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Weizen ist seit Jahrtausenden ein Grundnahrungsmittel. Doch immer mehr Menschen entscheiden sich bewusst für einen Weizen-Verzicht. Manche müssen es wegen einer Zöliakie oder Allergie, andere erhoffen sich weniger Blähungen, mehr Energie oder ein paar Kilo weniger. Warum? Und wie kann ein mögliches Nährstoffdefizit ausgeglichen werden?
Hinter Beschwerden nach Brot, Nudeln oder Gebäck können drei verschiedene Dinge stecken. Die Beschwerden ähneln sich oft, verlangen aber einen unterschiedlichen Umgang mit Weizen (Størdal & Kurppa, 2025).
Erst testen, dann umstellen: Anhand der Beschwerden lassen sich Zöliakie und Glutensensitivität nicht unterscheiden. Der Test auf Zöliakie ist aber nur aussagekräftig, solange noch glutenhaltig gegessen wird (Leonard et al., 2017). Wer eine Unverträglichkeit vermutet, lässt deshalb zuerst in einer ärztlichen Praxis auf Zöliakie testen und stellt erst danach die Ernährung um. Das gilt besonders bei Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto, denn Zöliakie tritt zusammen mit anderen Autoimmunerkrankungen häufiger auf (Størdal & Kurppa, 2025).
Wer dauerhaft glutenfrei isst, nimmt oft zu wenig Magnesium, Zink, Eisen und Calcium auf (Vici et al., 2016). Magnesium, Zink, Selen und Calcium gibt es im Mineralstoff Komplett Paket zusammen, als vier einzelne Präparate.
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Weizenfrei heißt nicht automatisch glutenfrei: Roggen, Gerste und Hafer enthalten keinen Weizen, aber Gluten beziehungsweise glutenähnliches Eiweiß. Bei einer Weizenallergie wird Weizen gemieden, bei Zöliakie muss die Ernährung vollständig glutenfrei sein.
Getreide und Körner ohne Weizen:
Das ist ebenfalls Weizen: Dinkel, Grünkern (unreif geernteter Dinkel), Emmer, Einkorn und Khorasan-Weizen sind Weizenarten. Auch Hartweizengrieß, Bulgur, Couscous und Seitan bestehen aus Weizen.
Versteckter Weizen: Weizen steckt häufig in Paniermehl, mit Mehl gebundenen Soßen und Suppen, Fertiggerichten, Wurstwaren, Süßwaren, Weizenbier und in Sojasauce, die klassisch mit Weizen gebraut wird.
Etiketten lesen: In der EU müssen glutenhaltige Getreide im Zutatenverzeichnis hervorgehoben werden, ausdrücklich auch Weizenarten wie Dinkel und Khorasan-Weizen (Verordnung (EU) Nr. 1169/2011). Die Angabe „glutenfrei" ist erlaubt, wenn ein Lebensmittel höchstens 20 mg Gluten pro Kilogramm enthält (Durchführungsverordnung (EU) Nr. 828/2014). Solche Produkte können dennoch speziell aufbereitete Weizenstärke enthalten. Bei Zöliakie ist das in Ordnung, bei einer Weizenallergie lohnt ein zweiter Blick auf die Zutatenliste.
Mehle statt Weizen: Zum Backen und Kochen eignen sich Roggen-, Buchweizen-, Hirse-, Reis-, Mais-, Kichererbsen-, Hafer- und Mandelmehl. Glutenfreie Mehle kleben weniger; ein Bindemittel wie Ei oder Flohsamenschalen hält Teig und Brot zusammen.
Beim Verzicht auf Weizen sollte man darauf achten, wichtige Nährstoffe, die man durch weizenhaltige Produkte zu sich nimmt, anderweitig zu erhalten. In manchen Fällen kann dies durch eine ausgewogene Ernährung erreicht werden. In anderen Fällen kann es sinnvoll sein, bestimmte Nahrungsergänzungsmittel zu verwenden. Besonders Patienten, die an Zöliakie leiden und auf Weizen bzw. Gluten in ihrer Ernährung verzichten müssen, weisen häufig eine Unterversorgung an diversen B-Vitaminen auf. In einer Studie zeigte die Hälfte der Erwachsenen mit Zöliakie nach 8 bis 12 Jahren glutenfreier Ernährung Zeichen einer schlechten Vitaminversorgung; Folsäure war bei 37 % zu niedrig, Vitamin B6 bei 20 % (Hallert et al., 2002).
Denn unverarbeiteter Weizen ist besonders reich an verschiedenen B-Vitaminen, wie B1, B2, B3, B5, B6, B7 (Biotin) und B9 (Folsäure). Diese B-Vitamine spielen eine Schlüsselrolle in der Energieproduktion und bei anderen Stoffwechselprozessen im Körper. Unsere Vitamin B-Komplex Kapseln von Herbano enthalten alle 8 der wichtigen B-Vitamine und sorgen somit für eine ganzheitliche Rundum-Versorgung.
Des Weiteren weist das Getreide auch einen hohen Gehalt an Ballaststoffen, Eisen, Zink und Magnesium auf. Eine Übersichtsarbeit fand bei glutenfreier Ernährung genau hier Lücken: zu wenig Ballaststoffe, Vitamin D, Vitamin B12 und Folsäure sowie Eisen, Zink, Magnesium und Calcium (Vici et al., 2016). Gute Quellen ohne Weizen sind Hülsenfrüchte, Hirse, Buchweizen, Haferflocken, Nüsse und Samen; mehr dazu in den Ratgebern zu magnesiumreichen Lebensmitteln und Lebensmitteln mit Zink.
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Dass der Verzicht auf Weizen oder Gluten allein beim Abnehmen hilft, ist nicht belegt. Bei Menschen mit Zöliakie war eine glutenfreie Ernährung in einer Auswertung von 10 Studien mit 2.450 Betroffenen bei manchen sogar mit einem höheren Körpergewicht verbunden; glutenfreie Kost enthält oft mehr Zucker und Fett (Peleg et al., 2024). Entscheidend ist also, womit Weizen ersetzt wird: Wer Weißmehlgebäck, Kuchen und Snacks weglässt und stattdessen Gemüse, Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Vollkorn aus Hafer, Hirse oder Buchweizen isst, spart Kalorien und wird länger satt. Glutenfreie Kekse, Brote und Nudeln aus dem Regal sind dagegen kein Schlankmacher.
Wichtiger Hinweis
Dieser Ratgeber dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Die Inhalte der Herbano Gesundheitsredaktion werden sorgfältig recherchiert und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Studien.
Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und von der Herbano Redaktion bearbeitet.
Bei einer Weizenallergie oder -sensitivität eignen sich reines Roggenbrot, Roggenvollkornbrot und Brote aus Buchweizen, Hirse oder Hafer. Viele Roggenmischbrote und alle Dinkelbrote enthalten Weizen, deshalb lohnt der Blick auf die Zutatenliste. Bei Zöliakie kommt nur als glutenfrei gekennzeichnetes Brot in Frage.
Nein. Dinkel ist eine Weizenart und enthält Gluten, ebenso Grünkern, Emmer, Einkorn und Khorasan-Weizen. Wer weizenfrei isst, meidet deshalb auch diese Getreide.
Nein. Roggen und Gerste sind weizenfrei, enthalten aber Gluten. Umgekehrt dürfen als glutenfrei gekennzeichnete Produkte speziell aufbereitete Weizenstärke enthalten. Bei Zöliakie zählt „glutenfrei", bei einer Weizenallergie „weizenfrei".
Bei Zöliakie ist die glutenfreie Ernährung die Behandlung: Die Entzündung im Dünndarm geht zurück und viele Beschwerden bessern sich. Bei gesunden Ausdauersportlern änderte eine Woche ohne Gluten weder Verdauungsbeschwerden noch Wohlbefinden oder Entzündungswerte. Wer auf Gluten verzichtet, achtet am besten auf genug Ballaststoffe, B-Vitamine und Mineralstoffe aus anderen Lebensmitteln.
Roggen-, Buchweizen-, Hirse-, Reis-, Mais-, Kichererbsen-, Hafer- und Mandelmehl ersetzen Weizenmehl gut. Glutenfreie Mehle brauchen beim Backen ein Bindemittel wie Ei oder Flohsamenschalen. Dinkelmehl ist keine Alternative, weil Dinkel selbst eine Weizenart ist.
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