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Hämorrhoiden sind nicht lebensbedrohlich, können jedoch sehr schmerzhaft sein und den Alltag erheblich beeinträchtigen. Meistens sind Erwachsene im Alter von 45 bis 65 Jahren betroffen, doch auch jüngere Erwachsene und Kinder können daran leiden. Hämorrhoiden betreffen sowohl Frauen als auch Männer. Bei Frauen besteht ein erhöhtes Risiko während der Schwangerschaft, da das Baby großen Druck ausübt bzw. es zu einer hohen Belastung infolge des Geburtsvorgangs kommt.
Eine Auswertung von Versicherungsdaten aus Taiwan verglich 33.034 Menschen mit Hämorrhoiden mit 132.136 Menschen ohne Hämorrhoiden. Über einen Beobachtungszeitraum von bis zu 12 Jahren hatten Menschen mit Hämorrhoiden nach Berücksichtigung anderer Einflussfaktoren ein um 27 Prozent höheres Risiko für koronare Herzkrankheiten (Chang et al., 2017). Die Studie zeigt einen Zusammenhang, aber keine Ursache.
Nach Angaben des US-amerikanischen National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases hat etwa die Hälfte der Erwachsenen über 50 Jahre Hämorrhoiden (NIDDK). Weitere Risikofaktoren für Hämorrhoiden außer Alter und Schwangerschaft sind Bauchdruck erhöhende Aktivitäten, wie Überbelastung während des Stuhlgangs, Anheben schwerer Gegenstände, Fettleibigkeit oder langes Sitzen auf der Toilette.
Bevor wir uns um Behandlungsmöglichkeiten kümmern, wollen wir zunächst einmal erläutern, was Hämorrhoiden überhaupt sind und wie sie entstehen.
Im Inneren des Afters sowie im unteren Mastdarm befinden sich Venen. Sobald sich die Venen innerhalb des Mastdarms oder Afters entzünden oder anschwellen, spricht man von inneren Hämorrhoiden. Sie sind normalerweise weder sichtbar noch tastbar. Allerdings können Blutungen auftreten, wenn die Hämorrhoiden durch Belastung gereizt werden.
Hämorrhoiden können sich auch unter der Haut rund um den After bilden, die sogenannten externen Hämorrhoiden. Werden diese gereizt, verursachen sie Juckreiz oder Blutungen. Manche Menschen haben Hämorrhoiden und leiden unter keinerlei Symptomen oder Schmerzen. In diesem Fall fallen sie meist erst bei einer ärztlichen Untersuchung auf.
Meistens gehen Hämorrhoiden jedoch mit den folgenden Symptomen einher:
Wichtig: Blut im Stuhl oder auf dem Toilettenpapier sollte immer ärztlich abgeklärt werden, auch wenn Hämorrhoiden die häufigste Ursache sind. Nur so lassen sich ernste Erkrankungen wie Darmkrebs sicher ausschließen.
Hämorrhoiden weisen große Ähnlichkeiten zu Krampfadern in den Beinen auf. Die Venen wölben sich und schwellen an, oft als Reaktion auf erhöhten Druck aus dem Bauchraum. Manchmal lässt sich jedoch auch keine Ursache dafür feststellen. Die Schwellung verursacht Reizungen an der Venenwand, was die eben genannten Symptome auslöst.
Jeder, der unter Schmerzen und Beschwerden durch Hämorrhoiden leidet, wünscht sich eine schnelle Linderung. Diese Tipps lassen sich einfach zu Hause umsetzen.
Bei Hämorrhoiden handelt es sich um gereizte Venen. Die Verwendung eines Bidets ist eine schonende und kostengünstige Möglichkeit, den After nach einem Stuhlgang zu reinigen. Wer im Badezimmer kein Bidet hat, kann mit einem Nachrüst-Set eines auf der Toilette anbringen.
Hämorrhoiden verschlimmern sich durch Belastung während des Stuhlgangs. Daher ist ein möglichst weicher Stuhl wichtig. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten genügend Ballaststoffe: In einer Auswertung von sieben Studien mit 378 Betroffenen sank mit Ballaststoffen das Risiko anhaltender Beschwerden um 47 Prozent und das Risiko für Blutungen um 50 Prozent (Alonso-Coello et al., 2006).
Man unterscheidet zwei Arten von Ballaststoffen:
Beide sind für unsere Verdauung wichtig. Viele Menschen essen deutlich weniger Ballaststoffe als empfohlen: In den USA erreichen nur etwa 5 Prozent der Bevölkerung die empfohlene Menge (Quagliani & Felt-Gunderson, 2017).
Wer über die Ernährung nicht genug Ballaststoffe aufnimmt, kann täglich Flohsamenschalen (Psyllium) ergänzen. Sie enthalten sowohl lösliche als auch unlösliche Ballaststoffe und können für einen weichen Stuhl sorgen. Wichtig ist, dazu reichlich Wasser zu trinken, denn Flohsamenschalen quellen nur mit ausreichend Flüssigkeit richtig auf.
Verstopfung führt zu hartem, trockenem Stuhl, der sich schwer entleeren lässt und den Mastdarm reizt. Eine häufige Ursache für Verstopfung ist zu wenig Flüssigkeit. Gerade wer mehr Ballaststoffe isst oder Flohsamenschalen einnimmt, sollte deshalb über den Tag verteilt ausreichend trinken.
Den Flüssigkeitshaushalt zeigt die Farbe des Urins an. Ideal ist ein helles Gelb, das sich meist mit genügend Wasser erreichen lässt. Je nach Hitze, Bewegung und Ernährung kann das mehr oder weniger sein als die oft genannten acht großen Gläser Wasser (je 250 ml).
In vielen Industrieländern machen sich die Menschen wenig Gedanken darüber, ob sie sich während des Toilettengangs in einer günstigen Position befinden. Auf einer Toilette zu sitzen ist nämlich nicht die beste Position und kann zu Schwierigkeiten beim Stuhlgang beitragen, was zu Hämorrhoiden und anderen Problemen wie urologischen Störungen, Mastdarmvorfall und Analfissuren (Afterriss) führen kann.
Durch die Hockstellung wird der Enddarm in eine günstigere Position gebracht. Dadurch wird die Ausscheidung erleichtert und Verstopfung gemindert. Auf der Toilette zu hocken erfordert Kraft, Flexibilität und ein gutes Gleichgewicht. Einfacher geht es mit einem einfachen Fußschemel, der die Knie anhebt.
Langes Sitzen auf der Toilette übt zusätzlichen Druck auf die Hämorrhoiden aus, wodurch die Venen noch stärker gereizt werden und die Symptome zunehmen. Deshalb nur so lange sitzen bleiben wie nötig, um den Stuhlgang zu beenden, und das Handy besser draußen lassen.
Zaubernuss gilt seit Jahrzehnten als bewährtes Hausmittel bei Hämorrhoiden. Die Cleveland Clinic berichtet, dass Zaubernuss Tannine und Öle enthält, die entzündungslindernd wirken können.
In Laborversuchen an Hautzellen zeigte Zaubernuss antioxidative und möglicherweise entzündungshemmende Eigenschaften (Thring et al., 2011). Zudem wirkt sie adstringierend, das heißt, das Gewebe zieht sich zusammen. So kann sie Juckreiz und Brennen lindern. Allerdings lassen sich damit nur die Symptome lindern, die Heilung wird nicht beschleunigt.
Die kühlende Wirkung wird verstärkt, wenn das Präparat vor der Anwendung im Kühlschrank aufbewahrt wird. Zaubernuss nicht mit Alkohol verdünnen, da dies das Gewebe austrocknen und reizen kann. Am besten eine kleine Menge auf ein Wattepad geben und die betroffene Stelle damit abtupfen.
Aloe Vera verfügt über entzündungshemmende Eigenschaften. Einige rezeptfreie Hämorrhoiden-Cremes und -Kissen enthalten Aloe Vera und können so Entzündungen der verstopften Venen lindern.
Nach Aussagen der Cleveland Clinic liegen bislang keine Forschungsergebnisse für die Wirksamkeit von Aloe Vera bei Hämorrhoiden vor. Bei anderen entzündlichen Hautbeschwerden wird Aloe Vera jedoch gern eingesetzt. Ein Versuch kann sich lohnen, vorausgesetzt, es handelt sich um reine Aloe Vera und nicht nur um einen Inhaltsstoff in einer Creme oder auf einem Pad mit anderen, womöglich reizenden Inhaltsstoffen.
Dieses Hausmittel eignet sich zur Behandlung schmerzhafter Hämorrhoiden und ist einfach zu Hause herzustellen und zu verwenden. Dazu werden 2 Esslöffel Epsomsalz mit 2 Esslöffeln Glycerin gemischt. Die Mischung auf einen Mulltupfer geben und auf die schmerzende Stelle legen. Die Mischung kann bis zu 20 Minuten einwirken. Die Anwendung lässt sich alle vier bis sechs Stunden wiederholen, bis der Schmerz nachlässt.
Dieser natürliche Feuchtigkeitsspender pflegt die gereizte Haut rund um den After. Kokosöl kann Reizungen lindern, macht die Haut geschmeidiger und kann so den Drang zum Kratzen mindern. Am besten eine dünne Schicht reines Kokosöl auf die äußere Haut auftragen.
Eisbeutel und kalte Kompressen können helfen, Schmerzen, Entzündungen und Schwellungen zu bekämpfen. Eiswürfel gehören aber niemals direkt auf die Haut, sondern immer zuerst in ein kleines Handtuch gewickelt, um Hautschäden zu verhindern. So die entzündeten Stellen ca. 15 Minuten lang kühlen. Der Vorgang lässt sich alle ein bis zwei Stunden wiederholen, bis der Schmerz nachlässt. Mehr dazu im Abschnitt über das richtige Kühlen weiter unten.
Der Heilungsprozess lässt sich unterstützen, indem locker sitzende Kleidung getragen wird, die nicht reibt. Auf diese Weise werden die Hämorrhoiden nicht durch übermäßige Schweißbildung gereizt und die Symptome gelindert.
Sitzbäder wurden früher auch als Hüftbäder bezeichnet. Dabei wurden nur die Hüften und das Gesäß gebadet. Auf diese Weise sollte die Heilung von Patienten beschleunigt werden, die sich von einer Enddarmoperation erholten oder an Hämorrhoiden, Gebärmutterkrämpfen oder Prostatainfektionen litten.
Warme Sitzbäder sind eine der einfachsten und beliebtesten Möglichkeiten, die Schmerzen bei Hämorrhoiden zu lindern. In Europa haben Sitzbäder eine lange Tradition. Dabei befinden sich nur das Becken und der Bauchbereich im Wasser. Kühlende Sitzbäder dienen der Linderung von Verstopfungen oder um die Blasen- oder Darmmuskulatur zu straffen.
Nach einem heißen Sitzbad leiden manche Menschen kurzzeitig unter Schwindelgefühlen. Für Sitzbäder bei Hämorrhoiden sollte das Wasser aber ohnehin warm und nicht heiß sein. Ein Sitzbad kann helfen, den Juckreiz, die Reizung insgesamt sowie Krämpfe des Schließmuskels zu lindern, die bei Schmerzen durch Hämorrhoiden auftreten.
Geeignet sind zum Beispiel kleine tragbare Kunststoffwannen, die auf den normalen Toilettensitz passen, oder einfach die Badewanne, ein paar Zentimeter hoch mit warmem Wasser gefüllt. Viele Experten empfehlen zur Linderung von Hämorrhoiden ein 20-minütiges Sitzbad nach jedem Stuhlgang sowie zusätzlich zwei oder drei weitere pro Tag.
Nach dem Bad die Stelle sanft trocken tupfen. Nicht reiben, da dies die Hämorrhoiden reizt. Alternativ eignet sich auch ein Föhn mit Kaltgebläse, um den Bereich zu trocknen. Warmes Wasser fördert die Durchblutung und kann den Schließmuskel entspannen. Die Erkrankung wird dadurch nicht geheilt, Reizungen aber gelindert.
Duschgel, Schaumbad oder Seifenprodukte gehören nicht ins Wasser, da sie zu Reizungen führen können. Stattdessen lässt sich Epsomsalz verwenden. Dies beruhigt die Haut und hilft, Reizungen und Symptome im Zusammenhang mit Hämorrhoiden zu lindern.
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Kälte verengt die Blutgefäße, dämpft Schmerzen und kann Schwellungen zurückgehen lassen. Deshalb hilft Kühlen vor allem bei akut geschwollenen, schmerzenden äußeren Hämorrhoiden. In einer Studie mit 166 Patientinnen und Patienten nach einer Hämorrhoiden-Operation hatte die Gruppe mit Eispackungen in den ersten 16 Stunden weniger Schmerzen, nach 24 Stunden seltener eine Schwellung und brauchte weniger Schmerzmittel als die Gruppe mit warmen Sitzbädern (Chen et al., 2025). Auch bei unkomplizierten Hämorrhoiden schnitt ein Kühlgerät in einer Vergleichsstudie bei Schmerzen und Blutungen ähnlich gut oder besser ab als eine Hämorrhoiden-Salbe (Guindic, 2014).
Beides hat seinen Platz. Kälte eignet sich vor allem bei frischer, starker Schwellung und akuten Schmerzen. Warme Sitzbäder empfinden viele als angenehmer, und sie können den Schließmuskel entspannen. Eine Übersichtsarbeit zu Sitzbädern fand Hinweise, dass kalte Sitzbäder Schwellungen im Dammbereich stärker verringern als warme, während Betroffene die warmen Bäder bevorzugten (Tejirian & Abbas, 2005). In der akuten Phase ist deshalb Kühlen sinnvoll, danach tun vielen warme Sitzbäder gut.
Auch in der Schwangerschaft ist Kühlen mit einem eingewickelten Kühlpack eine einfache Maßnahme. Salben oder Zäpfchen sollten Schwangere dagegen vorher mit Ärztin, Arzt oder Hebamme absprechen. Ist ein Knoten am After sehr schmerzhaft, prall und bläulich verfärbt, kann eine Thrombose dahinterstecken, die ärztlich abgeklärt werden sollte.
Salben, Kühlen und Sitzbäder lindern akute Beschwerden. Hämorrhoiden sind erweiterte Gefäßpolster, und zwei Dinge entlasten sie auf Dauer: stabile Gefäßwände und eine weiche, regelmäßige Verdauung, damit beim Stuhlgang kein Pressdruck mehr auf die Polster wirkt. Beides lässt sich über Nährstoffe gezielt unterstützen.
Flavonoide sind sekundäre Pflanzenstoffe, die den Spannungszustand der Venenwand verbessern und Entzündungsreaktionen im Gewebe dämpfen. In der Hämorrhoiden-Forschung sind sie die mit Abstand am besten belegte Wirkstoffgruppe: Die Cochrane-Übersichtsarbeit von Perera et al. (2012) wertete 20 randomisierte Studien mit 2.344 Teilnehmenden zu Venenmitteln aus, überwiegend Flavonoid-Präparaten, und fand deutliche Vorteile bei Blutungen, Juckreiz und der Besserung der Beschwerden insgesamt (Perera et al., 2012). Zwei besonders konzentrierte natürliche Flavonoid-Quellen sind Quercetin aus dem Japanischen Schnurbaum und OPC aus Traubenkernextrakt — beide unterstützen die Gefäßwände von innen.
Rosskastanien-Extrakt liefert Aescin — einen Wirkstoffkomplex, der die Spannkraft der Venen erhöht und das Austreten von Flüssigkeit ins Gewebe verringert. Untersucht ist Aescin vor allem an den Beinvenen: Die Cochrane-Auswertung von Pittler und Ernst (2012) fand bei chronischer Venenschwäche weniger Beinschmerzen und ein geringeres Beinvolumen als mit einem Scheinmedikament (Pittler & Ernst, 2012). Bei Hämorrhoiden geht es ebenfalls um überdehnte Venengeflechte, die an Spannkraft verloren haben. Ein standardisierter Rosskastanien-Extrakt ergänzt die Flavonoide deshalb sinnvoll.
Der am besten belegte Einzelfaktor bei Hämorrhoiden ist zugleich der unspektakulärste: ausreichend Ballaststoffe. Die Meta-Analyse von Alonso-Coello et al. (2006) zeigte, dass eine erhöhte Ballaststoffzufuhr das Risiko für anhaltende Beschwerden und Blutungen etwa halbierte. Der Mechanismus ist simpel — weicher Stuhl bedeutet weniger Pressen, und weniger Pressen bedeutet weniger Druck auf die Gefäßpolster. Wer über die Ernährung nicht auf die nötige Menge kommt, kann mit Flohsamen-Kapseln auffüllen: Flohsamenschalen binden Wasser im Darm und machen den Stuhl gleitfähig, ohne abführend zu reizen. Dafür braucht es ausreichend Flüssigkeit, also jede Einnahme mit einem großen Glas Wasser.
Die Wand eines Blutgefäßes besteht zu einem großen Teil aus Kollagen — und Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für die normale Funktion der Blutgefäße bei. Als Basisnährstoff unterstützt es damit genau das Gewebe, das bei Hämorrhoiden überdehnt ist. In Pflanzen kommt Vitamin C zudem natürlicherweise gemeinsam mit Flavonoiden vor.
DMSO (Dimethylsulfoxid) wird in der Erfahrungsheilkunde äußerlich eingesetzt, wenn Gewebe abschwellen und Entzündung zurückgehen soll — beides Vorgänge, die auch bei Hämorrhoiden eine Rolle spielen. Wichtig ist die richtige Anwendung: im empfindlichen Analbereich nur stark verdünnt (10 bis 20 Prozent), nur auf intakter äußerer Haut und nie direkt auf Schleimhaut, offene oder blutende Stellen. So eingesetzt kann DMSO die innerliche Nährstoff-Strategie äußerlich ergänzen — es ersetzt sie nicht.
Die Bausteine greifen ineinander und lassen sich problemlos parallel einnehmen:
Flavonoide und Aescin wirken über den Gewebestoffwechsel und brauchen deshalb einige Wochen. Die Ballaststoff-Wirkung auf den Stuhl ist dagegen oft schon nach wenigen Tagen spürbar. Alle drei Bausteine gibt es gebündelt als Hämorrhoiden Kur INTENSIV — mit 10 Prozent Rabatt auf das gesamte Paket und Gratis-Versand. Wer zusätzlich Quercetin und die äußerliche DMSO-Anwendung dabei haben will, greift zur Hämorrhoiden Kur ULTRA INTENSIV — 5 Produkte mit 15 Prozent Rabatt.
Es gibt also verschiedene Möglichkeiten zur Linderung der Schmerzen und Symptome bei Hämorrhoiden. Die folgenden Mittel gehören jedoch nicht dazu und sollten möglichst gemieden werden. Im schlimmsten Fall verstärken sie die Beschwerden. Wie bereits erwähnt, ist auf sämtliche seifenhaltige Produkte zu verzichten. Diese trocknen die Haut aus und erhöhen das Risiko von Blutungen.
Darüber hinaus verursachen auch handelsübliche Babyfeuchttücher und parfümiertes Toilettenpapier Reizungen und können Juckreiz und Schmerzen im Analbereich verstärken. Manchmal wird die Verwendung von Apfelessig empfohlen. Die Cleveland Clinic stellt jedoch klar, dass Apfelessig zu Verbrennungen der gereizten Haut führen kann und die Beschwerden weiter verschlimmert.
Da es genügend andere Möglichkeiten gibt, ist von Apfelessig abzuraten. Auch Teebaumöl wird immer wieder als mögliches Mittel genannt. Dabei handelt es sich um ein antiseptisches und entzündungshemmendes ätherisches Öl, das die Symptome lindern soll. Zu dieser Methode liegen jedoch keinerlei wissenschaftliche Untersuchungen vor, sodass Experten empfehlen, kein Teebaumöl zu verwenden.
Den Stuhlgang nicht hinauszögern. Wer den Drang zum Stuhlgang ignoriert, riskiert, dass sich der Stuhl weiter verhärtet und nur schwer zu entleeren ist. Dadurch wird der Druck auf die Hämorrhoiden weiter erhöht, die Symptome nehmen weiter zu. Besser ist eine Routine, bei der der Darm regelmäßig entleert wird. Blutverdünnende Medikamente wie Aspirin können Blutungen aus Hämorrhoiden verstärken. Ärztlich verordnete Blutverdünner dürfen aber nie eigenmächtig abgesetzt werden, stattdessen sollten Blutungen mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.
Zur Behandlung von Hämorrhoiden stehen dem Arzt verschiedene nicht-operative Möglichkeiten zur Verfügung. Vor der Entscheidung für eine Option sollten die Vor- und Nachteile jedes einzelnen Verfahrens mit dem Arzt besprochen werden.
Dieses Verfahren wird in der Arztpraxis zur Behandlung von prolabierenden (vorfallenden) oder inneren Hämorrhoiden eingesetzt. Dabei wird ein spezielles Gummiband um die Hämorrhoide gewickelt und so die Blutversorgung an der Stelle unterbrochen. Innerhalb einer Woche schrumpft und fällt der gebänderte Bereich ab und hinterlässt Narbengewebe.
Bei diesem Verfahren besteht das geringste Risiko für eine Wiederholung. Es ist aber nicht für diejenigen geeignet, die gerinnungshemmende Medikamente einnehmen müssen oder an einer Blutungsstörung leiden. In der Folge kann es zu verstärkten Blutungen, Schmerzen, Blutgerinnseln oder Infektionen kommen. Dieser Vorgang muss für jede einzelne Hämorrhoide wiederholt werden. Der Arzt verwendet dafür eine spezielle Ausrüstung und überwacht den Zustand die ganze Zeit über. Dies sollte niemals allein zu Hause versucht werden.
Dieses Verfahren kann zur Behandlung kleiner Hämorrhoiden eingesetzt werden. Der Arzt verwendet dafür ein Werkzeug, das Infrarotlicht aussendet. Durch die Hitze bildet sich Narbengewebe. Die Blutversorgung der Hämorrhoide wird unterbrochen, sodass sie zu schrumpfen beginnt. Meistens setzt der Arzt eine örtliche Betäubung ein, um Schmerzen während der Behandlung zu lindern. Bei mehreren Hämorrhoiden sind oft mehrere Behandlungstermine nötig. Die Erholungsphase dauert mehrere Tage. In dieser Zeit muss der Patient darauf achten, seine Belastung und den Druck zu reduzieren. Außerdem sollte er möglichst nicht unter Verstopfung leiden, um ein erneutes Öffnen der Narbe zu verhindern.
Bei diesem Verfahren injiziert der Arzt eine Lösung direkt in die Hämorrhoide. Die Injektion löst eine lokale Reaktion aus und bringt die Hämorrhoide zum Schrumpfen. Das Verfahren ist effektiv und sicher für alle, die an einer Zirrhose und zusätzlich unter blutenden Hämorrhoiden leiden. Bei diesen Patienten wird normalerweise von einer Gummibandligatur abgeraten.
Trotz der Behandlung besteht das Risiko, dass die Hämorrhoiden nach einigen Jahren zurückkehren. Einige Experten sind zudem der Ansicht, dass dieses Verfahren weniger effektiv ist als eine Gummibandligatur.
Leichte Beschwerden durch bekannte Hämorrhoiden lassen sich oft selbst mit Hausmitteln lindern. Blut im Stuhl oder auf dem Toilettenpapier sollte aber immer ärztlich abgeklärt werden, um andere Ursachen wie Darmkrebs auszuschließen. Bei starken Schmerzen im und um den After, starken Blutungen sowie Blutungen, die mit Bauchschmerzen, Durchfall oder Fieber einhergehen, ist umgehend ein Arzt aufzusuchen. Das gilt auch, wenn die Beschwerden trotz Selbstbehandlung nach etwa einer Woche nicht besser werden (NIDDK).
Hämorrhoiden können hinsichtlich ihrer Schwere weiter fortschreiten, bis sie thrombosiert sind. In dieser Situation werden die Hämorrhoiden aus dem After geschoben und sind mit Blutgerinnseln gefüllt. Das macht den Alltag der Betroffenen äußerst unangenehm.
Die Symptome ähneln denen von Hämorrhoiden, allerdings nehmen Schmerzen und Juckreiz zu, ebenso wie die Schwellungen rund um den After. Thrombosierte Hämorrhoiden können sich ebenfalls infizieren und zu einem Abszess führen, der zusätzliche Symptome wie Fieber verursacht.
Akut thrombosierte externe Hämorrhoiden erfordern eine ärztliche Behandlung. In einigen Fällen können sie sich von selbst auflösen, in anderen ist ein chirurgischer Eingriff erforderlich, insbesondere wenn die Hämorrhoiden abgeschnürt werden und das Gewebe beginnt abzusterben (Nekrose).
Die Schmerzen sind innerhalb der ersten 48 Stunden am stärksten und schwinden danach normalerweise allmählich. Ein chirurgischer Eingriff wird daher in der Regel innerhalb der ersten 48 Stunden vorgenommen, sofern der Patient unter starken Schmerzen leidet und die Hämorrhoiden abgeschnürt werden und eine Nekrose herbeiführen.
Wichtiger Hinweis
Dieser Ratgeber dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Die Inhalte der Herbano Gesundheitsredaktion werden sorgfältig recherchiert und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Studien.
Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und von der Herbano Redaktion bearbeitet.
Ja, Kühlen kann akute Schmerzen und Schwellungen bei äußeren Hämorrhoiden lindern, weil Kälte die Blutgefäße verengt. Nach Hämorrhoiden-Operationen linderten Eispackungen die Schmerzen in den ersten Stunden besser als warme Sitzbäder. Das Eis dabei immer in ein Tuch wickeln.
Etwa 15 Minuten pro Anwendung reichen aus, danach sollte die Haut ein bis zwei Stunden Pause bekommen. Werden Haut oder Gewebe taub, stark brennend oder weißlich, sofort aufhören. Eis nie direkt auflegen und nie in den After einführen.
Warme, nicht heiße Sitzbäder empfinden viele als wohltuend, sie können Juckreiz lindern und den Schließmuskel entspannen. Bei frischer, starker Schwellung ist Kühlen meist die bessere Wahl. Danach tun vielen warme Sitzbäder von etwa 20 Minuten gut.
Kokosöl pflegt die gereizte Haut rund um den After, kann Reizungen lindern und den Drang zum Kratzen mindern. Es wird dünn auf die äußere Haut aufgetragen. Die Ursache der Hämorrhoiden behebt es nicht, dafür sind ein weicher Stuhl und kurze Toilettengänge wichtig.
Seifen, parfümiertes Toilettenpapier, feuchte Tücher, Apfelessig und Teebaumöl reizen die Haut und sollten gemieden werden. Ebenso ungünstig sind starkes Pressen, langes Sitzen auf der Toilette und das Hinauszögern des Stuhlgangs. Ärztlich verordnete Medikamente nie eigenmächtig absetzen, und Blut im Stuhl immer ärztlich abklären lassen.
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