Die große Schmerzmittel-Falle - Wie gefährlich ist ein lockerer Umgang mit Schmerzmitteln?

Die große Schmerzmittel-Falle - Wie gefährlich ist ein lockerer Umgang mit Schmerzmitteln?

12 Min. Lesezeit Aktualisiert am 30. September 2026
Das Wichtigste in Kürze
Die Schmerzmittel-Falle beginnt, wenn Schmerzen immer wieder mit Tabletten unterdrückt werden, statt ihre Ursache anzugehen. Frei verkäufliche Schmerzmittel wie Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen erhöhten in großen Studienauswertungen das Risiko für Magen-Darm-Blutungen, Herzschwäche und Herzinfarkt, und wer häufig Schmerzmittel gegen Kopfschmerzen nimmt, kann dadurch sogar mehr Kopfschmerztage bekommen. Deshalb setzen immer mehr Menschen auf Vorbeugung und auf natürliche Mittel wie Weihrauch, MSM, Kurkuma, Grünlippmuschel, Omega-3 und CBD.

Warum reagieren wir immer erst dann, wenn die Schmerzen schon da sind?  

Schmerzen gehören leider zu unserem alltäglichen Leben dazu! Dabei schmerzen uns vor allem der Rücken, die Gelenke, der Kopf und unsere Nerven.

Heutzutage sind wir nur noch damit beschäftigt, Symptombehandlung zu betreiben und jegliche Schmerzen einfach mit starken Medikamenten zu unterdrücken. Dabei haben wir vollkommen vergessen, die Ursache der Schmerzen zu erforschen, zu behandeln und ihnen so vorzubeugen.

Das darf nicht sein! 

Die Ursachenforschung, Linderung und Vorbeugung von Schmerzen sollte immer an erster Stelle stehen!



 

Was ist das Problem mit starken Schmerzmitteln?

In den USA hat sich gezeigt, was passiert, wenn starke Schmerzmittel, wie Opioide, leicht zugänglich gemacht und sogar noch beworben werden. Menschen werden der Reihe nach abhängig und die Zahl an Todesfällen durch Überdosierung steigt rasant an. Denn Opioide greifen massiv in die Hirnchemie ein und führen so zu einer schnellen Abhängigkeit. Zudem beeinflussen und lähmen Opioide das Atemzentrum.

Heute erleben die USA eine regelrechte Opioid-Krise, die bereits vor Jahrzehnten begonnen hat. Seit den 90er Jahren wurden nämlich mehr und mehr Schmerzmittel mit Opioiden verschrieben. Die Pharmaunternehmen rührten dabei fleißig die Werbetrommel. Sie versicherten, dass diese keine Abhängigkeit mit sich bringen würden. Das war gelogen. Außerdem wollen Menschen, die unter starken Schmerzen leiden, selbstverständlich eine schnelle Linderung. Dass sich die Gefahr dann zusätzlich erhöht, eine Abhängigkeit zu entwickeln, ist eine logische Konsequenz daraus.

 



 

Aber auch bei uns werden alle möglichen Schmerzmittel frei verkäuflich in Apotheken angeboten. Durch diese allgemeine Präsenz sowie eine mangelhafte Aufklärung der Risiken, haben Schmerzmittel auch bei uns enorm an Beliebtheit gewonnen!

Unsere Gesellschaft empfiehlt sich gegenseitig eine Bandbreite an Schmerzmitteln bei Kopfschmerz, Zerrungen oder Rückenschmerzen. Für viele verschafft es eine sofortige Linderung und damit ein Ende des Leidens. Für manche ist es jedoch der Beginn einer langen, anhaltenden Abhängigkeit, mit zahlreichen und ernsten Nebenwirkungen. 

Wie wirken Schmerzmittel im Körper?

Die meisten frei verkäuflichen Schmerzmittel wie Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen und Acetylsalicylsäure (ASS) gehören zu den nichtsteroidalen Antirheumatika, kurz NSAR. Sie hemmen die Enzyme Cyclooxygenase 1 und 2 (COX-1 und COX-2). Diese Enzyme bilden Prostaglandine, also Botenstoffe, die Schmerz, Entzündung und Fieber verstärken. Prostaglandine schützen aber auch die Magenschleimhaut, steuern die Durchblutung der Nieren und wirken bei der Blutgerinnung mit. Deshalb wirken NSAR nicht nur an der schmerzenden Stelle, sondern im ganzen Körper.

Paracetamol lindert Schmerzen und senkt Fieber, hemmt Entzündungen aber kaum. Es wird in der Leber abgebaut. Dabei entsteht ein giftiges Zwischenprodukt, das die Leber mit dem körpereigenen Schutzstoff Glutathion unschädlich machen muss (Riordan & Williams, 2002).

Opioide wie Tramadol, Oxycodon oder Morphin docken an Opioid-Rezeptoren im Nervensystem an und dämpfen so die Weiterleitung von Schmerzsignalen. Sie sind verschreibungspflichtig.

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Welche Nebenwirkungen haben frei verkäufliche Schmerzmittel?

Magen, Darm und Herz: Eine Auswertung von 280 Studien mit 124.513 Teilnehmenden verglich NSAR mit einem Scheinmedikament. Alle untersuchten NSAR erhöhten Komplikationen im oberen Verdauungstrakt wie Blutungen, Durchbrüche oder Verschlüsse, bei Ibuprofen und Naproxen auf rund das Vierfache. Das Risiko für Herzschwäche verdoppelte sich ungefähr bei allen NSAR, und Diclofenac erhöhte schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse um etwa ein Drittel (Bhala et al., 2013).

Herzinfarkt schon nach kurzer Einnahme: In Gesundheitsdaten von 446.763 Menschen war bereits die Einnahme von NSAR über eine Woche mit einem höheren Herzinfarktrisiko verbunden. Bei Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen lag es in den ersten sieben Tagen etwa 1,5-mal so hoch wie ohne diese Mittel. Am größten war das Risiko im ersten Monat der Einnahme und bei höheren Dosen (Bally et al., 2017). Mehr dazu im Ratgeber Schmerzmittel und Herz.

Leber: Vergiftungen mit Paracetamol sind in den Industrieländern die häufigste Ursache für akutes Leberversagen (Craig et al., 2010). Bei Menschen, die regelmäßig viel Alkohol trinken, wurden schwere Leberschäden schon bei empfohlenen oder knapp darüber liegenden Dosen beschrieben (Riordan & Williams, 2002).

Kopfschmerzen durch zu viele Schmerzmittel

Wer regelmäßig oder häufig Schmerzmittel gegen Kopfschmerzen einnimmt, kann dadurch mehr Kopfschmerzattacken bekommen. Aus gelegentlichen Kopfschmerzen werden dann dauerhafte. Fachleute sprechen von Kopfschmerz durch Medikamentenübergebrauch. Etwa 1 bis 2 % der Bevölkerung sind betroffen, häufiger Frauen zwischen 30 und 50 Jahren sowie Menschen mit Depressionen, Ängsten oder anderen chronischen Schmerzen (González-Oria et al., 2021).

In Bevölkerungsstudien gilt meist als betroffen, wer an mindestens 15 Tagen im Monat Kopfschmerzen hat und seit mindestens drei Monaten zu viele Schmerzmittel nimmt (Westergaard et al., 2014). Der Weg heraus beruht laut der spanischen Fachgesellschaft für Neurologie auf vier Säulen: Aufklärung über die Erkrankung, vorbeugende Behandlung, Absetzen des zu häufig genommenen Mittels und Behandlung der Entzugsbeschwerden (González-Oria et al., 2021).

Umdenken in der Schmerztherapie

Wer will schon von starken Schmerzmitteln abhängig und auch noch gefährlichen Nebenwirkungen ausgesetzt sein? Genau deshalb suchen immer mehr Menschen nach natürlichen Alternativen und entdecken Nahrungsergänzung als effektive Schmerzlinderung für sich. 



 

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Die besten natürlichen Mittel zur allgemeinen Schmerzlinderung

1) CBD (Cannabidiol Öl)

Viele Menschen berichten, dass sich chronische Schmerzen und Entzündungen mit Cannabidiol (CBD) auf natürliche Weise lindern lassen. CBD-Öl kann z.B. die für Fibromyalgie typischen chronischen Schmerzen in Sehnen und Muskeln lindern. 

Studienergebnisse bestätigen, dass CBD eine neue Möglichkeit zur Behandlung von chronischen Schmerzen darstellt. Dabei hemmt CBD die Produktion und Freisetzung von entzündungsfördernden Zytokinen. 

In der Opioid-Krise in den USA wird nun vermehrt CBD eingesetzt. Denn es hat sich gezeigt, dass CBD wertvolle Vorteile für Menschen mit Opioid-Abhängigkeit bietet.

2) MSM (Methylsulfonylmethan)

Bei chronischen Schmerzen wird von Ärzten immer häufiger MSM verschrieben. Denn MSM bringt eine eindrucksvolle Fähigkeit der Schmerzlinderung mit sich. So kann MSM bei vielen verschiedenen Schmerzarten, wie beispielsweise beim Schmerz Nummer 1 in der Bevölkerung – den Rückenschmerzen – aushelfen.

MSM fungiert dabei als natürliches Analgetikum, das den Transport von Schmerzimpulsen durch die Nervenfasern blockiert. MSM wird auch schon länger zur Linderung von Muskel- und Gelenkschmerzen bzw. Entzündungen (z.B. rheumatischer Arthritis und Arthrose) eingesetzt. 

Gelenkschmerzen gezielt bekämpfen:

1) Grünlippmuschel

Grünlippmuschel: Forschungsergebnisse zeigen, dass die Muschel Entzündungen und Schwellungen effektiv bekämpft. Die Muschel wird bei der Behandlung von Arthritis und Arthrose eingesetzt. Unsere Kapseln enthalten wertvolle Omega-3-Fettsäuren, Chondroitin, Glucosamin und wichtige Nährstoffe.

2) Weihrauch

Weihrauch gilt als hocheffektiver Entzündungshemmer. Studien zeigen, dass Weihrauch die Gelenkfunktionen unterstützt. Dabei werden Schwellungen verringert, die Gelenkbeweglichkeit verbessert und auch Schmerzen gelindert. Weihrauch weist den Ergebnissen zufolge denselben Wirkungsgrad auf wie entzündungshemmende Medikamente.

3) Omega 3

Omega-3-Fettsäuren: Wichtig ist, auf den eigenen Omega-3-Spiegel zu achten. Denn zu viele Omega-6-Fettsäuren verschlimmern Entzündungen und resultieren langfristig in chronischen Schmerzen. Mit Omega-3-Fettsäuren können Entzündungen aufgelöst und chronischen Schmerzen vorgebeugt werden.

4) Kurkuma

Kurkuma wirkt natürlich, entzündungshemmend und schmerzstillend. Aufgrund seiner Eigenschaften wird die Wurzel ebenfalls oft mit der Wirkung von schmerzstillenden Medikamenten verglichen. Kurkuma wird gerne bei entzündlichen Erkrankungen wie Arthritis oder Arthrose eingesetzt, da die Gelbwurzel viele der sekundären Pflanzenstoffe Curcuminoide enthält, die stark entzündungshemmend wirken.

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5 Tipps, um chronischen Schmerzen vorzubeugen

Schmerzen zu lindern ist eine Sache, wichtig jedoch ist auch eine gute Vorbeugung. Was lässt sich also tun, um gar nicht erst in den Teufelskreis Schmerz zu gelangen?

Dabei folgende 5 Punkte beachten:

  1. Regelmäßige Bewegung und sanfter Sport
  2. Reduzierung von Stress und Senkung eines hohen Cortisol-Spiegels
  3. Entzündungen bekämpfen, bevor sie entstehen
  4. Warnzeichen des Körpers ernst nehmen
  5. Hilfe durch Nahrungsergänzung

Es gibt zahlreiche natürliche Alternativen, die Schmerzen effektiv lindern und ihnen bereits vorbeugen können.

Natürliche Alternativen:

  • stärken den Bewegungsapparat
  • helfen beim Ausgleich von Mängeln
  • reduzieren Entzündungen
  • und wirken Schäden entgegen

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Wichtiger Hinweis

Dieser Ratgeber dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Die Inhalte der Herbano Gesundheitsredaktion werden sorgfältig recherchiert und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Studien.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und von der Herbano Redaktion bearbeitet.

Häufige Fragen

Frei verkäufliche Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac hemmen die Enzyme COX-1 und COX-2 und damit die Bildung von Prostaglandinen, die Schmerz, Entzündung und Fieber verstärken. Weil Prostaglandine auch Magenschleimhaut, Nieren und Blutgerinnung beeinflussen, wirken diese Mittel im ganzen Körper. Opioide dagegen docken an Rezeptoren im Nervensystem an und dämpfen die Weiterleitung von Schmerzsignalen.

Bei Kopfschmerzen kann häufige Einnahme das Gegenteil bewirken: Wer regelmäßig Schmerzmittel nimmt, kann mehr Kopfschmerzattacken bekommen, und aus gelegentlichen Kopfschmerzen werden dauerhafte. Betroffen sind etwa 1 bis 2 % der Bevölkerung.

NSAR wie Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen erhöhten in Studien Magen-Darm-Blutungen und andere Komplikationen im oberen Verdauungstrakt, verdoppelten ungefähr das Risiko für Herzschwäche und waren schon nach einer Woche Einnahme mit einem höheren Herzinfarktrisiko verbunden. Paracetamol belastet vor allem die Leber: Vergiftungen damit sind in Industrieländern die häufigste Ursache für akutes Leberversagen.

Opioide greifen massiv in die Hirnchemie ein und führen schnell zu einer Abhängigkeit, wie die Opioid-Krise in den USA zeigt. Aber auch frei verkäufliche Schmerzmittel können für manche Menschen der Beginn einer langen Abhängigkeit mit ernsten Nebenwirkungen sein.

Bei Paracetamol ist das besonders riskant: Bei Menschen, die regelmäßig viel Alkohol trinken, wurden schwere Leberschäden schon bei empfohlenen oder knapp darüber liegenden Dosen beschrieben. Der Grund ist, dass bei ihnen weniger Glutathion in der Leber vorhanden ist, das den giftigen Abbaustoff von Paracetamol unschädlich macht.

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