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Laut einer Übersichtsarbeit im Journal of Intensive Care Medicine ist ein Magnesiummangel bei schwer kranken Menschen häufig und geht auf der Intensivstation mit einer höheren Sterblichkeit einher (Tong & Rude, 2005). Weil Magnesium Hunderte Enzymsysteme im Körper steuert, ist auch die Liste der Beschwerden lang, die mit einem Mangel in Verbindung gebracht werden.
Tatsächlich ist Magnesium für die Gesundheit unverzichtbar. Dennoch nehmen viele Menschen zu wenig davon auf und wissen es nicht einmal. Dabei spielt Magnesium eine wichtige Rolle bei der Stressregulation, hilft den Muskeln beim Entspannen und kann das Einschlafen erleichtern.
In der Medizin wird Magnesium in einigen Bereichen gezielt eingesetzt: Bei bestimmten lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen wird Magnesium intravenös verabreicht (Tong & Rude, 2005). Bei Verstopfungen oder Vorbereitungen zu einer Darmspiegelung wird Magnesiumcitrat zum Leeren des Verdauungstrakts verwendet. Bei schwangeren Frauen mit vorzeitigen Wehen, schwangerschaftsbedingtem Bluthochdruck oder Krämpfen werden intravenös kontinuierlich hohe Dosen an Magnesium verabreicht.
Auch als Nahrungsergänzungsmittel, das regelmäßig eingenommen wird, kann es die Entspannung unterstützen.
Magnesium ist DAS Entspannungs-Mineral. Alles, was angespannt, gereizt, verkrampft oder steif ist – egal, ob ein Körperteil oder sogar eine Stimmung –, kann ein Zeichen von Magnesiummangel sein. Denn dieser wichtige Mineralstoff ist an über 300 Enzymreaktionen beteiligt und überall im Gewebe zu finden, hauptsächlich aber in Muskeln, Knochen und Gehirn. Körperzellen brauchen es, um Energie zu erzeugen, die chemischen „Pumpen“ am Laufen zu halten, die Zellmembrane zu stabilisieren und den Muskeln dabei zu helfen, sich zu entspannen.
Magnesium wirkt als Bremse der Stressreaktion: Es dämpft die Ausschüttung und Weiterleitung der Stresssignale im Körper. Stress und Magnesium bilden dabei einen Teufelskreis – Stress kann den Magnesiumverlust erhöhen, und ein Mangel macht wiederum anfälliger für Stress (Pickering et al., 2020). In einer systematischen Übersicht über 18 Studien berichteten vier von acht Studien mit leicht ängstlichen Menschen und vier von sieben Studien bei prämenstruellem Syndrom (PMS), dass Magnesium die empfundene Angst linderte (Boyle et al., 2017). Auch der Schlaf profitiert: Ältere Menschen mit Schlafstörungen schliefen mit Magnesium im Schnitt gut 17 Minuten schneller ein als mit einem Placebo (Mah & Pitre, 2021).
Wer abends schwer abschalten kann, findet im Feierabend im Kopf Paket einen Magnesium Komplex zusammen mit GABA und L-Glycin – drei eigenständige Präparate für eine ruhige Abendroutine.
Mit einem Magnesiummangel werden unter anderem folgende Beschwerden und Erkrankungen in Verbindung gebracht:
Der Mangel an Magnesium wurde auch mit Entzündungen im Körper und erhöhten Werten des C-reaktiven Proteins (CRP) in Zusammenhang gebracht (Rosanoff et al., 2012).
Magnesiummangel ist weit verbreitet. Auf Intensivstationen tritt er häufig auf (Tong & Rude, 2005), und in den USA nahm fast die Hälfte der Bevölkerung (48 %) über die Nahrung weniger Magnesium auf als benötigt (Rosanoff et al., 2012).
Dazu kommt: Der Magnesiumwert im Blutserum ist zwar die übliche und günstige Messmethode, spiegelt aber nicht unbedingt den Magnesiumgehalt des gesamten Körpers wider (Jahnen-Dechent & Ketteler, 2012). Das heißt: Ein Mangel kann trotz normaler Blutwerte unentdeckt bleiben.
Die Analyse des Magnesiums im Blut kann nur drastischen Magnesiummangel aufzeigen. Das heißt: Erst wenn die Magnesiumspeicher in den Knochen weitgehend geleert sind, macht sich das auch in den Blutwerten bemerkbar. Magnesiummangel-Symptome können deutlich früher auftreten. Wer auf die richtigen Anzeichen achtet, kann gezielt und rechtzeitig gegensteuern und einen Magnesiummangel schnell behandeln.
Ein zweiter Grund, warum ein Magnesiummangel oftmals lange Zeit unbemerkt bleibt, liegt darin, dass Magnesium an einer Vielzahl unterschiedlicher Körperfunktionen beteiligt ist. Das Mineral beeinflusst das Herz-Kreislauf-System, das Nerven- und Muskelsystem sowie das Immunsystem.
Und gerade deshalb überlappen die Symptome für einen Mangel die Symptome anderer Beschwerden, sodass ein Defizit nicht gut erkannt werden kann. Außerdem sind die Symptome für einen Magnesiummangel denen anderer Beschwerden äußerst ähnlich, was auch nicht viel weiterhilft.
Eine Hauptursache, warum ein Magnesiummangel oftmals nicht erkannt wird, liegt einfach daran, dass er sich nicht deutlich von anderen Beschwerden unterscheidet. Gerade deshalb raten viele Experten, auf eine ausreichende Magnesiumzufuhr zu achten – über die Ernährung und bei Bedarf mit einem Magnesiumpräparat.
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Als natürlicher Mineralstoff lässt sich Magnesium nicht patentieren und wird deshalb kaum beworben. Im Behandlungsalltag stehen meist Medikamente im Vordergrund, während Ursachen wie ein Nährstoffmangel weniger Beachtung finden.
Diese drei eben genannten Gründe sind die Hauptursachen dafür, warum ein Magnesiummangel oft unerkannt und unbehandelt bleibt. Viele Gesundheitsexperten setzen deshalb auf eine vorbeugende Einnahme von Magnesiumpräparaten.
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Ein wichtiger Grund für diesen verbreiteten Mangel liegt in der Ernährung: Viele von uns ernähren sich mit Dingen, die nur wenig Magnesium enthalten – industriell verarbeitete, raffinierte Nahrungsmittel, deren Hauptzutaten weißes Mehl, Fleisch und Milchprodukte sind (die alle vergleichsweise wenig Magnesium enthalten). Magnesiumreiche Nüsse, Blattgemüse oder Bohnen stehen nur sehr selten auf dem Speiseplan.
Viele der modernen Gewohnheiten tragen gemeinsam dazu bei, das bisschen Magnesium, das wir mit unserer Nahrung zu uns nehmen, auch noch zu verlieren.
Magnesium geht verstärkt verloren bei übermäßigem Konsum von bzw. bei: (Johnson, 2001)
Besonders lang andauernder Stress kann dazu führen, dass der Körper mehr Magnesium verliert (Pickering et al., 2020).
Die Gefahr eines Mangels ist umso größer, als die Aufnahme und Ausscheidung von Magnesium von sehr vielen Faktoren abhängen. Um Magnesium gut aufnehmen zu können, braucht der Körper ausreichend Magnesium in der Nahrung sowie genügend Vitamin B6, Vitamin D und Selen (Johnson, 2001).
Eine Übersichtsarbeit zu Magnesium kam zu folgendem Schluss: „Es ist äußerst bedauerlich, dass der Mangel an einem so günstigen, leicht erhältlichen und wenig giftigen Nährstoff überall auf der Welt Krankheiten nach sich zieht, die zu unkalkulierbarem Leiden und ebenso unkalkulierbaren Ausgaben führen.“ (Johnson, 2001)
Obwohl er schwer zu messen und schwierig zu erforschen ist, kann hinter vielen Beschwerden ein unerkannter Magnesiummangel stecken – und der lässt sich meist gut ausgleichen.
Und zwar so:
Außerdem gehören Nahrungsmittel, die viel Magnesium enthalten, so oft wie möglich auf den Speiseplan.
Es gibt einige Lebensmittel, die viel Magnesium von Natur aus enthalten:
Seetang, Weizenkleie, Weizenkeime, Mandeln, Cashew-Nüsse, Buchweizen, Paranüsse, Rotalgen, Haselnüsse, Hirse, Pekannüsse, Walnüsse, Roggen, Tofu, Sojabohnen, Naturreis, Feigen, Datteln, Blattkohl, Shrimps, Avocados, Petersilie, Bohnen, Gerste, Löwenzahnblätter und Knoblauch
Auch magnesiumreiche Nahrungsergänzungsmittel helfen:
Menschen mit Nierenerkrankungen oder schweren Herzerkrankungen sollten Magnesium nur unter ärztlicher Aufsicht einnehmen.
Wer die beschriebenen Beschwerden kennt, kann also selbst viel tun.
Denn Magnesium ist ein unverzichtbarer Mineralstoff für Muskeln, Nerven und den Umgang mit Stress – und eine gute Versorgung lässt sich mit der Ernährung und einem passenden Präparat meist gut erreichen.
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Nein. In Nahrungsergänzungsmitteln steckt Magnesium immer als Verbindung, und diese Verbindungen lösen sich unterschiedlich gut und werden unterschiedlich gut aufgenommen.
Beim Kauf zählt außerdem die Menge an reinem (elementarem) Magnesium pro Tagesdosis. Sie steht auf dem Etikett und ist kleiner als das Gewicht der gesamten Verbindung.
Wichtiger Hinweis
Dieser Ratgeber dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Die Inhalte der Herbano Gesundheitsredaktion werden sorgfältig recherchiert und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Studien.
Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und von der Herbano Redaktion bearbeitet.
Nein. Organische Verbindungen wie Magnesiumcitrat oder Aminosäure-Chelate (etwa Glycinat) wurden in einer Studie über 60 Tage besser aufgenommen als Magnesiumoxid. Wichtig ist außerdem die Menge an reinem Magnesium pro Tagesdosis, die auf dem Etikett steht.
Am besten untersucht ist Magnesiumcitrat: Es löst sich gut und führte in Vergleichsstudien zu höheren Magnesiumwerten in Blut und Urin als Magnesiumoxid. Auch Aminosäure-Chelate wie Glycinat werden gut aufgenommen. Kleinere, über den Tag verteilte Portionen verwertet der Körper anteilig besser als eine große Einzeldosis.
Entscheidend ist, dass genug Magnesium ankommt – also ein Präparat mit gut löslichen Verbindungen wie Citrat oder Glycinat, zum Beispiel ein Magnesium-Komplex. Bei älteren Menschen mit Schlafstörungen verkürzte Magnesium die Einschlafzeit in Studien um gut 17 Minuten. Wer abends schwer abschalten kann, findet im Feierabend im Kopf Paket einen Magnesium Komplex zusammen mit GABA und L-Glycin.
Eher ja. Magnesiumcitrat wirkt in höheren Mengen abführend und wird deshalb auch zur Vorbereitung einer Darmspiegelung eingesetzt. Magnesiumglycinat gilt dagegen als besonders magenfreundlich und passt eher zu einer empfindlichen Verdauung.
An einer gut aufnehmbaren Verbindung wie Citrat, Glycinat oder Malat, an einer klaren Angabe des reinen Magnesiums pro Tagesdosis und an einer Verzehrempfehlung, die die Menge auf mehrere Einnahmen verteilt. Zusätzlich lohnt ein Blick auf die Zutatenliste: Gute Präparate kommen ohne unnötige Zusatzstoffe aus.
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