Functional Training: Was ist das?

Veröffentlicht am: September 17, 2014 | Aktualisiert am: November 22, 2021

„Functional Training“ (funktionelles Training) ist der neue Trend unter Fitnessfreaks und solchen, die es werden wollen. Im Vordergrund dieser Trainingsmethode steht vor allem die Zweckmäßigkeit der Übungen: Beim Functional Training werden einzelne Muskeln nicht isoliert trainiert, sondern komplexe Bewegungsabläufe aus Alltagsbewegungen oder andere Sportarten werden aufgegriffen um die Leistungsfähigkeit zu steigern und das Verletzungsrisiko zu vermindern. Ziehen, drücken, rotieren, in die Hocke gehen, tragen, gehen, laufen sind dabei die Basisbewegungen aus denen komplexe Abläufe geformt werden. Muskeln werden dabei über die Eigenstabilisierung aufgebaut, da diese hier nicht von einem rigiden Kraftgerät vorgegeben wird. Beim funktionellen Training wird hauptsächlich mit dem Eigengewicht trainiert. Der Einbezug von verschiedenen Kleingeräten ist aber auch möglich und durchaus empfehlenswert.

Für wen ist Functional Training geeignet?

Functional Training ist für jede Altersgruppe und jedes Fitnesslevel geeignet. Dabei spielt die Zieldefinition eine wichtige Rolle: So kann für Tennisspieler die Verbesserung des Aufschlages durch gezielte funktionelle Übungen im Vordergrund stehen, während für Senioren eher die Stabilisierung der Rumpfmuskulatur wichtig ist. Functional Training eignet sich aber auch hervorragend zum Training der Ausdauer und Verbesserung der allgemeinen Fitness und Leistungsfähigkeit.

Wo kann ich Functional Training ausüben?

Viele Fitnessstudios bieten bereits solche „Freestyle Zones“ oder „Functional Zones“ an, in denen Trainierende das geeignete Equipment und den Platz für ein funktionelles Training vorfinden. Zu den Geräten im Functional Training gehören unter anderem Medizinbälle, Powerbags, Kettlebells (Rundhanteln) oder TRX Stationen (Schlingentrainer). Auch werden teilweise Gruppenkurse für funktionelles Training angeboten. Das Schöne daran: wenn Sie zu den Sportlern gehören, die lieber zuhause oder im Freien trainieren, lässt sich eine solche „Functional Zone“ mit geringem Aufwand überall einrichten. Grundsätzlich benötigen Sie nämlich nur Platz und ein Paar Turnschuhe. Aber auch ein Medizinball, ein Set Kettlebells oder sogar ein Schlingentrainer lassen sich mit verhältnismäßig geringem finanziellen Aufwand beschaffen.

Functional Training - kein kurzfristiger Trend!

Dieser Trend ist keineswegs nur ein weiterer kurzfristiger Hype der Fitnesswelt – das Konzept wird bereits seit Jahrzehnten im Spitzen- und Leistungssport angewandt und das mit herausragendem Erfolg. Mit diesen Übungen werden Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit trainiert. Die muskuläre Stabilität wird verbessert und koordinative Fertigkeiten gesteigert und ganze Muskelgruppen gestärkt. Der optische Effekt eines schönen, definierten Körpers ist beim funktionellen Training beinahe als Randerscheinungen zu werten.