Anti-Cellulite-Tipps

Die 4 besten Anti-Cellulite-Tipps

11 Min. Lesezeit Aktualisiert am 29. September 2026
Das Wichtigste in Kürze
Cellulite hat vor allem mit dem Aufbau des weiblichen Bindegewebes zu tun: Bei Frauen gibt es weniger Bindegewebsstränge zwischen Haut und Fettschicht, und sie geben unter Zug leichter nach als bei Männern (Rudolph et al., 2019). Dazu kommen Östrogen, Veranlagung, Alter und Körpergewicht. Deshalb haben 80 bis 90 % aller Frauen nach der Pubertät Cellulite, auch schlanke (Luebberding et al., 2015). In einer placebokontrollierten Studie verringerten 2,5 g Kollagenpeptide täglich über 6 Monate den Grad der Cellulite bei normalgewichtigen Frauen (Schunck et al., 2015).

Cellulite, Orangenhaut oder Dellen. Hier steht, woher Cellulite kommt und wie sich das Bindegewebe stärken lässt, damit es straff und elastisch bleibt.

Welche Aufgabe übernimmt das Bindegewebe?

Das Bindegewebe ist jenes Gewebe, das alle Gewebearten im Körper miteinander verbindet. Es zählt als wahres Nährstoffdepot, Wasserspeicher und auch als Schutz für Organe. Eine gute Versorgung mit Nährstoffen trägt dazu bei, dass das Bindegewebe fest und elastisch bleibt. Mit dem Alter verliert es jedoch an Spannkraft und Elastizität, wodurch die Haut schlaffer wird.

Eine Bindegewebsschwäche kann jedoch schon früher auftreten und hat meist mit Veranlagung, Bewegungsmangel oder einer unausgewogenen Ernährung zu tun. Eine solche Schwäche ist in erster Linie ein kosmetisches Problem. Krampfadern können jedoch das Risiko für eine Thrombose erhöhen und gehören deshalb ärztlich abgeklärt.

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Die 4 häufigsten Probleme mit dem Bindegewebe

1. Cellulite

Cellulite entsteht durch eine ungleichmäßige Struktur der Fettablagerungen unter der Haut. Das kommt daher, dass mit der Zeit die Kollagenfasern an Spannkraft verlieren und insgesamt weniger neue gebildet werden. In Folge wird das Bindegewebe schwächer und die Fettzellen finden weniger Halt. Daher verteilen sich die Fettzellen ungleichmäßig und es kommt zu den unliebsamen Dellen. Eine zentrale Rolle spielen dabei die kollagenreichen Bindegewebsstränge (Septen), die die Haut mit der tieferen Gewebeschicht verbinden (Bass & Kaminer, 2020).

Cellulite tritt auch bei schlanken Frauen auf und ist bei fast jeder Frau vorhanden: Betroffen sind 80 bis 90 % aller Frauen nach der Pubertät (Luebberding et al., 2015). Sie ist nur unterschiedlich stark ausgeprägt und sichtbar. Im Vergleich dazu bekommen Männer kaum Cellulite, da bei ihnen das Bindegewebe anders gebaut ist. 

Cellulite gilt in der Forschung als weitgehend natürliches, für Frauen typisches Merkmal und nicht als Krankheit (de la Casa Almeida et al., 2013).

2. Ödeme

Unter Ödemen werden Wassereinlagerungen im Gewebe verstanden. Meistens treten sie in den Beinen auf und sind als Schwellung erkennbar. Um ein Ödem zu diagnostizieren, drückt man auf den geschwollenen Bereich, bleibt eine sichtbare Delle bestehen, ist es ein Ödem.

3. Krampfadern

Bei Krampfadern handelt es sich um Erweiterungen der Beinvenen. Diese sind meist frühzeitig als kleine Besenreißer zu erkennen. Krampfadern sind meist nur ein optisches Problem, können aber auch in Venenentzündungen enden, die wiederum zu Schäden in den Blutgefäßwänden führen können. Die Folge ist ein deutlich erhöhtes Risiko für eine Thrombose: In einer Auswertung von Hausarztpraxen in Deutschland hatten 5,6 % der Menschen mit Krampfadern eine tiefe Beinvenenthrombose, bei Menschen ohne Krampfadern waren es 0,9 % (Müller-Bühl et al., 2012).

4. Verklebte Faszien

Das Fasziengewebe ist ein netzartiges und komplexes Gewebesystem, welches sämtliche Organe, Muskeln, Sehnen und Bänder umhüllt. Bewegen wir uns aber zu wenig, werden sie weniger elastisch und beginnen zu verkleben. Das führt zu Verspannungen und Schmerzen an den betroffenen Stellen.

 



 

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Warum vor allem Frauen Cellulite bekommen

Der wichtigste Grund liegt im Aufbau des Gewebes unter der Haut. Forschende haben Gewebe aus dem Gesäß von zehn männlichen und zehn weiblichen Körperspendern untersucht. Bei den Männern fanden sie mehr Bindegewebsverbindungen zwischen der Haut und der darunterliegenden Faszie. Um diese Verbindungen zu lösen, war bei Männern im Schnitt eine Kraft von 38 Newton nötig, bei Frauen nur 23 Newton. Bei Frauen und bei höherem Body-Mass-Index waren außerdem die oberen Fettläppchen höher. Cellulite entsteht demnach, wenn das Bindegewebe dem Druck des Fettgewebes nicht mehr genug entgegenhält (Rudolph et al., 2019).

Auch Hormone spielen mit. Östrogen und Progesteron prägen den Zustand von Haut und Unterhaut. Sinkt der Östrogenspiegel in den Wechseljahren, werden die kleinen Blutgefäße durchlässiger und die Durchblutung im Gewebe schlechter. Gleichzeitig bildet die Haut weniger Kollagen vom Typ I und III und weniger elastische Fasern. Beides begünstigt Cellulite (Leszko, 2014). Eine Übersichtsarbeit nennt als wichtigste Einflüsse den Aufbau des Bindegewebes, die Wirkung von Östrogen, Veränderungen der kleinen Blutgefäße sowie genetische und hormonelle Merkmale (de la Casa Almeida et al., 2013).

Gene, Gewicht und Alter: Warum auch schlanke Frauen Cellulite haben

Cellulite ist zum Teil Veranlagung. In einer Studie wurden 200 schlanke Frauen mit Cellulite mit 200 gleich alten Frauen mit gleichem Body-Mass-Index ohne Cellulite verglichen. Zwei Genvarianten (in den Genen ACE und HIF1A) hingen mit Cellulite zusammen, und zwar unabhängig von Alter, Gewicht, Pille und Rauchen (Emanuele et al., 2010). Das erklärt, warum auch schlanke und sportliche Frauen Dellen haben können.

Das Körpergewicht beeinflusst, wie stark Cellulite sichtbar ist. Bei Frauen in ärztlich begleiteten Abnehmprogrammen wurde die Cellulite bei der Mehrheit schwächer. Das galt vor allem, wenn sie mit einem höheren Body-Mass-Index gestartet waren und deutlich an Gewicht und Oberschenkelfett verloren. Bei Frauen mit niedrigerem Ausgangsgewicht, die nur wenig abnahmen, wurde sie dagegen teils stärker, weil das Gewebe nachgiebiger wurde (Smalls et al., 2006).

Mit dem Alter wird zudem die Lederhaut dünner, bei Frauen wie bei Männern. Am stärksten gefährdet, Cellulite zu entwickeln oder eine Verschlechterung zu erleben, sind deshalb ältere Frauen mit hohem Body-Mass-Index (Rudolph et al., 2019).

Die 4 häufigsten Ursachen für ein schwaches Bindegewebe

  • Unausgewogene Essgewohnheiten mit viel raffiniertem Zucker und stark verarbeiteten Lebensmitteln sowie zu wenig Trinken
  • Bewegungsmangel sowie ständiges Sitzen oder Stehen
  • Ein unausgeglichener Säure-Basen-Haushalt, etwa durch eine mineralstoffarme Ernährung, Alkohol und Rauchen
  • Älterwerden - die Elastizität lässt mit dem Alter natürlicherweise nach

Die Lösung?

Das hilft dem Bindegewebe wirklich!

Für Bindegewebsprobleme wie beispielsweise Cellulite gibt es. Was jedoch wirklich hilft, ist ein ganzheitlicher Ansatz. Dieser besteht aus einer ausgewogenen Ernährung, ausreichend Bewegung und natürlichen Nährstoffen wie beispielsweise Kollagen. Damit lässt sich das Hautbild bei Cellulite und Co. sichtbar verbessern.

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In einer doppelblinden, placebokontrollierten klinischen Studie wurde die Wirksamkeit von Kollagen im Vergleich zu Placebo bei der Behandlung von Cellulite bei normal- und übergewichtigen Frauen untersucht. Dazu nahmen 105 Frauen zwischen 24 und 50 Jahren mit mäßiger Cellulite täglich 2,5 g Kollagenpeptide oder ein Placebo ein.

Nach einer Studiendauer von 6 Monaten wurden die Ergebnisse ausgewertet. Bei den normalgewichtigen Frauen ging der Grad der Cellulite signifikant stärker zurück als mit Placebo, die Haut an den Oberschenkeln war weniger wellig und die Dichte der Lederhaut nahm zu. Auch bei den übergewichtigen Frauen verbesserte sich die Cellulite, wenn auch weniger stark. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass eine regelmäßige Einnahme von Kollagen über 6 Monate das Hautbild bei mäßiger Cellulite deutlich verbessert (Schunck et al., 2015).

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2. BASISCHE ERNÄHRUNG

Eine Ernährung mit sehr viel Fett und Zucker fördert Übergewicht, und mit steigendem Body-Mass-Index werden die Fettläppchen direkt unter der Haut höher. Dadurch treten die Dellen stärker hervor (Rudolph et al., 2019). Besser ist eine basische Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Kräutern, die reich an Mineralstoffen wie Kalium und Magnesium ist. Wer den Säure-Basen-Haushalt zusätzlich unterstützen möchte, kann basische Mineralstoffe ergänzen.

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3. BEWEGUNG

Wichtig ist, sich regelmäßig zu bewegen. Bewegung kräftigt die Muskulatur unter dem Bindegewebe und hilft, überschüssiges Körperfett abzubauen. Bei den meisten Frauen, die deutlich an Gewicht und Oberschenkelfett verloren, wurde die Cellulite schwächer (Smalls et al., 2006).

4. MASSAGE

Mithilfe von Bürsten oder Faszienrollen lässt sich das Gewebe massieren. Das regt die Durchblutung der Haut an und kann Verspannungen im Fasziengewebe lösen.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Ratgeber dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Die Inhalte der Herbano Gesundheitsredaktion werden sorgfältig recherchiert und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Studien.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und von der Herbano Redaktion bearbeitet.

Häufige Fragen

Ja, Cellulite kann deutlich schwächer werden, auch wenn sie mit dem Aufbau des weiblichen Bindegewebes zusammenhängt. Bei Frauen mit Übergewicht besserte sie sich meist, wenn sie viel Gewicht und Oberschenkelfett verloren. Bei normalgewichtigen Frauen ging der Grad der Cellulite mit 2,5 g Kollagenpeptiden täglich über 6 Monate stärker zurück als mit Placebo.

Weil Cellulite vor allem vom Bindegewebe abhängt und nicht nur vom Gewicht. Frauen haben weniger und nachgiebigere Bindegewebsstränge zwischen Haut und Fettschicht als Männer. Dazu kommt die Veranlagung: Bei schlanken Frauen mit Cellulite fanden sich häufiger bestimmte Genvarianten als bei gleich schweren Frauen ohne Cellulite.

Hormone sind ein wichtiger Faktor, vor allem Östrogen. Deshalb betrifft Cellulite fast nur Frauen und zeigt sich meist erst nach der Pubertät. Sinkt der Östrogenspiegel in den Wechseljahren, bildet die Haut weniger Kollagen und elastische Fasern, und die Durchblutung im Gewebe wird schlechter. Beides begünstigt Cellulite.

Zum Teil ja. In einer Studie mit 200 schlanken Frauen mit Cellulite und 200 Frauen ohne Cellulite hingen zwei Genvarianten mit Cellulite zusammen, unabhängig von Alter, Gewicht, Pille und Rauchen. Die Veranlagung entscheidet mit, wie stark sich Cellulite zeigt, Gewicht, Alter und Lebensstil spielen aber ebenfalls eine Rolle.

Häufige Auslöser sind Veränderungen beim Gewicht und bei den Hormonen, etwa in den Wechseljahren. Auch mit dem Alter wird die Lederhaut dünner, sodass Dellen leichter sichtbar werden. Bei schlanken Frauen, die nur wenig abnehmen, kann Cellulite ebenfalls stärker hervortreten, weil das Gewebe nachgiebiger wird.

  1. [1]
    Schunck, M., Zague, V., Oesser, S., & Proksch, E. (2015) Dietary Supplementation with Specific Collagen Peptides Has a Body Mass Index-Dependent Beneficial Effect on Cellulite Morphology. Journal of medicinal food, 18(12), 1340–1348. https://doi.org/10.1089/jmf.2015.0022. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4685482/
  2. [2]
    Rudolph, C., Hladik, C., Hamade, H., Frank, K., Kaminer, M. S., Hexsel, D. et al. (2019) Structural Gender Dimorphism and the Biomechanics of the Gluteal Subcutaneous Tissue: Implications for the Pathophysiology of Cellulite. Plastic and Reconstructive Surgery, 143(4):1077-1086, doi: 10.1097/PRS.0000000000005407. https://doi.org/10.1097/PRS.0000000000005407
  3. [3]
    Luebberding, S., Krueger, N. & Sadick, N. S. (2015) Cellulite: an evidence-based review. American Journal of Clinical Dermatology, 16(4):243-256, doi: 10.1007/s40257-015-0129-5. https://doi.org/10.1007/s40257-015-0129-5
  4. [4]
    Bass, L. S. & Kaminer, M. S. (2020) Insights Into the Pathophysiology of Cellulite: A Review. Dermatologic Surgery, 46 Suppl 1:S77-S85, doi: 10.1097/DSS.0000000000002388. https://doi.org/10.1097/DSS.0000000000002388
  5. [5]
    de la Casa Almeida, M., Suarez Serrano, C., Rebollo Roldán, J. & Jiménez Rejano, J. J. (2013) Cellulite's aetiology: a review. Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology, 27(3):273-278, doi: 10.1111/j.1468-3083.2012.04622.x. https://doi.org/10.1111/j.1468-3083.2012.04622.x
  6. [6]
    Leszko, M. (2014) Cellulite in menopause. Przegląd Menopauzalny, 13(5):298-304, doi: 10.5114/pm.2014.46472. https://doi.org/10.5114/pm.2014.46472
  7. [7]
    Emanuele, E., Bertona, M. & Geroldi, D. (2010) A multilocus candidate approach identifies ACE and HIF1A as susceptibility genes for cellulite. Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology, 24(8):930-935, doi: 10.1111/j.1468-3083.2009.03556.x. https://doi.org/10.1111/j.1468-3083.2009.03556.x
  8. [8]
    Smalls, L. K., Hicks, M., Passeretti, D., Gersin, K., Kitzmiller, W. J., Bakhsh, A. et al. (2006) Effect of weight loss on cellulite: gynoid lypodystrophy. Plastic and Reconstructive Surgery, 118(2):510-516, doi: 10.1097/01.prs.0000227629.94768.be. https://doi.org/10.1097/01.prs.0000227629.94768.be
  9. [9]
    Müller-Bühl, U., Leutgeb, R., Engeser, P., Achankeng, E. N., Szecsenyi, J. & Laux, G. (2012) Varicose veins are a risk factor for deep venous thrombosis in general practice patients. Vasa, 41(5):360-365, doi: 10.1024/0301-1526/a000222. https://doi.org/10.1024/0301-1526/a000222

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