Typ 1 Diabetes und Ernährung – ein Artikel zum Weltdiabetestag

Typ 1 Diabetes und Ernährung – ein Artikel zum Weltdiabetestag

16 Min. Lesezeit Aktualisiert am 30. September 2026
Das Wichtigste in Kürze
Bei Typ-1-Diabetes gibt es keine Verbotsliste, entscheidend ist, dass Essen und Insulin zusammenpassen. Wer Kohlenhydrate zählen lernt, erreicht im Schnitt einen besseren Langzeitzucker (HbA1c) als mit einer allgemeinen Diabetesschulung, ohne mehr Unterzuckerungen (Builes-Montaño et al., 2022). Mehr Ballaststoffe senken bei Diabetes HbA1c und Nüchternblutzucker (Reynolds et al., 2020). Insulin bleibt bei Typ 1 unverzichtbar, Nahrungsergänzungsmittel können es nie ersetzen.

Typ I Diabetes und die richtige Ernährung

Am 14. November findet der Weltdiabetestag statt. Der 14. November wurde nicht zufällig ausgewählt: Es handelt sich um den Geburtstag von Frederick G. Banting, welcher zusammen mit Charles Herbert Best das lebenswichtige Insulin entdeckte. Nach dem Welt-Aids-Tag ist der Weltdiabetestag der zweite Tag der Vereinten Nationen, der einer Krankheit gewidmet wurde.

14. November: Weltdiabetestag

Bei Diabetes  wird grundsätzlich zwischen 2 Formen unterschieden: Typ I und Typ II, wobei rund 90 % der Betroffenen Typ II haben. Typ II Diabetes entsteht aus einem Zusammenspiel von erblicher Veranlagung, Übergewicht, ungünstiger Ernährung und Bewegungsmangel. Die Behandlung von Typ II beinhaltet neben der Umstellung der Lebensweise oft auch eine medikamentöse Behandlung. Insulin kommt hinzu, wenn Lebensstil und Tabletten den Blutzucker nicht mehr ausreichend senken. Bei Diabetes Typ I hingegen handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung: Das Immunsystem zerstört die insulinbildenden Zellen der Bauchspeicheldrüse, sodass der Körper kein eigenes Insulin mehr herstellt (Turton et al., 2018). Deshalb ist Insulin hier vom Beginn der Krankheit an lebensnotwendig.

Diabetes Typ I tritt oftmals bereits im Kindesalter auf. Die Diagnose ist für betroffene Jugendliche ein unglaublich einschneidendes Ereignis, mit dem viele nicht umzugehen wissen. Nur wenige Nicht-Diabetiker wissen um die Herausforderungen, die betroffene Diabetes Typ I Patienten tagtäglich zu meistern haben.

Anlässlich des Weltdiabetestages haben wir 2 Bloggerinnen darum gebeten, uns Einblick in ihren Alltag zu gewähren. Auf ihren Blogs berichten Steff von www.diabetes-leben.com und Lisa von www.lisabetes.de über den alltäglichen Wahnsinn mit Diabetes Typ I. Wie bei allen Diabetikern dreht sich bei den beiden viel um das Thema Ernährung, jedoch von sehr unterschiedlichen Standpunkten: Während Steff als Ausdauersportlerin versucht, ihre Leistung mit einer guten (diabetesfreundlichen) Ernährung zu optimieren, versucht Lisa, ihr Gewicht mit einer kohlenhydratarmen Ernährung zu kontrollieren.

Worauf es bei der Ernährung mit Typ-1-Diabetes ankommt

Eine eigene „Diabetes-Diät“ braucht es bei Typ 1 nicht. Sinnvoll ist eine ausgewogene Ernährung, bei der die Insulinmenge zur Mahlzeit passt. Diese Punkte helfen im Alltag:

  • Kohlenhydrate zählen: Wer die Kohlenhydrate einer Mahlzeit einschätzt und das Mahlzeiteninsulin danach berechnet, kann flexibler essen. In einer Auswertung von elf Studien mit 899 Menschen mit Typ-1-Diabetes senkte das Kohlenhydratzählen den HbA1c stärker als eine übliche Diabetesschulung, ohne mehr Unterzuckerungen, Gewichtszunahme oder höheren Insulinbedarf (Builes-Montaño et al., 2022).
  • Mehr Ballaststoffe: In 42 Studien mit Menschen mit Prädiabetes, Typ-1- oder Typ-2-Diabetes senkte eine ballaststoffreichere Ernährung HbA1c, Nüchternblutzucker, Cholesterin und Körpergewicht. In Langzeitbeobachtungen gab es bei 35 g Ballaststoffen am Tag 14 Todesfälle pro 1.000 Menschen mit Diabetes weniger als bei den üblichen 19 g (Reynolds et al., 2020). Gute Quellen sind Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Nüsse und Samen wie Chia.
  • Fett und Eiweiß mitdenken: Nach einer fett- und eiweißreichen Mahlzeit wie Pizza kann der Blutzucker erst nach vier bis sechs Stunden deutlich steigen. In einer Studie mit Insulinpumpe fing ein verlängerter Bolus, der auch Fett und Eiweiß einrechnete, diesen späten Anstieg ab (Pańkowska et al., 2012).
  • Low Carb nur mit Begleitung: Zu kohlenhydratarmer Ernährung bei Typ-1-Diabetes gibt es erst wenige Studien. In einer Übersicht sank der HbA1c in drei von acht Studien deutlich, in vier änderte er sich nicht wesentlich (Turton et al., 2018). Wer die Kohlenhydrate stark senkt, passt die Insulindosis am besten gemeinsam mit dem Diabetesteam an.

Viele Menschen mit Diabetes ergänzen ihre Ernährung zusätzlich mit Nährstoffen, die bei Diabetes untersucht wurden. So linderten 600 mg Alpha-Liponsäure täglich in einer fünfwöchigen Studie Brennen, Stechen und Taubheit in den Füßen bei diabetischer Polyneuropathie: Die Beschwerden gingen um 51 % zurück, unter Placebo um 32 % (Ziegler et al., 2006). Im Diabetiker-Sorglos-Paket ist R-Alpha-Liponsäure mit L-Arginin kombiniert. Es ergänzt die Ernährung, ersetzt aber kein Insulin.

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Diabetes und Ausdauersport - geht das denn?

Man kann nie so viel Sport machen, wie man falsch essen kann, sagt Chiathletin Steff. Sie hat seit 1997 Diabetes Typ 1 und sagt “Typ-1-Diabetiker können alles, nur eben kein Insulin produzieren”. Sie lässt sich den Spaß am Leben durch ihre Krankheit nicht nehmen, schreckt vor (fast) nichts zurück, weiß die Krankheit aber dennoch auch ernst zu nehmen. In ihrem Blog, mit dem sie das Motto “Diabetes ist Ausdauersport” vertritt,  greift sie Diabetes und angrenzende Themen wie etwa Ernährung, Sport und Psyche auf.

Steff wird oft gefragt, wie sie es denn schafft, bei Marathons, Ultras und 24-Stunden-Läufen, an denen sie regelmäßig teilnimmt, durchzuhalten, alles geben zu können und nicht mit Magenkrämpfen, starken Blutzuckerschwankungen - oder oder oder - den Lauf abbrechen zu müssen. Ihre Antwort:

"Ich laufe Marathons und Ultras nie (mehr) ohne Chia-Samen im Gepäck, die wirken Blutzucker-glättend und spenden genügend Energie, die ich für lange Läufe benötige (längster Lauf 143 Kilometer in 24 Stunden). Ungemahlen (die quellenden Ballaststoffe sorgen dafür, dass die Kohlenhydrate langsam ins Blut gehen)  lasse ich die Chia-Samen eine Nacht vor dem Lauf  im warmen frisch zubereiteten Ingwertee quellen (1/3 Tasse Chia-Samen in zwei Tassen Ingwertee). Der Ingwer beugt Magen-/Darmproblemen vor, die vielen Langstreckenläufern zu schaffen machen.  Bevor ich die gequollenen Chia-Samen dann am nächsten Tag in meine Getränkeflasche für den Marathon fülle, gebe ich noch etwas Salz/Elektrolyte hinzu. Damit gehe ich gut ausgerüstet einen Langstreckenlauf an. Alle 10 Kilometer nehme ich je nach Befinden und bereits zurückgelegter Strecke etwa 50 ml von meinem “Gebräu” zu mir. Das ist mein “Geheimrezept”, neben einer gewissen Portion Ehrgeiz und mentaler Stärke, die ich durch meinen Diabetes entwickelt habe und einem harten Trainingsplan, versteht sich."

Als Diabetikerin, Leistungssportlerin und auch aufgrund von zahlreichen Lebensmittelunverträglichkeiten, die mich leider begleiten, achte ich generell im Alltag sehr auf meine Ernährung und setze mich schon seit Jahren mit diesem Thema auseinander, auch um jeglichen Mangelerscheinungen vorzubeugen und mein Immunsystem zu stärken. Natürlich ist auch für Nicht-Diabetiker die “richtige” Ernährung entscheidend und das nicht nur um sportlich fit zu sein.

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Diabetes und Gewichtskontrolle - Lisas Weg zu einem gesunden Gewicht

„Diabetes ist kein Zuckerschlecken“, meint Lisa von Lisabetes. Vor allem bei ihrem schwierigen Start mit der Krankheit wird ganz schnell klar, dass das stimmt. Seit ihrem 10. Lebensjahr ist Diabetes ihr ständiger Begleiter. Seit ihrer Diagnose sind bereits 16 Jahre vergangen, die nicht immer ganz leicht waren. Vor allem während der Pubertät hatte Lisa besonders unter ihrer Krankheit zu leiden. Durch die Hormone ließ sich der Diabetes kaum einstellen und nächtliche Unterzuckerungen waren an der Tagesordnung. Die Folge: Lisa nahm stark an Gewicht zu. Die Abneigung gegenüber dem Diabetes äußerte sich vor allem darin, dass sie die Krankheit komplett ignorierte und auch schon nach kürzester Zeit eine sog. Diabulimie entwickelte. Aus dem Wunsch heraus Gewicht zu verlieren, verzichten Diabetiker bei einer solchen Essstörung auf das lebenswichtige Insulin (sog. „Insulin-Purging“) und nehmen so ab. Ein gefährliches Spiel mit dem Leben, welches Lisa erst einsehen wollte, als sie nach einem ketoazidotischen Koma auf der Intensivstation aufwachte und fast alles neu erlernen musste.

Seitdem hat sich vieles zum Guten verändert:

Nach diesem Weckruf habe ich dem Diabetes wieder einen Platz in meinem Leben eingeräumt und behandle ihn gut. Ich versuche mit gesunder Ernährung und Sport abzunehmen und meinen Körper und den Diabetes zu akzeptieren. Auf dem Weg in ein gesundes Leben habe ich das ein oder andere ausprobiert und war mit einer kohlenhydratarmen Ernährung sehr erfolgreich!

Lisa, Leserin

Um Gewicht zu verlieren, ist Low-Carb wirklich gut geeignet – auch als Diabetikerin. Dadurch, dass wir unserem Körper nicht permanent schnelle Energie zur Verfügung stellen, greift er auf unsere Fettreserven zurück. Nicht selten wird Low-Carb auch bei Typ 2 Diabetikern empfohlen.

Und auch unserem Blutzucker kann es nicht schaden. Große Mengen an Kohlenhydraten bringen unsere Werte manchmal ganz schön durcheinander. Selbst wenn wir alles mit ausreichend Insulin abgedeckt haben. Durch die Mischung aus Fett, Eiweiß, und verschieden schnellen Kohlenhydraten können unsere Werte ganz schön ins Schwanken geraten.

Was man als Diabetiker bei einer Low-Carb-Ernährung beachten muss

Bei der Low-Carb-Ernährung ist es als Diabetikerin besonders wichtig, die Basalrate vorher gut zu checken. Es muss sichergestellt werden, dass die Blutzuckerwerte nicht durch die Decke schießen oder in den Keller fallen, wenn mal eine oder zwei Mahlzeiten ohne Kohlenhydrate gegessen werden. Insulin ist aber dennoch wichtig, denn selbst wenn ein Mensch gar nichts isst, kann der Blutzucker steigen. Unser Körper braucht Energie, immer. Deshalb gibt die Leber rund um die Uhr Zucker ins Blut ab, aus ihren Speichern und durch Neubildung, etwa aus Eiweißbausteinen. Fehlt Insulin, baut der Körper zusätzlich verstärkt Fett ab. Dabei entstehen Ketonkörper, und zu viele davon führen zu einer gefährlichen Ketoazidose.

Oft denkt man, dass man für Energie Kohlenhydrate braucht. Das stimmt so allerdings nicht. Kohlenhydrate sind schnelle Energie für unseren Körper, da er hier einfach Glucose herausziehen kann. Allerdings kann unser Körper auch aus Fett und Eiweiß Energie gewinnen. Das dauert länger, funktioniert aber ebenfalls.

Deswegen muss man Proteine und Fette auch berechnen. Dafür gibt es die sogenannten FPE, Fett-Protein-Einheiten. Dabei entspricht 1 FPE ungefähr 100 kcal aus Fett und Eiweiß.

Auch bei einer ganz konventionellen Ernährung wird die Berechnung der FPE oft verwendet. Denn Fett verlangsamt die Aufnahme der Kohlenhydrate und dies muss bei der Insulinabgabe berücksichtigt werden (Pańkowska et al., 2012). Auch Eiweiß geht etwas langsamer ins Blut.

Ich bin mittlerweile wieder größtenteils zur normalen Ernährung übergegangen. Ich habe die Pfunde verloren, die ich wollte und schreibe das der Low-Carb-Ernährung zu. Noch heute esse ich abends keine Kohlenhydrate, denn ich habe festgestellt, dass meine Nüchternwerte so viel einfacher zu steuern sind und immer im Normalbereich liegen.

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Nahrungsergänzung bei Diabetes: sicher kombinieren

Nahrungsergänzungsmittel können die Ernährung bei Diabetes ergänzen. Bei Typ-1-Diabetes bleibt Insulin aber die einzige zugelassene Behandlung (Builes-Montaño et al., 2022). Insulin und andere Diabetes-Medikamente deshalb nie eigenmächtig absetzen oder die Dosis verringern, auch wenn sich die Werte bessern. Jede Anpassung gehört in ärztliche Hand.

  • Bittergurke (Bittermelone): In zehn Studien mit 1.045 Menschen mit Typ-2-Diabetes senkten Bittergurken-Zubereitungen den Nüchternblutzucker, den Blutzucker nach dem Essen und den HbA1c stärker als ein Placebo (Peter et al., 2019). Bittermelonen-Extrakt steckt auch in der Diabetes Rezeptur, zusammen mit Ginseng, Traubenkernextrakt (OPC), Lutein, Vitaminen und Spurenelementen.
  • Alpha-Liponsäure: Sie wurde vor allem bei diabetischer Polyneuropathie untersucht und ist im Diabetiker-Sorglos-Paket enthalten (Ziegler et al., 2006).

Wichtig: Bittergurke, Berberin, Zimt und Alpha-Liponsäure können den Blutzucker zusätzlich senken. Zusammen mit Insulin oder blutzuckersenkenden Tabletten steigt dadurch das Risiko für eine Unterzuckerung. Solche Mittel deshalb nur nach Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt einnehmen und den Blutzucker in den ersten Wochen häufiger messen. Schwangere sollten wegen der Bittermelone auf die Diabetes Rezeptur verzichten.

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Reis, Kartoffeln und Getränke bei Diabetes

Reis und Kartoffeln liefern viel Stärke, die im Körper zu Zucker abgebaut wird. Bei Typ-1-Diabetes lassen sich beide mit passender Insulindosis essen. Entscheidend sind Menge, Sorte und Zubereitung:

  • Weißer Reis: In sieben Langzeitauswertungen mit 352.384 Teilnehmenden stieg das Risiko für Typ-2-Diabetes pro täglicher Portion weißem Reis um 11 %. Am deutlichsten war der Zusammenhang in China und Japan, wo drei bis vier Portionen am Tag üblich sind (Hu et al., 2012).
  • Kartoffeln: In drei US-Studien mit knapp 200.000 Erwachsenen ging viel Kartoffelessen mit einem höheren Risiko für Typ-2-Diabetes einher, besonders bei Pommes frites. Wurden drei Portionen Kartoffeln pro Woche durch Vollkorn ersetzt, lag das Risiko um 12 % niedriger (Muraki et al., 2016).

Für den Alltag heißt das: Eine moderate Portion Vollkornreis oder Pellkartoffeln mit viel Gemüse und etwas Eiweiß ist günstiger als ein großer Teller Weißreis oder frittierte Kartoffeln.

Welche Getränke Menschen mit Diabetes meiden sollten

  • Zuckergesüßte Limonaden und Eistee: In 17 Langzeitstudien stieg das Risiko für Typ-2-Diabetes pro täglichem Glas um 18 % (Imamura et al., 2015). Bei Typ 1 treiben sie den Blutzucker schnell nach oben, als Notfallzucker bei einer Unterzuckerung sind sie dagegen hilfreich.
  • Fruchtsaft: Er liefert viel schnell verfügbaren Zucker und war in derselben Auswertung keine gesunde Alternative zu Limonade (Imamura et al., 2015).
  • Alkohol: In acht von 13 Studien erhöhte Alkohol bei Typ-1-Diabetes das Risiko für Unterzuckerungen, unter anderem weil er die Wahrnehmung der Warnzeichen dämpft. Alle 13 ausgewerteten Diabetes-Fachgesellschaften raten, Alkohol nur zusammen mit einer Mahlzeit zu trinken (Tetzschner et al., 2018).

Gut geeignet sind Wasser, ungesüßter Tee und Kaffee ohne Zucker.

Einfache Rezeptideen für den Alltag mit Diabetes

Gute Rezepte für Menschen mit Diabetes sind ganz normale, ausgewogene Gerichte mit viel Gemüse, Ballaststoffen und einer überschaubaren Menge Kohlenhydrate. Vier Ideen, die schnell gehen:

  • Chia-Pudding zum Frühstück: Chia-Samen über Nacht in Naturjoghurt oder ungesüßter Milch quellen lassen und morgens mit Beeren und ein paar Nüssen essen.
  • Gemüse-Omelett: Eier mit Paprika, Spinat und Zucchini in der Pfanne stocken lassen, dazu eine Scheibe Vollkornbrot.
  • Linsensalat: gekochte Linsen mit Gurke, Tomate, Kräutern, Feta und einem Dressing aus Olivenöl und Zitrone.
  • Ofengemüse mit Hähnchen oder Tofu: Brokkoli, Karotten und Paprika mit etwas Öl im Ofen rösten, dazu eine kleine Portion Vollkornreis oder Pellkartoffeln.

Die Kohlenhydratmenge hängt von der Portion ab. Wer Insulin spritzt, rechnet sie wie gewohnt ein und denkt bei fettreichen Gerichten an den späteren Blutzuckeranstieg.

Unterzuckerung erkennen und richtig handeln

Wer Insulin spritzt oder blutzuckersenkende Mittel nimmt, sollte die Warnzeichen einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) kennen. Typisch sind:

  • Zittern, Schwitzen und Herzklopfen
  • Heißhunger, Blässe und innere Unruhe
  • Konzentrationsprobleme, Schwindel, Sehstörungen oder Verwirrtheit
  • nachts Albträume, unruhiger Schlaf oder ein durchgeschwitzter Schlafanzug

Bei ersten Anzeichen sofort messen und schnell wirkende Kohlenhydrate zu sich nehmen, zum Beispiel Traubenzucker oder ein Glas Saft. Danach erneut messen, bis der Wert wieder im Zielbereich liegt. Ist die Person benommen oder bewusstlos, ihr nichts in den Mund geben, sondern den Notruf 112 wählen (in der Schweiz 144) und, falls vorhanden, Glukagon geben. Nach Sport und Alkohol ist besondere Vorsicht geboten, auch noch Stunden später.

Wichtiger Hinweis

Dieser Ratgeber dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Die Inhalte der Herbano Gesundheitsredaktion werden sorgfältig recherchiert und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Studien.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und von der Herbano Redaktion bearbeitet.

Häufige Fragen

Gut geeignet sind ganz normale, ausgewogene Gerichte mit viel Gemüse und Ballaststoffen, zum Beispiel Chia-Pudding mit Beeren, ein Gemüse-Omelett mit Vollkornbrot, Linsensalat oder Ofengemüse mit Hähnchen oder Tofu. Spezielle Diabetiker-Lebensmittel braucht es dafür nicht. Wichtig ist, die Kohlenhydrate der Portion zu kennen und bei der Insulindosis zu berücksichtigen.

Ein Geheimrezept gibt es nicht. Die traditionelle japanische Küche bringt viel Fisch, Soja und Gemüse auf den Tisch, gleichzeitig essen viele Menschen in Japan täglich drei bis vier Portionen weißen Reis, und gerade dort war viel Weißreis mit einem höheren Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden. Entscheidend sind viel Gemüse, Ballaststoffe und maßvolle Portionen stärkereicher Beilagen.

Beide lassen den Blutzucker steigen und können in moderater Menge gegessen werden. Günstiger als Weißreis oder Pommes frites sind Vollkornreis und Pellkartoffeln, am besten mit viel Gemüse und etwas Eiweiß. In Studien war der Ersatz von Kartoffeln durch Vollkorn mit einem niedrigeren Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden.

Vor allem zuckergesüßte Limonaden, Fruchtsäfte und Alkohol. Limonade und Saft treiben den Blutzucker schnell nach oben, Alkohol erhöht bei Typ-1-Diabetes das Risiko für Unterzuckerungen und sollte nur zu einer Mahlzeit getrunken werden. Bei einer Unterzuckerung ist ein Glas Saft dagegen als schneller Zucker sinnvoll.

In der Apotheke ist eine Rezeptur ein Arzneimittel, das für eine einzelne Person angefertigt wird, bei Diabetes zum Beispiel eine Pflegecreme für trockene Füße. Bei Herbano heißt so ein Nährstoffkomplex: Die Diabetes Rezeptur enthält Bittermelonen-Extrakt, Ginseng, Traubenkernextrakt (OPC), Lutein, Vitamine und Spurenelemente. Sie ist ein Nahrungsergänzungsmittel und ersetzt weder Insulin noch andere Diabetes-Medikamente.

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