Spirulina: Was steckt dahinter?

Veröffentlicht am: Februar 07, 2018 | Aktualisiert am: Februar 01, 2022
Irina Fink
Irina Fink

Heilpraktikerin

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Was ist Spirulina?

Spirulina ist eine der ältesten Lebensformen dieser Erde und zählt zur Familie der Cyanobakterien. Es handelt sich dabei um blau-grüne Mikroalgen, die mitverantwortlich für die Produktion von Sauerstoff in der Atmosphäre sind. Vor Millionen von Jahren konnte so Leben auf dieser Erde überhaupt entstehen. 

Spirulina ist ein einfacher einzelliger Organismus, der seinen Namen von dem lateinischen Wort für „Helix“ oder „Spirale“ aufgrund seiner Struktur erhalten hat. Die Blaualge gilt als das älteste Superfood und zählt zu den nährstoffreichsten Lebensmitteln. 

Studien belegen, dass Spirulina den Lipid- und Glukosestoffwechsel (Fett- und Zuckerstoffwechsel) verbessern kann. Außerdem senkt sie den Fettanteil der Leber und schützt das Herz. Zur Behandlung neurologischer Störungen scheint die Blaualge genauso effektiv zu sein wie gängige Medikamente. Diese Wirkung konnte auch bei Arthrose und im Bereich der Immunologie festgestellt werden. Spirulina beeindruckt ebenfalls mit ihren antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften

Spirulina enthalten zwischen 55 und 70 Prozent Proteine, welche sich aus acht essenziellen und zehn nicht essenziellen Aminosäuren zusammensetzten. Ebenfalls zu einem hohen Anteil vorzufinden: 

  • Gamma-Linolensäure (GLA) 
  • Beta-Carotin
  • Linolensäure 
  • Arachidonsäure 
  • Vitamin B12 
  • Eisen 
  • Calcium 
  • Phosphor 
  • Nukleinsäuren RNA und DNA 
  • Pigmenten: Chlorophyll und Phycocyanin 

Bei Spirulina handelt es sich somit um ein vegane Quelle eines komplexen Nahrungsproteins. Die Zusammensetzung der enthaltenen Aminosäuren gilt als „vollständig“. Spirulina liefert also eine optimale Zusammensetzung aller essenzieller Aminosäuren. Im Vergleich zu tierischen Proteinen ist jedoch weniger Cystein, Methionin und Lysin enthalten. 

Spirulina Pulver

Welche Wirkung ist von Spirulina zu erwarten?

Spirulina bietet eine Vielzahl von gesundheitlichen Vorteilen schon fast unmittelbar nach der Einnahme. Sie ermöglicht eine nahezu sofortige Steigerung der Energie und hilft dabei, die Ausdauer zu verbessern und Müdigkeit zu reduzieren. Spirulina unterstützt das Immunsystem und stärkt, Herz, Leber und Nieren. Außerdem stoppt die Blaualge die Produktion von Hefe und Pilzen im Körper, bekämpft schlechten Atem und wirkt als inneres Körperdeo.

Spirulina ist außerdem ein natürlicher Appetitzügler und stärkt das Verdauungssystem des Körpers. Sie verfügt über antioxidative Eigenschaften und hilft den pH-Wert des Körpers im Gleichgewicht zu halten. Auf diese Weise werden Entzündungen im gesamten Körper auf sichere Weise gelindert – ganz ohne Chemie.

1. Spirulina entgiftet Schwermetalle

Angefangen von den Quecksilberfüllungen in Ihren Zähnen, Aluminium im Deo, Cadmium in Zigaretten oder Quecksilberablagerungen in Fischen – Toxine sind überall! Und egal, was Sie auch tun, Sie können Ihnen nicht aus dem Weg gehen, Sie werden Ihnen stets ausgesetzt sein. 

Bereits geringe Mengen dieser Toxine können im Körper negative Nebenwirkungen hervorrufen. Dazu zählen Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Akne – jeder profitiert davon, wenn wir uns auf natürliche Weise von diesen Toxinen befreien. 

Doch auch Schwermetalle gewinnen immer mehr an Bedeutung. Arsenvergiftungen werden rund um den Globus immer mehr zu einem Problem. Ob in den USA oder im Fernen Osten. Die Anzahl an chronischen Arsenvergiftungen steigen. 

In einer Studie erhielten 24 Patienten mit chronischer Arsenvergiftung Spirulina-Extrakt (250 Milligramm) plus Zink (2 Milligramm) zweimal täglich, während 17 Patienten ein Placebo einnahmen. Das Ergebnis: die Spirulina-Zink-Kombination zeigte Wirkung. Letztlich verringerte sich der Arsengehalt im Körper der Teilnehmer um 47 Prozent. 

Wie kann Spirulina bei der Entgiftung von Schwermetallen helfen?

Spirulina kann: 

  • Blutkörperchen wiederaufbauen und auffrischen 
  • einen Energieschub verleihen 
  • bei der Entgiftung helfen 
  • das Wachstum von Bakterien im Verdauungstrakt stoppen 

Der Konsum von Spirulina führt zu einer vermehrten Produktion roter Blutkörperchen und steigert deren Fähigkeit Sauerstoff zu transportieren. Mehr Sauerstoff bedeutet, dass der Körper wirksamer entgiften kann! 

2. Spirulina beseitigt Candida

Candida ist eine Hefeinfektion, die vor allem in feuchten Körperregionen auftritt. Dazu gehört zum Beispiel der Bereich zwischen den Fingern und Zehen sowie rund um die Nägel. Treten bei Ihnen Rötungen, Juckreiz, Hautausschläge und/ oder Verfärbungen zwischen Ihren Fingern oder Zehen und/ oder um die Nägel auf, könnte dies auf eine Hefeinfektion zurückzuführen sein.  Aufgrund der heutigen zuckerlastigen Ernährung, welche reich an unnatürlichen Inhaltsstoffen, antimikrobiellen Resistenzen und ineffektiven antimykotischen Wirkstoffen ist, steigen Hefeinfektionen seit den 1980er Jahren stak an. Glücklicherweise scheint Spirulina dabei helfen zu können. 

Spirulina fördert das Wachstum einer gesunden Bakterienflora im Darm. Dadurch wird verhindert, dass Candida gedeiht. Zusätzlich können die immunverstärkenden Eigenschaften von Spirulina dem Körper helfen, Candida-Zellen zu eliminieren. Candida albicans ist die häufigste Form und für etwa 90 Prozent aller Hefeinfektionen verantwortlich. 

In den USA ist die Candida-Infektion die Hauptursache für einen Tod im Zusammenhang mit einer Mykose (Pilzinfektion). Heute ist das Markenzeichen für die meisten Autoimmunkrankheiten eine Überwucherung mit Candida. Was bedeutet das? Ohne ein gesundes Mikroflora-Gleichgewicht in unserem Körper sind wir einfach viel anfälliger für Krankheiten.

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3. Spirulina stoppt Viren wie HIV und Herpes

Vor nicht allzu langer Zeit konnten sich Epidemiologen nicht erklären, warum die Einwohner Japans, Koreas und des Tschad relativ niedrige HIV/ AIDS-Raten aufweisen. Eine mögliche Erklärung findet sich in einer 2012 im Journal of Applied Phycology veröffentlichten Studie. Demnach könnte es an der Menge an Algen liegen, die die Menschen in diesen Gebieten regelmäßig konsumieren!

Für eine Herpesinfektion gibt es bislang noch keine Heilung, ebenfalls konnte noch nicht festgestellt werden, welche Faktoren einen Ausbruch des Virus hervorrufen können, es wird jedoch vermutet, dass Stress dabei eine Rolle spielen kann. 

In einer Studie wurde die antiviralen Effekte von Spirulina getestet. Diese kam zum Resultat, dass Spirulina die Verbreitung von verschiedensten behüllten Viren im Körper stoppen kann, wie etwa HIV-1, Herpes Simplex Virus Typ-1, Influenza A Virus (Grippeart), Masern und Mumps.

Die Wirksamkeit von Spirulina auf diese Viren muss noch weiter untersucht werden, um sichere Ergebnisse zu liefern, jedoch kann angenommen werden, dass eine Besserung möglich ist. Besonders in der HIV-Forschung gibt es immer mehr positive Ergebnisse.

4. Spirulina wirkt unterstützend bei der Vorbeugung von Krebs

Krebserkrankungen waren die zweithäufigste Todesursache Deutschlands 2019 und verantwortlich für fast jeden 4 Todesfall. Eine Prävention von Krebs ist immer besser als eine Behandlung bzw. die Heilung. Spirulina könnte also buchstäblich Ihr Leben retten. 

Heute kann ein Großteil der in der Umwelt enthaltenen Giftstoffe karzinogene Mutationen hervorrufen. Wir nehmen sie über unsere Haut oder über Chemikalien in unserer Nahrung auf. Die Ergänzung mit Spirulina im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung ist eine effektive Möglichkeit, die schädlichen Auswirkungen von Giftstoffen im Körper zu bekämpfen. Eine dieser Wirkungen im Kampf gegen Krebs steht im Zusammenhang mit der Fähigkeit, das Immunsystem zu stimulieren und die Immunantwort zu verstärken. Auf diese Weise schützt Spirulina gegen abnormales und invasives Zellwachstum und somit gegen Krebs.

Krebszellen

Laut des University of Maryland Medical Center „deuten eine Reihe von Tier- und Laborstudien darauf hin, dass Spirulina die Produktion von Antikörpern erhöht. Dies gilt auch für Proteine, die Infektionen bekämpfen und andere Zellen, die das Immunsystem stärken und helfen, Infektionen und chronische Krankheiten wie Krebs abzuwehren.“ 

5. Spirulina senkt den Blutdruck 

Spirulina führt zu einer vermehrten Produktion von Stickoxiden (NO), die den Blutdruck senken

Stickoxide sind Gasmoleküle, die im Körper synthetisiert werden. Das Gas wirkt als Blutdruckregulator: Der Durchmesser der Blutgefäße wird vergrößert (erweitert). Dadurch erhöht sich der Blutfluss, sodass mehr Sauerstoff zu den Organen gelangen kann. Vermehrte NO-Produktion wird für eine Anzahl verschiedener Störungen wie Herzprobleme und Erektionsstörungen usw. verwendet. 

Eine Studie untersuchte anhand von 36 Probanden, Männern und Frauen, den Lipid- und Glukosespiegel im Blut sowie den Blutdruck vor und während der sechswöchigen Ergänzung mit 4,5 Gramm Spirulina pro Tag. Die Ergebnisse dieser Studie wurden im BioMed Central veröffentlicht und zeigen, dass Spirulina den Blutdruck effektiv senken kann. 

Sollten Sie bereits blutverdünnende Medikamente einnehmen, empfehlen wir vor der Einnahme von Spirulinapräperaten Ihren Arzt konsultieren.

6. Spirulina normalisiert auf natürliche Weise den Cholesterinspiegel 

Abermillionen Menschen schlucken täglich cholesterinsenkende Medikamente. Nach Aussage gewisser „Experten“ sollten weitere Abermillionen Menschen diese einnehmen, einschließlich Kinder! Statinhaltige Medikamente sind verantwortlich für eine Vielzahl von unerwünschten und gefährlichen Nebenwirkungen. 

Glücklicherweise stehen uns natürliche Möglichkeiten zur Verfügung, mit denen sich der Cholesterinspiegel senken lässt. Ganz oben auf der Liste stehen der Verzicht von Fruktose und Getreideprodukten sowie ausreichend Bewegung. Aber auch Spirulina kann helfen. Spirulina kann Arteriosklerose verhindern und den Cholesterinspiegel im Blut senken.  Eine Studie mit älteren Probanden (Männer und Frauen) im Alter zwischen 60 und 87 Jahren zeigte, dass die Patienten, die in 16 aufeinander folgenden Wochen acht Gramm Spirulina pro Tag erhielten, niedrigere Cholesterinwerte aufwiesen als diejenigen, denen ein Placebo verabreicht wurde. 

7. Spirulina hilft bei Eisenmangel

Eisen ist in Spirulina reichlich vorhanden und für eine gute Gesundheit unerlässlich. Eisen fördert die Bildung von Hämoglobin, also sauerstoffhaltiger Blutfarbstoff, der in gesunden roten Blutkörperchen vorkommt. Vor allem unter Frauen im reproduktiven Alter tritt Eisenmangel häufig auf. Mit Spirulina können Sie Ihren Eisen-Bedarf zumindest teilweise decken. Auch zur Behandlung eines Eisenmangels eignen sich Spirulinapräparate. 

7 Gramm der Blaualge, also ein Esslöffel voll, enthalten zwei Milligramm Eisen. 

Vermutlich möchten Sie nun wissen, wie Spirulina im Vergleich zu anderen Lebensmitteln bezüglich des Eisengehaltes abschneidet. Spirulina verfügt über einen sehr konzentrierten Eisengehalt verglichen mit manch anderen Lebensmitteln.

➤ Pro Pfund enthält sie das 2,19-fache des Eisengehaltes von Hühnerleber und im Allgemeinen, das sechs- bis zwölffache von Bohnen (je nach Bohnensorte).

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8. Spirulina verhilft zu mehr Energie

Im Hinblick auf die chemische Zusammensetzung ist es kein Wunder, dass jeder, der Spirulina regelmäßig konsumiert, vor Energie nur so strotzt. 

Fühlen Sie sich am Nachmittag auch oft müde und schlapp? Egal, was Sie versuchen, in einem solchen Moment kommen Sie einfach nicht von der Stelle. Vergessen Sie „Energie für fünf Stunden“. Spirulina verleiht Ihnen einen wahren Energieschub und ist so viel gesünder als Energy-Drinks. 

Warum verleiht Spirulina eine extra Portion Energie? Schauen wir uns zunächst einige der enthaltenen Aminosäuren an.

Die enthaltenen Aminosäuren Leucin, Tryptophan, Asparaginsäure, sowie Glycin, haben viele Vorteile für den Körper: 

  • verhelfen zu einer besseren Energiebilanz (Energiereserven und Produktionsrate)
  • erhöht die Fähigkeit, B-Vitamine zu verwenden 
  • wandeln Kohlenhydrate in Zellenergie um 
  • unterstützen die Regulierung des Blutzuckerspiegels (Umwandlung von Glukose in Energie) 

Wurden Ihnen jemals B-Vitamine zur Steigerung Ihres Energieniveaus empfohlen?

Spirulina enthält eine ganze Reihe an B-Vitaminen, wie Vitamin B1, B2 und B6. Sämtliche B-Vitamine verleihen Ihnen einen Energieschub, indem sie dem Körper helfen Kohlenhydrate in Glukose umzuwandeln. Auch Biotin und Vitamin E sind in diesem Zusammenhang nützlich. 

Achtung! Spirulina enthält KEIN Vitamin B12 in für den Körper „verwertbarer“ Form. Tatsächlich ist eine große Menge des Pseudovitamins B12 enthalten. Kaufen Sie Spirulina NICHT in der Hoffnung, Ihren B12-Bedarf damit decken zu können.

Last but not least dürfen Sie die Energie aus Kohlenhydraten nicht vergessen!

Sie denken jetzt wahrscheinlich: „Oh nein, bloß keine Kohlenhydrate.“ Keine Sorge, Spirulina enthält nur wenig Kohlenhydrate, doch die verfügbare Menge ist sehr nützlich und liefert saubere Energie. 

Nur 1/5 des Gewichts von Spirulina sind Kohlenhydrate und liegen als Glykogen vor. 

Erstaunlicherweise ist KEIN weiteres Obst oder Gemüse bekannt, das sofort verwertbares Glykogen enthält. Andere Nahrungsmittel enthalten Kohlenhydrate, die der Körper erst in Glykogen umwandeln muss. Und warum ist Glykogen wichtig? Es wird in den Muskeln gespeichert und steht als Energie zur Verfügung, sobald der Körper sie benötigt.

9. Spirulina beschleunigt die Gewichtsabnahme

Zunächst einmal sollte Ihnen bewusst sein, dass es keinen einfachen Weg gibt, um abzunehmen. Spirulina ist kein Wundermittel, das Ihnen vom einen auf den nächsten Tag die Mühe des Gewichtsverlustes übernimmt. Die Blaualge kann Sie nur dabei unterstützen. Die harte Arbeit, regelmäßig Sport zu machen und auf eine gesunde Ernährung zu achten, ist Ihre Aufgabe.

körperliche Bewegung

Inwiefern kann Spirulina helfen? Die Wirkung von Spirulina steht in Verbindung zu der Ursache des Problems. Es zügelt den Appetit und gibt Ihnen einen Energieschub. Diese Verbindung ist aber eher indirekt. Ein verminderter Appetit bedeutet nicht unbedingt, dass wir weniger essen. Genauso wenig führt mehr Energie dazu, dass wir mehr Sport treiben. 

Viele Menschen essen, weil es ihnen schmeckt, und nicht, weil sie hungrig sind. Ein verminderter Appetit hat darauf keinen Einfluss. Ist es Ihnen ernst und sind Sie bereit für Veränderungen, dann kann Ihnen Spirulina helfen und Sie beim Abnehmen unterstützen.

10. Spirulina lindert Sinusprobleme (Allergische Reaktionen)

Bei allergischer Rhinitis unterstützt Spirulina den Körper, indem sie die Entzündungen lindert, die bei zahlreichen Menschen Probleme mit den Nasennebenhöhlen verursachen. Das geht aus zahlreichen Studien hervor. Im Vergleich zu Placebo-Studien reduziert Spirulina Juckreiz, Nasenausfluss, verstopfte Nase und Niesen. Auch Heuschnupfenallergiker können ihre allergische Reaktionen mit Spirulina reduzieren. 

Chlorella vs. Spirulina: Worin unterscheiden Sie sich?

Spirulina und Chlorella werden gerne verwechselt, da sich die Algen sehr ähnlich sind. Generell ist Spirulina günstiger als Chlorella und leichter zu verdauen. Rein von der Nährwertangabe gilt Spirulina generell als gesünder, wobei Chlorella eine bessere Chlorophyllquelle ist.

Spirulina vs Chlorella

Welche Dosierung von Spirulina wird empfohlen?

Die in Studien verwendete Spirulina-Dosis ist sehr unterschiedlich. Im Allgemeinen zeigten bereits ein bis acht Gramm Spirulina täglich eine gewisse Wirkung. Die spezifische Dosis ist abhängig vom Einsatzzweck: 

  • Als Cholesterinsenker ist eine Dosis zwischen ein und acht Gramm pro Tag wirksam.
  • Für die Leistungsfähigkeit der Muskeln wurden Dosen zwischen zwei und 7,5 Gramm täglich getestet. 
  • Zur Kontrolle des Blutzuckerspiegels wurden leichte Auswirkungen bei einer Dosis von zwei Gramm täglich festgestellt. 
  • Der Blutdruck konnte mit Dosen zwischen 3,5 und 4,5 Gramm pro Tag beeinflusst werden. 
  • Eine Wirkung auf eine Fettleber konnte mit einer Dosis von 4,5 Gramm pro Tag erzielt werden. 

Wie bei jedem anderen Proteinpräparat auch existieren keine verbindlichen Dosierungsempfehlungen. Manchen ist ein Gramm täglich genug. Andere nehmen bis zu 20 Gramm Rohmasse – entsprechend zehn Gramm Qualitätsprotein – täglich. Sie können Spirulina auch mit anderen Proteinen kombinieren. 

Einsteiger sollten in der ersten Woche mit der sehr geringen Dosis von einem Gramm pro Tag beginnen. Auf diese Weise ermöglichen Sie Ihrem Körper, sich daran zu gewöhnen.

Achten Sie außerdem darauf, genügend Wasser zu trinken. Spirulina macht durstig! 

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Gibt es Nebenwirkungen von Spirulina?

Ärzte betrachten Spirulina im Allgemeinen als sicher, besonders angesichts ihrer langen Geschichte als Nahrungsmittel. Spirulina kann jedoch mit giftigen Metallen, schädlichen Bakterien und Mikrozystinen - Toxinen, die aus einigen Algen produziert werden - kontaminiert werden, wenn sie unter unsicheren Bedingungen gezüchtet wird. 

Kontaminierte Spirulina kann Leberschäden, Übelkeit, Erbrechen, Durst, Schwäche, schnellen Herzschlag, Schock und sogar Tod verursachen. Kontaminierte Spirulina kann vor allem für Kinder gefährlich sein. Das NIH (National Institutes of Health; Nationale Gesundheitsinstitute) empfiehlt, die Quelle von Spirulina in Nahrungsergänzungsmitteln genau zu prüfen, um sicherzustellen, dass sie unter sicheren Bedingungen angebaut und auf Toxine getestet werden. 

Menschen mit bestimmten Autoimmunerkrankungen sollten laut NIH Spirulinaprodukte meiden. Da Spirulina das Immunsystem stärkt, können Spirulina-Präparate die Symptome von Multipler Sklerose, Lupus, rheumatoider Arthritis und anderen Zuständen im Zusammenhang mit einem überaktiven Immunsystem verschlimmern. Aus demselben Grund kann Spirulina die Wirkung von Immunsuppressiva abschwächen, die häufig zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen verschrieben werden und die Abstoßung von Organtransplantaten durch den Körper verhindern sollen. 

Spirulina kann auch Arzneimittel beeinflussen, die die Blutgerinnung verlangsamen, einschließlich Blutverdünner wie Warfarin sowie nichtsteroidale entzündungshemmende (NSAIDS) Schmerzmittel. Die Kombination von Spirulina mit pflanzlichen Präparaten, die die Blutgerinnung verlangsamen, kann das Blutungsrisiko einer Person erhöhen. Nach Aussage der NIH gehören dazu Nelken, Danshen, Knoblauch, Ingwer, Ginkgo, Ginseng und Kurkuma. 

Frauen, die schwanger sind oder Stillen, sollten Spirulina meiden, da es für diese Gruppe keine Unbedenklichkeitsstudien gibt. Personen, die an Phenylketonurie leiden, sollten laut NIH ebenfalls auf Spirulina verzichten, da eine Einnahme die Auswirkung der genetischen Erkrankung verschlimmern könnte. 

Leider liegen nicht genügend Studien vor, um sichere Aussagen bezüglich der Dosierung von Spirulina treffen zu können. Fragen Sie daher am besten Ihren Arzt und beachten Sie die Anweisungen auf dem Etikett.

 

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