Welche sind die häufigsten Todesursachen weltweit? Und wie können Sie sie vermeiden?

Welche sind die häufigsten Todesursachen weltweit? Und wie können Sie sie vermeiden?

13 Min. Lesezeit Aktualisiert am 30. September 2026
Das Wichtigste in Kürze
Die häufigste Todesursache weltweit ist die koronare (ischämische) Herzkrankheit. Laut der Global Burden of Disease Study folgten 2021 COVID-19, Schlaganfall, die chronische Lungenerkrankung COPD und Infektionen der unteren Atemwege. Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen Feinstaub, hoher Blutdruck, Rauchen und ein erhöhter Blutzucker; die Krankheitslast durch Übergewicht und hohen Blutzucker ist seit 2000 deutlich gestiegen.

Achtung, Spoiler: Jeder von uns wird irgendwann sterben. Interessant dabei ist zu wissen, woran wir laut Statistik sterben werden.

Das „Institute for Health Metrics and Evaluation“ veröffentlicht regelmäßig einen Bericht, der sich mit den wichtigsten Todesursachen und gesundheitlichen Gefahren der Welt beschäftigt, den sogenannten „Global Burden of Disease“ (GBD). Dieser gibt einen direkten Aufschluss darüber, mit welchen gesundheitlichen Trends unsere Gesellschaft zu kämpfen hat.

Die gute Nachricht?

Vielen Ländern gelingt es besser als je zuvor, Menschenleben zu retten. Dies gilt insbesondere für Kinder unter 5 Jahren.

Die schlechte Nachricht? 

Krankheiten im Zusammenhang mit Fettleibigkeit gehören zu den weltweit häufigsten Todesursachen mit steigenden Zahlen. Mit Sorge blicken die Forscher darauf, was die Zukunft bringt.

 



Welches sind die häufigsten Todesursachen der Welt?

Je nach Kontinent sind die Sterblichkeitsraten etwas anders verteilt. Auf den ersten Plätzen stehen klar Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Tumore und Infektionen. In Westeuropa sieht die Statistik ähnlich aus.

Die höchsten Sterberaten in Westeuropa gibt es bei:

  1. Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  2. Tumoren
  3. Neurologischen Störungen
  4. Infektionen des Atemsystems
  5. Erkrankungen des Verdauungssystems
  6. Diabetes 

Einige Ursachen und Gefahren sind weltweit rückläufig, wie HIV/AIDS, Malaria oder Frühgeburten. Andere Ursachen wie Folgeerkrankungen von Fettleibigkeit sind dagegen stark auf dem Vormarsch.

Die häufigsten Todesursachen weltweit: aktuelle Zahlen

Die jüngste Auswertung der Global Burden of Disease Study umfasst 288 Todesursachen in 204 Ländern und reicht bis ins Jahr 2021. Von 1990 bis 2019 standen immer dieselben vier Ursachen an der Spitze: koronare Herzkrankheit, Schlaganfall, COPD und Infektionen der unteren Atemwege. 2021 schob sich COVID-19 auf Platz 2 (GBD 2021 Causes of Death Collaborators, 2024).

Rang 2021TodesursacheEinordnung
1Koronare (ischämische) HerzkrankheitSeit 1990 durchgehend auf Platz 1
2COVID-192021 neu auf Platz 2, mit 94 Todesfällen je 100.000 Einwohner
3Schlaganfall2019 noch auf Platz 2
4Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)2019 noch auf Platz 3
5Infektionen der unteren Atemwege, etwa Lungenentzündung2019 noch auf Platz 4

Die Zahlen sind altersstandardisiert, also so umgerechnet, dass Länder mit älterer und jüngerer Bevölkerung vergleichbar sind. Zwischen 2019 und 2021 sank die weltweite Lebenserwartung um 1,6 Jahre, vor allem durch COVID-19 und andere Folgen der Pandemie. Über den gesamten Zeitraum seit 1990 stieg sie dennoch, weil weniger Menschen an Darminfektionen, Atemwegsinfektionen, Schlaganfällen und Komplikationen rund um die Geburt starben.

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Welche Risikofaktoren erhöhen das Sterberisiko am stärksten?

Dieselbe Studienreihe berechnet auch, wie viele gesunde Lebensjahre auf einzelne Risikofaktoren zurückgehen. 2021 lagen weltweit diese fünf vorn (GBD 2021 Risk Factors Collaborators, 2024):

  • Feinstaub in der Luft: 8,0 % der verlorenen gesunden Lebensjahre
  • Hoher Blutdruck: 7,8 %
  • Rauchen: 5,7 %
  • Niedriges Geburtsgewicht und Frühgeburt: 5,6 %
  • Erhöhter Nüchternblutzucker: 5,4 %

Bei älteren Menschen wiegen vor allem Stoffwechselrisiken schwer: hoher Blutdruck, Übergewicht, erhöhter Blutzucker und hohes LDL-Cholesterin. Die Krankheitslast durch diese Stoffwechselrisiken stieg von 2000 bis 2021 um 49,4 %, während sie bei den meisten Verhaltens- und Umweltrisiken sank.

Rauchen

In einer großen US-Erhebung mit über 200.000 Erwachsenen starben Raucherinnen und Raucher etwa dreimal so häufig wie Menschen, die nie geraucht hatten. Ihre Lebenserwartung war um mehr als zehn Jahre kürzer. Wer vor dem 40. Lebensjahr aufhörte, senkte das zusätzliche Sterberisiko durch das Rauchen um etwa 90 % (Jha et al., 2013).

Übergewicht

Eine Auswertung von 239 Studien mit über zehn Millionen Teilnehmenden fand das niedrigste Sterberisiko bei einem Body-Mass-Index (BMI) zwischen 20 und 25. Bei Adipositas Grad 1 (BMI 30 bis 35) lag es um 45 % höher, bei einem BMI ab 40 war es 2,76-mal so hoch. In Europa stieg das Risiko mit jeweils 5 BMI-Punkten mehr um 39 % (Global BMI Mortality Collaboration, 2016).

Bewegung

Schon Gehen macht einen messbaren Unterschied: In 15 Studien mit 47.471 Erwachsenen hatten Menschen mit rund 10.900 Schritten am Tag ein um 53 % niedrigeres Sterberisiko als Menschen mit rund 3.550 Schritten. Ab 60 Jahren sank das Risiko bis etwa 6.000 bis 8.000 Schritte täglich, bei Jüngeren bis etwa 8.000 bis 10.000 Schritte (Paluch et al., 2022).

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Fettleibigkeit und seine Folgen

Vor allem Fettleibigkeit verhindert nach Aussagen der Forscher immer häufiger, dass Menschen ein langes und gesundes Leben führen können. Folgekrankheiten durch Fettleibigkeit gibt es viele, wie Herzprobleme oder Diabetes.

  • Fettleibigkeit führt zu Herzkrankheiten:

2016 waren Folgekrankheiten wie ischämische Herzkrankheiten mit fast 9,5 Millionen Menschen weltweit die häufigste Todesursache. Eine ischämische Herzkrankheit ist auch als koronare Herzkrankheit bekannt. Dabei handelt es sich um einen Zustand, der auftritt, wenn die Arterien geschädigt sind und Blut, Sauerstoff und Nährstoffe nicht mehr zum Herzen transportiert werden können. Ablagerungen in den Arterien und Entzündungen sind in der Regel für den Schaden verantwortlich und können zu einem Herzinfarkt führen, wenn der ungehinderte Zugang zum Herzen nicht wiederhergestellt wird.

 



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  • Fettleibigkeit führt zu Diabetes:

Diabetes war für 1,4 Millionen Todesfälle verantwortlich, ein Anstieg um 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit steht die Stoffwechselerkrankung an neunter Stelle der führenden Todesursachen in den USA und fordert mehr Menschenleben als AIDS und Brustkrebs zusammen.

 



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Die Autoren des GBD zeigen sich jedoch beunruhigt darüber, wie schnell die Rate der Fettleibigkeit steigt und wie sich die Auswirkungen der Krankheit auf alle soziodemografischen Ebenen ausbreiten – niemand ist davor gefeit.

So weit, so gut. Doch was fangen wir mit diesen Informationen jetzt an?

Wie Sie die häufigsten Todesursachen weltweit vermeiden können

Im Bericht über die häufigsten Todesursachen geht es nicht um Schwarzmalerei. Trotzdem ist Fettleibigkeit ein großes und vor allem weltweites Problem, da es viele Folgeerkrankungen mit sich bringt. Die meisten Menschen können das Risiko jedoch auf natürliche Weise minimieren und Erkrankungen behandeln.

Die Anstrengung lohnt sich!

Wie kann man also Fettleibigkeit, eine der häufigsten Todesursachen weltweit, behandeln?

Stellen Sie Ihre Ernährung um – in 3 Schritten

1. Konsumieren Sie mehr gesunde Fette!

Menschen, die abnehmen wollen, vermeiden oft Fette – ein schwerer Fehler! Bei einer fettarmen Ernährung werden meist noch mehr Lebensmittel konsumiert, die einen höheren Zuckeranteil bzw. raffiniertes Getreide enthalten.

Gesunde Fette – hier vor allem die essenziellen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA tragen nicht nur zu einem stärkeren Sättigungsgefühl bei, sondern stecken auch noch voller wichtiger Nährstoffe. Zudem helfen gesunde Fette dem Körper dabei, Vitamine besser aufzunehmen und Hormone auszugleichen. „Natürlich“ ist in diesem Zusammenhang das Schlüsselwort. Lebensmittel wie Avocados, Butter aus Weidemilch, Kokosöl, natives Olivenöl extra und Omega-3-Fettsäuren aus bspw. Wildlachs tragen zum Gewichtsverlust bei und helfen, einen zu hohen Cholesterinspiegel zu senken.

Mit gesunden Fetten können Entzündungen verringert werden, die zusätzliche negative Folgen mit sich bringen. Denn gerade altersbedingte Krankheiten wie Arthritis/Arthrose, Alzheimer oder Krebs werden durch Entzündungen angefacht.

Tipp: Versuchen Sie es mit einer kohlenhydratarmen, aber fettreichen Ernährungsweise. Eine ketogene Ernährung bietet nachweislich mehr Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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2. Verzichten Sie auf Zucker und Fertigprodukte!

Auch wenn wir uns wiederholen: Raffinierter Zucker in all seinen verschiedenen Formen sowie industriell verarbeitete Lebensmittel sind zwei der größten Feinde unseres Körpers. Zucker zerstört unsere Gesundheit, weil er zu Fettleibigkeit führt und unser Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2, Leaky-Gut-Syndrom sowie für Entzündungen und bestimmte Krebsarten erhöht.

Leider befindet sich versteckter Zucker in vielen Produkten: in Müsliriegeln, kalorienarmen Getränken, Fruchtjoghurt, Gewürzen und in vielen Gerichten in Restaurants. Der Verzicht auf verarbeitete Lebensmittel führt automatisch dazu, dass Sie viele dieser unerwarteten Zuckerquellen aus Ihrer Ernährung beseitigen. Damit mindern Sie Ihr Risiko ganz erheblich, einer der häufigsten Todesursachen zum Opfer zu fallen.

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3. Verzehren Sie mehr ballaststoffreiche Lebensmittel!

Natürlich gibt es auch Produkte, die mit Ballaststoffen angereichert sind, allerdings ist es besser, sie aus natürlichen Quellen zu beziehen. Ballaststoffreiche Lebensmittel tragen zu einer gesunden Verdauung, regelmäßigem Stuhlgang und zur Steuerung des Blutzuckerspiegels bei. Zu den ballaststoffreichsten Lebensmitteln zählen Avocados, Beeren, Erbsen, schwarze Bohnen und Nüsse.

Tipp: Um Ihre Verdauung noch mehr anzukurbeln, nehmen Sie Probiotika. Damit stärken Sie Ihr Immunsystem zusätzlich.

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Fettleibigkeit ist zweifelsohne eine der besorgniserregendsten und häufigsten Todesursachen weltweit, an der wir selbst etwas ändern können. Achten Sie auf Ihre Ernährung – es wird sich lohnen!

Schlussbemerkungen 

  • Forscher konnten Fettleibigkeit als eine der Haupt-Todesursachen der Welt identifizieren. Insbesondere zeigen sie sich beunruhigt über die Tatsache, wie schnell sich Fettleibigkeit (Adipositas) und damit verbundene Folgekrankheiten in allen Bevölkerungsgruppen ausbreiten.
  • Sie tun Ihrer Gesundheit einen großen Gefallen, wenn Sie Ihr eigenes Risiko einer Fettleibigkeit senken. Dies lässt sich mit einer Ernährungsumstellung, mehr Bewegung sowie Vorsorgeuntersuchungen im Hinblick auf entstehende Herzkrankheiten erreichen.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Ratgeber dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Die Inhalte der Herbano Gesundheitsredaktion werden sorgfältig recherchiert und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Studien.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und von der Herbano Redaktion bearbeitet.

Häufige Fragen

Die koronare (ischämische) Herzkrankheit. Sie steht in der Global Burden of Disease Study seit 1990 ununterbrochen auf Platz 1 der Todesursachen. Dabei sind die Herzkranzgefäße verengt, sodass der Herzmuskel nicht mehr genug Blut und Sauerstoff bekommt.

Weltweit waren es 2021 die koronare Herzkrankheit, COVID-19, Schlaganfall, die chronische Lungenerkrankung COPD und Infektionen der unteren Atemwege wie die Lungenentzündung. In Westeuropa führen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Tumore die Statistik an.

Von 1990 bis 2019 blieb die Reihenfolge an der Spitze gleich, 2021 schob sich COVID-19 auf Platz 2. Die weltweite Lebenserwartung sank dadurch zwischen 2019 und 2021 um 1,6 Jahre. Gleichzeitig wächst die Krankheitslast durch Übergewicht, hohen Blutzucker und hohen Blutdruck.

Rauchen ist einer der drei größten Risikofaktoren weltweit. Raucherinnen und Raucher sterben etwa dreimal so häufig wie Menschen, die nie geraucht haben, vor allem an Krebs, Gefäß- und Atemwegserkrankungen. Wer vor dem 40. Lebensjahr aufhört, senkt das zusätzliche Sterberisiko um etwa 90 %.

Deutlich: Erwachsene mit rund 10.900 Schritten am Tag hatten ein um 53 % niedrigeres Sterberisiko als Menschen mit rund 3.550 Schritten. Ab 60 Jahren sank das Risiko bis etwa 6.000 bis 8.000 Schritte, bei Jüngeren bis etwa 8.000 bis 10.000 Schritte täglich.

  1. [1]
    The Lancet – GBD Compare. Verfügbar unter: [https://www.thelancet.com/lancet/visualisations/gbd-compare]. https://www.thelancet.com/lancet/visualisations/gbd-compare
  2. [2]
    GBD 2021 Causes of Death Collaborators (2024) Global burden of 288 causes of death and life expectancy decomposition in 204 countries and territories and 811 subnational locations, 1990-2021: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2021. The Lancet, 403(10440):2100-2132. doi: 10.1016/S0140-6736(24)00367-2. https://doi.org/10.1016/S0140-6736(24)00367-2
  3. [3]
    GBD 2021 Risk Factors Collaborators (2024) Global burden and strength of evidence for 88 risk factors in 204 countries and 811 subnational locations, 1990-2021: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2021. The Lancet, 403(10440):2162-2203. doi: 10.1016/S0140-6736(24)00933-4. https://doi.org/10.1016/S0140-6736(24)00933-4
  4. [4]
    Jha P, Ramasundarahettige C, Landsman V, Rostron B, Thun M, Anderson RN et al. (2013) 21st-century hazards of smoking and benefits of cessation in the United States. New England Journal of Medicine, 368(4):341-350. doi: 10.1056/NEJMsa1211128. https://doi.org/10.1056/NEJMsa1211128
  5. [5]
    Global BMI Mortality Collaboration, Di Angelantonio E, Bhupathiraju ShN, Wormser D, Gao P, Kaptoge S et al. (2016) Body-mass index and all-cause mortality: individual-participant-data meta-analysis of 239 prospective studies in four continents. The Lancet, 388(10046):776-786. doi: 10.1016/S0140-6736(16)30175-1. https://doi.org/10.1016/S0140-6736(16)30175-1
  6. [6]
    Paluch AE, Bajpai S, Bassett DR, Carnethon MR, Ekelund U, Evenson KR et al. (2022) Daily steps and all-cause mortality: a meta-analysis of 15 international cohorts. The Lancet Public Health, 7(3):e219-e228. doi: 10.1016/S2468-2667(21)00302-9. https://doi.org/10.1016/S2468-2667(21)00302-9

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