Was ist Spondylose? – 3 Natürliche Behandlungsmöglichkeiten

Was ist Spondylose? – 3 Natürliche Behandlungsmöglichkeiten

14 Min. Lesezeit Aktualisiert am 30. September 2026
Das Wichtigste in Kürze
Spondylose ist Verschleiß an der Wirbelsäule, der mit dem Alter zunimmt und oft keine Beschwerden macht: Abgenutzte Bandscheiben zeigten sich bei 37 % der schmerzfreien 20-Jährigen und bei 96 % der schmerzfreien 80-Jährigen (Brinjikji et al., 2015). Heilen lässt sich der Verschleiß nicht, die Beschwerden aber lindern. Am besten belegt ist gezielte Bewegung (Hayden et al., 2021), Schmerzmittel wie Ibuprofen helfen bei chronischen Rückenschmerzen nur wenig (Enthoven et al., 2016). Taubheit, Lähmungen oder Probleme mit Blase und Darm gehören sofort ärztlich abgeklärt.

Unter dem Namen „Spondylose“ können sich viele Menschen nichts vorstellen, dennoch handelt es sich dabei um eine recht häufige degenerative Erkrankung.

Bislang kann diese nicht geheilt werden, die Beschwerden lassen sich aber gut behandeln. Wer die Ursachen, Symptome und Risikofaktoren der Erkrankung kennt, kann früh gegensteuern.

Spondylose ist eine altersbedingte Veränderung der Wirbelsäule. Sie kann Beweglichkeit und Lebensqualität erheblich einschränken, bleibt bei vielen Menschen aber ohne Beschwerden.

Die Diagnose „Spondylose“ stellt eine Ärztin oder ein Arzt anhand der Beschwerden, der Untersuchung und bildgebender Verfahren wie Röntgen, CT oder MRT. Die Bilder allein sagen wenig, denn Verschleißzeichen finden sich auch bei sehr vielen Menschen ohne Schmerzen (Brinjikji et al., 2015). Rückgängig machen lässt sich der Verschleiß nicht, Schmerzen und Beweglichkeit bessern sich aber in vielen Fällen ohne Operation. Allerdings ist jeder Fall anders.

Was ist Spondylose?

Verschleißzeichen an der Wirbelsäule sind sehr häufig: In einer Auswertung von 33 Studien mit 3.110 Menschen ohne Rückenschmerzen hatten 37 % der 20-Jährigen und 96 % der 80-Jährigen abgenutzte Bandscheiben (Brinjikji et al., 2015). Ärzte vermuten, dass viele Fälle auf eine genetische Vorbelastung sowie Verletzungen zurückzuführen sind. Jedoch sollten stets auch andere Ursachen ernsthaft in Erwägung gezogen werden.

Mit dem Begriff „Spondylose“ werden verschiedene Abnutzungserscheinungen an Bandscheiben, Wirbelkörpern und kleinen Wirbelgelenken bezeichnet (Tetreault et al., 2015). Diese sind zumeist altersbedingt und nicht lebensbedrohlich, können jedoch eine ganze Reihe physischer, mentaler oder emotionaler Folgeerscheinungen nach sich ziehen, die ebenso bzw. sogar in stärkerem Ausmaße das Wohlbefinden des Einzelnen beeinträchtigen können. Eine Spondylose verschlimmert sich meistens mit zunehmendem Alter. Bislang gibt es kein Heilmittel, jedoch einige Behandlungsmöglichkeiten. Allerdings ist es wichtig, so früh wie möglich Maßnahmen zur Vorbeugung bzw. Behandlung zu ergreifen.

Weil Spondylose im Grunde Arthrose an der Wirbelsäule ist, lohnt ein Blick auf Naturstoffe, die bei Gelenkarthrose untersucht wurden. Mehr dazu steht weiter unten im Abschnitt zu Weihrauch, Kurkuma und MSM.

Rheuma Aktiv Paket von Herbano mit Weihrauch, MSM und KurkumaRheuma Aktiv Paket ansehen  ➜
✓ Weihrauch + MSM + Kurkuma

Normalerweise werden drei verschiedene Arten von Spondylose unterschieden. Jede richtet sich nach dem Ort der Abnutzung. Abnutzungserscheinungen können jedoch in mehr als einer Körperregion gleichzeitig auftreten.

Die wichtigsten Arten von Spondylose sind:

1. Zervikale Spondylose

Eine zervikale Spondylose konzentriert sich auf den Nackenbereich und ist meist durch folgende Symptome gekennzeichnet:

  • Taubheitsgefühle und/ oder Kribbeln in Armen, Beinen, Händen und Füßen
  • Schwierigkeiten beim Aufrechtstehen oder Gehen
  • Mangelhafte Koordinationsfähigkeit
  • Schmerzen
  • Schwierigkeiten bei der Kontrolle der Blasen- und Darmentleerung

Interessanterweise treten bei vielen Betroffenen mit zervikaler Spondylose keinerlei Symptome auf.

2. Thorakale Spondylose

Eine thorakale Spondylose konzentriert sich auf den oberen und mittleren Rücken und geht normalerweise mit folgenden Symptomen einher:

  • Steifheit
  • Schwäche
  • Probleme beim Stehen und/ oder Gehen
  • Schmerzen
  • Mangelhafte Koordinationsfähigkeit
  • Gestörter Gleichgewichtssinn
  • Taubheitsgefühle und/ oder Kribbeln in Beinen, Füßen und Zehen
  • schlechte Körperhaltung

Eine thorakale Spondylose tritt insbesondere bei Menschen auf, die ihren Rücken über einen längeren Zeitraum regelmäßig belasten.

3. Lumbale Spondylose

Eine lumbale Spondylose tritt im unteren Rücken auf und geht mit ähnlichen Symptomen wie die beiden vorgenannten Arten einher, einschließlich Taubheit, Kribbeln und Koordinationsschwierigkeiten. Zumeist sind Menschen betroffen, die viel sitzen oder stehen, allerdings kann sie unabhängig vom Lebenswandel oder den Arbeitsbedingungen auftreten.

Spondylose

Warnzeichen: Wann sofort zum Arzt?

Drücken Knochenanbauten oder Bandscheiben auf das Rückenmark, kann das Nervengewebe dauerhaft Schaden nehmen (Tetreault et al., 2015). Diese Zeichen gehören deshalb sofort ärztlich abgeklärt, bei plötzlichem Auftreten in der Notaufnahme:

  • Taubheit oder Kribbeln in Armen oder Beinen, das neu auftritt oder zunimmt
  • Schwäche oder Lähmung in Armen, Händen oder Beinen
  • unsicherer Gang, ungeschickte Hände
  • Probleme beim Wasserlassen oder Stuhlgang, Taubheit im Genitalbereich
  • starke Rückenschmerzen nach einem Sturz oder Unfall

Hauptursachen für eine Spondylose

Alle drei Formen treten oftmals im Zuge einer natürlichen Degeneration der Bandscheiben der Wirbelsäule auf, können jedoch auch durch anhaltenden Druck oder fortschreitende Abnutzung der Wirbelsäule bzw. des Bewegungsapparates verursacht werden.

Die 4 Hauptursachen für eine Spondylose sind:

  • Alter: Mit zunehmendem Alter nutzen sich die Knorpel zwischen den einzelnen Wirbeln ab. Bislang ist noch nicht bekannt, warum dies geschieht.
  • Genetische Faktoren: Einige Menschen sind genetisch vorbelastet, Spondylose und andere Erkrankungen des Bewegungsapparates zu entwickeln.
  • Verletzungen: Frühere Verletzungen der Wirbelsäule können den Verschleiß beschleunigen. Nach einem Unfall mit Rückenschmerzen gehört die Wirbelsäule deshalb immer ärztlich untersucht.
  • Lebenswandel: Bestimmte Verhaltensweisen fördern die Entstehung einer Spondylose. Auf diese gehen wir im weiteren Verlauf dieses Ratgebers ein.

Zunächst ist jedoch wichtig zu wissen, dass sich im Verlauf einer Spondylose häufig Knochenanbauten, sogenannte Osteophyten, bilden. Diese Sporne entstehen entlang der Wirbelsäule, können die Bewegungsfreiheit einschränken und Schmerzen verursachen. Drücken sie auf Nerven oder das Rückenmark, kann es in seltenen Fällen zu einer Lähmung kommen.

Vorbeugung von Spondylose: Risikofaktoren kennen

Es ist unbestritten, dass mit zunehmendem Alter das Risiko für eine Spondylose ganz unabhängig vom persönlichen Lebenswandel steigt. Einige Verhaltensweisen fördern jedoch eine schnellere Abnutzung der Wirbelsäule. Auch die eigene medizinische Vorgeschichte kann zu einem erhöhten Risiko beitragen. Gibt es in der Familie Fälle von Arthrose oder anderen Erkrankungen des Bewegungsapparates, lohnt es sich, Rückenbeschwerden früh ärztlich abklären zu lassen.

Die wichtigsten Risikofaktoren für eine Spondylose sind denen anderer Erkrankungen des Bewegungsapparates ähnlich.

Dazu gehören u.a.:

  • Schlechte Ernährung: Knochen und Muskeln brauchen Mineralstoffe wie Calcium oder Magnesium. Calcium wird für den Erhalt normaler Knochen benötigt. Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei (EFSA, 2009).
  • Schlechte Körperhaltung: Unsere Körperhaltung hat Wirkung auf viele Bereiche, einschließlich der Gesundheit unserer Wirbelsäule. Eine anhaltend schlechte Körperhaltung kann zu kleineren Verletzungen, Schmerzen und einer Einschränkung der Bewegungsfreiheit führen. Dies alles kann die Entstehung einer Spondylose begünstigen.
  • Tabakkonsum: Rauchen schädigt nicht nur die Lunge, sondern auch die Knochen. Ein rauchfreier Alltag schont deshalb auch die Wirbelsäule.
  • Verletzungen: Verletzungen an der Wirbelsäule können den Verschleiß beschleunigen, insbesondere wenn sie zu lange nicht behandelt wurden.
  • Gewicht: Das Körpergewicht hat große Auswirkungen auf den Gesundheitszustand und die Funktionalität der Wirbelsäule. Übergewicht belastet die Wirbelsäule zusätzlich, bei Senioren ebenso wie bei Jüngeren.

Passende Produkte

Passende Nahrungsergänzungsmittel

Medikamente bei Spondylose: was sie leisten

Ein Medikament, das den Verschleiß aufhält, gibt es nicht. Medikamente lindern die Schmerzen, damit Bewegung wieder möglich wird. Am häufigsten verordnet werden entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac. Bei chronischen Kreuzschmerzen linderten sie die Schmerzen in sechs Studien mit 1.354 Teilnehmenden etwas besser als Placebo, der Unterschied war mit 3,3 Punkten auf einer Skala von 0 bis 100 aber klein (Enthoven et al., 2016). Paracetamol wirkte bei Kreuzschmerzen kurzfristig nicht besser als Placebo (Machado et al., 2015).

Muskelentspannende Mittel senkten akute Kreuzschmerzen in den ersten zwei Wochen nur wenig und führten häufiger zu Nebenwirkungen als ein Scheinmedikament (Cashin et al., 2021). Strahlen die Schmerzen ins Bein aus, weil eine Nervenwurzel gereizt ist, spritzen Fachärztinnen und Fachärzte manchmal Kortison an die Wirbelsäule. Das linderte die Schmerzen kurzfristig, der Nutzen war aber klein und hielt nicht an (Chou et al., 2015).

Welches Mittel in welcher Dosis und wie lange passt, entscheidet die Ärztin oder der Arzt, denn auch rezeptfreie Schmerzmittel haben Nebenwirkungen und Wechselwirkungen. Ohne ärztlichen Rat sollten sie nur kurz und nach Packungsbeilage genommen werden. Verordnete Medikamente nie eigenmächtig absetzen oder die Dosis ändern, sondern jede Änderung vorher ärztlich besprechen.

3 Natürliche Behandlungsmöglichkeiten für Spondylose

Bei manchen Menschen sind die Beschwerden so stark, dass Bewegung und Hausmittel allein nicht ausreichen. Dann kommen ärztlich begleitete Behandlungen infrage:

  • Kortisoninjektionen
  • Verschreibungspflichtige Mittel zur Muskelentspannung
  • Frei verkäufliche Schmerzmittel
  • Entzündungshemmer
  • Elektrische Stimulation

Bei leichteren Beschwerden kommen viele Betroffene ganz ohne Medikamente aus. Ärztin, Arzt oder Physiotherapie besprechen die verschiedenen Möglichkeiten. Dazu gehören u.a.:

  • Wärme- und/ oder Kältepacks (periodisch)
  • Sanftes Dehnen
  • Gezielte Übungen
  • Streckbehandlung (Extension)
  • Anpassungen der Lebensweise
  • Ernährung und Sport

Am besten untersucht ist Bewegungstherapie: In einer Auswertung von 249 Studien linderte gezieltes Training chronische Kreuzschmerzen deutlich besser als keine Behandlung, im Schnitt um rund 15 Punkte auf einer Skala von 0 bis 100 (Hayden et al., 2021). Darüber hinaus können diese natürlichen Behandlungsmöglichkeiten Linderung verschaffen:

1. Chiropraktische Anwendungen

Bei der Manipulation oder Mobilisation bewegen Chiropraktiker oder Physiotherapeutinnen die Wirbelgelenke mit gezielten Handgriffen. Bei chronischen Kreuzschmerzen wirkte das ähnlich gut wie andere empfohlene Behandlungen, Nebenwirkungen waren meist leicht bis mäßig und gingen vorüber (Rubinstein et al., 2019). Vorher sollten Warnzeichen ärztlich ausgeschlossen sein.

2. Chiropraktische Massagen

Chiropraktik ist mehr als nur „Knochen knacken“ und eingeklemmte Nerven befreien. Eine gezielte Massage lockert verspannte Muskeln rund um die Wirbelsäule und wird von vielen Betroffenen als wohltuend erlebt, am besten zusammen mit Bewegung und einem gesunden Lebenswandel.

3. Ruhe und Entspannung

Pausen und Entspannung können unangenehme Begleiterscheinungen lindern. Die positive Wirkung von Zeit für sich selbst sollte niemand unterschätzen. Auf Ruhephasen sollte aber wieder Bewegung folgen, denn gezieltes Training ist die am besten belegte Behandlung.

Keine der drei verschiedenen Formen (zervikal, thorakal, lumbal) ist lebensbedrohlich. Die Symptome können jedoch die Lebensqualität ganz erheblich einschränken. Natürliche Behandlungsmethoden lassen sich gut mit ärztlich verordneten Medikamenten kombinieren. Viele der hier genannten Methoden benötigen wenig bis keine unterstützende Medikamente, können jedoch oftmals mit Schmerzmitteln ergänzt werden.

➤Jetzt Premium CBD-Öl ansehen

Weihrauch, Kurkuma und MSM: was die Studien zeigen

Spondylose ist Arthrose an der Wirbelsäule. Naturstoffe wurden bisher vor allem bei Arthrose in Knie und anderen Gelenken untersucht, drei davon besonders gut:

  • Weihrauch: In sieben Studien mit 545 Menschen mit Arthrose linderten Weihrauch und seine Extrakte Schmerzen und Steifigkeit und verbesserten die Beweglichkeit der Gelenke. Die Fachleute empfehlen, ihn mindestens 4 Wochen lang zu nehmen (Yu et al., 2020).
  • Kurkuma: Kurkuma-Extrakt und Curcumin linderten Gelenkschmerzen bei Arthritis stärker als Placebo, im Vergleich mit Schmerzmitteln zeigte sich kein messbarer Unterschied (Daily et al., 2016).
  • MSM: Menschen mit Kniearthrose hatten mit MSM nach zwölf Wochen weniger Schmerzen und kamen im Alltag besser zurecht als mit Placebo, ohne größere Nebenwirkungen (Kim et al., 2006).

Diese drei Wirkstoffe bündelt das Rheuma Aktiv Paket von Herbano. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung, lassen sich aber ergänzend einnehmen. Wer regelmäßig Medikamente nimmt, bespricht das vorher mit Ärztin, Arzt oder Apotheke. Mehr zu Verschleiß an den Gelenken steht im Ratgeber zu Arthrose, mehr zu Kreuz- und Nackenschmerzen im Ratgeber zu Rückenschmerzen.

Rheuma Aktiv Paket von Herbano mit Weihrauch, MSM und KurkumaRheuma Aktiv Paket ansehen  ➜
✓ Weihrauch + MSM + Kurkuma

Spondylose im Überblick

Diese Erkrankung der Wirbelsäule verschlechtert sich mit zunehmendem Alter. Spondylose betrifft eine oder mehrere verschiedene Abschnitte der Wirbelsäule:

  • den oberen Bereich (zervikal)
  • den mittleren Bereich (thorakal)
  • oder den unteren (lumbal)

Jede einzelne Form hat ihre ganz eigenen typischen Symptome, manche sind jedoch ähnlich. Ganz vermeiden lässt sich der Verschleiß nicht, eine Heilungsmöglichkeit gibt es derzeit noch nicht. Die Beschwerden lassen sich aber in vielen Fällen gut lindern.

Regelmäßige Bewegung ist die am besten belegte Behandlung. Chiropraktische Anwendungen, Wärme und natürliche Mittel können sie ergänzen. Bei einem schweren Krankheitsverlauf sind jedoch stärkere Maßnahmen erforderlich, beispielsweise Streckbehandlung, Injektionen oder operative Eingriffe. Die unterschiedlichen Möglichkeiten am besten im Vorfeld mit Ärztin oder Arzt, Heilpraktiker oder Chiropraktiker besprechen.

Wer die Risikofaktoren kennt, die zum Entstehen einer Spondylose beitragen, kann Beschwerden besser vorbeugen und sie früh erkennen. Bewegung, eine gesunde Ernährung und ein rauchfreier Alltag halten die Wirbelsäule möglichst lange beweglich. Wer jedoch das Gefühl hat, dass etwas mit Nacken oder Rücken nicht in Ordnung ist, sollte sich von einem Orthopäden oder Chiropraktiker gründlich untersuchen lassen.

Nicht alle Menschen entwickeln auch tatsächlich Symptome. Wer Beschwerden bemerkt, sollte sie deshalb früh untersuchen lassen.

Passende Produkte

Wichtiger Hinweis

Dieser Ratgeber dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Die Inhalte der Herbano Gesundheitsredaktion werden sorgfältig recherchiert und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Studien.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und von der Herbano Redaktion bearbeitet.

Häufige Fragen

Meist ohne Operation: Im Mittelpunkt stehen gezielte Bewegung und Physiotherapie, ergänzt durch Wärme, manuelle Therapie und bei Bedarf Schmerzmittel. Eine Operation kommt vor allem bei einem schweren Verlauf infrage, etwa wenn Nerven oder Rückenmark eingeengt sind.

Am häufigsten werden entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac eingesetzt, bei chronischen Kreuzschmerzen wirken sie aber nur wenig besser als Placebo. Muskelentspannende Mittel und Kortisonspritzen helfen nur kurz und begrenzt. Welches Mittel passt, entscheidet die Ärztin oder der Arzt.

Rückgängig machen lässt sich der Verschleiß weder mit noch ohne Operation. Die Beschwerden bessern sich aber bei vielen Menschen ohne Operation, vor allem mit gezieltem Training. Bei Warnzeichen wie Lähmungen oder Problemen mit Blase und Darm ist dagegen sofort ärztliche Hilfe nötig.

Rezeptfreie Schmerzmittel ohne ärztlichen Rat nur kurz und nach Packungsbeilage. Bei längerer Einnahme legt die Ärztin oder der Arzt Mittel, Dosis und Dauer fest, weil auch diese Mittel Nebenwirkungen und Wechselwirkungen haben. Verordnete Medikamente nie eigenmächtig absetzen oder die Dosis ändern.

Nur eingeschränkt. In einer Auswertung von 49 Studien senkten muskelentspannende Mittel akute Kreuzschmerzen in den ersten zwei Wochen nur wenig und verursachten häufiger Nebenwirkungen. Ob sie im Einzelfall kurz sinnvoll sind, entscheidet die Ärztin oder der Arzt.

  1. [1]
    Wang, C., Tian, F., Zhou, Y., He, W. & Cai, Z. (2016, January) The incidence of cervical spondylosis decreases with aging in the elderly, and increases with aging in the young and adult population: a hospital-based clinical analysis. Clinical Interventions in Aging, 11:47-53, doi: 10.2147/CIA.S93118. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26834465
  2. [2]
    Iwanami, A. & Toyama, Y. (2014, October) Cervical spondylosis. Nihon rinsho. Japanese Journal of Clinical Medicine, 72(10):1755-60. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25509798
  3. [3]
    Tetreault, L., Goldstein, C. L., Arnold, P., Harrop, J., Hilibrand, A., Nouri, A. & Fehlings, M. G. (2015, October) Degenerative Cervical Myelopathy: A Spectrum of Related Disorders Affecting the Aging Spine. Neurosurgery, 77 Suppl 4:S51-67, doi: 10.1227/NEU.0000000000000951. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26378358
  4. [4]
    Brinjikji, W., Luetmer, P. H., Comstock, B., Bresnahan, B. W., Chen, L. E., Deyo, R. A., Halabi, S., Turner, J. A., Avins, A. L., James, K., Wald, J. T., Kallmes, D. F., & Jarvik, J. G. (2015) Systematic literature review of imaging features of spinal degeneration in asymptomatic populations. AJNR American Journal of Neuroradiology, 36(4), 811–816. doi: 10.3174/ajnr.A4173. https://doi.org/10.3174/ajnr.A4173
  5. [5]
    Enthoven, W. T., Roelofs, P. D., Deyo, R. A., van Tulder, M. W., & Koes, B. W. (2016) Non-steroidal anti-inflammatory drugs for chronic low back pain. Cochrane Database of Systematic Reviews, 2(2), CD012087. doi: 10.1002/14651858.CD012087. https://doi.org/10.1002/14651858.CD012087
  6. [6]
    Machado, G. C., Maher, C. G., Ferreira, P. H., Pinheiro, M. B., Lin, C. W., Day, R. O., McLachlan, A. J., & Ferreira, M. L. (2015) Efficacy and safety of paracetamol for spinal pain and osteoarthritis: systematic review and meta-analysis of randomised placebo controlled trials. BMJ, 350, h1225. doi: 10.1136/bmj.h1225. https://doi.org/10.1136/bmj.h1225
  7. [7]
    Cashin, A. G., Folly, T., Bagg, M. K., Wewege, M. A., Jones, M. D., Ferraro, M. C., Leake, H. B., Rizzo, R. R. N., Schabrun, S. M., Gustin, S. M., Day, R., Williams, C. M., & McAuley, J. H. (2021) Efficacy, acceptability, and safety of muscle relaxants for adults with non-specific low back pain: systematic review and meta-analysis. BMJ, 374, n1446. doi: 10.1136/bmj.n1446. https://doi.org/10.1136/bmj.n1446
  8. [8]
    Chou, R., Hashimoto, R., Friedly, J., Fu, R., Bougatsos, C., Dana, T., Sullivan, S. D., & Jarvik, J. (2015) Epidural Corticosteroid Injections for Radiculopathy and Spinal Stenosis: A Systematic Review and Meta-analysis. Annals of Internal Medicine, 163(5), 373–381. doi: 10.7326/M15-0934. https://doi.org/10.7326/M15-0934
  9. [9]
    Hayden, J. A., Ellis, J., Ogilvie, R., Malmivaara, A., & van Tulder, M. W. (2021) Exercise therapy for chronic low back pain. Cochrane Database of Systematic Reviews, 9(9), CD009790. doi: 10.1002/14651858.CD009790.pub2. https://doi.org/10.1002/14651858.CD009790.pub2
  10. [10]
    Rubinstein, S. M., de Zoete, A., van Middelkoop, M., Assendelft, W. J. J., de Boer, M. R., & van Tulder, M. W. (2019) Benefits and harms of spinal manipulative therapy for the treatment of chronic low back pain: systematic review and meta-analysis of randomised controlled trials. BMJ, 364, l689. doi: 10.1136/bmj.l689. https://doi.org/10.1136/bmj.l689
  11. [11]
    Yu, G., Xiang, W., Zhang, T., Zeng, L., Yang, K., & Li, J. (2020) Effectiveness of Boswellia and Boswellia extract for osteoarthritis patients: a systematic review and meta-analysis. BMC Complementary Medicine and Therapies, 20(1), 225. doi: 10.1186/s12906-020-02985-6. https://doi.org/10.1186/s12906-020-02985-6
  12. [12]
    Daily, J. W., Yang, M., & Park, S. (2016) Efficacy of Turmeric Extracts and Curcumin for Alleviating the Symptoms of Joint Arthritis: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Clinical Trials. Journal of Medicinal Food, 19(8), 717–729. doi: 10.1089/jmf.2016.3705. https://doi.org/10.1089/jmf.2016.3705
  13. [13]
    Kim, L. S., Axelrod, L. J., Howard, P., Buratovich, N., & Waters, R. F. (2006) Efficacy of methylsulfonylmethane (MSM) in osteoarthritis pain of the knee: a pilot clinical trial. Osteoarthritis and Cartilage, 14(3), 286–294. doi: 10.1016/j.joca.2005.10.003. https://doi.org/10.1016/j.joca.2005.10.003
  14. [14]
    EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (2009) Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to magnesium and electrolyte balance, energy-yielding metabolism, neurotransmission and muscle contraction including heart muscle and other functions. EFSA Journal, 7(10), 1216. doi: 10.2903/j.efsa.2009.1216. https://doi.org/10.2903/j.efsa.2009.1216

Kommentare

Kommentar(e)
herbano-cms-block-one
herbano-cms-block-two