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Bei γ-Aminobuttersäure oder auch Gamma Aminobuttersäure (GABA) handelt es sich um eine Aminosäure, die im Gehirn gebildet wird. Sie agiert als Neurotransmitter und dient der Kommunikation zwischen den einzelnen Hirnzellen. GABA wirkt beruhigend und setzt die Neuronenaktivität im Gehirn sowie im zentralen Nervensystem herab. Dies wirkt sich auf vielerlei Weise im Körper aus:
GABA scheint für unsere allgemeine Gesundheit eine große Rolle zu spielen. Wie aber wird diese Aminosäure gebildet?
Interessanterweise hat die Aminosäure ihren Ursprung in Glutamat, das während der Verstoffwechselung von Glukose entsteht. Glutamat ist eine Vorstufe in der GABA-Synthese. Die Bildung von GABA ist abhängig von der Fähigkeit des Hirns, Glutamat mithilfe eines speziellen Enzyms namens Glutamatdecarboxylase (GAD) umzuwandeln.
Die Aufgabe von GABA besteht darin, die Aktivität von Nervenzellen im Gehirn sowie im zentralen Nervensystem herabzusetzen und dafür zu sorgen, dass Gehirn und Körper „einen Gang zurückschalten“.
Dadurch, dass die neuronale Aktivität gehemmt wird, wirkt sich die Gamma Aminobuttersäure fördernd auf unterschiedliche Bereiche aus:
Mehrere Studien am Menschen haben untersucht, wie sich GABA als Nahrungsergänzung auswirkt. Die wichtigsten Ergebnisse:
Wer abends schwer abschalten kann, findet im Feierabend im Kopf Paket GABA Kapseln zusammen mit L-Glycin und einem Magnesium Komplex – drei eigenständige Präparate für eine ruhige Abendroutine.
Ein niedriger GABA-Spiegel kann zu folgenden Symptomen führen:
Auch der Missbrauch von Drogen und anderen Substanzen kann die Aktivität des Neurotransmitters herabsetzen.
Den GABA-Spiegel im Gehirn kann die Forschung mit einer speziellen Magnetresonanz-Spektroskopie ohne Eingriff messen. So hatten Menschen mit chronischen Schlafstörungen im Schnitt fast 30 % weniger GABA im Gehirn als gute Schläfer. Je niedriger der Wert, desto länger lagen sie nachts wach (Winkelman et al., 2008). Auch bei Angst spielt GABA eine Schlüsselrolle: Hemmende GABA-Nervenzellen in der Amygdala, dem Angstzentrum des Gehirns, regulieren, wie stark auf eine mögliche Bedrohung reagiert wird (Nuss, 2015).
Eine mögliche Ursache für einen niedrigen GABA-Spiegel ist ein Mangel an Vitamin B6. Das Enzym, das Glutamat in GABA umwandelt, braucht B6 als Helfer. Fehlt es, kann Glutamat nicht in ausreichendem Maße in die Gamma Aminobuttersäure umgewandelt werden.
Damit der Körper die Aminosäure produzieren kann, benötigt er L-Glutamin. Diese wird zunächst in eine andere Aminosäure namens Glutaminsäure umgewandelt und danach in Gamma Aminobuttersäure.
Für diesen Prozess benötigt der Körper Zink, Vitamin B6 und Taurin. Bei einem Mangel an einem oder mehreren dieser wichtigen Nährstoffe kann der Körper nicht genügend GABA bilden.
Weitere Möglichkeiten um den GABA-Spiegel zu steigern:
Die 8 Gewohnheiten aus diesem Artikel zeigen, wie sich Stress besser bewältigen lässt und wie Erholung gelingt.
Entzündungshemmende Lebensmittel gehören auf den Speiseplan: vollwertige Bio-Lebensmittel mit reichlich Nährstoffen, die eine gesunde Funktion der Neurotransmitter fördern.
Guter und vor allem ausreichend Schlaf steht ganz oben auf der Liste, wenn der GABA-Spiegel gestärkt werden soll.
Reichlich fermentierte Lebensmittel sowie antimikrobielle und blähungslindernde Kräuter wie Knoblauch, Zwiebeln, Oregano, Basilikum, Thymian, Pfefferminze und Ingwer stärken die Darmgesundheit. Das lohnt sich auch für das Nervensystem: Manche Darmbakterien bilden selbst Botenstoffe wie GABA und stehen über die Darm-Hirn-Achse mit dem Gehirn in Verbindung (Mazzoli & Pessione, 2016).
Ein warmes Bad mit Bittersalz (Magnesiumsulfat) ist ein bewährtes Entspannungsritual am Abend. Ätherische Öle wie Kamille, Lavendel oder Zitronenmelisse machen es noch wohltuender.
Bewusstes Atmen hilft beim Abschalten. Drei Minuten pro Stunde sind ausreichend: fünf bis zehn Sekunden lang tief einatmen und danach fünf bis zehn Sekunden lang tief ausatmen.
Regelmäßige Bewegung kommt sämtlichen Neurotransmittern zugute. Personen mit einem niedrigen GABA-Spiegel sollten Bewegungen mit geringer Intensität durchführen, beispielsweise Spazierengehen sowie tiefes Atmen und Yoga. Bei erfahrenen Yoga-Praktizierenden stieg der GABA-Spiegel im Gehirn nach einer 60-minütigen Yoga-Einheit um 27 %, nach einer Stunde Lesen dagegen nicht (Streeter et al., 2007).
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Die GABA-Funktion im Gehirn kann durch eine vitaminreiche und vollwertige Ernährung unterstützt werden. Zudem wirken Lebensmittel, die die mitochondriale Gesundheit fördern, äußerst positiv.
Die Gamma Aminobuttersäure ist natürlich in grünem, schwarzem und Oolong-Tee sowie in fermentierten Lebensmitteln wie Kefir, Joghurt und Tempeh enthalten. Doch auch andere Lebensmittel enthalten GABA oder können die Produktion im Körper steigern, einschließlich Vollkorngetreide, Fava, Soja, Linsen und Bohnen, Nüsse einschließlich Walnüsse, Mandeln und Sonnenblumenkerne, Fisch, einschließlich Garnelen und Heilbutt, Zitrusfrüchte, Tomaten, Beeren, Kartoffeln und Kakao.
Vitamine und Verbindungen, die die Funktion der Mitochondrien stärken, sind CoQ10 (Spinat, Brokkoli, Blumenkohl), Ribose (Pilze), Arginin (Kürbiskerne, Erdnüsse) und Vitamin C (Zitrusfrüchte, Paprika, Rosenkohl).
Die optimale Dosierung von GABA hängt von den individuellen Bedürfnissen und dem gewünschten Effekt ab. In Studien am Menschen zeigten schon 100 mg GABA eine Wirkung gegen Stress (Yoto et al., 2012), für besseren Schlaf wurden 300 mg täglich eingesetzt (Byun et al., 2018). Die GABA Kapseln von Herbano enthalten 500 mg je Kapsel; empfohlen sind 1 bis 2 Kapseln täglich. Auch das ist gut abgesichert: In der Sicherheitsbewertung des US-Arzneibuchs traten selbst bei bis zu 18 g pro Tag über vier Tage keine schweren Nebenwirkungen auf (Oketch-Rabah et al., 2021). Um die beruhigende Wirkung zu fördern, wird GABA idealerweise abends eingenommen, am besten etwa eine Stunde vor dem Schlafengehen.
Glycin ist wie GABA ein hemmender Botenstoff im Nervensystem, wirkt aber über eigene Glycin-Rezeptoren. Wurde Glycin vor dem Schlafengehen eingenommen, verbesserte sich bei Menschen mit Neigung zu Schlafproblemen die empfundene Schlafqualität deutlich. In Tierversuchen senkte Glycin die Körperkerntemperatur; das gilt als mögliche Erklärung, denn auch beim Einschlafen sinkt die Körpertemperatur (Bannai & Kawai, 2012).
Weil GABA und Glycin an unterschiedlichen Stellen ansetzen, ergänzen sie sich in einer Abendroutine gut. Beide können gemeinsam etwa eine Stunde vor dem Schlafengehen eingenommen werden. Magnesium rundet die Kombination ab, weil es die Stressreaktion des Körpers dämpft. Das Feierabend im Kopf Paket vereint GABA Kapseln, L-Glycin Kapseln und Magnesium Komplex als drei eigenständige Präparate.
Viele Medikamente interagieren mit der Aminosäure bzw. GABA-Rezeptoren im Hirn. Sie verändern bestimmte Hirnfunktionen und können:
Barbiturate, Anästhetika, Benzodiazepine, Antidepressiva und Medikamente zur Behandlung von Krampfanfällen sind einige der Medikamente, die auf GABA abzielen.
Zusätzlich beeinflussen eine Reihe natürlicher Ergänzungspräparate die Aktivität von GABA, tragen zur Linderung von Stress und Ängsten bei, fördern Ausgeglichenheit und unterstützen den Schlaf. Baldrian und Hopfen, Magnesium und L-Theanin wirken sich allesamt auf die GABA-Aktivität im Hirn aus. Andere natürliche Ergänzungspräparate sind zum Beispiel: L-Arginin, Kava (Rauschpfeffer), Passionsblume, amerikanischer Ginseng usw.
Bei den genannten Arzneimitteln können Wechselwirkungen mit GABA auftreten. Wer diese oder andere Medikamente einnimmt, sollte unbedingt Rücksprache mit dem Arzt halten. Natürliche Ergänzungen wie Magnesium, Ashwagandha, L-Glycin oder Melatonin passen dagegen gut zu GABA.
Medikamente, Kräuter und Präparate zur Senkung des Blutdrucks: Da GABA den Blutdruck senken kann, sollten entsprechende Präparate nicht zusammen mit anderen Kräutern oder Präparaten eingenommen werden, die ebenfalls blutdrucksenkend wirken. In Studien sank der Blutdruck mit GABA vorübergehend und moderat (um weniger als 10 %); zusammen mit Blutdrucksenkern ist ein zu niedriger Blutdruck aber denkbar (Oketch-Rabah et al., 2021). Die Kombination entsprechender Produkte kann dazu führen, dass der Blutdruck zu stark sinkt.
Antidepressiva und Medikamente zur Beeinflussung der neuralen Aktivität: Wer Antidepressiva einnimmt und zusätzlich GABA verwenden möchte, sollte unbedingt mit dem Arzt sprechen.
Wichtiger Hinweis
Dieser Ratgeber dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Die Inhalte der Herbano Gesundheitsredaktion werden sorgfältig recherchiert und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Studien.
Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und von der Herbano Redaktion bearbeitet.
GABA (Gamma-Aminobuttersäure) ist eine Aminosäure, die im Gehirn aus Glutamat gebildet wird und als wichtigster hemmender Botenstoff arbeitet. Sie bremst überaktive Nervenzellen und fördert so Entspannung und erholsamen Schlaf. Als Nahrungsergänzung gibt es GABA zum Beispiel in Kapselform.
Typische Anzeichen sind Ängste, innere Unruhe, chronischer Stress, Konzentrationsprobleme sowie Ein- und Durchschlafstörungen. Menschen mit chronischen Schlafstörungen hatten in einer Studie fast 30 % weniger GABA im Gehirn als gute Schläfer. In der Forschung wird der GABA-Spiegel im Gehirn mit einer speziellen Magnetresonanz-Spektroskopie gemessen.
Für besseren Schlaf wird GABA am besten abends eingenommen, etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Schlafengehen. Zur Entspannung kann GABA auch tagsüber bei Bedarf eingenommen werden. In Studien zeigte sich die entspannende Wirkung auf die Hirnströme nach 30 bis 60 Minuten.
Ja, dafür gibt es Belege aus Studien am Menschen. Menschen mit Schlafproblemen schliefen nach vier Wochen mit 300 mg GABA täglich deutlich schneller ein, die Einschlafzeit sank von 13,4 auf 5,7 Minuten. Bei geistigem Stress dämpften schon 100 mg GABA die stressbedingten Veränderungen der Hirnströme innerhalb von 30 Minuten.
GABA gilt als gut verträglich: Eine Sicherheitsbewertung des US-Arzneibuchs (USP) fand keine schweren Nebenwirkungen, auch nicht bei bis zu 18 g pro Tag über vier Tage. Weil GABA den Blutdruck leicht senken kann, sollten Menschen, die Blutdrucksenker oder Antidepressiva nehmen, die Einnahme vorher mit dem Arzt besprechen. Das gilt auch für Schwangere und Stillende.
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