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Hormone – wie Östrogen, Adrenalin und Insulin – sind äußerst wichtige chemische Botenstoffe, die viele Aspekte der allgemeinen Gesundheit beeinflussen. Hormone werden von verschiedenen Drüsen und Organen freigesetzt. Dazu gehören die Schilddrüse, die Nebennieren, die Hypophyse, die Eierstöcke, die Hoden und die Bauchspeicheldrüse. Das gesamte endokrine System ist für die Kontrolle des Hormonspiegels verantwortlich. Selbst bei kleinsten Störungen eines oder mehrerer Hormone kann es zu Gesundheitsproblemen kommen, die den ganzen Körper betreffen. Hormonelle Störungen werden in der Regel mit synthetischen Hormonersatztherapien, der Antibabypille, Insulininjektionen, Schilddrüsenmedikamenten usw. behandelt.
Die gute Nachricht: Den Hormonhaushalt kann jeder auch auf natürliche Weise unterstützen.Hier steht, auf welche Art von hormoneller Störung bestimmte Symptome hinweisen können, welche Ursachen dahinterstecken und wie sich das hormonelle Gleichgewicht auf natürlichem Weg unterstützen lässt.
Für einen ausgeglichenen Hormonhaushalt ist es hilfreich, grundlegend über das endokrine System Bescheid zu wissen, also wie einzelne Hormone zusammenwirken, um eine Homöostase (Gleichgewicht der physiologischen Körperfunktionen) aufrechtzuerhalten. Das endokrine System ist für die Koordinierung der Beziehung zwischen verschiedenen Organen und Hormonen verantwortlich, d.h. chemischen Substanzen, die aus Hormondrüsenzellen in den Blutkreislauf abgegeben werden.
Sobald Hormone ins Blut abgegeben werden, suchen diese sich ihr Ziel in bestimmten Geweben oder Zellen, indem sie sich an Rezeptoren binden, die sich innerhalb der Zelle oder auf ihrer Oberfläche befinden. Diese Hormone wirken als chemische Botenstoffe und spielen eine Schlüsselrolle bei der Aufrechterhaltung sämtlicher Körperfunktionen.
Das endokrine System besteht aus vielen Drüsen, einschließlich der Hypophyse, der sogenannten „Masterdrüse“, die für die Übertragung von Informationen vom Gehirn zu anderen Drüsen im Körper verantwortlich ist. Die Hypophyse produziert außerdem viele Hormone, die durch den Körper wandern und verschiedene wichtige Funktionen übernehmen.
Die Hypophyse besteht aus zwei verschiedenen Gewebearten:
Zwei Hormone, die von der Hypophyse ausgeschüttet werden, sind das Wachstumshormon, das für Wachstum und Entwicklung des Körpers verantwortlich ist, sowie Prolaktin. Dieses Hormon stimuliert die Milchproduktion nach einer Entbindung.
Glandotrope Hormone werden ebenfalls in der vorderen Hypophyse, einer endokrinen Drüse, produziert und ausgeschieden. Ihr Ziel sind andere endokrine Drüsen.
Zu diesen Hormonen gehören:
Die hintere Hypophyse produziert selbst keine Hormone, sondern speichert zwei Hormone aus dem Hypothalamus und gibt diese dann an den Blutkreislauf ab.
Weitere wichtige Drüsen des endokrinen Systems sind die Zirbeldrüse, die Schilddrüse, die Nebenschilddrüse, die Thymusdrüse und die Nebennieren.
Es werden zwei große Gruppen von Hormonen, die im menschlichen Körper zirkulieren, unterschieden:
Es folgt eine kurze Übersicht über diese Untergruppen:
Diese Hormone senden Botschaften aus, die von Hormonrezeptoren empfangen und verarbeitet werden. Diese Rezeptoren signalisieren der Zielzelle dann die spezifische Reaktion auf diese Botschaften.
Das gesamte endokrine System ist für die Kontrolle des Hormonspiegels im Körper verantwortlich und kann diese Aufgabe nur gemeinsam bewältigen. Besteht bei nur einem dieser Hormone ein kleines Ungleichgewicht, kann dies weitreichende Konsequenzen haben. Es kommt zu Beschwerden, die sich auf das Wachstum, die sexuelle Entwicklung und Funktion, den Schlaf, den Stoffwechsel und das Hungergefühl auswirken.
Zu einigen der häufigsten Anzeichen und Symptome hormoneller Störungen gehören:
Die Symptome hormoneller Störungen können dramatisch variieren, je nachdem, welche Art von Störung oder Krankheit sie verursachen. So kann beispielsweise ein hoher Östrogenspiegel zu Problemen wie Endometriose und Fortpflanzungsproblemen führen. Zu den Symptomen eines Diabetes gehören oft Gewichtszunahme, Appetitveränderungen, Nervenschäden und Sehstörungen.
Einige spezifische Probleme, die in Zusammenhang mit einigen der häufigsten hormonellen Störungen stehen, sind u.a.:
Im Laufe des Zyklus steigen und fallen Östrogen und Progesteron (Gelbkörperhormon) nach einem festen Muster. Gerät dieses Zusammenspiel aus dem Takt, zeigt sich das oft als unregelmäßiger Zyklus, als prämenstruelles Syndrom (PMS) mit Brustspannen und Stimmungstiefs oder ab etwa Mitte 40 als Wechseljahresbeschwerden. Neben Schlaf, Stressabbau und Bewegung sind vor allem zwei Pflanzen gut untersucht:
Mönchspfeffer und Maca gibt es im Zyklus Paket zusammen – als zwei eigene Präparate, jedes in seiner eigenen Dosierung.
Zu viele männliche Hormone: Bei Frauen mit dem polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) sind die männlichen Hormone oft erhöht. In einer Studie mit 42 Frauen mit PCOS senkten zwei Tassen Tee aus Grüner Minze (Spearmint) täglich das freie und das gesamte Testosteron innerhalb von 30 Tagen deutlich (Grant, 2010). PCOS gehört trotzdem in gynäkologische Begleitung.
Mönchspfeffer ist nicht für Schwangerschaft und Stillzeit gedacht. Wer hormonell verhütet oder Hormone einnimmt, bespricht die Einnahme vorher mit der gynäkologischen Praxis.
Prolaktin wird in der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) gebildet und regt nach der Geburt die Milchbildung an. Ist der Spiegel außerhalb von Schwangerschaft und Stillzeit erhöht, kann das bei Frauen den Zyklus stören und zu Brustspannen oder Milchfluss führen. Bei Männern kann ein hoher Prolaktinwert Lust und Potenz dämpfen.
Erst die Ursache klären: Hinter erhöhten Werten können Stress, bestimmte Medikamente, eine Schilddrüsenunterfunktion oder eine gutartige Geschwulst der Hypophyse (Prolaktinom) stecken. Für Diagnose und Behandlung gibt es eine eigene ärztliche Leitlinie, die auch durch Medikamente ausgelöste Prolaktin-Erhöhungen behandelt (Melmed et al., 2011). Ein erhöhter Wert sollte deshalb immer ärztlich abgeklärt werden. Verordnete Medikamente nie eigenmächtig absetzen.
Bei Frauen: Mönchspfeffer gilt als natürlicher Prolaktinhemmer. Seine Inhaltsstoffe (Diterpene) docken an Dopamin-Rezeptoren an und bremsen so die Prolaktin-Ausschüttung – ähnlich stark wie Dopamin selbst (Wuttke et al., 2003). Bei leicht erhöhtem Prolaktin senkte ein Mönchspfeffer-Extrakt den Wert in einer Studie ähnlich gut wie das Medikament Bromocriptin (van Die et al., 2013). Fachleute sehen ihn als Möglichkeit für Frauen mit leicht erhöhtem Prolaktin, die eine pflanzliche Behandlung wünschen (Puglia et al., 2023).
Bei Männern: Hier gibt es weniger Studien. In einer Placebo-kontrollierten Studie mit 20 gesunden Männern hing die Wirkung eines Mönchspfeffer-Extrakts auf Prolaktin von der Dosis und vom Ausgangswert ab; die höheren Dosen senkten die Ausschüttung leicht. Die Werte für Testosteron, LH und FSH blieben dabei unauffällig (Merz et al., 1996). Männer mit erhöhtem Prolaktin lassen die Ursache am besten urologisch oder endokrinologisch abklären.
Hypothalamus und Hypophyse (Hirnanhangdrüse) sind die Schaltzentrale des Hormonsystems: Sie steuern Schilddrüse, Nebennieren, Eierstöcke und Hoden. Die Naturheilkunde setzt hier vor allem an den Faktoren an, die diese Schaltzentrale nachweislich beeinflussen:
Mönchspfeffer setzt direkt an der Hypophyse an, indem er die Prolaktin-Ausschüttung dämpft. Warnzeichen wie anhaltende Kopfschmerzen mit Sehstörungen, Milchfluss außerhalb der Stillzeit oder ein über Monate ausbleibender Zyklus gehören in die endokrinologische Abklärung.
Wenn wir Zucker und einfache Kohlenhydrate essen, die im Körper zu Zucker umgewandelt werden, wird Insulin freigesetzt, um den Blutzuckerspiegel auszugleichen. Sobald wir Zucker und einfache Kohlenhydrate im Übermaß zu uns nehmen, muss unser Körper Insulin im Übermaß produzieren, um den Blutzuckerspiegel immer wieder auszugleichen. Dies kann dazu führen, dass unser Körper im Laufe der Zeit resistent gegenüber Insulin wird und der Blutzuckerspiegel nicht mehr ausgeglichen werden kann. Insulin steht in enger Verbindung mit anderen Hormonen. Eine Insulinresistenz führt oft zu Störungen des Cortisol-, Progesteron- und Östrogenspiegels.
Statt einfacher Kohlenhydrate und Zucker empfiehlt sich eine ausgewogene Ernährung mit komplexen Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Proteinen und gesunden Fetten. Das vermeidet allzu große Schwankungen des Blutzuckerspiegels und reduziert Stress im Zuge der Insulinproduktion. Darüber hinaus versorgt eine gesunde und ausgewogene Ernährung den Körper mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralien.
Eine hormonfreundliche Ernährung ist wichtiger Bestandteil einer natürlichen hormonausgleichenden Behandlung und hilft, den Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Der Schlüssel für einen ausgeglichenen Hormonhaushalt liegt somit im Verzehr von Lebensmitteln mit einem hohen Gehalt an kurz-, mittel- und langkettigen Fettsäuren. Unser Körper benötigt verschiedene Arten von Fetten, um Hormone bilden zu können, darunter gesättigte Fettsäuren und Cholesterin. Diese essenziellen Fette sind nicht nur grundlegende Bausteine der Hormonproduktion, sondern wirken entzündungshemmend, steigern den Stoffwechsel und fördern die Gewichtsabnahme. Gesunde Fette haben den gegenteiligen Effekt von raffinierten Kohlenhydraten, die zu Entzündungen führen und das Gleichgewicht der Hormone beeinträchtigen können.
Besonders empfehlenswert sind diese vier entzündungshemmenden, gesunden Fette:
Kokosöl verfügt über zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften, beispielsweise über eine natürliche antibakterielle und fettverbrennende Wirkung.
Avocados können die Herzgesundheit verbessern, wirken entzündungshemmend, regulieren den Appetit und tragen zur Deckung unseres Bedarfs an Ballaststoffen und Nährstoffen wie Kalium bei.
Auch Lachs ist ein wahres Ernährungswunder: Er ist eine der besten Quellen für Omega-3-Fettsäuren, die bekanntermaßen Entzündungen lindern und die kognitive Funktion stärken. Omega-3-Fettsäuren sind wichtiger Bestandteil unserer Gehirnzellmembranen und unerlässlich für die Kommunikation zwischen einzelnen Gehirnzellen. In Tierversuchen mit Mäusen schützten Omega-3-Fettsäuren nach einer Hirnverletzung Nervenzellen im Hippocampus und dämpften Entzündungsreaktionen (Pu et al., 2013).
Als Faustregel gilt: Öle mit einem hohen Anteil an Omega-6-Fettsäuren (Distelöl, Sonnenblumenöl, Maisöl, Baumwollsamenöl, Sojaöl und Erdnussöl) sparsam verwenden und stattdessen mehr Lebensmittel essen, die reich an natürlichen Omega-3-Fettsäuren sind (Fisch aus Wildfang, Leinsamen, Chiasamen, Walnüsse und tierische Produkte aus Weidehaltung).
Allerdings gibt es eine Omega-6-Fettsäure, die eine Ausnahme bildet. Diese Fettsäure wird GLA genannt. GLA (Gamma-Linolensäure) kann als Ergänzungspräparat (Nachtkerzenöl oder Borretschöl) eingenommen werden und ist auch in Hanfsamen enthalten. Nachtkerzenöl wird vor allem bei prämenstruellen Beschwerden und in den Wechseljahren eingesetzt.
Bei adaptogenen Kräutern handelt es sich um eine besondere Gruppe von Heilpflanzen, die dem Körper helfen, sich an Belastungen anzupassen, und so ein hormonelles Gleichgewicht fördern können – gerade bei zu viel Stress. Doch Adaptogene können nicht nur die Immunabwehr stärken und Stress bekämpfen. Verschiedenen Adaptogenen – darunter Ashwagandha, medizinische Pilze wie Reishi oder Cordyceps, Rhodiola Rosea und heiligem Basilikum – werden darüber hinaus folgende Eigenschaften zugeschrieben:
Vor allem Ashwagandha ist gut untersucht: In einer Placebo-kontrollierten Studie mit 64 gestressten Erwachsenen sank der Cortisolspiegel mit zweimal täglich 300 mg Wurzelextrakt nach 60 Tagen deutlich (Chandrasekhar et al., 2012). Bei Menschen mit leichter (subklinischer) Schilddrüsenunterfunktion verbesserten 600 mg Wurzelextrakt täglich die Schilddrüsenwerte TSH, T3 und T4 innerhalb von acht Wochen (Sharma et al., 2018). Weil Ashwagandha die Schilddrüsenhormone anheben kann, sollte es bei einer Schilddrüsenüberfunktion oder zusammen mit Schilddrüsenmedikamenten nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden. Auch bei einer Nebennierenschwäche wird Ashwagandha eingesetzt. Zu einer Erschöpfung der Nebennieren kommt es, wenn der Körper zu viel emotionalem, physischem oder psychischem Stress ausgesetzt ist. Dies führt zu Störungen im Hormonhaushalt und betrifft vor allem die Hormone Adrenalin, Cortisol und Progesteron (Gelbkörperhormon).
Heiliges Basilikum, das auch als Tulsi bekannt ist, hilft, den Cortisolspiegel zu regulieren und wirkt so als natürliches Mittel gegen Angst und emotionalen Stress. Studien zeigen, dass heiliges Basilikum auch Organe und Gewebe vor chemischem Stress durch Schadstoffe und Schwermetalle schützen kann, ebenfalls Faktoren, die zu einer Störung im Hormonhaushalt führen können.
Adaptogene von Herbano Ansehen
Gemäß Aussagen der traditionellen chinesischen Medizin haben Gefühle einen direkten Einfluss auf unsere Gesundheit. Die Behandlung emotionaler Störungen, äußere Faktoren und unser Lebenswandel können dazu beitragen, Gesundheitsbeschwerden im Zusammenhang mit hormonellen Störungen vorzubeugen.
Anhänger der traditionellen chinesischen Medizin sind der Ansicht, dass Gefühle der Angst Krankheiten in den Fortpflanzungsorganen, Nieren und Nebennieren verursachen und den Cortisolspiegel beeinflussen. Dies kann zu schweren Erkrankungen wie PCOS und Unfruchtbarkeit führen. Gefühle von Frustration, Ungeduld und Unversöhnlichkeit verursachen Erkrankungen in der Leber, die zu einem Östrogenungleichgewicht führen können. Gefühle der Sorge und Angst können Probleme mit dem Insulinspiegel verursachen, die mehrere andere Hormone in Mitleidenschaft ziehen.
Wichtig für einen natürlich ausgeglichenen Hormonhaushalt ist es, emotionale Belastungen anzugehen: Stress abbauen, sich Zeit für sich selbst nehmen und das eigene Leben reflektieren. Meditation oder Beten können dafür sehr nützlich sein, ebenso Atemübungen, Zeit im Freien und tägliche Bewegung. Therapien der traditionellen chinesischen Medizin wie Akupunktur und Massage können ebenfalls dazu beitragen, ein hormonelles Gleichgewicht herzustellen, Stress zu bekämpfen und die Durchblutung anzuregen.
Gefühle stehen in enger Verbindung mit den Hormonen. Wer bei einer dieser Komponenten ein Gleichgewicht herstellt, wirkt damit auch auf die andere. Stress, Wut, Unruhe oder Angst können den Hormonhaushalt beeinträchtigen und auf Dauer zu gesundheitlichen Problemen führen. Hilfreich ist es, täglich am emotionalen Gleichgewicht zu arbeiten und entsprechende Gewohnheiten in den Alltag einzubinden.
Für einen natürlich ausgeglichenen Hormonhaushalt kann es sinnvoll sein, die Belastung mit Schadstoffen zu verringern und herkömmliche Körperpflegeprodukte zu meiden. Diese enthalten teils potenziell schädliche Chemikalien wie Diethanolamin (DEA), Parabene, Propylenglykol und Natriumlaurylsulfat. Eine bessere Alternative ist die Verwendung von Naturprodukten mit Inhaltsstoffen wie ätherischen Ölen, Kokosöl, Sheabutter und Rizinusöl.
Die Arbeitsgruppe Umwelt hat über 72.000 Produkte bewertet und in einen leicht verständlichen Leitfaden aufgenommen. Das ist eine gute Quelle für sichere Produkte für die ganze Familie. In der „Skin Deep Cosmetic Database“ der Arbeitsgruppe finden sich Empfehlungen, welche Produkte sich eignen und welche man möglichst meidet.
Zur hormonellen Wirkung ätherischer Öle gibt es erste Studien am Menschen. Am besten untersucht ist Muskatellersalbei: Bei 22 Frauen in den Wechseljahren sank der Cortisolspiegel nach dem Einatmen des Öls deutlich, bei Frauen mit depressiver Neigung um bis zu 36 % (Lee et al., 2014). Statt herkömmlicher Duft- und Pflegeprodukte eignen sich diese ätherischen Öle:
Manchmal ist es notwendig, Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, um Nährstoffmängel zu verhindern oder auszugleichen, die hormonelle Störungen hervorrufen können. Diese Präparate tragen zu einem ausgeglichenen Hormonhaushalt bei:
Hilfsmittel für den Ausgleich des Hormonhaushalts Ansehen
Viele Medikamente haben Nebenwirkungen. Einige können den Hormonhaushalt ganz schön durcheinanderbringen und gehen mit Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Veränderungen des Appetits, veränderte Schlafmuster, geringem Sexualtrieb, Traurigkeit und sogar Depressionen einher. Medikamente, die das Hormonsystem beeinflussen können, sind beispielsweise Kortikosteroide, Stimulanzien, Statine, Dopaminagonisten, Rexinoide und Glucocorticoide. Wer solche Nebenwirkungen bemerkt, spricht am besten mit der behandelnden Praxis darüber – auch über mögliche natürliche Ergänzungen. Verordnete Medikamente nie eigenmächtig absetzen.
Auch die Antibabypille greift deutlich in den Hormonhaushalt ein: Sie ist eine Hormontherapie, die den eigenen Eisprung unterdrückt. Vor allem bei langfristiger Einnahme können Nebenwirkungen auftreten. Wer Beschwerden bemerkt oder die Pille absetzen möchte, bespricht das mit der gynäkologischen Praxis und klärt dabei gleich eine andere sichere Verhütung – die Pille nie ohne andere Verhütung weglassen. Mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem:
Wer dauerhaft weniger als 7 bis 8 Stunden schläft, tut dem Körper keinen Gefallen. Schlafmangel oder ein beeinträchtigter Bio-Rhythmus ist einer der wichtigsten Faktoren für hormonelle Störungen. Warum ist das so? Weil die Hormone nach einem festen Plan agieren! Typisches Beispiel: Cortisol, das wichtigste „Stresshormon“, folgt einem Tagesrhythmus – um Mitternacht ist der Spiegel am niedrigsten, am frühen Morgen am höchsten. Wer sehr spät ins Bett geht, gönnt der natürlichen „Kampf-oder-Flucht“-Stressreaktion daher kaum eine Pause.
Schlafmangel, der langfristige Einsatz von Kortikosteroiden sowie chronischer Stress sind drei der Hauptgründe für einen hohen Cortisolspiegel. In einem Bericht, der im Indian Journal of Endocrinology and Metabolism veröffentlicht wurde, heißt es, dass „Stress zu Veränderungen im Blutspiegel vieler Hormone führen kann, darunter Glucocorticoide, Katecholamine, Wachstumshormone und Prolaktin“.
Schlaf hilft, Stresshormone im Gleichgewicht zu halten, baut Energie auf und ermöglicht dem Körper, sich richtig zu erholen. Übermäßiger Stress und schlechter Schlaf sind mit einem erhöhten Cortisolspiegel am Morgen, verminderter Immunität, Problemen mit der Arbeitsleistung und einer höheren Anfälligkeit für Angst, Gewichtszunahme und Depression verbunden. Für die Hormonfunktion ist es ideal, gegen 22 Uhr ins Bett zu gehen und sich so oft wie möglich an einen regelmäßigen Schlaf-Wach-Zyklus zu halten.
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Der Körper braucht regelmäßige Bewegung, um gesund zu bleiben. Das ist insbesondere für die hormonelle Gesundheit wichtig. Körperliche Bewegung und Sport (wenn richtig ausgeführt) tragen zur Regulierung der Hormone im Körper bei. Leichte Übungen wie Yoga, Pilates, Schwimmen, Wandern oder Tai Chi eignen sich zur Senkung des Cortisolspiegels. Studien zeigen, dass intensive Workouts oder Sportarten wie Langstreckenlauf und hochintensives Intervalltraining, tatsächlich zu einer Erhöhung des Cortisolspiegels führen können. Wer den Stresshormonspiegel senken möchte, hält zumindest zeitweise Abstand von schweißtreibenden Workouts und wählt eine weniger anstrengende Alternative. Eine weitere Studie mit 60 trainierten Sportlern ergab, dass sich die Schilddrüsenwerte an der anaeroben Schwelle (70 % der maximalen Herzfrequenz) am stärksten veränderten. Bei 90 % stiegen T4 und das schilddrüsenstimulierende Hormon weiter an (Ciloglu et al., 2005). Bewegung wirkt also spürbar auf die Schilddrüse.
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Bei hormonellen Störungen handelt es sich um multifaktorielle Störungen, d.h. sie werden durch eine Kombination von Faktoren wie Ernährung, Krankengeschichte, Genetik, Stressniveau und Belastung durch Giftstoffe aus der Umwelt verursacht.
Einige der Hauptursachen für hormonelle Ungleichgewichte sind u.a.:
Wer sich Sorgen um die eigene Hormongesundheit macht, kann die Hormonwerte auf folgende Weise testen lassen:
In einigen Fällen ist eine Behandlung mit synthetischen Hormonen unerlässlich (beispielsweise Insulin oder Schilddrüsenmedikamente). Die beschriebenen Änderungen am Lebensstil können die Behandlung aber sinnvoll ergänzen und leichtere Beschwerden lindern.
Patienten mit diagnostizierten hormonellen Störungen – darunter Diabetes Typ-1 oder Typ-2, Nebennierenschwäche, Addison-Krankheit, Morbus Basedow und Cushing-Syndrom – sollten stets mit ihrem Arzt sprechen, bevor sie ihre Medikamente absetzen.
Die beschriebenen natürlichen Methoden können trotzdem helfen und die Beschwerden lindern. Dies sollte jedoch unter ärztlicher Aufsicht geschehen. Da hormonelle Störungen so unterschiedlich hinsichtlich der Schwere ihrer Symptome ausgeprägt sind, lohnt es sich, Gefühle und Beobachtungen aufzuschreiben, insbesondere wie der Körper auf die verschiedenen Maßnahmen reagiert.
Den Hormonhaushalt unterstützen auf natürliche Weise eine entzündungshemmende Ernährung, genügend Omega-3-Fettsäuren, ausreichend guter Schlaf, körperliche Bewegung und eine effektive Stressbewältigung. Anhaltende Beschwerden gehören zusätzlich ärztlich abgeklärt.
Wichtiger Hinweis
Dieser Ratgeber dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Die Inhalte der Herbano Gesundheitsredaktion werden sorgfältig recherchiert und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Studien.
Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und von der Herbano Redaktion bearbeitet.
Typische Zeichen sind ein unregelmäßiger Zyklus, anhaltende Müdigkeit, Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen, weniger Lust, Haarausfall oder eine Gewichtsveränderung ohne erkennbaren Grund. Da viele Hormone zusammenwirken, zeigt erst eine ärztliche Untersuchung mit Blutwerten, welches Hormon aus dem Gleichgewicht ist.
Meist einige Wochen bis Monate. In Studien zeigten sich Effekte von Maca nach sechs Wochen, von Ashwagandha auf die Schilddrüsenwerte nach acht Wochen; Mönchspfeffer wurde bei Zyklusbeschwerden meist drei Monate lang eingenommen. Veränderungen beim Schlaf und beim Stress wirken oft schneller, brauchen aber Regelmäßigkeit.
Am besten untersucht ist Tee aus Grüner Minze (Spearmint): Bei Frauen mit PCOS senkten zwei Tassen täglich das Testosteron innerhalb von 30 Tagen. Er eignet sich damit vor allem, wenn zu viele männliche Hormone im Spiel sind.
Einige Pflanzen sind in Placebo-kontrollierten Studien gut untersucht: Mönchspfeffer bei PMS und leicht erhöhtem Prolaktin, Maca bei Wechseljahresbeschwerden und Ashwagandha bei Stress und leichter Schilddrüsenunterfunktion. Bei einem Mangel helfen außerdem Nährstoffe wie Vitamin D. Wichtig ist, das passende Mittel zur jeweiligen Ursache zu wählen.
Immer dann, wenn Beschwerden über Wochen anhalten oder stark sind – etwa bei einem über Monate ausbleibenden Zyklus, unerfülltem Kinderwunsch, Milchfluss außerhalb der Stillzeit, starkem Durst, Herzrasen oder ungewollter Gewichtsveränderung. Natürliche Maßnahmen ergänzen die ärztliche Behandlung, ersetzen sie aber nicht.
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