Gesund mit Pilzen? Die 8 besten Vitalpilze und ihre erstaunlichen Vorteile

Gesund mit Pilzen? Die 8 besten Vitalpilze und ihre erstaunlichen Vorteile

16 Min. Lesezeit Aktualisiert am 29. September 2026
Das Wichtigste in Kürze
Vitalpilze wie Reishi, Shiitake, Cordyceps oder Löwenmähne enthalten bioaktive Stoffe wie Beta-Glucane, denen eine unterstützende Wirkung auf Immunsystem, Nerven und Leistungsfähigkeit zugeschrieben wird. In Studien am Menschen verbesserten täglich 5–10 g Shiitake nach vier Wochen mehrere Immunwerte (Dai et al., 2015), 3 g Löwenmähne-Pulver bei leichten Gedächtnisstörungen die Testwerte (Mori et al., 2009) und 1.000 mg Reishi nach 30 Tagen Ausdauer und Wohlbefinden (Mitra et al., 2024). Viele weitere Wirkungen sind bisher im Labor oder an Tieren gezeigt; Vitalpilze ergänzen eine Behandlung, ersetzen sie aber nicht.

Während in Asien der Nutzen von Vitalpilzen schon seit langem bekannt ist, gewinnen die Heilpilze auch in den westlichen Ländern zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Menschen entdecken die wertvollen Eigenschaften dieser Pilze und nutzen sie als natürliche Unterstützung, um den Körper ganzheitlich zu stärken und Krankheiten vorzubeugen.

Vitalpilze

Was sind Vitalpilze?

Vitalpilze, oder auch Heilpilze, sind bestimmte Pilzarten, die sich aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe positiv auf die Gesundheit auswirken. Oft wird der Begriff mit exotischen Heilpilzen in Verbindung gebracht. Tatsächlich gehören aber auch einige Speisepilze wie der Shiitake oder der Austernpilz zu den Vitalpilzen.

Auch wenn Vitalpilze ein breites Spektrum an positiven Eigenschaften für den Körper besitzen, sind sie jedoch keine Arzneimittel und sollten nie zur alleinigen Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden. Sie können jedoch als natürliche Ergänzung dienen, um den Körper zu stärken. In Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung und einer gesunden Lebensweise tragen sie dazu bei, die körpereigenen Funktionen auf natürliche Weise zu fördern. 

Vitalpilze und deren Wirkung

Die Wirkung der Heilpilze basiert auf einer Vielzahl bioaktiver Verbindungen, die in den Pilzen vorhanden sind. Dazu gehören unter anderem Beta-Glucane, Polysaccharide oder Antioxidantien. Diese besonderen Inhaltsstoffe sind in der Lage, das Immunsystem zu unterstützen, die Regeneration zu fördern und zu einem körperlichen und seelischen Gleichgewicht beizutragen. Dadurch helfen Vitalpilze dem Körper bei verschiedenen Prozessen, wie der Entgiftung, der Zellregeneration oder der Regulierung des Immunsystems.

Was bringen Vitalpilze wirklich? Studien am Menschen

Viele Aussagen über Vitalpilze stützen sich auf Labor- und Tierversuche. Zu einigen Pilzen gibt es aber auch kontrollierte Studien am Menschen. Sie sind meist klein, zeigen jedoch messbare Effekte:

  • Shiitake und Immunsystem: 52 gesunde Erwachsene aßen vier Wochen lang täglich 5 oder 10 g getrocknete Shiitake. Danach vermehrten sich zwei Gruppen von Abwehrzellen im Test deutlich stärker, der Antikörper IgA im Speichel stieg und der Entzündungswert CRP im Blut sank (Dai et al., 2015).
  • Löwenmähne und Gedächtnis: Bei 50- bis 80-Jährigen mit leichten Gedächtnisstörungen verbesserten 3 g Löwenmähne-Pulver täglich nach 8, 12 und 16 Wochen die Werte im Gedächtnistest im Vergleich zu Placebo (Mori et al., 2009).
  • Reishi, Ausdauer und Stimmung: Bei 78 jungen Frauen verbesserten 1.000 mg Reishi täglich nach 30 Tagen die maximale Sauerstoffaufnahme und die körperliche Belastbarkeit; auch die Werte für Angst und Depression verbesserten sich (Mitra et al., 2024).
  • Cordyceps und Leistungsfähigkeit: Bei gesunden 50- bis 75-Jährigen stieg nach zwölf Wochen mit dreimal täglich 333 mg Cordyceps (Cs-4) die Belastungsschwelle, ab der sich Laktat im Blut anhäuft, um 10,5 % (Chen et al., 2010).
  • Mandelpilz und Allergie: Bei 60 Birkenpollen-Allergikern verringerte ein Mandelpilz-Extrakt, sieben Wochen vor der Pollensaison eingenommen, die Allergie- und Asthmabeschwerden sowie den Medikamentenbedarf während der Saison (Mahmood et al., 2019).

Auch in der Krebsmedizin werden Vitalpilze untersucht, allerdings nur begleitend. Eine Cochrane-Übersicht fand, dass Krebspatienten, die zusätzlich zur Chemo- oder Strahlentherapie Reishi erhielten, häufiger auf die Behandlung ansprachen als mit der Therapie allein; Reishi allein erreichte das nicht. Die Autoren sehen Reishi deshalb nicht als Ersatz, sondern als mögliche Ergänzung zur üblichen Behandlung (Jin et al., 2016).

Wer das Immunsystem gerade in der Erkältungszeit unterstützen möchte, kann Vitalpilze gut mit bewährten Immun-Klassikern wie Echinacea und Vitamin C kombinieren.

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Welche Vitalpilze gibt es?

Es gibt eine Vielzahl an Pilzen, die aufgrund ihrer bioaktiven Inhaltsstoffe als Vitalpilze gelten. Die Forschung auf diesem Gebiet entwickelt sich ständig weiter und es werden kontinuierlich neue Pilzarten mit potenziellen gesundheitlichen Vorteilen untersucht. Die folgenden Arten gehören zu den bekanntesten Vitalpilzen. 

1. Chinesischer Raupenpilz - für Energie und Leistungsfähigkeit

Chinesischer Raupenpilz, Cordyceps sinensis

Der Raupenpilz (Cordyceps sinensis) wird traditionell in der tibetischen und chinesischen Medizin als natürliches Stärkungsmittel verwendet. Ihm wird eine leistungssteigernde, immunstärkende, entzündungshemmende und antioxidative Wirkung zugeschrieben. Darüber hinaus soll der Vitalpilz Cordyceps sinensis die Sauerstoffaufnahme verbessern, die körperliche Ausdauer steigern und die Libido unterstützen. In einer placebokontrollierten Studie mit 20 gesunden Menschen zwischen 50 und 75 Jahren stieg nach zwölf Wochen mit dreimal täglich 333 mg Cordyceps (Cs-4) die Belastungsschwelle, ab der sich Laktat im Blut anhäuft, um 10,5 % (Chen et al., 2010). Mehr dazu im Ratgeber Cordyceps.

Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2020 fasst die Eigenschaften von Cordycepin zusammen, dem wichtigsten Wirkstoff des Raupenpilzes. Beschrieben werden unter anderem antidiabetische, blutfettsenkende, entzündungshemmende, immunmodulierende, antioxidative und leberschützende Eigenschaften sowie ein möglicher Nutzen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Arthritis (Ashraf et al., 2020). Erste Untersuchungen deuten auch auf mögliche antivirale und krebshemmende Eigenschaften hin. Diese müssen aber noch weiter erforscht werden. 

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2. Shiitake - stärkt das Immunsystem

Shiitake, Lentinula edodes

Der Shiitake (Lentinula edodes) ist nicht nur ein beliebter Speisepilz, sondern auch ein traditionelles Heilmittel in der asiatischen Medizin. Dort wird der Vitalpilz unter anderem für die Förderung der Lebergesundheit und zur Anregung der Verdauung eingesetzt.  Er enthält zahlreiche bioaktive Verbindungen wie Beta-Glucane, die für ihre immunregulierenden Eigenschaften bekannt sind. Shiitake Pilze werden aber auch mit der Unterstützung der kardiovaskulären Gesundheit, der Senkung des Cholesterinspiegels und der Stärkung des Immunsystems in Verbindung gebracht. 

Eine randomisierte Studie untersuchte die Auswirkung des täglichen Verzehrs von Shiitake Pilzen auf die Immunfunktion gesunder junger Erwachsener: 52 Teilnehmende zwischen 21 und 41 Jahren aßen vier Wochen lang täglich 5 oder 10 g getrocknete Shiitake. Danach vermehrten sich zwei Gruppen von Abwehrzellen, die γδ-T-Zellen und die natürlichen Killer-T-Zellen, im Test deutlich stärker (um 60 % beziehungsweise auf das Doppelte). Zudem stieg der Antikörper IgA im Speichel, ein Zeichen für eine bessere Abwehr im Darm, und der Entzündungswert CRP im Blut sank (Dai et al., 2015).

3. Chaga - der antioxidative Vitalpilz

Chaga, Inonotus obliquus

Der Chaga (Inonotus obliquus) ist besonders für seinen hohen Gehalt an Antioxidantien bekannt. Üblicherweise wird er in Form von Tee oder Extrakten verwendet, um das Immunsystem zu unterstützen, oxidativen Stress zu reduzieren und den Körper allgemein zu stärken. Außerdem werden ihm entzündungshemmende und leberschützende Eigenschaften zugeschrieben. 

Eine Studie untersuchte die entzündungshemmende Wirkung von Chaga Pilz Extrakten und wie verschiedene Zubereitungsmethoden die Wirksamkeit beeinflussen. Im Laborversuch senkten verschiedene Chaga Extrakte in Immunzellen (Makrophagen) deutlich die Bildung von Stickstoffmonoxid und der entzündungsfördernden Botenstoffe TNF-α, Interleukin-6 und Interleukin-1β. Besonders wirksam waren ein optimierter Ethanol-Wasser-Extrakt und ein einfacher Heißwasseraufguss von Chaga Pulver für 6 Minuten (Alhallaf & Perkins, 2022). 

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4. Löwenmähne - der Pilz für Nervensystem und Gehirn

Löwenmähne, Hericium erinaceus

Der Löwenmähne Pilz (Hericium erinaceus), auch Igel-Stachelbart genannt, wird vor allem wegen seiner neuroprotektiven Eigenschaften geschätzt. Er wird zur Förderung der Gehirnfunktion, zur Unterstützung des Nervensystems und zur Verbesserung der Verdauung eingesetzt. Seine bioaktiven Verbindungen, vor allem die Erinacine, steigerten in Labor- und Tierstudien die Bildung von Nervenwachstumsfaktoren (Brandalise et al., 2023). Zudem besitzt er eine entzündungshemmende, antioxidative und immunregulierende Wirkung.

Eine wissenschaftliche Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2023 fasst den aktuellen Stand der Forschung zu diesem Pilz zusammen. Verschiedene Studien konnten zeigen, dass der Hericium erinaceus im Tiermodell positive Effekte bei Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson haben könnte, da der Pilz das Wachstum der Nervenzellen fördert. Am Menschen verbesserten 3 g Löwenmähne-Pulver täglich bei 50- bis 80-Jährigen mit leichten Gedächtnisstörungen nach 8, 12 und 16 Wochen die Werte im Gedächtnistest im Vergleich zu Placebo (Mori et al., 2009). Mehr dazu im Ratgeber Löwenmähne. 

5. Reishi - unterstützt die Stressresistenz

Reishi, Ganoderma lucidum

Der Reishi (Ganoderma lucidum), teilweise auch als Lingzhi bekannt, gehört zu den bekanntesten Vitalpilzen. Er wird seit über 2000 Jahren in der TCM wegen seiner immunstärkenden und entzündungshemmenden Eigenschaften geschätzt. Der Reishi Vitalpilz wird häufig zur Unterstützung der Leberfunktion, zur Stressbewältigung und zur Förderung eines gesunden Herz-Kreislauf-Systems eingesetzt. 

Eine randomisierte Doppelblindstudie untersuchte, ob die tägliche Einnahme von Reishi die körperliche und psychische Gesundheit beeinflussen kann. Über einen Zeitraum von 30 Tagen nahmen 78 junge Frauen täglich 500 mg oder 1.000 mg Reishi oder ein Placebo ein.
Mit 1.000 mg zeigten sich im Vergleich zu Placebo signifikante Verbesserungen bei der maximalen Sauerstoffaufnahme, der Herzfrequenz, der körperlichen Belastbarkeit und der Griffkraft. Außerdem verbesserten sich die Werte für Angst, Depression und Wohlbefinden (Mitra et al., 2024). 

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6. Zunderschwamm - hilft der Wundheilung und hemmt Entzündungen

Zunderschwamm, Fomes fomentarius

Bereits in der Antike wurde der Zunderschwamm (Fomes fomentarius) als Heilmittel in der Naturheilkunde verwendet. Dieser Vitalpilz wird zur Unterstützung der Wundheilung, der Verdauung und zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt. Zudem wirkt sich der Zunderschwamm positiv auf die Darmflora aus: Laut einer Übersichtsarbeit tragen die Fasern aus seinem Fruchtkörper zur Darmgesundheit bei, beschleunigen die Wundheilung und wirken entzündungshemmend (Kalitukha et al., 2023). 

Eine Laborstudie untersuchte die Wirksamkeit von Zunderschwamm Extrakten gegen medikamentenresistente Brustkrebszellen. Medikamentenresistenz ist ein großes Problem in der Krebsbehandlung, da viele Krebszellen lernen, Chemotherapeutika abzustoßen und dadurch unempfindlich gegen diese Medikamente zu werden. 
In der Zellkultur wirkten die Extrakte zellschädigend auf Brustkrebszellen, die gegen die Krebsmedikamente Paclitaxel oder Vincristin resistent waren. Der Methanol-Extrakt des Zunderschwamms gilt deshalb als möglicher Kandidat, um solche Resistenzen umzukehren (Doğan et al., 2020).
Studien am Menschen gibt es dazu bislang nicht – der Zunderschwamm ersetzt keine Krebsbehandlung.  

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7. Maitake - der potenzielle Blutzuckerregulator

Maitake, Grifola frondosa

Der Maitake (Grifola frondosa), oft auch als Klapperschwamm bekannt, enthält eine hohe Konzentration an Beta-Glucanen, die das Immunsystem stimulieren und entzündungshemmend wirken. Zudem wird er aufgrund seiner potenziellen blutzuckersenkenden Wirkung erforscht und könnte bei Diabetes und Stoffwechselerkrankungen unterstützend wirken. 

In einer Studie an diabetischen Ratten senkten Polysaccharide aus dem Maitake den Nüchternblutzucker, den Insulinspiegel und die Insulinresistenz (Xiao et al., 2015). Zudem senkten Ballaststoffe aus dem Maitake bei Ratten das Gesamtcholesterin im Blut, weil mehr Cholesterin über den Darm ausgeschieden wurde (Fukushima et al., 2001). Das macht den Maitake zu einem interessanten Kandidaten für die Herz- und Gefäßgesundheit; Studien am Menschen müssen das noch bestätigen. 

8. Mandelpilz - fördert die Immunabwehr

Mandelpilz, Agaricus blazei

Der Mandelpilz (Agaricus blazei) stammt ursprünglich aus Brasilien und wird wegen seines nussigen Geschmacks geschätzt. In der Medizin hat er sich als starkes Immunstimulans einen Namen gemacht, insbesondere durch seine hohe Konzentration an Beta-Glucanen, die das Immunsystem aktivieren und Entzündungsprozesse regulieren. Darüber hinaus wird der Mandelpilz bei Allergien eingesetzt: In einer placebokontrollierten Studie mit 60 Birkenpollen-Allergikern verringerte ein Mandelpilz-Extrakt, sieben Wochen vor der Pollensaison eingenommen, die Allergie- und Asthmabeschwerden sowie den Medikamentenbedarf während der Saison (Mahmood et al., 2019). 

Auch bei Krebspatientinnen wurde der Mandelpilz begleitend untersucht: 100 Frauen mit Gebärmutterhals-, Eierstock- oder Gebärmutterkrebs erhielten eine Chemotherapie, ein Teil von ihnen zusätzlich einen Mandelpilz-Extrakt. In dieser Gruppe war die Aktivität der natürlichen Killerzellen, wichtiger Abwehrzellen des Immunsystems, deutlich höher, und Nebenwirkungen der Chemotherapie wie Appetitlosigkeit, Haarausfall und Schwäche fielen geringer aus (Ahn et al., 2004). Der Mandelpilz ersetzt keine Krebsbehandlung, kann sie aber begleiten. 

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Unsere Vitalpilze

Mykotherapie mit Vitalpilzen

Die Mykotherapie ist ein Teilgebiet der Naturheilkunde. Sie befasst sich mit der therapeutischen Anwendung von Pilzen und deren bioaktiven Inhaltsstoffen. In den letzten Jahren hat die Mykotherapie auch im Westen zunehmend an Bedeutung gewonnen, da wissenschaftliche Studien einige der in Pilzen enthaltenen bioaktiven Substanzen als potenziell gesundheitsfördernd identifizieren konnten. 

Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass die Mykotherapie keine Alternative zur Schulmedizin darstellt, sondern ausschließlich als ergänzende Maßnahme zur Unterstützung der Gesundheit eingesetzt werden sollte. 

 

Vitalpilze einnehmen: Wie lange dauert es, bis sie wirken?

Vitalpilze wirken nicht über Nacht. In den Studien am Menschen zeigten sich Effekte nach vier Wochen bei Shiitake (Dai et al., 2015), nach 30 Tagen bei Reishi (Mitra et al., 2024), nach acht bis 16 Wochen bei Löwenmähne (Mori et al., 2009) und nach zwölf Wochen bei Cordyceps (Chen et al., 2010). Eine Einnahme über mindestens vier bis zwölf Wochen ist deshalb sinnvoll.

Wichtig ist die Regelmäßigkeit: In der Löwenmähne-Studie verbesserten sich die Werte mit der Dauer der Einnahme, sanken aber vier Wochen nach dem Absetzen wieder deutlich (Mori et al., 2009).

Worauf bei der Einnahme zu achten ist:

  • Extrakt oder Pulver: Extrakt-Kapseln liefern eine genau festgelegte Menge pro Kapsel. Pulver lässt sich in Wasser, Saft oder Smoothies einrühren, beim Bio Agaricus Blazei Pulver zum Beispiel ein- bis zweimal täglich etwa 3 g.
  • Bio-Qualität: Kontrolliert biologische Ware mit Bio-Siegel ist die sichere Wahl.
  • Langsam beginnen: Mit einer niedrigen Dosis starten und die Verträglichkeit testen.
  • Medikamente beachten: Wer blutverdünnende, blutzuckersenkende oder immunmodulierende Medikamente einnimmt, sollte die Einnahme vorher fachkundig abklären.

Welche Nebenwirkungen sind bei dem Verzehr von Vitalpilzen möglich?

Obwohl Vitalpilze in der Naturheilkunde als gut verträglich gelten, können sie, wie alle natürlichen Substanzen, Nebenwirkungen oder ungewünschte Reaktionen hervorrufen. Das gilt insbesondere bei empfindlichen Personen oder bei unsachgemäßer Anwendung. Häufigkeit und Art der Nebenwirkungen hängen von der Pilzart, der Dosierung und der individuellen Verträglichkeit ab. In einer Cochrane-Übersicht zu Reishi traten nur vereinzelt leichte Nebenwirkungen wie Übelkeit und Schlafprobleme auf; schwere Nebenwirkungen an Blut oder Leber wurden nicht beobachtet (Jin et al., 2016). 

 

Mögliche Nebenwirkungen sind: 

  • Magen-Darm-Beschwerden (Blähungen, Durchfall oder Übelkeit), vor allem bei einer zu hohen Dosierung. 
  • Allergische Reaktionen
  • Kopfschmerzen oder Schwindel
  • Wechselwirkungen mit Medikamenten, besonders mit blutverdünnenden, blutzuckersenkenden oder immunmodulierenden Medikamenten.

 

Besondere Vorsicht ist bei Menschen mit Autoimmunkrankheiten geboten, da einige Heilpilze (z.B. Reishi oder Cordyceps) das Immunsystem stimulieren und möglicherweise bestehende Autoimmunreaktionen verstärken könnten. 
Zudem können einige Pilze eine gerinnungshemmende Wirkung haben und sollten daher mit blutverdünnenden Medikamenten nur nach Rücksprache mit einem Arzt kombiniert werden. 

Generell ist es ratsam, Vitalpilze langsam einzuführen, beginnend mit einer niedrigen Dosierung und im Zweifelsfall vor der Einnahme einen Arzt zu konsultieren. 

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Wichtiger Hinweis

Dieser Ratgeber dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Die Inhalte der Herbano Gesundheitsredaktion werden sorgfältig recherchiert und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Studien.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und von der Herbano Redaktion bearbeitet.

Häufige Fragen

Mehrere Vitalpilze werden traditionell zur Unterstützung der Leber eingesetzt, etwa Reishi, Shiitake und Chaga. Laut einer Übersichtsarbeit tragen die Fasern des Zunderschwamms dazu bei, die Leber- und Nierenfunktion zu normalisieren. In der Cochrane-Übersicht zu Reishi zeigten sich keine schädlichen Wirkungen auf die Leber.

Studien am Menschen zeigen messbare Effekte einzelner Pilze: Shiitake verbesserte Immunwerte, Löwenmähne die Gedächtniswerte bei leichten Gedächtnisstörungen, Reishi Ausdauer und Wohlbefinden und Cordyceps die Belastbarkeit älterer Menschen. Viele weitere Wirkungen sind bisher im Labor oder an Tieren gezeigt.

In den Studien zeigten sich Effekte nach vier Wochen (Shiitake) bis zwölf oder 16 Wochen (Cordyceps, Löwenmähne). Vitalpilze sollten deshalb regelmäßig über mehrere Wochen eingenommen werden; nach dem Absetzen können die Effekte wieder nachlassen.

Ja, das ist möglich, besonders mit blutverdünnenden, blutzuckersenkenden oder immunmodulierenden Medikamenten. Wer solche Medikamente einnimmt, sollte die Einnahme von Vitalpilzen vorher fachkundig abklären.

Als Ergänzung werden sie untersucht: Laut einer Cochrane-Übersicht sprachen Krebspatienten, die zusätzlich zur Chemo- oder Strahlentherapie Reishi erhielten, häufiger auf die Behandlung an, und bei Chemotherapie-Patientinnen mit Mandelpilz-Extrakt war die Aktivität der Killerzellen höher. Vitalpilze ersetzen aber keine Krebsbehandlung und sollten nur in Absprache mit dem Behandlungsteam eingenommen werden.

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