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Von der Pubertät bis hin zu den Wechseljahren dürfen wir sie jeden Monat aufs Neue begrüßen: die Periode. Würde es sie nicht geben, würde es die Menschheit nicht geben. Dieser natürliche Prozess grenzt an ein Wunder. Trotzdem bedeutet die Periode für manche von uns aber auch Komplikationen. Denn es gibt eine Krankheit, die oft nicht diagnostiziert wird, aber sehr häufig vorkommt – die Endometriose.
Typische Anzeichen einer Endometriose sind:
Wer mehrere dieser Beschwerden kennt, sollte sie gynäkologisch abklären lassen. Eine Endometriose ist häufig – Betroffene sind damit nicht allein.
Eine Endometriose ist eine chronische und oftmals schmerzhafte Erkrankung mit wucherndem Gewebe außerhalb der Gebärmutter. Häufig sind die Eierstöcke, der Darm sowie das Gewebe im Becken von diesem wuchernden Gewebe betroffen.
Das Gewebe ähnelt dem der Gebärmutterschleimhaut und wird genauso im weiblichen Zyklus jeden Monat neu aufgebaut und während der Periode wieder abgestoßen. Allerdings kann diese abgelöste Schleimhaut nicht, wie die Gebärmutterschleimhaut, einfach abfließen, sondern verbleibt im Körper.
In Folge entstehen Entzündungen, Blutungen, Verwachsungen und Zysten. Betroffene erfahren dadurch meist sehr heftige Schmerzen und starke Regelblutungen, die auf die Erkrankung hindeuten können. Diese Schmerzen sind weit stärker als jene einer "normalen" Regelblutung.
Niemand kennt die genaue Ursache für eine Endometriose, doch hormonelle Ungleichgewichte (wie etwa ein hoher Östrogenspiegel) und genetische Veranlagung, spielen Experten zufolge, für die Entstehung eine große Rolle.
An der genetischen Veranlagung lässt sich nichts ändern, aber jede kann etwas zur Wiederherstellung des hormonellen Gleichgewichts im Körper beitragen.
Mönchspfeffer, Omega 3 und Kurkuma gibt es im Endometriose Balance Paket zusammen – als drei eigene Präparate, jedes in seiner eigenen Dosierung.
Obwohl eine Endometriose häufig ist, wird sie oft spät erkannt. Denn das Erscheinungsbild einer Endometriose ist extrem unterschiedlich. Starke Regelschmerzen und Co. werden oft als Frauenleiden abgetan und nicht ernst genommen. In einer Studie aus Österreich und Deutschland vergingen vom ersten Symptom bis zur Diagnose im Mittel 10,4 Jahre, und 74 % der Frauen hatten vorher mindestens eine falsche Diagnose erhalten (Hudelist et al., 2012).
Wird sie erkannt, richtet sich die Behandlung nach den Beschwerden, der Ausdehnung und einem möglichen Kinderwunsch. Häufig werden hormonelle Präparate eingesetzt, die den Zyklus ruhigstellen und das Wachstum der Herde bremsen, etwa ein Gestagen oder die Pille. Auch eine Operation ist bei Schmerzen und bei unerfülltem Kinderwunsch eine Möglichkeit (Becker et al., 2022). Grundlage ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz die gemeinsame S2k-Leitlinie der gynäkologischen Fachgesellschaften (DGGG, OEGGG & SGGG, 2025).
Regelschmerzen, die mit gängigen Schmerzmitteln nicht besser werden oder den Alltag Monat für Monat lahmlegen, sind kein normales Frauenleiden. Eine Abklärung ist vor allem bei diesen Zeichen sinnvoll:
Zur Diagnose gehören das Gespräch über die Beschwerden, die gynäkologische Tastuntersuchung und ein Ultraschall, bei Bedarf eine MRT. Eine Bauchspiegelung ist heute nicht mehr in jedem Fall nötig, um die Diagnose zu stellen (Becker et al., 2022).
Endometrioseherde wachsen unter dem Einfluss von Östrogen. Weil der Östrogenspiegel in den Wechseljahren sinkt, galt die Erkrankung lange als etwas, das sich mit der Menopause von selbst erledigt. Das stimmt nur zum Teil: Auch nach der Menopause kann eine Endometriose wiederkehren (Gemmell et al., 2017). Betroffen sind 2 bis 5 % der Frauen nach der Menopause (Ladanyi et al., 2019).
Endometriose-Schmerzen und typische Wechseljahresbeschwerden lassen sich gut auseinanderhalten: Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen kommen vom sinkenden Östrogen. Schmerzen im Becken, beim Geschlechtsverkehr oder beim Stuhlgang gehören dagegen nicht zu den normalen Wechseljahren.
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Um Endometrioseherde loszuwerden, kann eine Bauchspiegelung gemacht werden (Laparoskopie), bei der die Herde operativ entfernt werden. Ob eine Operation sinnvoll ist, hängt von den Beschwerden, der Lage der Herde und einem Kinderwunsch ab. Eine Endometriose kann auch nach einer Operation wieder zurückkommen.
Daneben werden Schmerzmittel und hormonelle Behandlungen verschrieben (Becker et al., 2022). Wie jedes Arzneimittel können sie Nebenwirkungen haben; Nutzen und Risiken werden deshalb gemeinsam mit der gynäkologischen Praxis abgewogen. Eine hormonelle Therapie wird nie eigenmächtig abgesetzt.
Ergänzend machen viele Betroffene gute Erfahrungen mit komplementärer Medizin, etwa Akupunktur und Pflanzenheilkunde (Phytotherapie). In der Phytotherapie werden bei Zyklusbeschwerden vor allem Mönchspfeffer und Frauenmantel eingesetzt.
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Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) wirkt über die Hirnanhangdrüse auf das Hormonsystem. In Studien senkte er leicht erhöhtes Prolaktin, normalisierte eine verkürzte zweite Zyklushälfte und hob das Progesteron in der Zyklusmitte an (van Die et al., 2013). Nebenwirkungen waren in diesen Studien mild und selten. Deshalb wird er begleitend bei zyklusabhängigen Beschwerden eingesetzt, die viele Frauen mit Endometriose kennen, etwa PMS und Brustspannen.
Studien speziell an Frauen mit Endometriose gibt es bisher nicht. Wichtig ist die Kombination mit Medikamenten: Weil Mönchspfeffer in das Hormonsystem eingreift, kann er die Wirkung hormoneller Präparate wie der Pille, eines Gestagens oder einer Hormonersatztherapie beeinflussen. Wer eine solche Therapie bekommt, nimmt Mönchspfeffer deshalb nur nach Rücksprache mit der gynäkologischen Praxis oder einer Heilpraktikerin bzw. einem Heilpraktiker ein. In Schwangerschaft und Stillzeit wird er nicht eingenommen. Mehr zur Pflanze steht im Ratgeber Mönchspfeffer.
Endometriose geht mit chronischen Entzündungen einher. Einige Nährstoffe mit entzündungsdämpfender Wirkung wurden deshalb in Studien untersucht – als Ergänzung zur Behandlung, nicht als Ersatz.
Omega-3 und Kurkuma sind in Kombination mit hormonellen Präparaten unproblematisch. Wer blutverdünnende Medikamente nimmt, stimmt beides trotzdem vorher ab. Alle drei Präparate aus dem Paket haben ihre eigene Dosierung und lassen sich einzeln anpassen.
Regelmäßige starke Schmerzen während der Periode sollte niemand einfach abtun, sondern ernst nehmen! Eine Beratung beim Arzt oder Heilpraktiker hilft, auch natürliche Alternativen gut einzuordnen.
Wichtiger Hinweis
Dieser Ratgeber dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Die Inhalte der Herbano Gesundheitsredaktion werden sorgfältig recherchiert und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Studien.
Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und von der Herbano Redaktion bearbeitet.
Meist werden die Beschwerden mit der Menopause ruhiger, weil Endometrioseherde Östrogen zum Wachsen brauchen und der Östrogenspiegel sinkt. Ganz verschwinden muss die Erkrankung aber nicht: 2 bis 5 % der Frauen nach der Menopause sind weiter betroffen, häufiger bei einer Hormonersatztherapie.
In einer großen Kohortenstudie kamen Frauen mit gesicherter Endometriose häufiger vor dem 45. Lebensjahr in die Wechseljahre; das Risiko lag um rund 50 % höher. Auch Operationen an den Eierstöcken können die Eizellreserve verringern. Wer früh Wechseljahresbeschwerden bemerkt, lässt das gynäkologisch abklären.
Eine Hormonersatztherapie kann eine ruhende Endometriose wieder aktivieren, vor allem wenn nur Östrogen gegeben wird. Fachleute empfehlen bei Endometriose deshalb eine Kombination aus Östrogen und Gestagen, auch nach einer Entfernung der Gebärmutter. Ob und welche Hormontherapie passt, wird in der gynäkologischen Praxis entschieden.
Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen sind typische Wechseljahresbeschwerden. Schmerzen im Becken, beim Geschlechtsverkehr oder beim Stuhlgang gehören dagegen nicht dazu und können auf eine Endometriose hinweisen. Neue Schmerzen, Zysten oder Blutungen nach der Menopause gehören immer abgeklärt.
Grundlage sind Schmerzmittel, hormonelle Medikamente oder eine Operation – je nach Befund und in Absprache mit der gynäkologischen Praxis. Begleitend wurden Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D und Curcumin in Studien untersucht; Curcumin verringerte zusätzlich zu Dienogest die Schmerzen. Sanfte Bewegung und Entspannung helfen zusätzlich im Alltag.
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