steigerten 20 mg Piperin die Bioverfügbarkeit von 2 g Curcumin um 2.000 % (Shoba et al., 1998). Für einen empfindlichen Magen gibt es die Kapseln auch ohne Piperin.

2) Eisen mit Vitamin C

Eisenmangel gilt als der häufigste Nährstoffmangel weltweit. Ein Grund dafür: Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln wird schlechter aufgenommen und lässt sich leicht hemmen. Beispielsweise sorgen Eisen-Inhibitoren, also Stoffe, die die Aufnahme von Eisen direkt hindern, dafür, dass der Nährstoff vom Körper nicht in ausreichender Menge verarbeitet werden kann. Dazu gehören Kaffee, Schwarz- oder Grün-Tee sowie Milchprodukte. Um die Bioverfügbarkeit zu steigern, nimmt man Eisen am besten zusammen mit Vitamin C ein (Hallberg et al., 1989). Wir bieten unsere Eisen-Produkte stets mit Vitamin C an. Beispielsweise enthalten unsere Eisen Kapseln und unser Eisen Saft natürliches Vitamin C aus Acerola, Hagebutte und Co. 

3) Resveratrol in Kombination mit OPC und Piperin

Resveratrol ist besonders für seine unterstützende Wirkung auf den Blutdruck bekannt: In einer Meta-Analyse senkten Dosen ab 150 mg täglich den oberen (systolischen) Blutdruckwert im Schnitt um 11,9 mmHg (Liu et al., 2015). Für unsere Resveratrol Kapseln verwenden wir das bioaktive Trans-Resveratrol, die in der Natur häufigste und stabilere Form. Zudem konnten wir die Rezeptur mit wertvollem OPC und Piperin ergänzen. In Kombination mit OPC weist die Resveratrol Rezeptur ein noch breiteres Polyphenol-Spektrum auf. Und Piperin sorgt dafür, dass das Resveratrol nicht so schnell abgebaut wird und für den Körper länger verfügbar ist: In einer Tierstudie an Mäusen stieg der Spitzenwert von Resveratrol im Blut mit Piperin auf 1.544 % des Werts ohne Piperin (Johnson et al., 2011).

Unsere Top natürlichen Produkte mit hoher Bioverfügbarkeit und guter Qualität

Top 3 Kombinationen

Unsere Top 3 Produkte in ihrer besten Form

Aber nicht nur die richtige Kombination mit anderen Nährstoffen kann die Bioverfügbarkeit steigern. Auch die eigentliche Form des Nährstoffs kann darüber entscheiden, ob ein Nährstoff gut verwertet werden kann oder nicht.

Top 3 Produkte

1) R-Alpha Liponsäure

Die Alpha Liponsäure gewinnt seit einiger Zeit als starkes Antioxidans besonders im Bereich Diabetes und Polyneuropathie an Beliebtheit. Die Säure ist als R-Alpha Liponsäure, S-Alpha Liponsäure oder als Mischprodukt auf dem Markt erhältlich. Für unsere R-Alpha Liponsäure Kapseln verwenden wir ausschließlich und zu 100 % die R-Form. Denn nur diese gilt als die körpereigene und natürliche Form. Sie wird auch besser aufgenommen: Nach Einnahme des üblichen Gemischs aus beiden Formen lagen die Spitzenwerte der R-Form im Blut um etwa 40 bis 50 % höher als die der S-Form (Breithaupt-Grögler et al., 1999).

2) Vitamin K2 MK7

Vitamin K2 aktiviert Eiweiße, die Calcium im Körper steuern, etwa Osteocalcin im Knochen und das Matrix-Gla-Protein in der Gefäßwand (Schurgers et al., 2007). So spielt es besonders in Kombination mit Vitamin D3 eine entscheidende Rolle in der richtigen Verarbeitung von Calcium im Körper. Als Nahrungsergänzung sind vor allem zwei Formen verbreitet, die eine unterschiedliche Bioverfügbarkeit aufweisen. Die Form K2 MK-7 ist besser geeignet als K2 MK-4: In einer Studie mit gesunden Frauen war MK-7 nach einer Einzeldosis von 420 µg noch 48 Stunden lang im Blut nachweisbar, MK-4 in derselben Menge zu keinem Zeitpunkt (Sato et al., 2012). Und nicht nur das, Vitamin K2 MK-7 kann auch noch in all-trans und cis unterteilt werden, wobei die Trans-Form der natürlichen entspricht. In Laborversuchen aktivierte sie Vitamin-K-abhängige Eiweiße deutlich stärker als die cis-Form (Cirilli et al., 2022). Für unsere Vitamin K2 Kapseln verwenden wir nur die beste Form - Vitamin K2 MK7 all-trans. Wer blutverdünnende Medikamente vom Typ der Vitamin-K-Antagonisten einnimmt, sollte vor der Einnahme ärztlich Rücksprache halten, denn schon 50 µg MK-7 am Tag können deren Wirkung beeinflussen (Schurgers et al., 2007).

3) Coenzym Q10 Ubiquinol

Das Coenzym Q10 wird vor allem in der Energiegewinnung und als Antioxidans im Körper gebraucht. Dabei wird zwischen Ubiquinol und Ubiquinon unterschieden. Beide Formen kommen im Körper vor und gehen ineinander über, Ubiquinol ist die reduzierte, aktive Form. In einer Vergleichsstudie mit je 200 mg am Tag stieg der Q10-Spiegel im Blut nach vier Wochen mit Ubiquinon von 0,9 auf 2,5 µg/ml, mit Ubiquinol auf 4,3 µg/ml (Langsjoen & Langsjoen, 2014). Wir verwenden für unsere Ubiquinol Kapseln nur die besser verfügbare Form.

Ubiquinol gibt es auch zusammen mit Vitamin D3, Omega-3 und Magnesium im Perfekte Routine Paket.

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Woran man ein gut verwertbares Präparat erkennt

Viele Hersteller werben mit „hoher Bioverfügbarkeit“. Ob das stimmt, lässt sich an wenigen Punkten prüfen:

  • Die Form steht auf dem Etikett: Angaben wie R-Alpha-Liponsäure, Vitamin K2 MK-7 all-trans, Ubiquinol oder Trans-Resveratrol zeigen, welche Form enthalten ist. Für genau diese Formen gibt es Vergleichsstudien am Menschen, etwa zu R-Alpha-Liponsäure, MK-7 und Ubiquinol.
  • Die Partner sind sinnvoll gewählt: Vitamin C zum Eisen oder Piperin zum Curcumin verbessern die Aufnahme nachweislich.
  • Der Einnahmehinweis passt: Fettlösliche Vitamine wie D3 und K2 gehören zu einer Mahlzeit, Eisen nicht zusammen mit Kaffee, Tee oder Milch.
  • Die Aussagen sind belegt: Seriöse Anbieter nennen Studien zur verwendeten Form statt allgemeiner Werbeversprechen.

Passende Produkte

Wichtiger Hinweis

Dieser Ratgeber dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Die Inhalte der Herbano Gesundheitsredaktion werden sorgfältig recherchiert und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Studien.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und von der Herbano Redaktion bearbeitet.

Häufige Fragen

Sie gibt an, welcher Anteil eines Nährstoffs nach der Einnahme im Blut ankommt und dem Körper zur Verfügung steht. Zwei Präparate mit derselben Menge auf dem Etikett können deshalb unterschiedlich viel liefern, etwa weil der Wirkstoff in einer anderen Form vorliegt. Beim Coenzym Q10 stieg der Blutspiegel mit 200 mg Ubiquinol auf 4,3 µg/ml, mit derselben Menge Ubiquinon auf 2,5 µg/ml.

Entscheidend sind die Form des Wirkstoffs (zum Beispiel R-Alpha-Liponsäure, Vitamin K2 MK-7 oder Ubiquinol), sinnvolle Partner wie Vitamin C beim Eisen oder Piperin beim Curcumin und der Zeitpunkt der Einnahme. Fettlösliche Vitamine werden zu einer Mahlzeit mit Fett besser aufgenommen, Kaffee, Tee und Milch bremsen dagegen die Eisenaufnahme. Auch die Verdauung spielt mit, etwa die Magensäure bei Vitamin B12.

Ja. Piperin aus schwarzem Pfeffer bremst den raschen Abbau von Curcumin in Darmwand und Leber. In einer Studie mit gesunden Freiwilligen steigerten 20 mg Piperin die Bioverfügbarkeit von 2 g Curcumin um 2.000 %. Wer Pfeffer schlecht verträgt, kann Kurkuma-Kapseln ohne Piperin wählen.

Ja. Die Vitamine A, D, E und K lösen sich in Fett und werden zusammen mit Nahrungsfett aufgenommen. In einer Studie lag der Vitamin-D3-Spitzenwert im Blut nach Einnahme zu einer fetthaltigen Mahlzeit um 32 % höher als nach einer fettfreien Mahlzeit. Vitamin D3 und K2 nimmt man deshalb am besten zum Frühstück oder Mittagessen ein.

Ja, deutlich. Eine Tasse Kaffee zum Essen senkte die Eisenaufnahme in einer Studie um 39 %, eine Tasse Tee um 64 %. Wer den Kaffee eine Stunde vor dem Essen trinkt, umgeht diesen Effekt, direkt danach getrunken hemmt er dagegen genauso stark.

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