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Der Schlaf spielt eine wichtige Rolle für die Immunfunktion. Ein vielleicht überraschender Mechanismus hinter dieser Verbindung hat mit den Auswirkungen des Schlafes auf die Darmflora zu tun. Zwei Studien aus den Jahren 2018 und 2019 beleuchten den Zusammenhang zwischen Schlaf und der Darmgesundheit.
Die erste wurde in der Dezemberausgabe 2018 des Magazins „Frontiers in Psychiatry“ veröffentlicht. Die Forscher konzentrierten sich auf die Rolle der Darmflora bei Schlaflosigkeit und Depressionen. Die Studien-Autoren berichteten:
„Zahlreiche Studien belegen, dass das Auftreten von Schlaflosigkeit und depressiven Störungen mit dem Biorhythmus, der Immunfunktion und dem Nährstoffstoffwechsel zusammenhängen. Der genaue Mechanismus ist bislang noch unbekannt.
Etliche Hinweise deuten darauf hin, dass die Darmflora nicht nur Verdauungs-, Stoffwechsel- und Immunfunktionen des Körpers beeinflusst, sondern auch den Schlaf sowie die psychische Verfassung über die Darm-Hirn-Achse reguliert.
Erste Ergebnisse lassen vermuten, dass Mikroorganismen und Gene, die den Biorhythmus steuern, interagieren. Die Beschaffenheit der Magen-Darm-Flora sowie des Stoffwechsels hängen mit unserem Schlaf und Biorhythmus zusammen.“
Ja, die Verdauung läuft auch nachts weiter, nur deutlich langsamer. Der Körper stellt sich über seine innere Uhr auf Ruhe ein, und das gilt auch für Magen und Darm:
Das erklärt, warum sich der Darm bei den meisten Menschen morgens nach dem Aufstehen oder nach dem Frühstück meldet. Wer dagegen regelmäßig nachts vom Stuhldrang oder von Bauchschmerzen geweckt wird, sollte das abklären lassen, denn das passt nicht zum normalen Rhythmus des Darms.
Weil der Magen abends langsamer arbeitet, bleibt eine späte, schwere Mahlzeit länger liegen. Das kann den Schlaf stören, vor allem bei Menschen, die zu Sodbrennen neigen. Zwei Punkte sind am Menschen gut untersucht:
Wer abends oft mit einem aufgeblähten Bauch ins Bett geht, findet Ursachen und Tipps in unserem Ratgeber zu Blähungen.
Liegt man trotz leichtem Abendessen lange wach oder wacht nachts immer wieder auf, lohnt ein Blick auf den Schlaf selbst. Für das Einschlafen gibt es einen offiziell anerkannten Nährstoff: Melatonin trägt dazu bei, die Einschlafzeit zu verkürzen, wenn kurz vor dem Schlafengehen 1 mg eingenommen wird (Verordnung (EU) Nr. 432/2012). Im Durchschlaf Paket ist Melatonin mit GABA kombiniert, erst zum Einschlafen, dann für eine ruhige Nacht.
Frühere Studien haben gezeigt, dass die Darmflora eine wichtige Rolle bei Depressionen und Angstzuständen spielen kann. Zudem können wir über unsere Ernährung – die die bakterielle Zusammensetzung des Darms beeinflusst – das Risiko für diese Stimmungsstörungen erhöhen oder senken.
Wie im Journal „Frontiers in Psychiatry“ beschrieben, deuten immer mehr wissenschaftliche Forschungen darauf hin, dass unsere Darmflora nicht nur unsere Stimmung, sondern auch unseren Schlafzyklus über die sogenannte Darm-Hirn-Achse reguliert. Dies ist eine bidirektionale Kommunikationsbahn, die unser zentrales und enterisches Nervensystem verbindet. Bidirektional bedeutet, dass die Signale in beide Richtungen übertragen werden.
Im Jahr 2017 erhielten drei Biologen den Medizin-Nobelpreis für die Entdeckung von Mastergenen, die den Biorhythmus des Körpers steuern. Dabei verfügt unser Körper nicht nur über eine innere Uhr, sondern über eine ganze Reihe verschiedener „Uhren“, die alles vom Stoffwechsel bis hin zu psychologischen Funktionen steuern.
Unsere „Hauptuhr“ im Gehirn synchronisiert unsere Körperfunktionen mit dem 24-Stunden-Hell-Dunkelzyklus. Jedoch verfügt jedes Organ, ja sogar jede Zelle, über eine eigene biologische Uhr.
Auch viele Gene folgen diesem Rhythmus und werden in Wellen ein- und ausgeschaltet. Bei Mäusen zeigten 43 % aller Gene, die Eiweiße bilden, irgendwo im Körper einen Tagesrhythmus (Zhang et al., 2014). Die Darmflora schwankt ebenfalls im Tagesverlauf: Bei Mäusen und Menschen ändern sich Zusammensetzung und Aktivität der Darmbakterien über den Tag, vor allem gesteuert durch die Essenszeiten. Ein gestörter Rhythmus, etwa durch Jetlag, brachte die Darmflora von Mäusen aus dem Gleichgewicht (Thaiss et al., 2014). Forschende vermuten deshalb, dass auch Schlafstörungen die Zusammensetzung der Darmflora beeinflussen können, weil sie die „Darm-Uhr“ aus dem Takt bringen. Im Magazin „Frontiers in Psychiatry“ heißt es:
„Hinweise deuten darauf hin, dass Clostridiales, Lactobacillales und Bacteroidales, die rund 60 Prozent der Darmflora ausmachen, signifikante tägliche Schwankungen aufweisen, die zu tageszeitlichen taxonomischen Konfigurationen führen.
Liang et al. fanden heraus, dass die beiden primären Komponenten der Darmflora bei Säugetieren, Bacteroidetes und Firmicutes, reichlich zyklische Veränderungen von Tag zu Nacht aufweisen, die nicht nur mit der rhythmischen Nahrungsaufnahme und der Ernährungsstruktur, sondern auch mit der biologischen Uhr und dem Geschlecht des Individuums zusammenhängen.
Neuere Studien zeigen, dass eine Störung der inneren Uhr, Schlafentzug und Schichtarbeit die Expression von Genen, die dem Biorhythmus unterliegen, sowie die Struktur mikrobieller Gemeinschaften verändern.
Die Beeinträchtigung des Schlafverhaltens von Mäusen führte zu Veränderungen der Struktur und Vielfalt der Darmflora. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Gene, die dem Biorhythmus unterliegen, die Darmflora beeinflussen könnten.“
Die Übersichtsarbeit in „Frontiers in Psychiatry“ kommt zu dem Schluss, dass Darmflora, Schlaf und Depressionsrisiko vermutlich in beide Richtungen zusammenhängen. Hormone und Gene, die dem Biorhythmus unterliegen, spielen dabei eine Rolle. Viele Einzelheiten dazu stammen allerdings bisher aus Tierversuchen.
Die zweite Studie, die sich mit dem interessanten Zusammenhang zwischen Darmgesundheit und Schlaf befasst, wurde 2019 in PLOS ONE veröffentlicht. Hier untersuchten die Forscher, ob die Zusammensetzung der Darmflora mit der gemessenen Schlafqualität zusammenhängt – was weitreichende Auswirkungen auf den allgemeinen Gesundheitszustand haben kann.
Schlechter Schlaf und/oder Schlafmangel stehen mit einer Vielzahl von Krankheiten und Gesundheitsbeschwerden in Verbindung, wie:
Andererseits geht qualitativ hochwertiger Schlaf mit folgendem einher:
Mit Bewegungssensoren am Handgelenk (Aktigraphie) maßen die Forscher die Schlafqualität von Probanden. Die Ergebnisse wurden dann mit der Zusammensetzung der Darmflora verglichen. Untersucht wurde, ob eine Korrelation zwischen beiden Faktoren hergestellt werden kann. Die Autoren der Studie berichteten:
"Wir fanden heraus, dass die Diversität der gesamten Darmflora positiv mit einer erhöhten Schlafeffizienz und der Gesamtschlafzeit in Verbindung steht. Eine geringere Vielfalt der Darmflora ging mit mehr Wachzeit in der Nacht nach dem Einschlafen einher. Wir fanden positive Korrelationen zwischen der Diversität der Darmflora und dem Zytokin Interleukin-6. Dieses Zytokin war bereits vor Beginn unserer Studie für seine Auswirkungen auf den Schlaf bekannt.
Unsere Analyse der Zusammensetzung der Darmflora ergab, dass eine hohe Artenvielfalt innerhalb der Bacteroidetes und Firmicutes positiv mit der Schlafeffizienz, der Zytokin-Konzentration und dem abstrakten Denken zusammenhängt.
Schließlich fanden wir heraus, dass mehrere Taxa (Lachnospiraceae, Corynebacterium und Blautia) bei unseren Schlafmessungen negativ auffielen. Unsere Ergebnisse lassen Zusammenhänge zwischen der Zusammensetzung der Darmflora, der Schlafphysiologie, dem Immunsystem und unseren kognitiven Fähigkeiten vermuten. Sie könnten zu Wegen führen, den Schlaf über eine Veränderung der Darmflora zu verbessern.“ (Smith et al., 2019)
Wie eingangs erwähnt beeinflusst der Schlaf bekanntlich unsere Immunfunktion. Bei Zytokinen, die als Reaktion auf Antigene gebildet werden, handelt es sich um multifunktionale chemische Botenstoffe, die die Regulierung des angeborenen und adaptiven Immunsystems unterstützen.
Interessanterweise scheinen Zytokine nach Aussage der Wissenschaftler auch als „kritische Schnittstelle zwischen der Schlafphysiologie und der Zusammensetzung der Darmflora zu fungieren.“
Die Studienautoren erläutern:
„Insbesondere die Akutphasenzytokine IL-1β und IL-6 sind stark mit der Schlafphysiologie verknüpft. IL-1β ist ein wichtiger somnogener Faktor. Die Verabreichung von IL-1β bei Menschen und Tieren führte zu einer Stärkung des spontanen Schlafes und der Müdigkeit. Die Konzentration von IL-1β nimmt mit zunehmendem Schlafmangel zu.
Im Gegensatz zu IL-1β handelt es sich bei IL-6 um keinen direkten somnogenen Faktor. Schlafmangel führt aber dennoch zu erhöhten IL-6-Werten. Im Darm führen Stress und Krankheiten zu Entzündungen aufgrund der Produktion von IL-6 und IL-1β in unterschiedlichem Ausmaße.
Eine Mukositis im Darm verursachte bei Mäusen beispielsweise einen Anstieg von IL-6 und IL-1β im Dünndarm sowie im Blut und Darmgewebe. Bei Menschen führte allein chronischer Stress zu einer Erhöhung von IL-6 und IL-1β.
Trotz des engen Zusammenhangs zwischen der Aktivität von Zytokinen, der Aktivität der Darmflora und dem Schlaf haben sich bislang nur wenige Studien diesem gewidmet... Frühere Forschungen haben ergeben, dass teilweiser Schlafmangel innerhalb von nur 48 Stunden die Zusammensetzung der Darmflora verändern kann.
Eine neuere Studie kam zu dem Ergebnis, dass eine hohe Schlafqualität mit einer Darmflora einherging, die einen hohen Anteil an Bakterien der Stämme Verrucomicrobia und Lentisphaerae aufwies. Diese ging ebenfalls mit einer verbesserten kognitiven Leistungsfähigkeit einher.“
Zusammenfassend zeigt diese PLOS-ONE-Studie, dass die Zusammensetzung der Darmflora, die Qualität und Dauer des Schlafes, die Immunfunktion sowie die Kognition miteinander in Zusammenhang stehen. Was dabei Ursache und was Wirkung ist, lässt sich aus einer solchen Beobachtung noch nicht ablesen.
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Viele Befunde zur „Darm-Uhr“ stammen aus Versuchen an Mäusen. Am Menschen ist bisher Folgendes untersucht:
Ob eine vielfältige Darmflora direkt zu besserem Schlaf führt oder umgekehrt, lässt sich daraus noch nicht sicher sagen. Die Studien zeigen aber, dass beide Seiten zusammenhängen und dass schon kurze Schlafdefizite am Darm messbar sind.
Für Nächte, in denen das Durchschlafen schwerfällt, kombiniert das Durchschlaf Paket Melatonin für das Einschlafen mit GABA.
Wie wichtig ausreichender Schlaf ist, zeigt sich besonders bei Menschen mit chronischen Erkrankungen. CNN Health berichtet:
Wenn Sie ein Erwachsener mittleren Alters mit Bluthochdruck, Diabetes Typ 2 oder einer bestehenden Herzerkrankung sind und typischerweise weniger als sechs Stunden pro Nacht schlafen, weisen Sie ein hohes Risiko auf, an Krebs zu erkranken oder vorzeitig an Herzerkrankungen zu sterben.
Die Studie, auf die sich CNN bezog, wurde in der Oktoberausgabe 2019 des „Journal of the American Heart Association“ (JAHA) veröffentlicht. Die Wissenschaftler versuchten zu ergründen, ob eine kurze Schlafdauer das Todesrisiko im Zusammenhang mit kardiometabolischen Risikofaktoren und kardiovaskulären und zerebrovaskulären Erkrankungen erhöht.
Ausgewertet wurden Daten von 1.654 Erwachsenen aus der Penn State Kohortenstudie. Unter Verwendung des Cox-Modells („proportional hazard models“) lag der angepasste Risikoquotient in Bezug auf die Gesamtmortalität bei Personen, die weniger als sechs Stunden schliefen und kardiometabolische Risikofaktoren (Bluthochdruck, erhöhter Blutzucker oder Diabetes Typ 2) aufwiesen, 2,14 mal höher als bei Personen, die regelmäßig sechs Stunden oder mehr schliefen.
Sie wiesen zudem ein 1,83-fach höheres Risiko auf, an kardiovaskulären oder zerebrovaskulären Erkrankungen zu sterben. Unter den Probanden, die an Herzerkrankungen litten oder einen Schlaganfall erlebt hatten und weniger als sechs Stunden pro Nacht schliefen, erhöhte sich das Sterberisiko gar um das 3,17-fache. Bei Menschen mit Herzerkrankung oder Schlaganfall und weniger als sechs Stunden Schlaf war zudem das Risiko, an Krebs zu sterben, um das 2,92-fache erhöht (Fernandez-Mendoza et al., 2019).
Alle diese Zusammenhänge bestanden unabhängig vom Alter, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, Fettleibigkeit, Rauchen und anderen Gesundheitsbeschwerden, Faktoren also, die die Ergebnisse beeinflussen könnten. Umgekehrt führte eine kürzere Schlafdauer (unter sechs Stunden) zu keiner Erhöhung des Sterberisikos bei Menschen, die keine kardiometabolischen Risikofaktoren aufwiesen oder an den genannten Erkrankungen litten.
Das Gleiche gilt für die Personen, die zwar die entsprechenden Risikofaktoren oder Erkrankungen aufwiesen, aber mehr als sechs Stunden pro Nacht schliefen. In dieser Gruppe stieg das Sterberisiko ebenfalls nicht. Gerade die Kombination aus chronischen Gesundheitsbeschwerden und kurzer Schlafdauer erhöhte das Todesrisiko der Betroffenen, einschließlich der Krebssterblichkeit.
Die Schlafdauer wirkt sich auf unser Sterberisiko aus
Die Autoren der Studie berichteten:
„Diese neuen Erkenntnisse zeigen, dass eine objektiv kurze Schlafdauer das Sterberisiko von Erwachsenen mittleren Alters mit kardiometabolischen Risikofaktoren oder bereits entwickelten kardiovaskulären und zerebrovaskulären Erkrankungen erhöht.
Teilnehmer, bei denen diese Risikofaktoren bestanden und die zu Studienbeginn weniger als sechs Stunden schliefen, wiesen ein um 83 Prozent höheres Risiko auf, an kardiovaskulären und zerebrovaskulären Erkrankungen zu sterben. In der Gruppe, in denen die Probanden dieselben Risikofaktoren aufwiesen, aber ausreichend lange schliefen, erhöhte sich das Sterberisiko aufgrund der genannten Krankheiten nur um 35 Prozent und damit nicht signifikant...
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine objektive kurze Schlafdauer effektiv das Sterberisiko im Zusammenhang mit kardiometabolischen Risikofaktoren oder kardiovaskulären und zerebrovaskulären Krankheiten erhöht. Wichtiger noch, unsere Daten deuten darauf hin, dass eine kurze Schlafdauer sich durch verschiedene Mechanismen auch auf das Sterberisiko von Krebserkrankungen auswirkt.
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Schlaf ist ausgesprochen wichtig und trägt auch zur Vorbeugung zweier Erkrankungen bei, die in vielen Ländern zu den häufigsten Todesursachen gehören:
Ein Gremium aus 18 Fachleuten der National Sleep Foundation wertete die Studienlage aus und entwickelte die folgenden Empfehlungen (Hirshkowitz et al., 2015). Wichtig: Wer krank, verletzt oder schwanger ist, braucht oft mehr Schlaf als hier angegeben.
Altersgruppe
Benötigter Schlaf für eine optimale Gesundheit
Neugeborene (0 bis 3 Monate)
14 bis 17 Stunden
Säuglinge (4 bis 11 Monate)
12 bis 15 Stunden
Kleinkinder (1 bis 2 Jahre)
11 bis 14 Stunden
Kindergartenkinder (3 bis 5 Jahre)
10 bis 13 Stunden
Schulkinder (6 bis 13 Jahre)
9 bis 11 Stunden
Jugendliche (14 bis 17 Jahre)
8 bis 10 Stunden
Erwachsene (18 bis 64 Jahre)
7 bis 9 Stunden
Senioren (ab 65 Jahren)
7 bis 8 Stunden
Für ein langes und gesundes Leben sollte ausreichender Schlaf einen hohen Stellenwert haben. Für viele Menschen bedeutet dies, dass sie ihren Alltag umstellen müssen und nicht mehr bis tief in die Nacht aufbleiben. Vielmehr sollten wir zu einer vernünftigen Zeit schlafen gehen.
Wer morgens um 6.00 Uhr aufstehen muss, sollte zwischen 21.30 und 22.00 Uhr im Bett sein – je nachdem, wie schnell das Einschlafen normalerweise dauert. Fällt es schwer, zu einer bestimmten Zeit schlafen zu gehen, hilft ein Wecker, der rechtzeitig daran erinnert, das Tagwerk zu beenden. Weitere Informationen und Tipps gibt es in unserem Ratgeber: „Wieso Sie nicht vor dem Fernseher einschlafen sollten“
Eine gesunde Darmflora aufzubauen und zu ernähren ist gar nicht so schwer, wie viele denken. Wahrscheinlich profitiert davon nicht nur der Schlaf. Dazu braucht es allerdings ein paar bewusste Änderungen im Lebensstil:
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Wer sich in letzter Zeit träge oder unproduktiv fühlt, sollte die eigenen Schlafgewohnheiten überprüfen. Guter Schlaf ist ein wesentlicher Faktor zur Verbesserung der Stimmung und der allgemeinen Gesundheit. Doch viele Menschen sorgen nicht für ausreichend und guten Schlaf und erhöhen so ihr Risiko für verschiedene Beschwerden.
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Wichtiger Hinweis
Dieser Ratgeber dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Die Inhalte der Herbano Gesundheitsredaktion werden sorgfältig recherchiert und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Studien.
Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und von der Herbano Redaktion bearbeitet.
Die Verdauung hört nachts nicht auf, sie läuft nur langsamer. Der Dickdarm ist im Schlaf am ruhigsten, nach dem Aufwachen steigt seine Aktivität auf etwa das Dreifache und nach einer Mahlzeit auf etwa das Doppelte. Deshalb meldet sich der Darm bei den meisten Menschen morgens nach dem Aufstehen oder nach dem Frühstück.
Schon zwei Nächte mit nur gut vier Stunden Schlaf veränderten bei jungen Männern die Zusammensetzung der Darmflora leicht, und der Körper reagierte schlechter auf Insulin. Pflegekräfte mit wechselnden Schichten hatten deutlich häufiger einen Reizdarm und Bauchschmerzen als Kolleginnen und Kollegen in der Tagschicht.
Ja. Der Magen leert eine Abendmahlzeit langsamer als ein Frühstück, eine späte, schwere Mahlzeit liegt also länger im Magen. Wer weniger als 3 Stunden nach dem Abendessen ins Bett ging, hatte in einer Studie eine deutlich höhere Chance auf eine Refluxkrankheit als Menschen mit mindestens 4 Stunden Abstand.
Bei nächtlichem Sodbrennen ist die linke Seitenlage am günstigsten. In dieser Lage kam weniger Magensäure in die Speiseröhre als in Rückenlage oder rechter Seitenlage, und die Säure wurde schneller wieder abtransportiert.
Darm und Schlaf hängen zusammen, die Richtung ist aber noch nicht sicher geklärt. Menschen mit einer vielfältigeren Darmflora schliefen in einer Studie effizienter, länger und waren nachts kürzer wach. In einer Meta-Analyse von 15 Studien verbesserten Probiotika die selbst eingeschätzte Schlafqualität stärker als ein Placebo.
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