Vergesslichkeit? - Was Sie dagegen tun können

Vergesslichkeit? - Was Sie dagegen tun können

10 Min. Lesezeit Aktualisiert am 29. September 2026
Das Wichtigste in Kürze
Bei häufiger Vergesslichkeit hilft es, das Gehirn ganzheitlich und auf natürliche Weise zu unterstützen, etwa durch Meditation, Yoga, Atemübungen, ausreichend Schlaf und regelmäßige Pausen. Auch körperliche Aktivität fördert die kognitiven Fähigkeiten und kann vor kognitivem Verfall sowie Demenz schützen. Von Gehirn-Doping durch Medikamente oder Stimulanzien ist hingegen abzuraten, da diese schwerwiegende Nebenwirkungen wie Schlaflosigkeit, Depressionen oder Herzrasen mit sich bringen können. Zusätzlich sollte ungesundes Essen gemieden werden, da es dem Gedächtnis schadet.

Wir alle kennen es: das Produkt, weswegen wir einkaufen gegangen sind, fehlt schon wieder und den Namen der Bekannten, die wir gerade getroffen haben, fällt uns auch nicht mehr ein. Wir sind von Zeit zu Zeit vergesslich. 

Wer hin und wieder mal was vergisst, braucht sich noch lange keine Sorgen zu machen, das ist normal. Häuft sich das aber, ist es an der Zeit, etwas für sein Gedächtnis und seine Gehirngesundheit zu tun. Denn regelmäßige Gedächtnisstörungen können mitunter auf eine schleichende Demenz bzw. Alzheimer hinweisen.

Aber, was tun bei häufiger Vergesslichkeit?

➤ Demenz gilt als eine der häufigsten Todesursachen in Europa!

Bedenkliches Gehirn-Doping wird immer beliebter

Um die eigenen kognitiven Fähigkeiten wie das Gedächtnis und die Konzentration zu steigern, greifen viele Menschen weltweit auf entsprechende Medikamente und Drogen zurück, so eine der größten jemals durchgeführten Studien zu diesem Trend. 2015 lag der Prozentsatz noch bei 5 %. 

➤ In einer Umfrage unter Zehntausenden von Menschen, gaben 14 % an, im letzten Jahr mindestens einmal Stimulanzien für das Gehirn eingenommen zu haben.

Besonders bei Studenten wird der Einsatz dieser Mittel beliebter, denn wer wünscht sich nicht, sich beim Lernen vor einer Prüfung stundenlang konzentrieren zu können? 

Das Problem dabei: Solche Mittel bringen, auch wenn sie noch so verführerisch klingen mögen, viele Nebenwirkungen mit sich. Die Folgen können mitunter schwerwiegend für unsere Gesundheit sein, da sie beispielsweise Appetitstörungen, Schlaflosigkeit, Depressionen bis hin zu Herzrasen und Selbstmordgedanken mit sich bringen.

 

➤ 14 % der Personen einer Studie gaben an, im letzten Jahr mindestens ein Medikament zur Leistungssteigerung genommen zu haben!

Das schadet Ihrem Gedächtnis

Sie essen gerne ungesundes Essen? Dann sollten Sie schleunigst umdenken. Denn ungesundes Essen sorgt nicht nur für Übergewicht, Diabetes oder Bluthochdruck, sondern Untersuchungen zufolge auch für einen Verlust der kognitiven Funktionen. 

Sie hängen pausenlos an Ihrem Smartphone? Der ständige Gebrauch von Smartphone und Co. Sorgt dafür, dass Ihre kognitiven Fähigkeiten erheblich eingeschränkt werden. Laut einer Studie der McCombs School of Business sorgt die bloße Gegenwart des Smartphones für eine geringere Gehirnleistung. Zudem führt das ständige Hantieren mit dem Smartphone zu mentaler Erschöpfung und einer geringeren Leistungsfähigkeit. Wer also in jeder Pause auf sein Handy starrt, weist ein stark erschöpftes Gehirn auf, das sich nicht neu aufladen kann und somit weniger leistungsfähig ist.

 

➤ Durchschnittlich schauen wir jeden Tag ganze 84 Mal aufs Handy!

Die Gehirn-Booster aus der Natur

Neben den ganzheitlichen Maßnahmen zur Stärkung der kognitiven Leistungsfähigkeit gibt es natürliche Gehirn-Booster zur mentalen Förderung. 

  • Ginkgo biloba: Ginkgo zählt zu den wohl am meisten eingenommenen natürlichen Mitteln zur Förderung der Gehirngesundheit und Beseitigung von Gedächtnisstörungen. Forschungsergebnisse belegen, dass Ginkgo dazu beitragen kann, die Gehirngesundheit zu unterstützen und vor kognitiven Beeinträchtigungen zu schützen. 
  • Omega 3: Omega 3 und insbesondere die Fettsäure DHA ist unerlässlich für ein gut funktionierendes Gehirn, da dieses zu 60 % aus Fetten besteht. Besonders im Alter spielt DHA eine große Rolle. Studien zufolge wird ein niedriger DHA-Spiegel mit einem kognitiven Rückgang während des Alterns in Verbindung gebracht. Omega-3-Fettsäuren weisen eine neuroprotektive sowie eine entzündungshemmende Wirkung auf. 
  • Curcumin: Chronische Entzündungen werden mit kognitiven Beeinträchtigungen und einem erhöhten Demenzrisiko in Verbindung gebracht. Um dem entgegenzuwirken, kann Curcumin aus Kurkuma helfen, da es stark entzündungshemmende Eigenschaften aufweist und so chronische Entzündungsprozesse reduzieren sowie einem beschleunigten kognitiven Rückgang entgegenwirken kann.
  • Ashwagandha: Das adaptogene Kraut wird vor allem zur Förderung des Stressabbaus und für einen erholsamen Schlaf sowie mehr Energie verwendet. Studien deuten zudem darauf hin, dass Ashwagandha auch das Gedächtnis sowie die Gehirnleistung verbessern kann. In einer placebokontrollierten Doppelblindstudie konnte beobachtet werden, dass sich nach achtwöchiger Einnahme die kognitiven Fähigkeiten signifikant verbesserten (Choudhary et al., 2017). doi:10.1080/19390211.2017.1284970

Unser Gehirn ist stets auf eine ausreichende Versorgung mit Vitalstoffen angewiesen. Dazu gehören beispielsweise auch Vitamine (B-Vitamine, Vitamin K), Omega-3-Fettsäuren (DHA), sowie Nährstoffe wie Kalium, Magnesium und Ballaststoffe.

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Ganzheitlich das Gedächtnis verbessern

Es gibt viele Möglichkeiten, sein Gehirn auf natürliche und vor allem ganzheitliche Weise zu unterstützen. Sie müssen dazu kein Gehirn-Doping betreiben. Sehr beliebt und wirkungsvoll sind beispielsweise Meditation, Yoga oder Atemübungen. Aber auch ein regelmäßiger Schlaf und das Einlegen von genügend Pausen sorgen für ein erholtes und leistungsfähiges Gehirn.

Daneben kann körperliche Aktivität dazu beitragen, die kognitiven Fähigkeiten zu verbessern. Präklinische Studien zeigen, dass körperliche Betätigung einige wichtige neuroprotektive Prozesse in Gang setzen, die die eigene Gehirngesundheit bis ins hohe Alter fördern. Studien weisen sogar darauf hin, dass regelmäßige körperliche Bewegung vor kognitivem Verfall und Demenz schützen kann.

 

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Wichtiger Hinweis

Dieser Ratgeber dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Die Inhalte der Herbano Gesundheitsredaktion werden sorgfältig recherchiert und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Studien.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und von der Herbano Redaktion bearbeitet.

Häufige Fragen

Gelegentliches Vergessen, etwa ein Name oder ein Einkauf, ist völlig normal und kein Grund zur Sorge. Häufen sich Gedächtnisstörungen jedoch spürbar und beeinträchtigen den Alltag, sollten Sie Rat eines Komplementärmediziners oder Heilpraktikers einholen, da dahinter im Einzelfall eine beginnende Demenz oder Alzheimer stehen kann.

Setzen Sie auf ganzheitliche Maßnahmen wie Meditation, Yoga, Atemübungen, ausreichend Schlaf und regelmäßige Pausen. Auch körperliche Bewegung fördert die Gehirngesundheit bis ins hohe Alter und kann vor kognitivem Verfall schützen. Zusätzlich können natürliche Gehirn-Booster wie Ginkgo biloba, Omega 3, Curcumin oder Ashwagandha das Gedächtnis unterstützen.

Wasser ist die wichtigste Grundlage, denn nur ein gut hydriertes Gehirn kann leistungsfähig arbeiten. Ungesüßte Kräuter- und Grüntees sowie Getränke, die Kurkuma (Curcumin) enthalten, gelten als sinnvoll, da sie entzündungshemmend wirken können. Meiden Sie dagegen stark zuckerhaltige Getränke, da diese die kognitiven Funktionen langfristig beeinträchtigen.

Am häufigsten steckt ein Vitamin-B12-Mangel dahinter, gerade ab 60, bei vegetarischer Ernährung oder bei Einnahme von Magensäureblockern oder Metformin. Auch ein Mangel an Folsäure oder Vitamin D kann Konzentration und Gedächtnis beeinträchtigen. Ebenso wichtig sind Omega-3-Fettsäuren (insbesondere DHA) und Magnesium.

Zu den bewährten pflanzlichen Helfern zählt Ginkgo biloba, das die Gehirngesundheit unterstützen und vor kognitiven Beeinträchtigungen schützen kann. Auch Ashwagandha wird eingesetzt, da es Stress reduziert, den Schlaf verbessert und Studien zufolge Gedächtnis und Gehirnleistung fördern kann. Ergänzend wirkt Curcumin aus Kurkuma entzündungshemmend und kann einem beschleunigten kognitiven Rückgang entgegenwirken.

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