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Unter dem Namen „Spondylose“ können sich viele Menschen nichts vorstellen, dennoch handelt es sich dabei um eine recht häufige degenerative Erkrankung.
Bislang kann diese nicht geheilt werden, die Beschwerden lassen sich aber gut behandeln. Wer die Ursachen, Symptome und Risikofaktoren der Erkrankung kennt, kann früh gegensteuern.
Spondylose ist eine altersbedingte Veränderung der Wirbelsäule. Sie kann Beweglichkeit und Lebensqualität erheblich einschränken, bleibt bei vielen Menschen aber ohne Beschwerden.
Die Diagnose „Spondylose“ stellt eine Ärztin oder ein Arzt anhand der Beschwerden, der Untersuchung und bildgebender Verfahren wie Röntgen, CT oder MRT. Die Bilder allein sagen wenig, denn Verschleißzeichen finden sich auch bei sehr vielen Menschen ohne Schmerzen (Brinjikji et al., 2015). Rückgängig machen lässt sich der Verschleiß nicht, Schmerzen und Beweglichkeit bessern sich aber in vielen Fällen ohne Operation. Allerdings ist jeder Fall anders.
Verschleißzeichen an der Wirbelsäule sind sehr häufig: In einer Auswertung von 33 Studien mit 3.110 Menschen ohne Rückenschmerzen hatten 37 % der 20-Jährigen und 96 % der 80-Jährigen abgenutzte Bandscheiben (Brinjikji et al., 2015). Ärzte vermuten, dass viele Fälle auf eine genetische Vorbelastung sowie Verletzungen zurückzuführen sind. Jedoch sollten stets auch andere Ursachen ernsthaft in Erwägung gezogen werden.
Mit dem Begriff „Spondylose“ werden verschiedene Abnutzungserscheinungen an Bandscheiben, Wirbelkörpern und kleinen Wirbelgelenken bezeichnet (Tetreault et al., 2015). Diese sind zumeist altersbedingt und nicht lebensbedrohlich, können jedoch eine ganze Reihe physischer, mentaler oder emotionaler Folgeerscheinungen nach sich ziehen, die ebenso bzw. sogar in stärkerem Ausmaße das Wohlbefinden des Einzelnen beeinträchtigen können. Eine Spondylose verschlimmert sich meistens mit zunehmendem Alter. Bislang gibt es kein Heilmittel, jedoch einige Behandlungsmöglichkeiten. Allerdings ist es wichtig, so früh wie möglich Maßnahmen zur Vorbeugung bzw. Behandlung zu ergreifen.
Weil Spondylose im Grunde Arthrose an der Wirbelsäule ist, lohnt ein Blick auf Naturstoffe, die bei Gelenkarthrose untersucht wurden. Mehr dazu steht weiter unten im Abschnitt zu Weihrauch, Kurkuma und MSM.
Normalerweise werden drei verschiedene Arten von Spondylose unterschieden. Jede richtet sich nach dem Ort der Abnutzung. Abnutzungserscheinungen können jedoch in mehr als einer Körperregion gleichzeitig auftreten.
Eine zervikale Spondylose konzentriert sich auf den Nackenbereich und ist meist durch folgende Symptome gekennzeichnet:
Interessanterweise treten bei vielen Betroffenen mit zervikaler Spondylose keinerlei Symptome auf.
Eine thorakale Spondylose konzentriert sich auf den oberen und mittleren Rücken und geht normalerweise mit folgenden Symptomen einher:
Eine thorakale Spondylose tritt insbesondere bei Menschen auf, die ihren Rücken über einen längeren Zeitraum regelmäßig belasten.
Eine lumbale Spondylose tritt im unteren Rücken auf und geht mit ähnlichen Symptomen wie die beiden vorgenannten Arten einher, einschließlich Taubheit, Kribbeln und Koordinationsschwierigkeiten. Zumeist sind Menschen betroffen, die viel sitzen oder stehen, allerdings kann sie unabhängig vom Lebenswandel oder den Arbeitsbedingungen auftreten.
Drücken Knochenanbauten oder Bandscheiben auf das Rückenmark, kann das Nervengewebe dauerhaft Schaden nehmen (Tetreault et al., 2015). Diese Zeichen gehören deshalb sofort ärztlich abgeklärt, bei plötzlichem Auftreten in der Notaufnahme:
Alle drei Formen treten oftmals im Zuge einer natürlichen Degeneration der Bandscheiben der Wirbelsäule auf, können jedoch auch durch anhaltenden Druck oder fortschreitende Abnutzung der Wirbelsäule bzw. des Bewegungsapparates verursacht werden.
Zunächst ist jedoch wichtig zu wissen, dass sich im Verlauf einer Spondylose häufig Knochenanbauten, sogenannte Osteophyten, bilden. Diese Sporne entstehen entlang der Wirbelsäule, können die Bewegungsfreiheit einschränken und Schmerzen verursachen. Drücken sie auf Nerven oder das Rückenmark, kann es in seltenen Fällen zu einer Lähmung kommen.
Es ist unbestritten, dass mit zunehmendem Alter das Risiko für eine Spondylose ganz unabhängig vom persönlichen Lebenswandel steigt. Einige Verhaltensweisen fördern jedoch eine schnellere Abnutzung der Wirbelsäule. Auch die eigene medizinische Vorgeschichte kann zu einem erhöhten Risiko beitragen. Gibt es in der Familie Fälle von Arthrose oder anderen Erkrankungen des Bewegungsapparates, lohnt es sich, Rückenbeschwerden früh ärztlich abklären zu lassen.
Die wichtigsten Risikofaktoren für eine Spondylose sind denen anderer Erkrankungen des Bewegungsapparates ähnlich.
Dazu gehören u.a.:
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Ein Medikament, das den Verschleiß aufhält, gibt es nicht. Medikamente lindern die Schmerzen, damit Bewegung wieder möglich wird. Am häufigsten verordnet werden entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac. Bei chronischen Kreuzschmerzen linderten sie die Schmerzen in sechs Studien mit 1.354 Teilnehmenden etwas besser als Placebo, der Unterschied war mit 3,3 Punkten auf einer Skala von 0 bis 100 aber klein (Enthoven et al., 2016). Paracetamol wirkte bei Kreuzschmerzen kurzfristig nicht besser als Placebo (Machado et al., 2015).
Muskelentspannende Mittel senkten akute Kreuzschmerzen in den ersten zwei Wochen nur wenig und führten häufiger zu Nebenwirkungen als ein Scheinmedikament (Cashin et al., 2021). Strahlen die Schmerzen ins Bein aus, weil eine Nervenwurzel gereizt ist, spritzen Fachärztinnen und Fachärzte manchmal Kortison an die Wirbelsäule. Das linderte die Schmerzen kurzfristig, der Nutzen war aber klein und hielt nicht an (Chou et al., 2015).
Welches Mittel in welcher Dosis und wie lange passt, entscheidet die Ärztin oder der Arzt, denn auch rezeptfreie Schmerzmittel haben Nebenwirkungen und Wechselwirkungen. Ohne ärztlichen Rat sollten sie nur kurz und nach Packungsbeilage genommen werden. Verordnete Medikamente nie eigenmächtig absetzen oder die Dosis ändern, sondern jede Änderung vorher ärztlich besprechen.
Bei manchen Menschen sind die Beschwerden so stark, dass Bewegung und Hausmittel allein nicht ausreichen. Dann kommen ärztlich begleitete Behandlungen infrage:
Bei leichteren Beschwerden kommen viele Betroffene ganz ohne Medikamente aus. Ärztin, Arzt oder Physiotherapie besprechen die verschiedenen Möglichkeiten. Dazu gehören u.a.:
Am besten untersucht ist Bewegungstherapie: In einer Auswertung von 249 Studien linderte gezieltes Training chronische Kreuzschmerzen deutlich besser als keine Behandlung, im Schnitt um rund 15 Punkte auf einer Skala von 0 bis 100 (Hayden et al., 2021). Darüber hinaus können diese natürlichen Behandlungsmöglichkeiten Linderung verschaffen:
Bei der Manipulation oder Mobilisation bewegen Chiropraktiker oder Physiotherapeutinnen die Wirbelgelenke mit gezielten Handgriffen. Bei chronischen Kreuzschmerzen wirkte das ähnlich gut wie andere empfohlene Behandlungen, Nebenwirkungen waren meist leicht bis mäßig und gingen vorüber (Rubinstein et al., 2019). Vorher sollten Warnzeichen ärztlich ausgeschlossen sein.
Chiropraktik ist mehr als nur „Knochen knacken“ und eingeklemmte Nerven befreien. Eine gezielte Massage lockert verspannte Muskeln rund um die Wirbelsäule und wird von vielen Betroffenen als wohltuend erlebt, am besten zusammen mit Bewegung und einem gesunden Lebenswandel.
Pausen und Entspannung können unangenehme Begleiterscheinungen lindern. Die positive Wirkung von Zeit für sich selbst sollte niemand unterschätzen. Auf Ruhephasen sollte aber wieder Bewegung folgen, denn gezieltes Training ist die am besten belegte Behandlung.
Keine der drei verschiedenen Formen (zervikal, thorakal, lumbal) ist lebensbedrohlich. Die Symptome können jedoch die Lebensqualität ganz erheblich einschränken. Natürliche Behandlungsmethoden lassen sich gut mit ärztlich verordneten Medikamenten kombinieren. Viele der hier genannten Methoden benötigen wenig bis keine unterstützende Medikamente, können jedoch oftmals mit Schmerzmitteln ergänzt werden.
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Spondylose ist Arthrose an der Wirbelsäule. Naturstoffe wurden bisher vor allem bei Arthrose in Knie und anderen Gelenken untersucht, drei davon besonders gut:
Diese drei Wirkstoffe bündelt das Rheuma Aktiv Paket von Herbano. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung, lassen sich aber ergänzend einnehmen. Wer regelmäßig Medikamente nimmt, bespricht das vorher mit Ärztin, Arzt oder Apotheke. Mehr zu Verschleiß an den Gelenken steht im Ratgeber zu Arthrose, mehr zu Kreuz- und Nackenschmerzen im Ratgeber zu Rückenschmerzen.
Diese Erkrankung der Wirbelsäule verschlechtert sich mit zunehmendem Alter. Spondylose betrifft eine oder mehrere verschiedene Abschnitte der Wirbelsäule:
Jede einzelne Form hat ihre ganz eigenen typischen Symptome, manche sind jedoch ähnlich. Ganz vermeiden lässt sich der Verschleiß nicht, eine Heilungsmöglichkeit gibt es derzeit noch nicht. Die Beschwerden lassen sich aber in vielen Fällen gut lindern.
Regelmäßige Bewegung ist die am besten belegte Behandlung. Chiropraktische Anwendungen, Wärme und natürliche Mittel können sie ergänzen. Bei einem schweren Krankheitsverlauf sind jedoch stärkere Maßnahmen erforderlich, beispielsweise Streckbehandlung, Injektionen oder operative Eingriffe. Die unterschiedlichen Möglichkeiten am besten im Vorfeld mit Ärztin oder Arzt, Heilpraktiker oder Chiropraktiker besprechen.
Wer die Risikofaktoren kennt, die zum Entstehen einer Spondylose beitragen, kann Beschwerden besser vorbeugen und sie früh erkennen. Bewegung, eine gesunde Ernährung und ein rauchfreier Alltag halten die Wirbelsäule möglichst lange beweglich. Wer jedoch das Gefühl hat, dass etwas mit Nacken oder Rücken nicht in Ordnung ist, sollte sich von einem Orthopäden oder Chiropraktiker gründlich untersuchen lassen.
Nicht alle Menschen entwickeln auch tatsächlich Symptome. Wer Beschwerden bemerkt, sollte sie deshalb früh untersuchen lassen.
Wichtiger Hinweis
Dieser Ratgeber dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Die Inhalte der Herbano Gesundheitsredaktion werden sorgfältig recherchiert und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Studien.
Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und von der Herbano Redaktion bearbeitet.
Meist ohne Operation: Im Mittelpunkt stehen gezielte Bewegung und Physiotherapie, ergänzt durch Wärme, manuelle Therapie und bei Bedarf Schmerzmittel. Eine Operation kommt vor allem bei einem schweren Verlauf infrage, etwa wenn Nerven oder Rückenmark eingeengt sind.
Am häufigsten werden entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac eingesetzt, bei chronischen Kreuzschmerzen wirken sie aber nur wenig besser als Placebo. Muskelentspannende Mittel und Kortisonspritzen helfen nur kurz und begrenzt. Welches Mittel passt, entscheidet die Ärztin oder der Arzt.
Rückgängig machen lässt sich der Verschleiß weder mit noch ohne Operation. Die Beschwerden bessern sich aber bei vielen Menschen ohne Operation, vor allem mit gezieltem Training. Bei Warnzeichen wie Lähmungen oder Problemen mit Blase und Darm ist dagegen sofort ärztliche Hilfe nötig.
Rezeptfreie Schmerzmittel ohne ärztlichen Rat nur kurz und nach Packungsbeilage. Bei längerer Einnahme legt die Ärztin oder der Arzt Mittel, Dosis und Dauer fest, weil auch diese Mittel Nebenwirkungen und Wechselwirkungen haben. Verordnete Medikamente nie eigenmächtig absetzen oder die Dosis ändern.
Nur eingeschränkt. In einer Auswertung von 49 Studien senkten muskelentspannende Mittel akute Kreuzschmerzen in den ersten zwei Wochen nur wenig und verursachten häufiger Nebenwirkungen. Ob sie im Einzelfall kurz sinnvoll sind, entscheidet die Ärztin oder der Arzt.
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