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Gesundes und volles Haar steht seit jeher für Vitalität, Jugend und Attraktivität. Fallen die Haare aber plötzlich aus, kann das die eigene Selbstwahrnehmung, das Selbstbewusstsein sowie das Selbstwertgefühl negativ beeinflussen. Dabei sind Männer wie auch Frauen davon betroffen.
Was aber steckt dahinter und was lässt sich gegen Haarausfall tun? Darum geht es in diesem Ratgeber.
Bei Haarausfall fallen die Haare aus – das ist soweit richtig. Aber das ist eigentlich kein Problem, weil die Haarwurzel auf dem Kopf bleibt und einem Haarzyklus folgt. Das heißt, fällt ein Haar nach einer bestimmten Zeit aus (zwischen 2 und 6 Jahren), wächst es wieder nach. Nichtsdestotrotz gibt es bestimmte Ursachen, die dafür sorgen, dass dieser Prozess gestört wird und die Haare nicht normal nachwachsen.
Erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie) ist die häufigste Form. Bei Männern beginnt er oft an Stirn und Hinterkopf, bei Frauen lichtet sich das Haar eher am Scheitel. Auslöser ist eine vererbte Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber Dihydrotestosteron (DHT), einer stark wirksamen Form des Testosterons (Adil & Godwin, 2017).
Diffuser Haarausfall (telogenes Effluvium) zeigt sich als gleichmäßiges Ausdünnen über den ganzen Kopf. Er gehört zu den häufigsten Formen und kann durch Medikamente, Verletzungen sowie körperlichen und seelischen Stress ausgelöst werden. Wichtig ist, den Auslöser zu finden und zu beseitigen (Asghar et al., 2020). Auch Nährstoffmängel spielen hier eine Rolle, mehr dazu weiter unten.
Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) ist eine Autoimmunerkrankung: Das Immunsystem greift die Haarwurzeln an, und es entstehen runde, kahle Stellen. Rund 2 % der Menschen erkranken im Laufe ihres Lebens daran, am häufigsten zwischen 20 und 40 Jahren. Betroffene haben häufiger auch Schilddrüsenerkrankungen und andere Autoimmunerkrankungen (Villasante Fricke & Miteva, 2015). Kreisrunder Haarausfall gehört immer in ärztliche Behandlung.
Haarausfall als Begleiterscheinung tritt bei Erkrankungen und Behandlungen auf. Sowohl eine Über- als auch eine Unterfunktion der Schilddrüse kann zu starkem, diffusem Haarausfall führen (Hussein et al., 2023). Auch Medikamente kommen als Auslöser infrage. Wer einen Zusammenhang mit einem neuen Medikament vermutet, bespricht das mit der Ärztin oder dem Arzt und setzt es nicht eigenmächtig ab.
Die Ursachen für Haarausfall sind vielfältig. Zu den häufigsten Ursachen zählen aber Stress, ein Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen und die eigenen Hormone.
Stress kann den Haarzyklus verändern und das Ausfallen der Haare begünstigen. In Versuchen an Mäusen beendete Stress die Wachstumsphase der Haarwurzeln vorzeitig (Peters et al., 2006). Beim Menschen gilt seelischer und körperlicher Stress als bekannter Auslöser für diffusen Haarausfall (Asghar et al., 2020). Auch beim kreisrunden Haarausfall spielt Stress eine Rolle: Mehr als 65 % der Betroffenen hatten vor dem Ausbruch belastende Ereignisse erlebt, in der Vergleichsgruppe waren es 22 % (Manolache & Benea, 2007).
Deshalb gilt: Zuerst die Ursache für den Stress angehen, um den stressbedingten Haarausfall zu lösen. Mehr dazu steht im Ratgeber zum Thema Stress. Nützlich erweisen sich beispielsweise adaptogene Heilpflanzen, die dem Körper dabei helfen, besser auf Stress zu reagieren, wie Rhodiola Rosea (Rosenwurz) oder Ashwagandha (Schlafbeere). In einer Auswertung von 12 randomisierten Studien mit 1.002 Teilnehmenden senkte Ashwagandha das Stressempfinden im Vergleich zu Placebo (Akhgarjand et al., 2022).
Haare sind tagtäglich auf Nährstoffe, Vitamine und Spurenelemente angewiesen. Bei einem Mangel kann Haarausfall entstehen. Ein typischer Mangel, der die Haare ausfallen lässt, ist Eisenmangel. Er ist der weltweit häufigste Nährstoffmangel. Bei Frauen vor den Wechseljahren entsteht er vor allem durch die Menstruation und Schwangerschaften. Ob ein Eisenmangel vorliegt, zeigt der Ferritinwert im Blut. Ärztinnen und Ärzte der Cleveland Clinic untersuchen Menschen mit Haarausfall deshalb auf Eisenmangel, weil die Behandlung des Haarausfalls aus ihrer Erfahrung besser anschlägt, wenn ein Eisenmangel mitbehandelt wird (Trost et al., 2006).
Bei 80 Frauen mit diffusem oder erblich bedingtem Haarausfall lagen Ferritin und Vitamin D deutlich niedriger als bei Frauen ohne Haarausfall. Je stärker der Haarausfall, desto niedriger waren die Werte (Rasheed et al., 2013). Auch der Zinkspiegel im Blut war in einer Studie mit 312 Betroffenen bei allen untersuchten Formen von Haarausfall niedriger als bei Gesunden (Kil et al., 2013).
Wichtig für den Haarwuchs sind neben Eisen, Silizium, Zink, Biotin, Omega 3 Fettsäuren, Vitamin C, D, E, B und A. Zink und Biotin tragen zur Erhaltung normaler Haare bei.
Deshalb gilt: Gezielt auf die Nährstoffversorgung achten, besonders auf den Eisenwert sowie die Vitaminwerte. Ein nachgewiesener Mangel sollte ausgeglichen werden (Guo & Katta, 2017). Vor einer Eisenkur ist ein Bluttest sinnvoll, denn zu viel Eisen kann schaden, etwa bei der Eisenspeicherkrankheit Hämochromatose (Trost et al., 2006).
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Stress und ein Nährstoffmangel lassen sich oft selbst angehen, wie sieht es aber mit dem Hormonhaushalt aus?
Bei Frauen:
Hormone bestimmen so ziemlich alles in unserem Körper und beeinflussen auch die Dauer des Haarzyklus, also der Lebensdauer eines Haares. Von einem hormonellen Haarausfall sind besonders Frauen in den Wechseljahren, nach einer Schwangerschaft oder nach Absetzen der Anti-Baby-Pille betroffen. In den Wechseljahren gehört Haarausfall zu den häufigsten Beschwerden, eine gute Versorgung mit Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen ist in dieser Zeit deshalb besonders sinnvoll (Goluch-Koniuszy, 2016).
Deshalb gilt: Hormonell bedingten Haarausfall ärztlich abklären lassen. Bei Zyklus- und Wechseljahresbeschwerden werden traditionell Pflanzen wie Mönchspfeffer oder Frauenmantel eingesetzt.
Bei Männern:
Erblich bedingter Haarausfall nimmt bei Männern mit dem Alter zu und zeigt sich als Geheimratsecken, Halbglatze oder Glatze. In einer Studie mit 1.390 Männern hatten 31 % der 40- bis 55-Jährigen und 53 % der 65- bis 69-Jährigen lichtes Haar am Hinterkopf oder eine Glatze (Severi et al., 2003). Verantwortlich ist Dihydrotestosteron (DHT), eine stark wirksame Form des Hormons Testosteron. Bei erblicher Veranlagung verkürzt es die Wachstumsphase der Haare, die Haarwurzeln werden kleiner und bilden immer feinere Haare – die Haare lichten sich.
Aber ist eine Glatze immer unumkehrbar? Nein, nicht immer! Minoxidil und Finasterid förderten in Studien bei Männern mit erblich bedingtem Haarausfall das Haarwachstum (Adil & Godwin, 2017).
Deshalb gilt: Die Behandlung mit einer Hautärztin oder einem Hautarzt besprechen und die Haarwurzeln zusätzlich mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen.
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Welches Mittel wirkt, hängt von der Form des Haarausfalls ab. Deshalb steht am Anfang immer die Frage nach der Ursache.
Bei einem Nährstoffmangel: Fehlt es an Eisen, Zink, Vitamin D oder anderen Nährstoffen, sollte der Mangel ausgeglichen werden (Guo & Katta, 2017). Das gilt besonders für diffusen Haarausfall, bei dem niedrige Ferritin- und Vitamin-D-Werte häufig vorkommen (Rasheed et al., 2013).
Bei diffusem Haarausfall durch Stress, Medikamente oder Belastungen: Hier hilft vor allem, den Auslöser zu erkennen und zu beseitigen (Asghar et al., 2020).
Bei erblich bedingtem Haarausfall: In einer Auswertung randomisierter Studien waren Minoxidil-Lösung (2 % und 5 %) und 1 mg Finasterid bei Männern sowie 2 % Minoxidil bei Frauen wirksamer als Placebo (Adil & Godwin, 2017). Finasterid ist verschreibungspflichtig. Über Nutzen und Nebenwirkungen beider Mittel berät die Hautärztin oder der Hautarzt.
Wie schnell sich etwas tut: Haare wachsen langsam, im Schnitt etwa 0,3 bis 0,4 mm pro Tag. Veränderungen an der Haarwurzel werden deshalb erst mit dem nachwachsenden Haar sichtbar. Wer Nährstoffe ergänzt, plant am besten eine Einnahme über mindestens zwei bis drei Monate ein.
Ein Arztbesuch ist sinnvoll, wenn die Haare plötzlich und stark ausfallen, wenn kreisrunde kahle Stellen entstehen, wenn der Haarausfall über Wochen anhält oder wenn weitere Beschwerden wie Müdigkeit, Gewichtsveränderungen oder Herzrasen dazukommen. Die Ärztin oder der Arzt kann Eisenwerte, Schilddrüsenwerte und Hormone bestimmen und prüfen, ob ein Medikament als Auslöser infrage kommt. Menschen mit Haarausfall sollten anhand ihrer Krankengeschichte, ihrer Ernährung und einer Untersuchung auf Nährstoffmängel hin eingeschätzt werden, bei Bedarf auch mit Laborwerten (Guo & Katta, 2017).
Wichtig vor dem Bluttest: Biotin. Biotin in hohen Dosen kann Laborwerte verfälschen. Nahmen gesunde Erwachsene eine Woche lang täglich 10 mg Biotin ein, zeigten 9 von 23 dafür anfälligen Labortests verfälschte Werte. Untersucht wurden unter anderem Schilddrüsenwerte, Vitamin D und Ferritin (Li et al., 2017). In einer weiteren Studie veränderte dieselbe Dosis die Messwerte für TSH und freies Thyroxin (Ylli et al., 2021). Auch Tests für Troponin, einen Blutwert zur Erkennung eines Herzinfarkts, können betroffen sein (Saenger et al., 2019). Wer Biotin einnimmt, sagt das deshalb vor jeder Blutabnahme dem Arzt oder der Ärztin und setzt es nach Rücksprache rechtzeitig vorher ab.
Die Haar Aktiv Kapseln versorgen die Haarwurzeln gezielt mit einem abgestimmten Wirkstoffkomplex aus wichtigen Nährstoffen für die Haare. Zink trägt zur Erhaltung normaler Haare bei, Kupfer zur normalen Haarpigmentierung.
Jede einzelne Kapsel bietet ein breites Spektrum an wichtigen Nährstoffen für gesundes und schönes Haar. Die Kapseln enthalten unter anderem Bockshornklee, B-Vitamine, Folsäure, Zink, Kupfer, Biotin, Silizium, Vitamin D, Leinsamen- und Hirse-Extrakt.
Da Haare langsam wachsen, sind die Kapseln als Kur über mindestens zwei bis drei Monate gedacht.
Wichtiger Hinweis
Dieser Ratgeber dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Die Inhalte der Herbano Gesundheitsredaktion werden sorgfältig recherchiert und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Studien.
Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und von der Herbano Redaktion bearbeitet.
Zuerst die Ursache klären lassen: Bei Frauen stecken häufig ein Eisenmangel, ein niedriger Vitamin-D-Wert, Stress, hormonelle Umstellungen oder eine Schilddrüsenerkrankung dahinter. Ein nachgewiesener Mangel sollte ausgeglichen werden. Bei erblich bedingtem Haarausfall war 2 % Minoxidil in Studien wirksamer als Placebo.
Ja. In einer Auswertung randomisierter Studien war 2 % Minoxidil bei Frauen mit erblich bedingtem Haarausfall wirksamer als Placebo. Über die Anwendung und mögliche Nebenwirkungen berät die Hautärztin oder der Hautarzt.
Biotin trägt zur Erhaltung normaler Haare bei. In einer Übersicht besserten sich Haare oder Nägel in allen 18 beschriebenen Fällen, in denen eine Ursache wie ein Biotinmangel vorlag (Patel et al., 2017). Vor einem Bluttest sollte Biotin nach Rücksprache abgesetzt werden, weil hohe Dosen Laborwerte wie die Schilddrüsenwerte verfälschen können.
Zink trägt zur Erhaltung normaler Haare bei. In einer Studie mit 312 Betroffenen lag der Zinkspiegel im Blut bei allen untersuchten Formen von Haarausfall niedriger als bei Gesunden, besonders häufig bei kreisrundem und diffusem Haarausfall.
Haare wachsen im Schnitt nur etwa 0,3 bis 0,4 mm pro Tag. Eine Veränderung an der Haarwurzel wird deshalb erst mit dem nachwachsenden Haar sichtbar. Für Nährstoffe ist eine Einnahme über mindestens zwei bis drei Monate sinnvoll.
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